War es in den vergangenen Tagen zu warm für Ihre Katze?

Schlafende KatzeIn dieser Woche konnten wir uns endlich mal im Wonnemonat Mai über sommerliche Temperaturen freuen. Gestern kletterten die Thermometer deutlich über die 25-Grad-Marke. Leicht verschwitzt, aber zufrieden, weil uns die Sonnenstrahlen beflügeln. Wenn es uns zu warm wird, schwitzen wir die überschüssige Körpertemperatur einfach aus. Ganz im Gegensatz zu unseren geliebten Stubentigern: Sie mögen es zwar auch warm, aber bei den Temperaturen wie gestern kommt da kein Wohlgefühl mehr auf. Die Katze hat nämlich nur Schweißporen an den Pfoten, die aber hauptsächlich der Reviermarkierung dienen. Wie können Sie Ihre Katze bei dem sommerlichen Wetter unterstützen?

Irgendwann leiden Katzen bei Hitze

Wenn es draußen kühl ist, fühlt sich die Katze an einem warmen Plätzchen am wohlsten. Wird es draußen warm, setzt das Gegenteil ein. Ihre Katze versucht, sich selber Kühlung zu verschaffen und verkriecht sich in dunklere Ecken und Winkel des Hauses. Sie beginnt, sich häufiger zu putzen. Das Fell wird mit dem Speichel benetzt, dieser verdunstet und trägt zur Kühlung der Oberfläche bei. Unter Umständen geht sie auch nicht so viel nach draußen, wie sie es an kühleren Tagen macht. Die direkte Sonneneinstrahlung macht ihr zu schaffen und sie verzichtet auf ausgedehnte Streifzüge in ihrer Umgebung.

Wie unterstützen Sie Ihre Katze, wenn es ihr zu warm wird?

Katzen suchen sich innerhalb der vier Wände immer irgendwo ein Plätzchen, wo sie sich wohlfühlen. Das muss bei sommerlicher Hitze nicht unbedingt der Dachboden oder der Keller sein, sondern es reicht schon, wenn ein Zimmer im Haus abgedunkelt wird und dadurch ein wenig Schatten spendet. Das Badezimmer ist hierfür ein guter Ort, da die Bodenfliesen sich nicht so sehr aufheizen und damit noch für eine gewisse Kühlung von unten sorgen. Lüften Sie regelmäßig den Raum durch, in dem sich Ihre Katze jetzt am liebsten aufhält. Dabei öffnen Sie das Fenster für einen kurzen Zeitraum vollständig, um einen Luftaustausch zu erwirken. Lassen Sie niemals das Fenster dauerhaft gekippt und unbeaufsichtigt. Gekippte Fenster sind eine tödliche Falle für Katzen: Wird sie durch ihre Neugier getrieben, durch das Fenster auszubüxen, so kann sie dort steckenbleiben und schwerste Quetschverletzungen erleiden.

Welche Dinge eignen sich, um Ihrer Katze Kühlung zu verschaffen?

Während unsereins im Sommer die Klimaanlage bis zum Anschlag einstellt und der Ventilator alles wegpustet, was in seiner unmittelbaren Umgebung ist, sind solche Hilfsmittel für die Katze eher ungeeignet. Durch die künstliche heruntergekühlte Luft können sich Katzen leicht eine Erkältung einfangen oder auch eine Bindehautentzündung. Daneben kann ein Ventilator auch ein Verletzungsrisiko darstellen, wenn die Katze hier ihren Spieltrieb auslebt. Ein kleiner Zimmerbrunnen, der vor sich hinplätschert, verspricht da mehr Abwechslung und auch Kühlung mit dem frischen Wasser. Alternativ können Sie im Badezimmer auch eine Schale mit Wasser aufstellen, worin sich Spielzeug befindet. Damit kann Ihre Katze herumplanschen, das Spritzwasser verschafft zusätzliche Kühlung. Einziges Manko: Sie müssen danach einmal gründlich durchwischen.

Wann steigt die Hitze Ihrer Katze zu Kopf?

Irgendwann ist es Ihrer Katze zu warm und sie schwächelt vor sich hin. Achten Sie in dieser Situation genau auf alle Anzeichen: Kann es unter Umständen zu einem Hitzschlag gekommen sein? Dieser Zustand kann für Ihren Sofalöwen lebensbedrohlich sein. Erstes Anzeichen einer Überhitzung ist ein schnelles Hecheln. Die Katze versucht, über die Verdunstung des Speichels sich Kühlung zu verschaffen und hechelt daher ähnlich wie ein Hund. Daneben wirkt Ihre Katze apathisch und abwesend, der Atem geht schnell. Im ungünstigsten Fall wird Ihre Katze bewusstlos. Bevor es soweit kommt, müssen Sie bei der Kühlung aktiv werden. Wickeln Sie Ihre Katze in ein durchfeuchtetes Tuch, das nicht zu kühl ist, und bringen Sie Ihren Liebling unbedingt zum Tierarzt.

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Wenn der Katzenjammer kein Ende nimmt…

Katze auf dem RückenKatzen miauen – das ist nun einmal ihre Art, ihren Unmut, Freude, Langeweile, Hunger oder auch Aufregung zum Ausdruck zu bringen. Sie möchten sich verständlich machen und lenken damit die Aufmerksamkeit ihrer Dienerschaft, oder besser gesagt von Herrchen und Frauchen, auf sich. Wir reagieren in den meisten Fällen prompt auf die Bedürfnisse unserer Stubentiger und Sofalöwen. Entweder gibt es ein Leckerchen, es wird gespielt oder geschmust. Was ist aber, wenn der vierbeinige Racker überhaupt nicht mehr aufhören will zu miauen? Welche Ursachen können dahinter stecken?

Die Katze ist rollig und paarungsbereit

Sind Katzen noch unkastriert, liegt in dem dauerhaften Miauen eher eine sexuelle Motivation. Ab einem Alter von sechs Monaten kommt es zur Geschlechtsreife, für die weibliche Katze bedeutet das, dass sie zum ersten Mal rollig wird. In den Eierstöcken sind mehrere Eizellen herangereift und sie ist nun paarungsbereit. Das tut sie nicht nur kund durch das laute Miauen, sondern auch noch auf andere Art und Weise. So uriniert die Katze vermehrt an Stellen, die für sie absolut untypisch sind. Sie reibt sich an Gegenständen oder rollt sich über den Boden und gibt laute Geräusche von sich. Wenn Sie selber keine Zucht mit ihrer Katze vornehmen möchten, dann ist der Weg der Kastration sinnvoll. Grund dafür ist aber nicht das Miauen der Katze, das etwa dadurch abgestellt werden könnte. Vielmehr hat die Kastration unter Umständen eine medizinische Notwendigkeit: Wird die Katze während ihrer Rolligkeit nicht gedeckt, so kann sie eine Dauerrolligkeit entwickeln. Damit verbunden ist unter Umständen eine Gebärmutterentzündung oder die Bildung von Zysten.

