Denken Sie in der Weihnachtszeit auch an Ihre Haustiere – Sicherheit geht vor

Wir stehen kurz vor dem zweiten Advent und in knapp zwei Wochen ist Heiligabend. Fahren Sie über die Feiertage weg? Sicherlich haben Sie sich viele Gedanken gemacht, damit es ein unvergessliches Weihnachtsfest wird. Denken Sie zu Weihnachten an Ihre Haustiere? Vor allem für Hunde und Katzen ist die Weihnachtszeit schon etwas Ungewöhnliches – schließlich prangt im Wohnzimmer einer großer Baum, der dazu auch noch mit allerlei bunten und leuchtenden Dingen behängt ist. Das weckt Neugier, die Risiken birgt. Was müssen Sie beachten, damit es für Ihr Haustier und für Sie zu unangenehmen Überraschungen kommt?

Weihnachtsdeko ist für Haustiere giftig

Der Weihnachtsstern gehört mit seiner kräftigen roten Farbe unbedingt in die Wohnung. Ihn gibt es in allen Variationen – mit Goldstaub oder Schnee. Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und ist in allen Bestandteilen giftig für Ihre Haustiere. Der weiße Milchsaft stellt ein hohes Risiko dar. Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze daran geknabbert hat, sollte Ihr Liebling viel trinken, um die Gifte im Magen zu verdünnen. Es kommt Natürlich ungelegen, wenn Sie zu Weihnachten mit Ihrem Vierbeiner zum Tierarzt müssen, aber die Gesundheit geht vor. Übrigens, im Zimmer aufgehängte Dekoration oder Mistelzweige, die unter der Zimmerdecke hängen, sind für Vögel pures Gift. Zumal sie sich darin sogar verfangen können. Schließlich gehören solche Dinge im Laufe des Jahres ja nicht zum häuslichen Lebensraum.

Brandgefahr bei Kerzen am Adventskranz oder im Weihnachtsbaum

Echte Kerzen stellen grundsätzlich ein Feuerrisiko dar. Zwar wird in den wenigsten Haushalten der Weihnachtsbaum mit echten Kerzen dekoriert, aber für Hunde und Katzen ist das ein Schauspiel, das neugierig macht. Deshalb darf ein Weihnachtsbaum mit Echtkerzen niemals unbeaufsichtigt bleiben. Sie sollten hier besser auf Lichterketten zurückgreifen. Diese gibt es mittlerweile auch mit Batteriebetrieb, so dass auch die Gefahr eines Kurzschlusses bei einer defekten Kette ausgeschlossen werden kann. Den Adventskranz können Sie auf einer feuerfesten Unterlage auf dem Tisch platzieren. So bleibt der Schaden gering, wenn Ihre Katze mal auf den Tisch springt und eine Kerze umstößt. Besser ist, wenn Sie die Kerzen grundsätzlich löschen, wenn Sie sich nicht dauerhaft im betreffenden Raum aufhalten. Dazu kommt, dass Kerzen beim Beschnuppern schon ein echtes Unfallrisiko für Haustiere darstellen. Sicherlich wird die Hitze der Flamme allzu neugierigen Fellnasen von einer genaueren Untersuchung abhalten. Es ist aber nicht auszuschließen, dass mal mit der Pfote nach der Flamme geschlagen wird. Verbrennungen – auch im kleinen Umfang – sind somit möglich.

Weihnachtsbesuche sind Stress für Haustiere

In der Regel werden die Feiertage auch dazu genutzt, um die Verwandten zu besuchen. Wenn Sie Ihren Hund mitnehmen, denken Sie immer daran, dass viele Personen in einer Wohnung auf nicht allzu großem Raum Stress für Ihren Hund bedeuten kann. Sofern er es gewohnt, mal für zwei bis drei Stunden zu Hause zu bleiben, dann lassen Sie ihn dort. Er kann dabei praktischerweise auch aufs Haus aufpassen, da in der Weihnachtszeit selbst die Einbrecher sich keine Auszeit gönnen und ein Auge darauf haben, wo die Hausbesitzer nicht zu Hause sind. Haben Sie für Ihren Hund eine Hundehaftpflichtversicherung? Diese ist dann notwendig, wenn Sie Ihren Hund doch mitnehmen und er in der Aufregung beim Gastgeber einen Schaden verursacht. Dafür kommt die Hundehaftpflicht auf.

Das Christkind kommt auch zu Hund und Katze

In den meisten Familien ist der Hund oder die Katze ein fester Bestandteil des Familienlebens. Natürlich bekommen die Vierbeiner auch etwas vom Christkind oder Weihnachtsmann. Achten Sie bei der Auswahl des Geschenkes aber darauf, dass es artgerecht ist. Eine Weihnachtsmannmütze mit blinkenden Lichtern gehört sicherlich nicht dazu. Vielmehr gibt es im Zoofachhandel Spielzeuge, die zum Herumtollen, Klettern und Herumkauen einladen. Diese sind wesentlich besser geeignet, als das Handtäschchen, um kleine Hunderassen darin spazieren zu tragen. Auf dem Gabentisch finden sich zumeist auch Teller mit Süßigkeiten für die Kinder. Hier sollten Sie aber tunlichst darauf verzichten, Ihrer Katze oder dem Hund davon etwas zuzustecken. Süßigkeiten sind nun mal nicht artgerecht und vor allem Schokolade birgt mit dem Inhaltsstoff Theobromin ein tödliches Risiko beim Verzehr der Leckereien.

