Asthma bei Katzen

Wie beim Menschen auch ist Asthma bei Katzen keine alterstypische Erkrankung, sondern kann in jeder Altersgruppe ausgelöst werden. In Deutschland werden knapp über acht Millionen Katzen gehalten, etwa ein Prozent von Ihnen leidet an Asthma.

Am häufigsten tritt die Erkrankung zwischen dem zweiten und achten Lebensjahr auf. Dabei sind nach Studien doppelt so viele weibliche Katzen betroffen wie Kater. Asthma ist eine chronische Erkrankung, die nie ganz auskuriert, aber gut therapiert werden kann.

Warum kommt es bei einer Katze zu Asthma-Erkrankung?

Zumeist ist Asthma eine allergische Reaktion. Die Erkrankung kann akut oder chronisch auftreten. Dabei können die Ursachen unterschiedlich sein. Rauchen in der Wohnung ist ein Grund dafür, aber auch Hausstaub, feine Milben, Putzmittel, Parfum oder Pflanzenpollen können dazu beitragen, dass eine Katze an Asthma erkrankt. Die Bronchien der Katze reagieren allergisch auf die Schadstoffe, die über die Atemwege eindringen. Es ist noch nicht vollständig geklärt, wie es zu dieser Überempfindlichkeit der Bronchien kommt. Eine Möglichkeit ist, dass genetische Veranlagungen im Zusammenwirken mit einer bronchialen Erkrankung in jungen Jahren das Asthma bei einer Katze auslösen können.

Wie äußert sich Asthma bei einer Katze?

Die allergische Reaktion bei der Aufnahme von Schadstoffen bewirkt, dass sich die Atemwege der Katze zusammenziehen. Es kommt zu Atemnot, diese wiederum äußert sich durch Hustenanfälle, der Atmungsprozess wird erschwert. Der Körper der Katze bewegt sich beim Atmen ruckartig und es kommt teilweise sogar zu Pfeifgeräuschen. In manchen Fällen ist die Zunge der Katze bläulich gefärbt, die Katze winkelt ihre Ellenbogen zur Seite hin ab. Die Atemnot verursacht Angstzustände, daher sind in vielen Fällen die Pupillen der Katze stark geweitet.

Eine genaue Diagnose kann nur der Tierarzt abgeben

Bei Verdacht auf Asthma, etwa, wenn die Katze häufiger an Hustenanfällen leidet, ist eine Diagnose und Behandlung durch den Tierarzt dringend notwendig. Letztendlich muss durch den Tierarzt ausgeschlossen werden, dass andere Ursachen zu den Hustenanfällen führen, wie beispielsweise Infektionskrankheiten oder Lungenwürmer. Der Tierarzt hört zunächst die Lunge mit einem Stethoskop ab. Beim Asthma treten Knistergeräusche in der Lunge auf. Unter Umständen können Röntgenaufnahmen der Lunge ebenfalls zu einer gesicherten Diagnose führen. Damit eine bakterielle Infektion ausgeschlossen werden kann, führt der Tierarzt eine Lungenspülung durch.

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Eine dauerhafte Behandlung bei Asthma sorgt für eine Verbesserung der Lebenssituation

Handelt es sich um eine leichte Asthmaerkrankung, dann verabreicht der Tierarzt Mittel, die bei akuten Asthmaanfällen eingesetzt werden. Die Atemwege werden geweitet und lindern die Atemnot bei der Katze. Handelt sich um eine mittelschwere Stufe von Asthma, kommt Cortison zum Einsatz. Dadurch wird die körpereigene Funktion unterstützt, Entzündungen zu hemmen und Schleimhäute abschwellen zu lassen. Durch diese Behandlung kann die Katze mit Asthma und einem mittleren Schweregrad weitestgehend beschwerdefrei leben. Bei einer schweren Asthmaerkrankung muss Cortison dauerhaft verabreicht werden. Dazu werden Medikamente verschrieben, die zur Weitung der Bronchien beitragen sollen. Diese können in Tablettenform und als Spray eingesetzt werden. Bei der Inhalation wird eine Gesichtsmaske verwendet, wie sie auch bei Kleinkindern zum Einsatz kommt. Dazu ist es parallel notwendig, dass die Wohnung staubfrei gehalten wird und Stoffe wie Parfums, Duftkerzen oder Duftbäume vermieden werden. Rauchen in der Wohnung sollte ebenfalls ein Tabu sein.

Wie können die Medikamente wirksam verabreicht werden?

Katzen haben ihren eigenen Willen. Es ist zu erwarten, dass sich die Katze gegen eine medikamentöse Behandlung sträubt. Wenn Cortison in Tablettenform verschrieben wird, werden die Tabletten unter das Fressen gemischt. Genauso kann es sein, dass die Verabreichung von Cortison in Form von Spritzen erfolgt. Cortison ist ein absolut notwendiges Medikament bei der Bekämpfung der Asthma-Erkrankung, es kann auch Nebenwirkungen auslösen wie zum Beispiel Diabetes.

Wird das Cortison mithilfe von Dosieraerosolen verabreicht, wird nicht der ganze Körper belastet. Die feinen Tröpfchen gelangen über die Inhalation direkt in die Atemwege und können dort ihre Wirkung entfalten. Somit ist auch eine geringere Dosierung möglich, ohne die Wirksamkeit zu mindern. Dadurch wird der Organismus der Katze weitaus weniger mit dem Wirkstoff belastet. Daher ist diese Form der Einnahme von Cortison unbedingt vorzuziehen. Dabei muss der Katze ein Inhalationsaufsatz aufgestülpt werden, damit der Wirkstoff vollständig aufgenommen werden kann. Mit ein bisschen Übung wird sich die Katze schnell an diese Form der Therapie gewöhnen.

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