Der Kater in Nachbarschaft riecht die rollige Katze

Nicht nur bei der Katze ist das dauerhafte Miauen unter Umständen sexuell motiviert, sondern auch beim Kater. Er hat eine hervorragende Antenne dafür, wo in der Nachbarschaft eine Katze rollig ist. Er riecht die geschlechtsreife Katze über eine sehr weite Strecke. Klar, dass er dabei völlig aus dem Häuschen gerät und alles daran setzen wird, zu dieser Katze zu gelangen. Darf er nicht nach draußen, wird er seinen Unmut darüber durch lautes Miauen zum Ausdruck bringen. Auch hier ist es sinnvoll, über eine Kastration nachzudenken, sofern der Kater nicht als Zuchttiger eingesetzt werden soll. Normalerweise verliert der Kater dann das Interesse an der rolligen Katze. Vor allem bei Wohnungskatzen ist dieser Schritt durchaus sinnvoll.

Die Katze hat Schmerzen

Ist die Katze bereits kastriert und miaut anhaltend, so können die Ursachen vielfältig sein. Häufig ist der Grund für das dauerhafte Miauen ein Schmerz in Verbindung mit einer Erkrankung. Behalten Sie Ihre Katze mal im Auge, ob das Miauen vor allem beim Wasserlassen einsetzt. Dann kann bei Ihrem Sofalöwen eine Blasenentzündung vorliegen oder es haben sich Blasensteine gebildet. Ebenso kann es sein, dass Ihre Katze unbemerkt von Ihnen einen Unfall erlitten und dadurch Schmerzen hat. Wenn sich der Verdacht mehrt, etwa durch Abtasten der Katze, dann sollten Sie nicht zögern, Ihren Liebling vom Tierarzt untersuchen zu lassen.

Langweile kann dauerhaftes Miauen auslösen

Wohnungskatzen droht häufiger Langeweile als ihren Artgenossen, die draußen als Freigänger unterwegs sind. Logisch, während es draußen viel zu erkunden gibt, bleibt in der Wohnung alles gleich. Denken Sie mal daran, wie sich ein Kind verhält, das Hausarrest hat. Es wird Ihnen vor Langeweile auf den Nerv gehen. Logisch, wenn die Aktivität und Beschäftigung entzogen werden. Das gilt auch für die Wohnungskatze, die umso mehr Beschäftigung benötigt. Ansonsten wird sie ihren Unmut durch dauerhaftes Miauen zum Ausdruck bringen. Vor allem Wohnungskatzen sollten nicht alleingehalten werden. Ein Artgenosse sollte mindestens mit von der Partie sein. Wobei es auch vom Vermieter oder der Größe der Wohnung abhängt, wie viele der Stubentiger noch im Haus herumkriechen.

Daneben muss die Wohnung oder das Haus spannende Ecken haben wie Kletterbäume, Kratzbretter, kleine Aussichtsplattformen oder andere Dinge. Wenn Sie schon Katzen in der Wohnung halten, müssen Sie Ihre Einrichtung auch ein bisschen auf die Katze abstimmen, sonst wird sie irgendwann ihre Langeweile an Ihrem Sofa abreagieren. Schon kleine Dinge wie Papiertüten oder Kartons können das Interesse zum Spielen wecken. Daneben spielen Katzen gerne auch mit ihrem Herrchen oder Frauchen. Bällchen werfen, Angelspiele oder Aufziehmäuse sind hier nur ein paar Dinge, mit denen sich Katzen wunderbar beschäftigen lassen. So sollte auch das andauernde Miauen ein Ende finden, wenn die Katze genug Auslastung findet.

 

 

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So können Sie Unfallrisiken für die Katze im Haushalt reduzieren

Katze mit TierärztinNach Angaben der Tierschutzverbände leben rund 13 Millionen Katzen in den deutschen Haushalten. Die meisten von ihnen sind Freigänger und halten sich am Tag oder auch in der Nacht draußen, also in ihrer natürlichen Umgebung auf. Ein großer Teil der Katzen wird nur in der Wohnung gehalten, die Stubentiger kommen also gar nicht nach draußen. Viele Katzenfreunde, die ihren kleinen Vierbeiner in der Wohnung halten, sind der Auffassung, dass in den eigenen vier Wänden nichts passieren kann. Dabei sind die Unfallgefahren für die Sofalöwen auch innerhalb der Wohnung nicht zu unterschätzen.

Geübte Kletterer können auch mal in Not geraten

Katzen haben von klein auf sehr gute motorische Fähigkeiten. Sie klettern gerne auf Möbel, springen umher und haben dabei in den meisten Fällen ihre Motorik im Griff. Dummerweise lassen sich Katzen aber auch schnell ablenken. Das kann ein Schmetterling sein, der vor dem Fenster flattert, aber auch ein lautes Geräusch. Dadurch wird entweder schlagartig ihr Jagdinstinkt geweckt oder sie erschrecken leicht. In beiden Fällen verlieren sie für einen Moment die Kontrolle über ihre Motorik. Im ungünstigsten Fall ist zum Beispiel ein Sturz vom Fensterbrett die Folge. Da Stürze aus größerer Höhe auch für Katzen tödlich enden können, ist es sinnvoll, Fenster oder Balkone mit Schutzgittern oder Schutznetzen zu sichern, damit ein Absturz aus größerer Höhe verhindert werden kann.

Wo lauern im Haushalt noch mehr Gefahren für Ihre Katze?

Offene Schränke, Reinigungsmittel, ein unaufgeräumter Schreibtisch – die Verletzungsrisiken sind größer, als Sie denken. Anders als in der freien Natur, wo die Katze ihren natürlichen Instinkt einsetzt, gibt es in der Wohnung oder im Haus genug unbekannte Stellen, die Ihre Katze zunächst nicht als Gefahr wahrnimmt. Was ist, wenn Sie beim Putzen im Bad auf einmal durch ein Telefonat unterbrochen werden und Ihre Katze neugierig die Putzmittel in Augenschein nimmt? Eine Vergiftung ist damit vorprogrammiert. Ebenso sollten Sie Medikamente nur in verschlossenen Schränken aufbewahren und schon gar nicht offen irgendwo herumliegen lassen. Katzen sind da wie kleine Kinder – die Neugier siegt und schon ist die Tablette verschluckt. Zudem gibt es im häuslichen Bereich auch viele Pflanzen, die eine schädliche Wirkung für Ihre Katze haben.

Spielzeug oder tödliches Risiko?