Haustiere eignen sich nicht als Weihnachtsgeschenk

Zum guten Schluss noch ein Appell an Sie als Eltern: Geben Sie dem Drängen Ihrer Kinde beim Wunsch nach einem Haustier nicht nach. Haustiere für Kinder setzen eine gute Vorbereitung voraus. Da fängt schon mit der Platzfrage an und endet möglichweise mit dem Problem, ob eines der Kinder nicht etwa gegen Hunde- oder Katzenhaare allergisch ist. Mal eben so ein Haustier anschaffen funktioniert nicht. Es landen vor allem nach den Feiertagen viele Haustiere wieder im Tierheim, weil die Möglichkeiten zur Unterbringung, Versorgung und Betreuung unterschätzt wurden. Denken Sie daran, dass ein Haustier unter Umständen nur ein sehr kurzzeitiges Interesse bei Ihren Kindern auslöst und Sie damit am Ende mehr Verantwortung tragen und Aufwand betrieben müssen, als es Ihnen lieb ist. Dann lassen Sie lieber direkt die Finger davon – auch zum Wohle des Tieres.

Kinder und Haustiere – wie sieht es mit dem Wunschzettel für Weihnachten aus?

Noch knapp sechs Wochen bis Weihnachten. Wir freuen uns gemeinsam auf die bevorstehende Adventszeit und die Feiertage mit der Familie. Vor allem unsere Kinder schmieden jetzt schon Pläne, welche Geschenke der Weihnachtsmann oder das Christkind bringen soll. Neben den klassischen Spielzeugen oder Unterhaltungselektronik steht bei vielen Kindern ein Haustier weit oben auf dem Wunschzettel. Gehen Sie als Eltern diesen Wünschen nach? Planen Sie schon im Vorfeld, wie etwa ein Hund, eine Katze oder Goldfische versorgt werden, damit die Kinder nicht schon nach einer Woche das Interesse daran verlieren?

Viele Haustiere sind Spontankäufe – Weihnachten ist oftmals der Anlass dazu

Ein Haustier zu besitzen bedeutet viel Verantwortung. Mal eben so den Wünschen der Kinder nachgeben, nur damit Weihnachten gerettet ist, kann erheblich daneben gehen. Sie müssen mit Ihren Kindern vor der Anschaffung alle Vor- und Nachteile besprechen und den Kindern auch damit deutlich machen, welche Verantwortung ein Haustier bedeutet. Es ist mal eben nicht damit getan, die Katze oder den Hund zu packen und mit ihm zu kuscheln. Es gibt nun einmal Momente, in denen die Tiere so gar keine Lust darauf haben und dann ist natürlich die Enttäuschung groß, weil vor allem kleine Kinder diese Ablehnung nicht verstehen. Im Kindergartenalter ist der Nachwuchs noch deutlich mit der Pflege und Fütterung überfordert. Hier sind die Eltern weitestgehend noch selber gefragt.

Mit sieben bis acht Jahren können Kinder selber sich um ein Haustier kümmern – aber immer noch unter Anleitung der Eltern. Hingegen sind zwölfjährige Kinder schon in der Lage, selbstständig Verantwortung für ihren Vierbeiner zu übernehmen, die Verantwortung bleibt aber letztendlich bei den Eltern. Vor allem beim Kauf eines Hundes muss immer berücksichtigt werden, dass neben der Hundesteuer auch noch die Kosten für eine Hudenhaftpflichtversicherung unumgänglich sind. Schließlich kann selbst ein kleiner Hund einen Schaden verursachen, für den Sie als Eltern letztendlich in der Haftung stehen. Das gilt auch dann, wenn Ihr Kind mit dem Hund Gassi geht. Ohne Hundehaftpflicht bleibt jeder Schaden an Ihnen hängen.

Welche Haustiere eignen sich am ehesten für Ihre Kinder

Meerschweinchen, Hamster und Kaninchen sind beliebte Tiere. Klar, wenn sie mit ihren Knopfaugen durch die Gegend schauen, muss man sie einfach knuddeln. Das kann aber durchaus zu einem Problem werden. Natürlich lieben Kinder ihr Haustier und möchten regelmäßig mit ihm schmusen. Viele Nagetiere sind eher nachtaktiv und schlafen tagsüber. Das kann es natürlich vorkommen, dass das Meerscheinchen ungehalten reagiert, wenn es aus dem Käfig genommen und auf dem Arm herumgetragen wird. Die Folge – es kann zubeißen und Ihr Kind versteht nicht warum.

Hunde und Katzen – optimal für Kinder

Hunde und Katzen sind da von ihrem Wesen her schon einfacher zu handhaben. Katzen können durchaus auch mal auf sich allein gestellt sein und sind relativ pflegeleicht. Natürlich muss auch mal das Katzenklo gereinigt werden, dass lässt sich aber innerhalb der Familie auf alle Schultern verteilen. Wichtig ist bei Katzen: Sie haben ihren eigenen Kopf. Wenn die Kinder schmusen wollen, heißt das noch lange nicht, dass die Katze das auch möchte. Hunde sind dafür wesentlich mehr auf die Personen im Haushalt bezogen. Er bleibt nicht gern allein. Das muss natürlich im Vorfeld geklärt werden, wenn beispielsweise beide Elternteile berufstätig sind. Sicherlich, von klein auf kann man Hunde dazu erziehen, dass sie auch mal vier, fünf Stunden allein bleiben. Wichtig ist aber dabei, dass sie einen entsprechenden Rückzugsort in der Wohnung oder im Haus haben, wo sie sich ausruhen können.

Bewegung braucht Ihr Hund dann, wenn er mal vor die Tür muss oder Gassi gehen will. Zwei bis drei Stunden Zeit müssen Sie dabei schon im Laufe des Tages investieren. Nachmittags können sich die Kinder hier aber sicherlich gut einbringen. Denken Sie aber immer daran, dass für die Katze in der Wohnung genug Platz für eine Spielmöglichkeit, etwa ein Kratzbaum bleibt. Sonst können Sie sich irgendwann von Ihren Tapeten verabschieden. Größere Hunde in einer Mietwohnung zu halten, ist schon grenzwertig. Hier müssen Sie je nach Wohnsituation auch bei der Anschaffung des Hundes auf die Rasse achten. Eine Deutsche Dogge ist mit Sicherheit nicht geeignet für eine kleine Drei-Zimmer-Wohnung. Sie möchten ja schließlich – und auch Ihre Kinder – eine langfristige Bindung zu Ihrem Haustier aufbauen. Diese soll ja nicht unbedingt an den Platzverhältnissen scheitern.

