Ausreiten in der Dunkelheit: Worauf müssen Reitfreunde achten?

Ausritt in der DunkelheitDie kalte und dunkle Jahreszeit kann durchaus ihre Reize haben. In der Dämmerung leuchtet das noch verbliebene Laub an den Bäumen in allen Farben, überall raschelt es und es sind nicht mehr viele Menschen unterwegs.

Vor dem heimischen Ofen ist es ja auch gemütlicher als jetzt sich draußen herumzuschlagen. So mancher Pferdenarr hat keine andere Wahl, als in der Dunkelheit auszureiten: Einerseits, weil es die Arbeit nicht anders zulässt und andererseits weil keine beleuchtete Halle zur Verfügung steht. Dafür sind klare Mondnächte aber ein echtes Highlight.

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Pferde haben in der Dunkelheit keine Angst

Wie die meisten Tiere haben Pferde uns Menschen in der Dunkelheit eines klar voraus. Sie sehen besser. Durch eine reflektierende Schicht im hinteren Bereich des Auges muss das einfallende Licht die Netzhaut zweimal passieren. Die Rezeptoren reagieren stärker. Darüber hinaus haben Pferde dreimal so viele Rezeptoren als wir Menschen, so dass sie schwache Lichtreize besser wahrnehmen können. Dadurch verstärkt sich der Kontrast zwischen Hell und Dunkel. Wer mit seinem Pferd bisher immer nur im Tageslicht ausgeritten ist, der sollte seinen großen Freund schrittweise an die Dunkelheit heranführen. Dazu gehört, dass die ersten Ausritte zunächst in der Dämmerung stattfinden. So kann sich Ihr großer Liebling besser mit geänderten Lichtverhältnissen zurechtfinden.

Reiter dürfen in der Dunkelheit keine Angst haben

Die Dunkelheit ist für uns irgendwie ein Mysterium. Hinter jedem Strauch oder Baum könnte das Böse lauern. Das ist natürlich Quatsch, aber viele von uns haben in der Dunkelheit ein mulmiges Gefühl. Das ist aber völlig fehl am Platz, wenn es um den Ausritt in der Dunkelheit geht. Pferde sind schreckhafte Tiere. Zwar macht ihnen die Dunkelheit nichts aus, aber sie reagieren sensibel auf Geräusche. Ein heranfahrendes Autos können wir problemlos lokalisieren und unser Pferd an den Straßenrand dirigieren. Bei unbekannten Geräuschen, die wir nicht kennen und die uns vielleicht unheimlich erscheinen, dürfen wir nicht in Unruhe graten. Diese Anspannung bemerkt auch unser Pferd und dann ist es mit dem gemütlichen Ausritt schnell vorbei. Also, wer beim kleinsten Knacken von Zweigen schon zusammenzuckt, sollte mit dem Pferd jetzt besser nicht unterwegs sein.

Sehen und gesehen werden

Wir sind mit unseren großen Lieblingen in der Regel in ländlichen Bereichen unterwegs: Dort, wo Straßenlaternen nur ein spärliches Licht werfen oder überhaupt nicht vorhanden sind. Ausreitwege sind nicht immer direkt vom Stall aus erreichbar, so dass Ross und Reiter auch mal ein Stück an der Straße entlang gehen müssen. Ob geführt oder geritten – in jedem Fall brauchen wir ein vernünftiges Equipment, so dass uns andere Verkehrsteilnehmer wahrnehmen können. Als erstes gehört unser Reithelm dazu. Dazu eine Stirnlampe, damit wir eine bessere Sicht haben. Die Warnweste ist ebenfalls unverzichtbar. Dazu gibt es für Pferde mittlerweile reflektierende Ausreitdecken, die durch ihre große Fläche von Autofahrern gut wahrgenommen werden können. Diese sollten in einer fluoreszierenden Farbe gehalten sein und zusätzlich noch reflektierende Streifen enthalten. Dazu sind reflektierende Gamaschen sinnvoll, da die Autoscheinwerfer mit ihrem Lichtkegel zuerst den unteren Bereich ausleuchten und Autofahrer dadurch das Pferd noch eher wahrnehmen können.

Haftung bei Unfällen

Beim Führen oder Reiten müssen Pferdefreunde den rechten Straßenrand benutzen. In der Straßenverkehrsordnung (StVO) steht klar, dass Pferde in der Dunkelheit ausreichend beleuchtet sein müssen. Dazu gehören ein weißes Licht nach vorne und ein rotes Licht nach hinten. Dieses können in die Pferdedecke eingearbeitet sein oder aber der Reiter trägt diese am Helm, am Arm oder am Stiefel mit einem Klettband befestigt. Falls nämlich ein Unfall passiert und das Pferd war nicht ausreichend beleuchtet, fällt auf den Halter ein Beträchtlicher Anteil der Schuld zurück. Wenn ein Autofahrer ein Pferd nicht rechtzeitig wahrnehmen kann, so tritt hier die Betriebsgefahr des Autos hinter die Tiergefahr zurück. Für diese Fälle ist im Übrigen die Pferdehaftpflicht unverzichtbar. Ansonsten müssen Pferdehalter die Folgekosten bei einem möglichen Unfall selbst bezahlen. Dazu gehören zum Beispiel Schäden am Kraftfahrzeug, wenn es zu einer Kollision gekommen ist. Falls dem Pferd etwas passiert, ist in vielen Fällen eine Operation notwendig, um die Gesundheit des Tieres wieder herzustellen. Hier empfehlen wir die Pferde-OP-Versicherung, da manche Eingriffe, und sei es nur die Wundversorgung, schnell mehre hundert Euro kosten können.

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