Ein beliebtes Bild: Die Katze tobt mit dem Wollknäuel herum und schiebt es mit den Pfoten von einer in die andere Ecke. Was ist aber, wenn sich die Katze darin verheddert und unter Umständen der Wollfaden sich langsam um den Hals zuzieht? Kleine Gegenstände wie Kinderspielzeug können von Ihrer Katze ohne weiteres verschluckt werden, dadurch kommt es zu Verdauungsproblemen oder schlimmstenfalls sogar zu einem Darmverschluss. Beim Verschlucken spitzer Gegenstände kann es sogar passieren, dass es zu inneren Verletzungen kommt. Daher müssen solche Dinge immer außerhalb der Reichweite Ihrer Katze aufbewahrt werden. Stellen Sie sich einfach vor, Ihre Katze wäre ein kleines Kind. Würden Sie dann auch Messer oder andere scharfe und spitze Gegenstände einfach herumliegen lassen?

Gekippte Fenster oder Türen sind eine tödliche Gefahr für die Katze

Neugier gehört, wie bereits eingangs beschrieben, zu den bekanntesten Eigenschaften einer Katze. Gefährlich wird es, wenn die Katze vor dem Fenster etwas Interessantes wahrnimmt. Dann ist der erste Gedanke: nur noch hinterher. Oftmals bietet das gekipptes Fenster oder die gekippte Terrassentür die einzige Möglichkeit, so schnell wie möglich nach draußen zu gelangen. In der Regel versucht die Katze, an der breitesten Stellte dort hindurch zu schlüpfen. Dabei bleiben Katzen nicht selten stecken und geraten in Panik. Durch die hektischen Bewegungen sinken sie immer tiefer in den enger werdenden Spalt. Die Folge: Organe werden gequetscht oder es kommt zu Frakturen. Im schlimmsten Fall endet die Jagd nach dem Vogel oder Schmetterling dadurch tödlich, dass Herrchen oder Frauchen nicht rechtzeitig auf den Unfall aufmerksam werden.

Bei Verletzung sofort zum Tierarzt

Verletzungen äußern sich in der Regel durch eine blutende Wunde. Es kann bei einem Sturz auch zu einer Fraktur gekommen sein. Wenn Ihre Katze unruhig ist, sich nicht bewegen möchte und die Gliedmaßen deformiert wirken, müssen Sie sofort zum Tierarzt – ebenso natürlich bei offenen Wunden. Hier ist die Notfallversorgung Ihrer Katze notwendig, um die Gesundheit oder sogar das Leben zu retten. Versuchen Sie bei einer möglichen Vergiftung nicht einfach planlos irgendwelche Gegenmaßnahmen einzuleiten. Besser ist, Sie nehmen eine Probe der verschluckten Substanz mit zum Tierarzt, damit dieser darauf die Behandlung abstimmen kann. Die sprichwörtlichen sieben Leben der Katzen sollten Sie nicht immer ganz ernst nehmen. Sie hat definitiv nur ein Leben.

 

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So funktioniert die Ernährung von Pferden

Pferde fressen HeuFür die meisten Menschen ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages, um nach dem Aufstehen in Schwung zu kommen. Dann noch zwei Mahlzeiten gegen Mittag und Abend und ein paar kleine Snacks zwischendurch: Wir investieren viel Zeit ins Essen. Vergleichen mit Pferden sind wir, was die Dauer des Essens angeht, jedoch harmlos. Pferde verbringen rund 12 bis 14 Stunden täglich damit, auf der Weide zu grasen. Zwischendurch wird zwei bis drei Stunden gedöst, bis es mit dem Fressen weiter geht. Pferde verbringen also fast 60 Prozent des Tages mit Fressen.

Wie frisst ein Pferd?

Bei einer Nahrungsaufnahme von 12 bis 14 Stunden am Tag hat der Magen des Pferdes ganz schön viel Arbeit. Der Magen des Pferdes fasst je nach Größe zwischen 5 und 15 Liter. Nicht viel also für ein so großes Tier. Das bedeutet, dass der Magen einfach nicht dafür ausgelegt ist, größere Mengen auf einmal aufzunehmen. Daher kommt es, dass das Pferd kleine Mengen frisst, aber dafür über mehr als die Hälfte des Tages verteilt. Im Magen wird dauernd Salzsäure produziert, um die Nahrung zu verarbeiten. Das Futter wird ordentlich durchgekaut und intensiv eingespeichelt, so dass es vom Magen besser verarbeitet werden kann. Wie schnell das Futter in den Dünndarm rutscht, hängt vom Volumen ab. Größere Portionen sind schneller verarbeitet als kleine Happen.

Gutes Heu ist der Treibstoff für den Pferdedarm

Als Faustregel gilt: Ein Pferd frisst je 100 Kilogramm Körpergewicht ungefähr 1,5 Kilogramm Heu. Ein Kilogramm Heu wird wiederum in etwa 40 Minuten verarbeitet. Wiegt das Pferd also 700 Kilogramm, beträgt die durchschnittlich benötigte Heumenge etwas mehr als 10 Kilogramm. Damit ist das Pferd wiederum ungefähr 6 bis 7 Stunden beschäftigt. Heu ist ein Nahrungsmittel, das den Darm in Schwung hält. Durch die Verdauung des Heus entstehen flüchtige Fettsäuren, die dem Pferd stundenlang als Energiequelle zur Verfügung stehen. Daher macht es auch wenig Sinn, die Heumenge zu reduzieren. Stattdessen sollte das Pferd sich rund um die Uhr an den Heurationen bedienen können. Wird Heu nur unregelmäßig oder rationiert verfüttert, können Koliken und Verdauungsstörungen auftreten.

Kraftfutter muss aufgeteilt werden

Heu ist ein Nahrungsmittel, das von Pferden langsam und regelmäßig aufgenommen wird. Hingegen findet der Hafer schneller seinen Weg in den Körper des Pferdes. In ungefähr 10 Minuten hat das Pferd ein Kilogramm Hafer verschlungen. Diese Menge kann in der kurzen Zeit zu einer Überladung des Verdauungstraktes führen. Dadurch ist das Risiko einer Kolik gegeben. Daher ist es sinnvoll, das Kraftfutter auf verschiedene Mahlzeiten aufzuteilen, damit es eben nicht auf einmal in den Magen gelangt. Hier gibt es ebenfalls eine Faustregel: Hafer oder Kraftfutter sollten nur mit maximal 0,5 Prozent des Körpergewichtes in einer Mahlzeit verfüttert werden. Im Regelfall erreicht das Futter, wie zum Beispiel Heu, den Dickdarm nach 12 Stunden. Große Mengen Kraftfutter finden hingegen sehr schnell den Weg in das Gedärm und bringen den Mikroorganismus dort ordentlich durcheinander. Bevor das Kraftfutter jedoch verabreicht wird, sollte das Pferd vorher Heu  bekommen. Damit wird die Speichelbildung angeregt, das Futter wird im Magen besser verarbeitet und in den Dünndarm weitergeleitet. Übrigens, vor dem Ausreiten sollten Sie Ihrem Pferd ein Verdauungspäuschen gönnen. Eine Stunde ist da schon ein guter Zeitrahmen.