Tierhaare und Allergien

Das Haustiere Überträger von Krankheiten sein können, dürfte Ihnen nicht fremd sein. Bevor Sie einen Hund oder Katze anschaffen, sollten Sie prüfen, ob Sie oder Ihre Kinder nicht etwa gegen die Tierhaare allergisch sind. Was bringt es, wenn Ihr Sohn kurz nach der Anschaffung des Vierbeiners nur noch mit Atemwegsproblemen zu kämpfen hat. Das bringt für beide Seiten nichts. Klären Sie auch mit Ihren Kindern ab, dass Haustiere auch einen Abwehrmechanismus haben, der sich üblicherweise durch Beißen oder Kratzen äußert. Wird das Spiel mit Hund, Katze und Co zu dolle, kann es auch mal rote Striemen hageln. Somit sind Haustiere, die gerade schlafen, sich ausruhen oder vor allem fressen, absolut tabu.

Gesundheitsboom bei Haustieren – Tierfreunde investieren Milliarden in die tierärztliche Versorgung

Hund beim TierarztDas sind schon starke Zahlen, die aus einer Studie der Universität Göttingen hervorgehen: Im Jahr 2013 investierten die Bundesbürger mehr als zwei Milliarden Euro in die Gesunderhaltung ihrer Haustiere, hinzu kamen noch rund 500 Millionen Euro für Medikamente. Damit zeigt sich: Die Gesundheitsversorgung für Haustiere in Deutschland boomt. Viele Tierfreunde würden ihr letztes Hemd dafür geben, damit es ihrem Vierbeiner, Vogel oder auch Reptil gesundheitlich gut geht und lange lebt. Kein Wunder, die Bindung zu Haustiere ist stärker denn je.

Viele Haustiere gehören zur Familie

Anders als noch vor 20 Jahren gehören mittlerweile viele Haustiere fest zum Familienkreis. Ohne sie läuft nichts, Hunde werden mit den Urlaub genommen, manche Tierfreunde feiern den Geburtstag ihres Lieblings und nach dem Tod kennt die Fürsorge und Liebe auch keine Grenzen. Die gemeinsame Bestattung von Mensch und Tier wird immer häufiger ermöglicht. Eine feste emotionale Bindung, die sich da in den letzten Jahren aufgebaut hat. Nebenbei: für viele alleinstehende Menschen ist das Haustier, in den meisten Fällen der Hund oder die Katze, der einzige Bezugspunkt. Diese Menschen unternehmen so gut wie alles, damit ihr Hund oder die Katze möglichst lange bei ihnen bleibt.

Mehr als 28 Millionen Haustiere in Deutschland

Die Zahl wächst jährlich und mit ihr der Aufwand zur Gesunderhaltung der Haustiere. Allein zwölf Millionen Katzen und sieben Millionen Hunde werden in Deutschland gehalten. Noch vor 20 Jahren haben Krankheiten wie Diabetes oder Allergien kaum einen Tierhalter dazu bewegt, eine längere tierärztliche Behandlung vornehmen zu lassen und diese auch noch zu bezahlen. Heute sieht das anders aus: Wo eine Behandlung Sinn macht, greifen Herrchen und Frauchen gerne ins Portmonee. Mitunter erreichen aufwendige Behandlungen oder sogar Operation vierstellige Beträge. Aber was wären wir ohne unser Haustier. Demzufolge erfolgt für den tierischen Liebling eine genauso aufwendige Behandlung wie auch für jedes andere menschliche Mitglied der Familie. Nur: Für uns Menschen leistet in der Regel die Gesetzliche Krankenversicherung oder die Private Krankenversicherung. Wer trägt die Kosten für die medizinische Versorgung von Haustieren?

Tierkrankenversicherung für Hund, Katze und Pferd

Eine Kolikoperation beim Pferd, eine Magendrehung beim Hund oder eine Vergiftung der Katze – eine lebensbedrohliche Situation ist eingetreten. Und nun? Es bleibt keine Zeit zum Überlegen, schließlich steht das Leben des Haustieres an vorderster Stelle. So mancher Tierfreund muss sich nach gelungener Operation oder Behandlung nun um die Bezahlung der Tierarztkosten kümmern. Das ist nicht immer einfach, auch wenn viele Tierärzte bei einer größeren Rechnung auch einer Ratenzahlung zustimmen.

Mittlerweile gibt es für Hunde, Katzen und auch Pferde Krankenversicherungen. Diese leisten bei ambulanten Behandlungen, Operationen und auch bei Aufenthalten in der Tierklinik. In Deutschland gibt es fünf Versicherungen, die beispielsweise eine Hundekrankenversicherung oder eine Pferdeoperationsversicherung anbieten. Dazu gehören die AGILA, die Allianz, die Helvetia, Petplan und die Uelzener.

Verbraucherschützer stellen sich gegen Tierkrankenversicherungen

Als überflüssig bezeichnen viele Verbraucherschützer die Krankenversicherung für Haustiere. Hohe monatliche Kosten und dennoch sind nicht alle Eingriffe oder Behandlungen versichert. Das mag auch der Fall sein, da beispielsweise rassebedingte Erkrankungen nicht immer abgedeckt sind. Dennoch hat sich herausgestellt, dass der Markt wächst. Viele Tierfreunde möchte einfach eine Absicherung haben, falls ihr tierischer Freund wirklich mal eine kostenintensive Behandlung benötigt, die unter Umständen sogar lebensrettend ist. Die Beiträge variieren stark – das liegt auch daran, ob eine Krankenversicherung ausgewählt wird oder eine reine Operationskostenversicherung.

