Asthma bei Katzen

Wenn Ihre Katze unter der Verengung der Bronchien leidet und phasenweise Probleme mit ihrer Atmung hat, sprechen die Tierärzte von Asthma Bronchiale. Asthma bei Katzen ist keine Seltenheit und beruht in den meisten Fällen auf einer allergischen Reaktion.

Katzenasthma kann in jedem Alter auftreten. Ein Anfall kann zu jeder Zeit auftreten. Wo liegen die Ursachen für diese Atemwegserkrankung bei Katzen? Wie handeln Sie bei einem Asthmaanfall bei Ihrer Katze? Unsere Tipps rund um das Thema Katzenasthma.

Wie ist der Atmungsapparat der Katze aufgebaut?

Bei der Katze gliedert sich die Lunge in einen linken und einen rechten Lungenflügel. Sie sind im Mittelfeld mit der Lungenwurzel verbunden. Dort treten die Hauptbronchien ein und die Blutgefäße aus. Nach dem Übergang in die Lungenflügel teilen sich die Bronchien weiter auf. Diese enden schließlich in den Alveolen, die dafür sorgen, dass das Blut der Katze mit der Atemluft in Kontakt gerät und ein Gasaustausch stattfindet. Gelangen nun Fremdpartikel in die Bronchien, kommt es schnell zu Entzündungsreizen.

Felines Asthma bei Katzen – welche Reaktionen spielen sich dabei ab?

Tritt bei Ihrer Katze ein Asthmaanfall auf, dann löst dieser im Körper der Katze verschiedene Reaktionen aus. Die Muskeln innerhalb des Bereiches der Bronchien ziehen sich zusammen und es kommt zu einer Verkrampfung. Dadurch verengen sich die Bronchien und Ihre Katze leidet an Atemnot. Die Atemwege setzen sich mit Schleim zu und erschweren zusätzlich die Atmung. 

Wodurch bekommen Katzen Asthma?

In den meisten Fällen handelt es sich beim felinen Asthma um eine allergische Reaktion. Ihre Katze reagiert auf ein Allergen. Das kann entweder akut oder chronisch auftreten. Vor allem Wohnungskatzen sind häufig Stoffen im Haushalt ausgesetzt, die eine allergische Reaktion und damit das Asthma bei Katzen auslösen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Pflanzenpollen innerhalb und außerhalb der Wohnung
  • Hausstaubmilben
  • Katzenstreu, das nicht regelmäßig entsorgt wird und Stäube bildet
  • Parfüm, Deos und Aftershaves von Frauchen und Herrchen
  • Tabakrauch 

Generell spielen Umwelteinflüsse ebenfalls eine große Rolle. Eine Luftverschmutzung innerhalb des Reviers der Katze trägt dazu bei, dass sich chronisches Asthma bei Katzen entwickelt. Vor allem Passivrauchen löst bei Katzen Asthma aus. Auch wenn Frauchen oder Herrchen am offenen Fenster rauchen – es bleibt genug Rauch innerhalb der Wohnung hängen. 

Welche Symptome hat Asthma bei Katzen?

Ein Asthmaanfall bei Katzen löst Atemnot aus. Dadurch hat Ihre Katze das Maul weit geöffnet, sie streckt ihre Zunge weit hervor. Die Zunge ist bläulich verfärbt. Typisch für einen Asthmaanfall sind Pfeifgeräusche bei der Atmung. Dazu hat Ihre Katze stark geweitete Pupillen, da sie sich in einem extremen Angstzustand befindet. Ein Asthmaanfall kann wenige Minuten andauern, teilweise aber auch mehrere Stunden. Dabei hustet die Katze sehr trocken und teilweise mit Auswurf.

Wichtig dabei ist, dass Sie generell den Tierarzt bei einem Verdacht auf Asthma aufsuchen. Denn die Symptome bei Asthma können auf eine Vielzahl anderer Krankheiten zutreffen. Dazu gehören beispielsweise:

  • chronische Bronchitis
  • Lungenentzündung
  • Lungenfibrose
  • Herzwürmer
  • Endoparasiten

Ist Asthma für Katzen tödlich? Generell kann ein Asthmaanfall tödliche Folgen für Katzen haben. Glücklicherweise kommt so etwas nur sehr selten vor. 

Wie diagnostiziert der Tierarzt Asthma bei Ihrer Katze?

Die typischen Symptome für Asthma müssen vorhanden sein und der Tierarzt muss dabei andere mögliche Erkrankungen ausschließen. Blutuntersuchungen liefern keine genauen Hinweise darüber, ob Ihre Katze an Asthma leidet. Röntgenaufnahmen hingegen können einen Aufschluss darüber geben, ob Ihre Katze an einer Überblähung der Lunge laboriert und verdickte Atemwege hat. Ihr Tierarzt muss für eine gesicherte Diagnose eine Probe aus den Atemwegen entnehmen. Diese Probenentnahme erfolgt mit einer Bronchoskopie oder einer Atemwegsspiegelung. Anschließend erfolgt die mikroskopische Laborauswertung. 

Gibt es Therapien gegen Asthma bei Katzen?

Kommt es zu einem Asthmaanfall bei Ihrer Katze, ist sehr viel Ruhe gefragt. Ihre Katze leidet bereits an Luftnot und jede Form der Aufregung kann das Problem der Atemnot bei einem Anfall noch verschärfen. Daher ist es wichtig, dass Sie in solchen Fällen absolut die Ruhe bewahren und gezielt Ihrer Katze helfen, indem Sie ihr die benötigen Medikamente verabreichen. In der Regel erfolgt das über ein bronchienerweiterndes Medikament, dass Ihre Katze mit einer Inhalationsmaske aufnimmt. Nun ist es so, dass Ihre Katze sich vermutlich vehement gegen die Inhalationsmaske wehren wird. Daher ist es wichtig, dass Sie bereits im Vorfeld Trockenübungen mit Ihrer Katze durchführen, damit sie sich an die Maske gewöhnt und merkt, dass sich dahinter keine Gefahr verbirgt. Tritt der Notfall ein und Sie müssen dann plötzlich reagieren, kann das ohne Training zu einem handfesten Problem werden. 