Heu hilft gegen Magengeschwüre

Für Pferde ist Heu eines der besten Nahrungsmittel, da es, wie bereits beschrieben, den Darm auf Trab hält. Daneben ist Heu auch noch die beste Medizin gegen Magengeschwüre. Das liegt nicht unbedingt daran, dass die aufgenommenen Heumengen den sauren pH-Wert im Magen puffern. Vielmehr trägt Heu dazu bei, dass der pH-Wert nach der Heufütterung im Magen des Pferdes bei 2 bis 3 im sauren Bereich liegt. Ein optimaler Wert für die Verdauung, da hier auch die Produktion des Hormons Gastrin von der Produktion gehemmt wird, das wiederum für die Entstehung von Salzsäure zuständig ist.

Bei Pferden, die im Stall gehalten werden, sollte die Heufütterung keinesfalls eingeschränkt werden. Das Vorurteil, dass zu viel Heu träge und fett macht, ist nicht belegt. Vielmehr ist es wichtig, dass der Magen des Pferdes regelmäßig Heu aufnehmen kann und nicht auf ein paar Portionen am Tag verteilt. Das führt eher zu Darmerkrankungen als die regelmäßige Fütterung mit Heu.

 

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Zeckenbefall bei der Katze – worauf müssen Sie achten?

Katze auf einer WieseMit dem Frühjahr und dem damit verbundenem Temperaturanstieg werden die Zecken wieder aktiv. Sie kommen ab einer Temperatur von sieben Grad wieder zum Vorschein und suchen sich andere Tiere, bei denen sie Blut saugen können. Dass Hunde regelmäßig von Zeckenbefall betroffen sind, ist kein Geheimnis. Katzen können aber genauso gut davon betroffen sein, vor allem Freigängerkatzen unterliegen einem erhöhten Risiko, von einer Zecke befallen zu werden. Die kleinen lästigen Parasiten gehören übrigens nicht zu den blutsaugenden Insekten, sondern zu den Spinnentieren.

Wie gelangt die Zecke auf die Katze?

Das Hauptverbreitungsgebiet von Zecken sind Wälder, Wiesen mit hohem Gras oder auch Gebüsche. Hier besteht für freilaufende Katzen das Risiko, sich eine Zecke einzufangen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um den Gemeinen Holzbock, es können vereinzelt auch andere Zeckenarten sein. Die meisten Zecken lassen sich vom Gebüsch aus direkt auf die Katze fallen. Andere Zeckenarten wiederum klettern aktiv auf das Fell der Katze. Das kann dann der Fall sein, wenn die Katze einfach nur im Gras liegt und vor sich hin duselt. Ist die Zecke erst einmal auf der Katze angekommen, sucht sie sich eine Stelle, die nicht so dicht mit Fell bewachsen ist, um dann das Blut der Katze zu saugen.

Welche Wirkung hat der Zeckenbiss bei Ihrer Katze?

Ein einzelner Zeckenbiss hat in den meisten Fällen noch keine größere Auswirkung. Zwar kommt es an der Einstichstelle zu einer kleineren Entzündung, aber diese verheilt innerhalb weniger Tage wieder von selber. Wird die Katze hingegen von mehreren Zecken befallen, so kann das zu einer Anämie, also Blutarmut führen. Unter Umständen führt der Zeckenbiss dazu, dass sich Ihre Katze an der betroffenen Stelle kratzt. Dadurch wiederum werden Entzündungen ausgelöst, die ein Infektionsrisiko darstellen.

So entdecken Sie Zecken bei Ihrer Katze

Bei Katzen können Sie in den meisten Fällen selber feststellen, ob Ihr Sofalöwe von einer Zecke befallen wurde. Eine Kontrolle nach dem Freigang, gerade zu dieser Jahreszeit, ist durchaus sinnvoll. Da Katzen zumeist ein dichtes Fell haben, suchen sich die lästigen Blutsauger Körperstellen aus, wo sie besser zustechen können. Das ist im Bereich der Ohren der Fall, aber auch am Kopf, an den Hinterläufen oder auch an der Brust. Hat sich die Zecke erst einmal mit Blut vollgesogen, so wird sie bis zu einem Zentimeter groß und ist entsprechend gut zu erkennen. Machen Sie sich daher die Mühe, nach dem Freigang Ihren Schmusetiger gründlich nach Zecken abzusuchen. Legt die Zecke erst einmal im dichten Fell ihre Larven ab, wird es deutlich problematischer, diese lästigen Besucher ausfindig zu machen.

Zecken entfernen bei der Katze

Haben Sie bei Ihrer Katze Zecken entdeckt, so können Sie diese mit der Zeckenzange oder einer speziellen Zeckenpinzette selber entfernen. Dazu müssen Sie die Zecken nahe genug an der Hautoberfläche greifen und dann gerade herausziehen. Hausmittel wie Öle, Nagellacke, Kleber oder andere Stoffe sind tabu. Behandeln Sie die betroffene Stelle anschließend mit einem Zeckenmittel. Sind Sie sich nicht sicher, ob die Zecke restlos entfernt wurde oder ob sich noch mehrere Zecken auf Ihrer Katze befinden, sollten Sie in jedem Fall den Tierarzt aufsuchen.

Wie kann der Zeckenbefall bei der Katze vermieden werden?

Grundsätzlich ist eine Vorbeugung gegen den Zeckenbefall problemlos möglich und auch sinnvoll. Vor allem, wenn Ihre Katze Kontakt mit anderen Artgenossen hat und viel in der Natur herumsteift, ist die Vorbeugung sehr wichtig. Die Zecke verursacht zwar in den seltensten Fällen Krankheiten, die Katze kann die Zecken aber mit ins Haus schleppen, wo diese dann unter Umständen auf den Menschen oder im Haus befindliche Hunde übergehen. Zum Schutz gegen Zecken gibt es Zeckenschutzpräparate, die in regelmäßigen Abständen aufgetragen werden können. Benutzen Sie dabei aber nur Präparate, die auch für Katzen geeignet sind. Ist zum Beispiel noch ein Hund mit im Haushalt, so kann das Zeckenmittel für den Hund unter Umständen nicht geeignet für die Katze sein. Fragen Sie konkret bei Ihrem Tierarzt nach, welches Mittel Sie verwenden können.

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Kampf dem Katzenurin: Wie vermeiden Sie, dass Ihre Katze an den unmöglichsten Stellen uriniert?

Drei KatzenKatzen sind in der Rangfolge noch beliebter als Hunde und bevölkern nahezu 13 Millionen Haushalte in Deutschland. Sie sind entweder als Freigänger oder als Wohnungskatzen unterwegs und bieten mit ihrem manchmal eigenwilligen Wesen viel Abwechslung. Das Zusammenleben kann in Punkto Hygiene phasenweise auch kritisch sein, etwa, weil die Katze an Stellen in der Wohnung Pipi macht, wo sie es definitiv nicht soll. Dazu gehören Polstermöbel, Pflanzkübel, Blumentöpfe, Teppiche oder auch Schuhe. Die meisten Katzen haben irgendwann eine solche Phase, dass sie ihr gewohntes Katzenklo nicht nutzen, sondern in der Wohnung wildpinkeln. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben.