Medizinischer Fortschritt schreitet voran – aber auch die Häufigkeit von Krankheiten

In den letzten Jahren hat sich viel getan in der Tiermedizin. Eine höhere Lebenserwartung ist durch die gute Versorgung der Tierärzte deutlich erkennbar. Allergien werden behandelt, gegen Diabetes gibt es passende Medikamente und bei Gelenkserkrankungen wird sogar die Physiotherapie angeboten. Allerdings schlichen sich bei Haustieren auch immer mehr Wohlstandskrankheiten ein. Die oben genannten Beispiel hängen teilweise auch mit der immer stärkeren Domestizierung der Haustiere zusammen – damit verbunden ist oftmals eine falsche Fütterung, fehlende Bewegung oder sogar falsche Bewegung. Die Instinkte werden langsam, aber sich vermenschlicht.

Anklage gegen Duisburger Hundehalterin – was geschieht momentan mit dem Rottweiler Pascha?

Im Fall der Hundeattacke vom 6. Juli 2015 hat die Staatsanwaltschaft Duisburg nun Anklage gegen die Hundehalterin erhoben. Der Vorwurf lautet auf fahrlässige Körperverletzung. Der Hund, ein Rottweiler, hat an dem Tag zunächst einen vierjährigen Jungen leicht und ein zweijähriges Mädchen durch die Attacke schwer verletzt. Der Rottweiler wurde durch eine 21-jährige Bekannte der Hundehalterin ausgeführt. Dabei trug der Hund keinen Maulkorb, wie es von der Stadt Duisburg vorgeschrieben wurde. Der Vorfall hat bundesweit für Schlagzeigen gesorgt.

Staatsanwaltschaft Duisburg klagt wegen fahrlässiger Körperverletzung an

Für den Hund Pascha bestand keine Maulkorbpflicht, solange er sich in der Obhut seiner 30-jährigen Hundehalterin befand. Unter Aufsicht anderer Personen musste er jedoch einen Maulkorb tragen. So kam es zum der tragischen Attacke gegen das zweijährige Mädchen. Aus Rücksicht auf die Familie sind in der Presse bisher keine Meldungen über den Gesundheitszustand erwähnt worden. Nur so viel: Das Kind wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Die Stadt Duisburg hat auf der Basis eines amtstierärztlichen Gutachtens verfügt, dass der Hund eingeschläfert werden muss. Das Verwaltungsgericht hat nach einer Klage der Hundehalterin zunächst der Stadt Duisburg Recht gegeben. Mittlerweile muss sich in nächster Instanz das Oberverwaltungsgericht Münster mit dem Fall befassen.

Stimmungen kochen in den Medien hoch

In den Medien wird der Beschluss, den Hund einschläfern zu lassen sehr kontrovers diskutiert. Viele Bürger vertreten die Auffassung, dass eine solche Kampfmaschine getötet werden muss. Wiederum vertreten auch andere Menschen die Ansicht, dass letztendlich das Verhalten und auch die Erziehung der Hundehalterin erst dazu geführt haben, dass der Angriff in dieser Form begünstigt wurde. Die Frage, die nun das Oberverwaltungsgericht Münster klären muss: Soll der Hund tatsächlich wegen der offensichtlich nicht artgerechten Haltung eingeschläfert werden? Oder wäre es besser, wenn der Hund zumindest sein Gnadenbrot unter Aufsicht fristen dürfte. Fraglich ist natürlich, ob eine Resozialisierung des Hundes unter fachkundiger Leitung möglich ist. Aber wäre es nicht einen Versuch wert? Unter fachkundiger Führung und entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen würde sich ein solcher Vorfall kaum wiederholen.

Forderung nach Bestrafung der Hundehalterin wird laut

Auch wenn noch nicht feststeht, wann sich die beiden Duisburgerinnen vor dem Amtsgericht verantworten müssen, wird zumindest in den Medien unter vielen Kommentatoren die Forderung nach einer Bestrafung laut. Durch das Fehlverhalten und die eher nicht artgerechte Hundehaltung ist es zu dem Vorfall gekommen, so viele Stimmen. Daher müsse der Hundehalterin ein lebenslanges Hundehaltungsverbot auferlegt werden. Ebenso fordern viele Kommentatoren eine harte strafrechtliche Verfolgung des Falles. Zivilrechtlich ist noch gar nicht absehbar, was auf die beiden Frauen zukommt. Je nach Schwere der bleibenden Verletzungen kann das eine ziemlich hohe Schmerzensgeld- und Schadensersatzforderung auslösen. Bleibt nur zu hoffen, dass zumindest für den Hund eine Hundehaftpflichtversicherung vorhanden war. Denn das die beiden Beklagten den Schaden aus eigener Tasche bezahlen können, darf bezweifelt werden – sehr zu Lasten des geschädigten Mädchens und seiner Familie.

Kinder und Haustiere – wie klappt das am besten

Hund auf BaumstumpfSie kennen das sicherlich auch von Ihrem Nachwuchs: Der Wunsch nach einem Haustier wird regelmäßig geäußert und irgendwann möchten Sie den Bitten Ihrer Kinder nachgeben. Schließlich bietet ein Haustier viel Abwechslung und kann auch dazu beitragen, dass Ihr Kind Verantwortung erlernt. Sicherlich, es macht Sinn, Ihrem Kind ein Haustier zu kaufen. Dabei spielen aber viele Faktoren eine wichtige Rolle, damit es dem Kind nicht überdrüssig wird und das Tier sich wohlfühlt.