Asthma bei Katzen behandeln

Wichtig ist eine fortlaufende Behandlung, wenn bei Ihrer Katze das feline Asthma vorliegt. Dafür erstellt Ihr Tierarzt einen Behandlungsplan, damit Sie weiteren Anfällen vorbeugen können und im Akutfall die richtigen Medikamente zur Hand haben. Da felines Asthma nicht heilbar ist, muss die Behandlung ein Leben lang erfolgen. 

Bei einer Langzeitbehandlung mit Medikamenten fallen langfristig hohe Tierarztkosten an. Gegen dieses Kostenrisiko können Sie sich mit einer Katzenkrankenversicherung absichern.

Wichtig ist, dass jetzt die Entzündungsgefahr in den Bronchien eingedämmt wird. Durch eine Langzeittherapie mit Corticosteroiden oder Bronchodilatatoren kann diese entzündungshemmende Wirkung erzielt werden. Die Medikamente können entweder über Tabletten, Inhalation oder Depotspritzen verabreicht werden.

Die Abgabe von Tabletten ist bei Katzen nicht so einfach. Da helfen nur ein paar kleine Tricks: Mischen Sie die Tabletten unter das Futter der Katze, damit der ungewöhnliche Geschmack der Tabletten nicht auffällt. In der Regel kommt bei einer Therapie mit Tabletten das Corticosteroid Prednisolon zum Einsatz, da es dem körpereigenen Kortison sehr ähnlich ist. Anfangs erfolgt die Tablettenabgabe in kurzen Abständen, die mit der Zeit nach einem festgelegten Therapieplan verlängert werden können. Das dient auch dazu, die Nebenwirkungen solcher Medikamente herunterzuschrauben. 

Asthma bei Katzen – die Inhalationstherapie

Asthmasprays enthalten Kortison und wirken bei Katzen ähnlich wie bei Menschen. Diese Form der Therapie ist sehr schonend und zielgerichtet, da das eingeatmete Gas direkt in die Lunge gelangt und dort seine Wirkung entfaltet. Die Wirkung der Medikamente bleibt auf die Lunge beschränkt und wirkt sich, anders als Tabletten, nicht unmittelbar auf die Blutbahn aus. Problem ist natürlich, dass Ihre Katze sich nicht so einfach an die Inhalationsmaske gewöhnen lässt. Da ist ein bisschen Fantasie gefragt, um der Katze zu suggerieren, dass es sich um ein Spiel handelt, das mit einer Belohnung endet. 

Langzeit-Depotspritzen

Nimmt Ihre Katze die Tabletten nicht an und verweigert das Spiel mit dem Inhalator, dann bleibt nur noch die Therapie mit der Langzeit-Depotspritze. In einem Abstand von zwei bis acht Wochen – je nach Medikament – muss Ihre Katze beim Tierarzt gespritzt werden. Das Corticosteroid entfaltet seine Langzeitwirkung quasi als Depot, dadurch ist eine Wiederholung der Medikamentenabgabe nur in den genannten Zeitabständen notwendig. 

Asthma Bronchiale bei Katzen vorbeugen

Asthma bei Katzen ist eine schwerwiegende Erkrankung, die eine lebenslange Behandlung erfordert. Wenn die Krankheit erst einmal ausgebrochen ist, kommt jede Maßnahme zur Vorbeugung zu spät. Deshalb ist es wichtig, dass Sie im Vorfeld vorbeugen und ein Umfeld schaffen, das ein geringes Risiko für Ihre Katze darstellt, an Asthma zu erkranken. 

  • Rauchen in den Wohnräumen sollte absolut tabu sein, da Ihre Katz darüber gefährliche Giftstoffe unmittelbar über die Atemwege aufnimmt.
  • Die Nutzung von Deos, Sprays und Parfüms in unmittelbarer Nähe schadet der Katze, da sie diese Stoffe ebenfalls über die Atemwege aufnimmt.
  • Wenn Sie die Wohnung oder das Haus reinigen, bringen Sie Ihre Kate in anderen Räumen unter, damit sie nicht mit den scharfen Gerüchen in Kontakt kommt.
  • Achten Sie darauf, dass die Streu im Katzenklo möglichst staubfrei ist.
  • Lüften Sie regelmäßig Ihre eigenen vier Wände.

Kann ich bei Asthma auch Hausmittel anwenden?

Wenn Hausmittel oder Globuli zur Anwendung kommen, dann nur mit fachlicher Anleitung vom Tierarzt. Eine eigenständige Medikation führt in der Regel nicht zum gewünschten Therapieerfolg und kann langfristig Ihrer Katze sogar schaden. Nicht fachgerechte Behandlung führt in manchen Fällen zu akuter Atemnot und zum Tod der Katze. Es spricht nichts gegen eine homöopathische Behandlung – dazu muss aber Ihr Tierarzt eine Überweisung an einen spezialisierten Therapeuten ausstellen und die Behandlung mit diesem eng abstimmen. 

Wir wünschen Ihnen, dass Ihre Katze trotz vieler Umwelteinflüsse lange gesund und vom felinen Asthma verschont bleibt. 

Veröffentlicht unter Katze

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