Krankheiten bei der Katze müssen ausgeschlossen werden

Ist die Katze schon jahrelang sauber und verfällt auf einmal in das Wildpinkeln, so kann eine Erkrankung wie eine Blasenentzündung eine mögliche Ursache sein. Bevor Sie also in der Wohnung selber herumexperimentieren, warum ihre Katze nicht mehr das gewohnte Katzenklo benutzt, sollten Sie zum Tierarzt gehen, um mögliche Krankheiten auszuschließen oder behandeln zu lassen. Für den Tierarzt ist eine Urinprobe sehr hilfreich. Versuchen Sie daher, Ihrer Katze beim Urinieren ein Schälchen unterzuschieben und dann den Urin zum Beispiel mit einer Spritze aufzunehmen. Sie sparen sich damit viel Zeit, bevor der Tierarzt bei der Untersuchung selber eine Urinprobe nehmen muss.

Ist Ihre Katze mit dem Katzenklo nicht mehr zufrieden?

Ein Katzenklo ist für den Stubentiger ein sensibler Bereich. Dieser muss sauber, möglichst geruchsfrei und auch groß genug sein. 50 mal 50 Zentimeter sind schon empfehlenswert, je nach der Größe der Katze darf es auch ein bisschen mehr sein. Für die Katze ist wichtig, dass das Katzenklo offen und nicht wie eine Transportbox gestaltet ist. Für Sie als Katzenfreund ist das geschlossene Katzenklo sicherlich ein hygienischer und auch optischer Vorzug, für Ihre Katze hingegen ist es ungeeignet. Sie fühlt sich dort nicht wohl und wird dann an anderen Stellen in der Wohnung urinieren. Die tägliche Hygiene beim Katzenklo ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Klumpen mit Urin und Kot müssen täglich entfernt werden. Es reicht auch nicht aus, wenn das Katzenstreu regelmäßig gewechselt wird, ebenso muss das Katzenklo regelmäßig mit einem geruchsneutralen Reiniger komplett bearbeitet werden. Dazu wird das Katzenklo an einer gut erreichbaren und auch ruhigen Stelle in der Wohnung oder im Haus aufgestellt. Die Katze braucht für ihr Geschäft nämlich Ruhe – genau wie Sie auch. Übrigens, wenn Sie mehrere Katzen besitzen, benötigen Sie immer ein Katzenklo mehr als Katzen im Haus sind. Es kann durchaus passieren, dass eine Ihrer Katze keinen Fremdpinkler auf ihrem Klo duldet und sich daher andere Plätze im Haus für ihr Geschäft sucht.

Stress für die Katze oder Revierverhalten?

Hat Ihre Katze sich gerade auf das Sofa oder Ihr Bett erleichtert? Dann ist Ihr Ärger vermutlich groß und Sie müssen Dampf ablassen. Fatal ist es, wenn Sie sich jetzt Ihre Katze zur Brust nehmen und sie ordentlich ausschimpfen. Denken Sie immer daran, dass Ihre Katze Sie mit dem Wildpinkeln nicht ärgern möchte. Es sind eben andere Umstände, die Ihre Katze dazu getrieben haben. Sie erzeugen mit dem Ausschimpfen noch mehr Stress für Ihre Katze, als sie den vielleicht schon hat. Vor allem junge Kater neigen dazu, in der Wohnung verschiedene Stellen zu markieren, das ist einfach das Revierverhalten. Lassen Sie daher einen jungen Kater so früh wie möglich kastrieren. Wenn der Kater schon etwas älter ist, kann es passieren, dass er trotz der Kastration sein Revierverhalten nicht ablegt und weiter in die Ecken pinkelt. Im Übrigen können die verschiedensten Änderungen im Umfeld der Katze zum Wildpinkeln beitragen. Dazu gehört vielleicht eine neue Katze im Hause, ein Umzug oder sogar der Tod eines geliebten Menschen. Genauso können Personen, die auf einmal mit im Haushalt dabei sind, Stress bei der Katze auslösen. Das kann durchaus auch der neue Partner von Herrchen oder Frauchen sein. Dagegen kann natürlich ein Tierarzt  nichts machen, hier müssen Sie schon selber mit einer gehörigen Portion Aufmerksamkeit und Liebe Ihre Katze wieder herunterbekommen.

Vermeiden Sie Pipifallen

Dort, wo Ihre Katze einmal uriniert hat, müssen Sie eine gründliche Reinigung durchführen. Mit normalem Haushaltsreiniger lassen sich solche Stellen optisch und für Sie geruchsfrei reinigen. Ihre Katze sieht das hingegen mit ihrer feinen Nase völlig anders. Sie kann die Reste vom Urin noch riechen und wird dort trotzdem erneut hinpinkeln. Gegen dieses Problem benötigen Sie speziellen Reiniger. Vermeiden Sie im Hause Stellen, an denen Ihre Katze in Versuchung kommt zu urinieren. Dazu gehören Badezimmervorleger, feuchte Handtücher auf dem Boden oder auch Schuhe und Wäsche. Achten Sie daher darauf, dass solche Dinge in Ihrer Wohnung oder im Haus nicht auf dem Boden liegen gelassen werden. So gerät Ihre Katze nicht erst in Versuchung, dort ihr Geschäft zu machen.

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Warum kann ein Hundehaufen zu einer richterlichen Angelegenheit werden?

Nahaufnahme von einen Hund und einer Hand mit einem KotbeutelFür viele Hundefreunde ist es eine Selbstverständlichkeit, die Hinterlassenschaften ihres Lieblings zu entfernen und mit dem Kotbeutelchen in der nächsten Mülltonne zu entsorgen. Einerseits, weil es der gesunde Menschenverstand sagt, andererseits auch, weil kommunale Ordnungsdienste regelmäßig ein waches Auge darauf haben, wo die Vierbeiner sich erleichtern. Wird auf öffentlichen Plätzen und Wegen der Hundekot nicht entfernt und der Halter dabei erwischt, so wird ein Bußgeld fällig. Es gibt aber auch die Hundehalter, die ihren Hund achtlos in den Vorgarten von Privathäusern ihr Geschäft machen lassen. Das sorgt für Unmut bei den Anwohnern und kann im Ernstfall für den Hundefreund reichlich teuer werden.