Lassen Sie Ihr Kind zunächst auf Allergien testen

In der heutigen Zeit leiden immer mehr Kinder an Allergien. Teilweise spielen dabei auch Umwelteinflüsse eine Rolle. Ist Ihr Kind beispielsweise allergisch gegen Tierhaare, sind Hund, Katze und Co sicher nicht die geeignetsten Hausbewohner. Dazu kommt, dass Ihr Nachwuchs ein gewisses Alter erreicht haben muss, um sorgsam mit dem tierischen Hausbewohner umzugehen. Ein vierjähriges Kind wird sicherlich nicht akzeptieren, wenn die Katze oder das Kaninchen mal nicht auf dem Schoß des Kindes liegend bespielt werden möchte. Tiere sind nun einmal kein Spielzeug. Mit acht Jahren ist sicherlich ein guter Zeitpunkt, ein Haustier anzuschaffen, dennoch obliegt es Ihnen als Eltern, die richtige Versorgung Ihrem Kind zu zeigen.

Welches Haustier ist geeignet für Ihr Kind?

Viele Eltern schaffen zum Ausprobieren zunächst ein kleines Haustier an. Das kann ein Hamster sein, aber auch Kaninchen oder Hasen stehen hier hoch im Kurs. Diese Tiere scheinen pflegeleicht zu sein, muss doch lediglich der Käfig regelmäßig gereinigt und das Tier gefüttert werden. Gassi gehen wie mit Hunden ist hier nicht notwendig. Allerdings neigen viele Kinder dazu, das kleine Haustier wie ein Spielzeug zu betrachten. Ihr Kind kann und sollte den Hamster oder das Meerschweinchen nicht dauerhaft bespielen und schon gar nicht mit sich herumtragen oder zu sehr vor Liebe drücken. Das widerspricht der Natur dieser Nager und sie können dadurch sehr leicht in Unruhe verfallen. Die Folge: Die Haustiere neigen dazu, bissig zu werden. Das ist schließlich die einzig mögliche Abwehrreaktion.

Große Unterschiede gibt es bei Hunden und Katzen

Katzen sind relativ pflegeleicht, aber haben auch ihren eigenen Kopf. Sie sind sehr auf sich bezogen du kommen oft stunden lang ohne menschliche Zuwendung aus. Sie brauchen nicht Gassi zu gehen, da sie ihren Auslauf selber bestimmen. Freigängerkatzen kommen und gehen in der Regel dann, wann sie wollen. Natürlich verlangen sie aber auch nach dem Heimkommen nach Nähe und Streichelritualen. Hingegen sind Hunde wesentlich anhänglicher. Dort, wo sich Herrchen aufhält, fühlt sich auch der Hund am wohlsten. Vorteil dabei ist, dass vor allen die Kinder den treuen Vierbeiner regelmäßig in ihrer Nähe haben und mit ihm spielen können. Gerade Hunde brauchen viel Bewegung und Beschäftigung. Das ist vor allem für Herrchen und Frauchen praktisch, wenn sie durch Job oder Hausarbeit mal gerade keine Zeit für den Vierbeiner haben. Aber Achtung: Der Auslauf und das Gassi gehen ist bei Hunden unverzichtbar. Sie müssen sich auf alle Fälle erkundigen, welche Rasse wieviel Auslauf benötigt. Es gibt nun einmal auch Hunderassen, die von ihrem Wesen her sehr viel Bewegung und Beschäftigung brauchen.

Wie sieht es mit dem Platz im Haus aus?

Wo findet sich ein Plätzchen zum Schlafen für den Hund. In welchem Zimmer kann der Käfig für das Meerschweinchen aufgestellt werden? Jede Menge Fragen, die Sie sich auf alle Fälle vor der Anschaffung stellen müssen. Es bringt beispielsweise nichts, wenn Sie den Hamsterkäfig im Kinderzimmer unterbringen, damit Ihr Nachwuchs dem kleinen Hausgenossen nahe ist. Hamster sind nachtaktiv und werden dadurch den Schlaf Ihrer Kinder empfindlich stören. Ebenso können Hasen, Kaninchen und Meerschweinchen in der Nacht für Unruhe sorgen. Wenn Ihnen also an Ihrem Schlaf gelegen ist, müssen Sie dafür einen anderen Platz suchen. Für Katzen wird eine abwechslungsreiche Umgebung benötigt. Kletterbaum, Kratzbaum und viel Spielzeug ist notwendig, damit es dem Stubentiger nicht langweilig wird. Schließlich möchten Sie ja nicht, dass Ihre Katze ihre Krallen an der Tapete wetzt. Für Hunde ist ein gemütliches und warmes Plätzchen, vor allem in der kalten Jahreszeit notwendig. Hier kann er sich zurückziehen, ausruhen du auch schlafen. Wichtig ist dabei immer: Haustiere gehören nicht ins Bett Ihrer Kinder. Es sind schließlich keine Kuscheltiere. Zumal sollte der hygienische Aspekt dabei auch eine Rolle spielen.

Kosten für ein Haustier – woran müssen Sie denken?

Mit der Anschaffung ist es nicht getan. Ist das Haustier erst einmal gekauft, so wird noch allerlei Zubehör benötigt. Bei Nagern benötigen Sie einen Käfig samt Zubehör. Dazu gehören Trinkflaschen, Näpfe, Kletterspielzeuge und andere Kleinigkeiten. Bei Hunden und Katzen ist es da Körbchen du Spielzeug, damit Ihr Vierbeiner keine Langeweile bekommt. Dazu kommen die regelmäßigen Futterkosten und Utensilien für die Pflege und Hygiene. Hunde machen ihr Geschäft in der Regel im Freien, bei Katzen wird regelmäßig Streu für das Katzenklo benötigt. Zudem können regelmäßige Ausgaben für den Tierarzt anfallen, wie beispielsweise für Impfungen. Unerwartete Erkrankungen oder Verletzungen müssen immer einkalkuliert werden. Daneben fallen bei Händen zusätzlich noch die Hundesteuer und die Hundehaftpflichtversicherung an.

Wie müssen Hunde und andere Haustiere im Auto gesichert sein?

Hund am AutofensterEin typischer Anblick auf deutschen Straßen: Herrchen und Frauchen sind mit dem Auto unterwegs und zwischen den Vordersitzen schaut der Hund mit nach vorne. Manchmal ist auch die Seitenscheibe im Heck heruntergelassen und der Vierbeiner genießt bei offenem Fenster mit herausgestrecktem Kopf die frische Luft. Sicherlich haben Sie bei dem Anblick geschmunzelt, sieht ja auch zu drollig aus, wenn der Hund dadurch fast menschliche Züge hat. Die Gefahren, die hier schlummern, sind aber nicht unerheblich. Was ist, wenn es zu einem Unfall oder einem plötzlichen Bremsmanöver kommt?

Hunde können ungesichert zu einem tödlichen Risiko werden

Ein Unfall im August 2015 in der Nähe der niederländischen Grenze in Kleve: Zwei Autos stoßen im innerstädtischen Verkehr zusammen. Mit in einem der Autos befindet sich eine Dogge. Diese konnte nach dem Unfall durch die zerborstene Scheibe zwar aus dem Auto gelangen. In einem nahe gelegenen Waldstück wurde sie verendet aufgefunden. Was war passiert? Die Polizei geht klar davon aus, dass der Hund im Auto ungesichert transportiert wurde. Dabei hat eine ausgewachsene Dogge locker ein Gewicht von 50 bis 60 Kilogramm. Kommt es bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h zu einem Aufprall, entwickelt der Hund Kräfte von mehr 3.000 Kilogramm. Tödlich für das Tier und unter Umständen auch für die Insassen.

Polizei muss regelmäßig Autofahrer verwarnen

Bei Polizeikontrollen fällt es auf: Hunde werden ohne Sicherung auf der Rückbank transportiert. Teilweise stehen die Hunde sogar zwischen den Vordersitzen auf dem Getriebetunnel, weil sie in ihrer Neugier nach vorne gucken möchten. Schlimm wird es dann, wenn Hundefreunde ihre kleinen Vierbeiner auf dem Schoß sitzen lassen – zwischen sich und dem Lenkrad. Viele erwischte Autofahrer handeln frei nach dem Motto: Wird schon nichts passieren. Das ein Airbag aber schon ein einem Aufprall mit geringer Geschwindigkeit aktiviert wird, verdrängen einige von ihnen. Stellen Sie sich mal vor, was passieren kann, wenn der Hund durch den Airbag gegen Ihren Brustkorb geschleudert wird. Das Aufprallgewicht ist das zigfache Gewicht des Hundes. Eine tödliche Gefahr. Im Übrigen verhängt die Polizei in solchen Fällen höhere Bußgelder als bei Verstößen gegen die Gurtpflicht. Grund: Der Hund gilt als ungesicherte Ladung und wird demnach höher bestraft als Fahren ohne Gurt.

Wie lassen sich Haustiere am sichersten transportieren?

Generell gilt: Hunde und Haustiere haben auf den Vordersitzen nichts verloren. Oder würden Sie Ihr Kind vorne unangeschnallt mitfahren lassen? Wahrscheinlich nicht. Warum dann nicht die gleiche Sicherheit walten lassen wie bei allen anderen Mitfahrern auch? Auf dem Rücksitz ist der Hund gut aufgehoben. Wenn es die Größe des Hundes erlaubt, sollte dieser auf alle Fälle mit dem Gurt gesichert werden. Für kleine Hunde gibt es spezielle Geschirre, die ebenfalls im Gurtschloss eingerastet Sicherheit bei einem Aufprall bieten. Da viele Autos mittlerweile Kombis sind, bietet es sich geradezu an, dass der Hund im Kofferraum des Kombis transportiert wird. Ein Schutzgitter zur Rückbank sollte auf alle Fälle vorhanden sein. Je nach Größe des Hundes muss es aber fest mit dem Fahrzeug verbunden sein und nicht nur eingehängt werden. Mittlerweile gehen aber auch viele Hundefreunde dazu über, ihren Liebling in einer Transportbox mitzunehmen, die im Fahrzeug gesichert werden kann.

Schutz für Katzen und Kleintiere im Auto

Hunde werden am häufigsten im Auto transportiert. Entweder ist es die Fahrt in den Urlaub oder der Weg zum Wald, um Gassi zu gehen. Seltener dagegen werden kleinere Tiere im Auto mitgenommen, wie beispielsweise Katzen, Kaninchen oder Vögel. In der Regel wird diese Fahr nur dann notwendig, wenn es zum Tierarzt geht. Dennoch müssen Sie auch für solche vereinzelten Fahrten daran denken, Ihr Haustier im Auto entsprechend abzusichern. Eine Katze, die sich ungesichert auf der Rückbank des Autos befindet, kann zu einem gefährlichen Geschoss bei einem Unfall werden. Unabhängig davon möchten Sie Ihr Hausstier ja auch vor eigenen Verletzungen schützen. Eine Transportbox ist daher unverzichtbar, auch wenn sich der Stubentiger nur mit Widerwillen dort unterbringen lässt. Stellen Sie sich mal vor, Ihre Katzen hat von der Rückbank die Nase voll und krabbelt in den Fußraum zwischen die Pedale. Dann wird es richtig brenzlig. Genauso müssen Kaninchen, Meerscheinchen oder Vögel in Käfigen transportiert werden, damit sie sich nicht unkontrolliert im Auto bewegen können. Natürlich muss der Käfig oder die Transportbox ebenfalls mit dem Gurt gesichert werden, da diese bei einem Aufprall auch zu einem Geschoss gegen die Rücksitzlehne der Vordersitze werden können.

Bestattung von Mensch und Tier – nur eine verrückte Idee?