Hundehalter sind für die Hundehaufen verantwortlich

Wer seinen Hund frei laufen lässt, trägt für ihn die Verantwortung. Das ist auch dann der Fall, wenn der Hund seine Notdurft auf einem fremden Grundstück verrichtet. Das Landgericht Berlin stellte im Jahr 2016 klar, dass der Halter für die Beseitigung des Hundehaufens verantwortlich ist. In dem vorliegenden Rechtsstreit ging es um den ehemaligen Mieter einer Wohnanlage, der dort seinen Hund regelmäßig ausführte. Dabei hinterließ der Hund einen Hundehaufen, den die Eigentümerin entfernen ließ. Über einen Rechtsanwalt forderte sie den Hundehalter auf, dieses künftig zu unterlassen. Die Kosten für die rechtliche Vertretung sowie die Beseitigung des Hundehaufens sollte er ebenfalls tragen. Dagegen wehrte sich der ehemalige Mieter und Hundefreund.

Landgericht Berlin: Hundehalter muss Kosten für die Entfernung des Hundehaufens zahlen

Das Landgericht Berlin gab der Klägerin Recht. Durch den Hund, der sich unangeleint in der Anlage bewegte, wurde das Eigentum der Klägerin gestört. Das Erleichtern des Hundes ist wie eine Abfallentsorgung zu betrachten und daher auch zu unterbinden. Fakt ist, dass der Hundehalter die Kosten für die Beseitigung des Hundehaufens aufgebrummt bekommen hat und auch noch die Anwaltskosten bezahlen musste. Zudem wurde verfügt, dass im Falle einer Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld von 10.000 Euro verhängt werden kann. Das Urteil ist insofern richtungsweisend, als dass sich Grundstückseigentümer hier gegen renitente Hundefreunde wehren können. Wird des Öfteren derselbe Hund mit seinem Halter bei einer solchen Haltung erwischt, so besteht durchaus die Möglichkeit, eine Unterlassung per Anwalt zu verfügen. Wer möchte schon regelmäßig den Hundekot aus seinem Vorgarten entfernen, obwohl klar ist, welcher Hund, oder besser, welcher Hundehalter dafür verantwortlich ist.

Kein Schadensersatz nach Wohnungskauf bei Hundekot im Garten

Ein anderer Streitfall, in dem es um die Hinterlassenschaften des Hundes ging: Im Dezember ging der Verkauf einer Eigentumswohnung „wie genau besichtigt“ über die Bühne. Allerdings kamen nach der Schneeschmelze im Januar darauf fast 20 Hundehaufen im Garten zum Vorschein. Der neue Eigentümer holte sich darauf ein Angebot von einer Gartenbaufirma ein. Schließlich musste der Garten von Grund auf gereinigt und der Boden abgetragen und neu bepflanzt werden. Dort, wo der Kot gelegen hatte, wuchs kein Gras mehr, sondern nur Moos. Die Kosten für die Gartenbaufirma von 3.500 Euro forderte der neue Eigentümer von seinem Vorgänger ein. Das Amtsgericht München entschied jedoch zugunsten des Hundehalters.

Hundehaufen im Garten stellen einen Sachmangel dar

Durch das Amtsgericht München wurde bestätigt, dass die Vielzahl der Hundehaufen sehr wohl einen Sachmangel darstellte. Allerdings hatte der neue Eigentümer direkt eine Firma beauftragt, anstatt den vorherigen Eigentümer zur Beseitigung zu verpflichten. Er hatte dem Beklagten damit keine Gelegenheit gegeben, die Hundehaufen selber zu entfernen. Vielmehr habe der neue Eigentümer zugesehen, wie die Hundehaufen langsam im Boden versickerten, ehe zwei Monate später, also im März die Gartenbaufirma anrückte. Damit könne er dem Hundehalter nicht die Kosten für die Gartenreinigung aufdrücken, da er selber den Folgeschaden durch die Verzögerung zu verantworten hatte. Die Klage wurde demnach abgewiesen.

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Hundehaftpflicht: Situationen, die zum Nachdenken anregen…

Welpe vor ZaunEinen Hund anzuschaffen ist die eine Sache. Ihn richtig zu versichern ist ein anderer Punkt. Viele Hunde werden von ihren neuen Familien schon als Welpe angeschafft. Sie sind ja noch so süß und richten in den eigenen vier Wänden so manches Missgeschick oder auch Unheil an. Darüber werden Sie das eine oder andere Mal schmunzeln. Dabei dürfen Sie nie vergessen, dass solche Missgeschicke auch außerhalb der eigenen vier Wände geschehen können. Wer bezahlt dann den Schaden, wenn es Außenstehende trifft? Was ist, wenn Sie mit Schadensersatzforderungen konfrontiert werden?

Der ist doch so klein, der tut nichts

Das ist so ziemlich der größte Irrtum, dem so mancher Hundefreunde unterliegt, wenn der kleine Vierbeiner erst einmal zu Hause angekommen ist. Dabei haben kleine Hunde sozusagen den Schalk im Nacken, wenn es um das Entdecken ihrer neuen Umgebung geht. Ist erst einmal der Schaden eingetreten, dann stehen Sie als Hundehalter in der Haftung – ohne Wenn und Aber. Die Schuld liegt bei Ihnen, da die Haltung eines Hundes unter die sogenannte Gefährdungshaftung fällt. Sie schaffen quasi mit Ihrem Hund eine legale Gefahrenquelle, für die Sie auch im vollen Umfang die Haftung tragen. In mehreren Bundesländern ist die Hundehaftpflicht daher bereits eine Pflichtversicherung, in anderen Ländern besteht für kleinere Hunde noch keine Versicherungspflicht.

Unfälle oder Missgeschicke können sich jederzeit ereignen

Da mag die Erziehung Ihres Vierbeiners noch so weit gediegen sein, letztendlich ist der Hund ein Tier und folgt ab und zu seinen tierischen Instinkten. Da hilft kein Rufen oder Rennen, Ihr Hund setzt jetzt einfach seinen Kopf durch. Sie sind mit Ihrem Liebling unterwegs, dabei begegnet Ihnen ein Radfahrer. Das ungewohnte Gefährt weckt das Interesse Ihres Hundes. Trotz der Leine schafft er es, dem Radfahrer vor die Räder zu laufen. Dieser stürzt und zieht sich dabei schwere Verletzungen zu. Auf Sie kommen nun Schadenersatzforderungen in beträchtlicher Höhe zu. Diese setzen sich unter anderem aus den Kosten für die Heilbehandlung, Schmerzensgeld oder auch Verdienstausfall zusammen. Das kann je nach Schadenshöhe ohne die Absicherung durch die Hundehaftpflicht sogar in die Privatinsolvenz führen.