Bei rund 30 Millionen Haustieren ist es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sich die ersten Menschen gemeinsam mit ihrem geliebten Haustier bestatten lassen möchten. Nach dem Bestattungsrecht ist so etwas auch nicht verboten, aber ausdrücklich erlaubt war bis jetzt auch nicht. In zwei deutschen Städten ist diese gemeinsame Bestattung nun möglich. Fortan können Mensch und Tier in Koblenz und Essen gemeinsam beigesetzt werden. Kirchenvertreter wehren sich noch gegen diese gemeinsame Bestattung, dürften damit aber kaum Erfolg haben.

Einäscherung ist zwingend notwendig

Natürlich gibt es für die gemeinsame Beisetzung von Mensch und Tier auch bestimmte Regelungen. So ist es nicht möglich, dass in einem gemeinsamen Grab zuerst das Haustier beigesetzt wird. Es gilt: Erst wird der Mensch beigesetzt, dann das Haustier. Die Einäscherung ist dafür zwingend notwendig, die Beisetzung muss in einer Urne erfolgen. Dabei gilt es natürlich auch die Würde der anderen beigesetzten Menschen zu beachten. Dafür gibt es in Essen einen separaten Bereich für Mensch-und-Tier-Gräber, die mit Hecken von den anderen Grabfeldern getrennt sind. Schließlich muss die Pietät gewahrt bleiben. Sicherlich wird diese Form der Bestattung auch durch andere Städte angeboten, stehen doch in unzähligen haushalten die Urnen von verstorbenen Tieren.

Dabei ist die gemeinsame Beisetzung von Mensch und Tier, noch dazu in getrennten Urnen, vergleichsweise unspektakulär: In Gelsenkirchen können sich jetzt schon Schalke-Fans auf einem Friedhof beisetzen lassen, der das Format eines Stadions hat. In England können sich Fußballs-Fans sogar mit ihrer Urne hinter der Torlinie beisetzten lassen. Was spricht also dann noch für eine gemeinsame Beisetzung von Menschen und Tieren?

Schwarze Mamba beißt zu – Schlangenfreund überlebt den Biss

Die schwarze Mamba ist eine hochgiftige Schlange – ihr Biss kann in kurzer Zeit einen Menschen töten. Diese lebensbedrohliche Erfahrung musste am vergangenen Samstag ein 26-jähriger Mülheimer machen, der bei der Fütterung der Schlange gebissen wurde. Bei Eintreffen des Rettungsdienstes war der Schlangenbesitzer derart instabil, dass ein Transport mit dem Rettungshubschrauber nicht mehr in Betracht kam. Über die Giftnotzentrale konnte in Düsseldorf ein Gegenmittel besorgt werden. Dieses wurde per Hubschrauber zur Uniklinik Essen geflogen, wo der Patient mittlerweile aufgenommen wurde. Zwischenzeitlich konnte der junge Mann wieder aus der Klinik entlassen werden.

In Nordrhein-Westfalen strebt die Landesregierung das Verbot zur Haltung gefährlicher Tiere an

Unter Federführung der rot-grünen Landesregierung soll die Haltung von besonders gefährlichen Tieren in Haushalten verboten werden. Ein Gesetzentwurf liegt mittlerweile vor, konnte aber noch nicht umgesetzt werden. Darin sollen vor allem Giftschlangen oder Giftspinnen verboten werden. Für andere Exoten wie beispielsweise Skorpione, Leguane oder Würgeschlangen soll eine Meldepflicht eingeführt werden. In acht Bundesländern sind solche Regelungen bereits gesetzlich verankert. Nicht zuletzt soll damit auch die Haltung aus illegalen Tiertransporten verringert werden.

Sind Schlangen, Reptilen und Co gefährlicher als andere Haustiere?

Tatsache ist, dass die Berliner Giftnotzentrale in Berlin im Jahresschnitt ca. 32 bis 59 Anfragen zu Schlangenbissen erhält. Damit sind Schlangenbisse als relativ selten einzustufen, dafür sind sie umso medienwirksamer. Wie viele davon auf Nordrhein-Westfalen entfallen, ist nicht bekannt. Fakt aber auch, dass im bevölkerungsreichsten Bundesland nach der zuletzt erhobenen Statistik aus dem Jahr 2012 zu rund 800 registrierten Beissvorfälle mit Hunden kam. Allein deshalb wird in Nordrhein-Westfalen die Hundehaltung ja nicht verboten, sondern nur einzelne Auflagen für verschiedene Hundehalter verhängt. Das Haltungsverbot bestimmter Tierrassen kann unter Umständen dazu führen, dass diese Schlangen oder auch Spinnen einfach so in Mülltonnen oder der freien Natur entsorgt werden, wo sie unter Umständen unkontrolliert einen Schaden anrichten können. Für die Abgabe solcher giftigen Tiere sind jedenfalls die Tierheime nicht wirklich optimal aufgestellt.

Keine Konsequenzen für den Schlangenhalter

Der Besitzer der schwarzen Mamba hat jedenfalls keine Konsequenzen durch den Gesetzgeber zu befürchten. Das berichtete der Pressesprecher der Stadt Mülheim, Thorsten Drewes. Die Haltung dieser Schlage ist in Nordrhein-Westfalen nicht meldepflichtig – noch nicht. Ob das Verbot zur Haltung gefährlicher Haustiere wirklich Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht ist es sinnvoller, Halter von solchen Haustieren mit Auflagen zu versehen, falls ihre Schlange ausbüxt und die Nachbarschaft in Angst und Schrecken versetzt. Damit müssten nicht zwangsläufig alle gehaltenen Tiere, die nach dem Gesetz als gefährlich gelten, abgegeben werden. Sogenannte gefährliche Hunderassen dürfen ja auch weiterhin gehalten werden – mit entsprechenden Auflagen. Vielleicht würde ein sogenannter Reptilienführerschein ja mehr Sinn machen.