Das Ende der Urlaubsfreude

Mittlerweile sind Hunde im Urlaub gern gesehene Gäste. Viele Vermieter von Ferienhäusern oder Ferienwohnungen lassen das Mitnehmen des Hundes zu. Gut für Sie, denn Ihr Hund fühlt sich natürlich auch dort wohl, wo Sie sich wohlfühlen. Dabei kann Ihr Hund natürlich die Gelegenheit nutzen, den Urlaubsort auf seine eigene Art und Weise zu erkunden. Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie fahren nur kurz zum nahe gelegenen Supermarkt und lassen Ihren Liebling für den Moment in der Ferienwohnung. In dieser Zeit beschäftigt er sich so richtig intensiv mit dem Sofa, das nachher nur noch für den Sperrmüll taugt. Ihr Vermieter wird entsprechend Schadensersatz fordern. Das sind bei einem Sofa zwar keine weltbewegenden Beträge, aber die Urlaubskasse ist dadurch erst einmal dezimiert. Besser ist, wen  sich Ihre Hundehaftpflicht um den Schaden kümmert.

Vorsicht in der Dunkelheit

Hunde müssen unter Umständen auch mal des Nachts raus oder im Winter nach Einbruch der Dunkelheit. Wenn Sie direkt in der Nähe Ihres Hauses auf die Wiese können, ist das prima. Manchmal ist der nächstmögliche Ort zum Erleichtern nicht mal eben um die Ecke. Hunde sind für andere Verkehrsteilnehmer nur sehr schwer wahrnehmbar. Autofahrer müssen nicht damit rechnen, dass auf einmal Ihr Hund über die Straße rennt. Verursacht der Autofahrer durch sein Bremsmanöver einen Verkehrsunfall, stehen Sie als Hundehalter wiederum in der Haftung. Hier verhält es sich ähnlich wie mit dem Schaden des Radfahrers: Ein Unfall im öffentlichen Straßenraum kann erhebliche Kosten aufwerfen, für die Sie aufkommen müssen. Auch in diesem Fall dürfte ohne die Hundehaftpflicht ein solcher Schaden zum finanziellen Ruin führen.

Ich muss leider draußen bleiben

Damit ist nicht der Zutritt Ihres Hundes zum Supermarkt, Bäcker oder Metzger gemeint. Nein, vielmehr betrifft das den Besuch von Hundeschulen, Tierpensionen oder auch de Ferienwohnung im Urlaub. So gut wie alle Betreiber möchten mittlerweile eine Hundehaftpflicht nachgewiesen bekommen. Der Grund dafür ist eigentlich naheliegend: Allein die Haftung im Schadensfall selber sagt noch nichts darüber aus, ob Sie tatsächlich für einen Schaden aufkommen können. Die Hundehaftpflicht soll sicherstellen, dass Sie nach dem Schaden tatsächlich finanziell Schadensersatz leisten können.

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So weiden Sie Ihr Pferd im Frühjahr richtig an

Nach den ersten verlockenden Sonnenstrahlen in der vergangenen Woche können es die meisten Pferdefreunde kaum noch erwarten, ihren großen Liebling wieder auf die Weide zu bringen. Dabei ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Nicht, weil das Pferd etwa mit dem Temperaturwechsel von Stall zur Weide nicht klar käme. Vielmehr spielt der Futterwechsel bei der Gesundheit des Pferdes eine große Rolle. Seit dem Herbst haben viele Pferde auf das Weidegras verzichtet und stattdessen Heu oder Heulage bekommen. Dadurch haben sich im Darm Zellulose zersetzende Bakterien vermehrt, damit die aus Heu und Stroh verwertbaren Bestandteile zerlegt werden konnten. Nun muss der Verdauungstrakt auf das neue Nahrungsangebot komplett umgestellt werden.

Welche Risiken bestehen beim Anweiden im Frühjahr?

Gestern noch Heu, heute schon Gras: Was mancher Pferdefreund für seinen Vierbeiner als echte Bereicherung nach dem Winterspeiseplan betrachtet, stellt ein erhebliches Risiko dar: Das frische Gras hat einen hohen Anteil an Kohlehydraten, die das Pferd im Dünndarm verarbeiten muss. Werden diese nun in großer Menge über das Fressen von Gras aufgenommen, landen diese teilweise unverdaut im Dickdarm. Der Verdauungsapparat ist noch nicht bereit für eine solche radikale Nahrungsumstellung. Im Dickdarm hingegen herrscht durch die Winterfütterung noch eine ganz andere Verdauung. Hier werden die Bakterien, die die Zellulose aufschließen, von Milchsäurebakterien verdrängt. Diese Milchsäurebakterien vermehren sich in der Umgebung der schlecht verdauten Kohlehydrate. Die Bakterien, die für die Verdauung von Zellulose verantwortlich sind, gehen zugrunde, es entstehen Endotoxine. Diese gelangen in den Blutkreislauf des Pferdes und führen dort zu gesundheitlichen Schäden. Die häufigsten Folgen dieser falschen Fütterung sind Kolik, Durchfall und Hufrehe.

Wie schnell kann es zu Erkrankungen durch falsches oder zu schnelles Anweiden kommen?

Wenn man mal betrachtet, in welcher Geschwindigkeit ein Pferd locker ein paar Kilo Gras vertilgt, dann liegt es auf der Hand: Diese radikale Futterumstellung kann innerhalb weniger Tage zu Erkrankungen führen. Ein ausgewachsenes Pferd frisst mal eben in einer Stunde fünf bis sechs Kilo Gras. Daher ist es sinnvoll, Pferde zu Beginn der Weidezeit erst einmal mit Heu satt zu füttern, damit sie nicht direkt die ganze Wiese in Angriff nehmen. So kann sich der Magen langsam auf das Weidefutter umstellen, da es nicht in zu großen Mengen aufgenommen wird.

Wie können Pferd richtig angeweidet werden?

Da Pferde auf der Weide viel Gras aufnehmen, ist die Fütterung im Vorfeld schon von Bedeutung. Daneben sollte das Pferd nicht von einen auf den anderen Tag ganztägig auf die Weide gebracht werden, sondern immer schrittweise. Zu Beginn reichen 20 Minuten Weidegang, dann geht es wieder ab in den Stall. Diese Weidezeit sollte täglich um 15 bis 20 Minuten verlängert werden, in der dritten Woche aufgeteilt auf etwa gleichlange Phasen am Vormittag und am Nachmittag. So wird dem Verdauungsapparat auch Zeit gegeben, sich auf die Ernährung mit Gras langsam umzustellen. Nach ungefähr vier Wochen sollte bei gesunden Pferden der Futterwechsel vollzogen sein.

Stellen Sie dabei fest, dass Ihr Pferd an Durchfall leidet, müssen Sie einen Gang zurückschalten und vermehrt Heu zur Fütterung verwenden. Dabei muss die Weidezeit vor allem in der Wachstumsphase an das jeweilige Pferd angepasst werden. Wichtig ist zudem, die Nächte im Auge zu behalten: Sind diese frostig und der darauffolgende Tag sehr sonnig, ist die Konzentration an Fruktan im Gras sehr hoch. An solchen Tagen sollten die Pferde nur kurz auf die Weise, damit nicht zu viel Gras aufgenommen wird.

Das Wichtigste ist für Pferde ergänzend zur behutsamen Ernährungsumstellung ausreichend Bewegung. Wie bei uns Menschen verbrennt das Pferd beim Ausreiten Kalorien. Darüber hinaus kommt es beim Reiten auch nicht so schnell dazu, erneut zu fressen. Außerdem müssen Pferde, die bereits in der Vergangenheit Hufrehe hatten, noch langsamer an die Weidezeit  gewöhnt werden. Denken Sie immer daran, dass der abrupte Futterwechsel Krankheiten nach sich ziehen kann. Wenn Sie selber nicht täglich Umgang mit Ihrem Pferd haben, achten Sie unbedingt darauf, ob der Stallbesitzer sich verantwortungsvoll zeigt und die Pferde langsam auf die Weidezeit einstellt.

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Genießen Sie die Frühlingszeit mit Ihrem Hund

Hund auf Wiesevon Manfred Weiblen

Endlich naht der Frühling mit großen Schritten: Kalendarisch dauert es zwar noch eine Weile, aber mit den kräftigen Sonnenstrahlen seit dem Wochenende kommen wir so langsam aus unserer Winterlethargie und genießen die Zeit draußen in der Sonne. Mit dabei ist natürlich immer unserer vierbeiniger Liebling, eben der beste Freund des Menschen, unser Hund. Er freut sich auch über mehr Bewegung, Spiel und Wärme, wenn es nach draußen geht. Was müssen Sie beachten, damit Ihr Hund gut vom Winter in den Frühling kommt?

Der Fellwechsel steht an erster Stelle

Wärmere Temperaturen führen dazu, dass Hunde im Frühjahr einen Fellwechsel vornehmen. Ab mit der Winterwolle, damit der Hund sich bei Sonnenschein auch richtig wohlfühlen kann. Diese Phase dauert ca. sechs bis sieben Wochen. Sie können Ihren Hund dabei unterstützen, indem Sie zum Beispiel sein Fell regelmäßig bürsten. Damit wird nicht nur die Durchblutung angeregt und gefördert, sondern auch die nicht mehr benötigte Unterwolle entfernt. Beobachten Sie Ihren Hund in dieser Zeit genau: Dauert der Fellwechsel länger an, kann ein Nährstoffmangel vorliegen. Suchen Sie in diesem Fall Ihren Tierarzt auf und sprechen Sie mit ihm eine bedarfsgerechte Fütterung ab.

Frühjahrsmüdigkeit – nur ein Mythos oder Realität?

Wir Menschen schieben so manche Schlappheit in diesen Wochen auf die Frühjahrsmüdigkeit, bei Hunden kann dieses Phänomen durchaus auch auftreten. Der Grund dafür ist: Im Winter ist die Konzentration des schlaffördernden Hormones Melatonin im Körper des Hundes relativ hoch. Durch den Frühling wird die Ausschüttung dieses Hormons reduziert, gleichzeitig steigt die Produktion von Serotonin, dem sogenannten Glückshormon. Dieser Wechsel macht natürlich auch unserem Liebling zu schaffen. Er fühlt sich phasenweise einfach schlapp. Dagegen und auch gegen Ihre Frühjahrsmüdigkeit können Sie einiges bewirken: Machen Sie mit Ihrem Vierbeiner ausgedehnte Spaziergänge, damit der Kreislauf angeregt wird. Bei den momentanen Sonnenstrahlen können Sie die frische Luft so richtig genießen und Ihr Liebling hat seine Spaß beim Herumtollen.

Jetzt muss noch der Winterspeck herunter

Hunden geht es nach dem Winter nicht anders als uns. Sie haben teilweise mit dem Winterspeck zu kämpfen. Logisch, denn während der kalten Jahreszeit wird die Ernährung nicht an die seltener stattfindenden Spaziergänge angepasst. Das bedeutet: Der Hund nimmt die gleiche Menge Energie auf wie auch im Sommer, verbrennt davon aber weniger. Das führt zum Übergewicht. Die Folgen von Übergewicht sind bei Hunden nicht zu unterschätzen. In der Regel gehen damit Herz-Kreislauferkrankungen einher, es kommt zu Problemen mit den Gelenken und Diabetes kann auftreten. Wichtig ist jetzt, dass Ihr Hund von seinen Winterkilos herunterkommt oder die Ernährung angepasst wird, damit Ihr Liebling weiterhin gesund bleibt. Nutzen Sie einfach die sonnigen Phasen des Tages, um sich und Ihrem Hund etwas Gutes zu tun.

Pollen, Insektenstiche und Zeckenbisse – welche Risiken bringt der Frühling mit sich?

Leidet Ihr Hund an einem Juckreiz, knabbert und beißt er an seinen Pfoten oder am Körper, oder es sind Hautausschläge zu sehen? Dann leidet Ihr Hund möglicherweise an einer Pollenallergie, die dringend tierärztlich untersucht werden muss. Eine Pollenallergie kann neben den genannten Symptomen auch zum Anschwellen der Atemwegsschleimhäute führen, das wiederum zu Atemnot führt. Lassen Sie daher beim Verdacht auf eine Pollenallergie einen Bluttest oder eine Hautuntersuchung bei Ihrem Tierarzt durchführen. Unter Umständen ist dann eine Hyposensibilisierung notwendig, damit Ihr Hund besser durch die pollenreiche Jahreszeit kommt.

Achten Sie vor allem darauf, ob Ihr Hund Insekten jagt und diese versucht zu verschlucken. Ein Insektenstich im Rachenraum kann zum Anschwellen der Atemwege führen, was wiederum zu akuter Atemnot führt. Hier besteht unter Umständen Lebensgefahr. Erziehen Sie Ihren Hund besser von Anfang an dahin, dass er keine Insekten jagt, so ist das Risiko eines Stiches auch deutlich geringer. Jetzt bei den steigenden Temperaturen werden auch Zecken wieder aktiver. Sie halten sich in Unterhölzern, auf Wiesen, in der Nähe von Gewässern oder an anderen feuchten Plätzen auf und suchen sich ein Wirtstier. Der Biss einer Zecke löst in vielen Fällen schwere Krankheiten aus, da Zecken potentielle Krankheitsüberträger sind. Verwenden Sie daher antiparasitäre Mittel wie zum Beispiel Zeckenbänder und suchen Sie Ihren Hund nach dem Spaziergang gründlich nach Zecken ab. Diese müssen dann mit einer speziellen Zeckenzange schnellstmöglich entfernt werden.

Der Frühling lässt die Hormone so richtig purzeln und Ihr Hund wird den Wechsel zur warmen Jahreszeit genießen. Sie sorgen mit wenig Aufwand dafür, dass es Ihrem Liebling gut geht und er Ihnen noch so manches Jahr ein treuer und gesunder Begleiter ist.

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