Ein Tierarztbesuch kann teuer werden

Hund beim TierarztIn Deutschland leben rund 31 Millionen Haustiere. Ein großer Anteil davon sind Hunde und Katzen. Sie sind in den meisten so etwas wie Familienmitglieder oder Partner für einsame und ältere Menschen. Erkranken die Haustiere, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Die Kosten allerdings für die Gesunderhaltung der Haustiere ist für manchen Tierfreund eine Herausforderung. Oftmals können teure Operationen oder langwierige Behandlungen nicht bezahlt werden.

Sind Haustiere Luxusgüter?

Vor allem für Hunde, Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen kommt einiges zusammen, wenn es um den Unterhalt eines Haustieres geht. Dazu gehören Futter, Spielzeug, Zubehör wie Körbchen oder Käfig, bei Hunden ist es auch noch die Hundesteuer oder die Hundehaftpflichtversicherung. So kommen schnell je nach Gattung 200 Euro bis 800 Euro im Jahr zusammen. Tierarztbesuche zu Routineuntersuchungen oder für Impfungen schlagen nicht selten mit 100 Euro zu Buche. Was ist, wenn dann auf einmal noch eine Erkrankung oder ein Unfall hinzukommt, der einen Tierarztbesuch dringend notwendig macht?

Hunde sind mit die kostspieligsten Haustiere

Allein schon ihre Größe trägt dazu bei, dass die Behandlung eines Hundes beim Tierarzt schon deutlich mehr Kosten aufwirft als beispielsweise für einen Hamster. Zudem werden bei Hunden und auch Katzen schneller umfangreiche Behandlungen durchgeführt, anstatt sie bei einer schweren Verletzung einzuschläfern. Viele Hunderassen haben zudem ihre Eigenarten, die hohe Kosten aufwerfen. Möpse oder Bulldoggen sind wegen ihrer kurzen Atemwege krankheitsanfällig. Große Hunderassen mit hängendem Magen können sich leicht eine Magendrehung zuziehen, die unter hohem Aufwand operativ versorgt werden muss. Da kommen schnell mal mehr als tausend Euro an Behandlungskosten zusammen.

Ratenzahlung ist möglich – Tierärzte machen damit aber nicht immer gute Erfahrungen

Sicherlich ist eine teure Behandlung beim Tierarzt nicht ohne weiteres planbar. Wenn sich ein Hund tatsächlich eine Magendrehung zugezogen hat, dann ist höchste Eile geboten. Oft bleibt kaum eine Möglichkeit, über die finanziellen Aspekte nachzudenken. Ohne Operation droht der Verlust des Tieres. Für diese Fälle bieten viele Tierärzte die Möglichkeit der Ratenzahlung. Leider sind die Erfahrungen damit aber nicht immer positiv. Viele Tierhalter zahlen nach ein paar Monaten nicht mehr und der Tierarzt bleibt auf seinen Kosten sitzen.

Wichtig bei der Ratenzahlung ist, die finanzielle Lage vor der Operation zu besprechen. Wenn der Tierhalter nach der Operation oder der Behandlung freimütig erklärt, dass er kein Geld für die Tierarztrechnung hat, kann der Tierarzt das Haustier sogar einbehalten. Unter Umständen ist das Nichtzahlen der Rechnung sogar als Betrug zu werten. Schließlich darf man ja nicht einfach mal eine Leistung in Anspruch nehmen, obwohl klar ist, dass dafür kein Geld vorhanden ist.

Orthopädische Eingriffe sorgen für hohe Kosten

Vor allem Kreuzbandrisse müssen von Tierärzten häufig versorgt werden. Sind es bei Katzen zumeist Unfälle, die zu einem Kreuzbandriss führen, kommt es bei Hunden meistens durch Verschleiß zu einem Kreuzbandriss. Das ist natürlich für das Tier sehr schmerzhaft. Das Kreuzband kann mit einer Operation ersetzt werden, dafür fallen dann bis zu 1.500 Euro Behandlungskoten an – ohne eine wohlmöglich noch notwendige Physiotherapie.

Knochenbrüche durch Unfälle

Nicht selten kommt es zu Stürzen oder Unfällen – teilweise im Straßenverkehr – bei denen sich Hunde und Katzen Knochenbrüche zuziehen. Anders als beim Menschen können Knochenbrüche nicht einfach mit einem Gips versorgt werden. Eine Fixierung mit Nägeln und Metallplatten ist notwendig. Diese müssen je nach Lage aber nicht wieder entfernt werden, auch heilen Knochen von Hunden und Katzen schneller als beim Menschen. Dennoch fallen für die Behandlungen von Frakturen Kosten im vierstelligen Bereich an.

Krankheiten wie Diabetes und Allergien sind auf dem Vormarsch

Jeder fünfte Hund leidet mittlerweile an einer Allergie, viele Haustiere haben zudem Diabetes. Durch falsche Fütterung, Übergewicht und andere Ursachen kommt es zu dieser Erkrankung. In den meisten Fällen sind dauerhaft Medikamente notwendig, um das Leben von Hund, Katze und Co angenehmer zu gestalten und damit auch die Lebenserwartung zu verlängern. Die dauerhafte Anwendung von Medikamenten hat natürlich auch seinen Preis. Über mehrere Jahre hinweg läppert sich da schon Einiges zusammen.

Ist eine Tierkrankenversicherung sinnvoll?

Experten sind der Meinung, dass eine Tierkrankenversicherung nicht unbedingt sinnvoll ist. zu teuer und zu viele Ausschlüsse. Besser, Tierfreunde legen monatlich einen festen Betrag zur Seite, der dann für eine Tierarztrechnung verwendet werden kann. Allerdings bedeutet eine Tierkrankenversicherung im Umkehrschluss aber auch eine finanzielle Entlastung. Gerade bei langfristigen Behandlungen und Operationen können vierstellige Summen zusammenkommen. Wird beispielweise ein Hund wegen einer Magendrehung operiert, sind damit schon die Beiträge einer Hundekrankenversicherung für zwei, drei Jahre wieder herausgeholt.

Eine Tierkrankenversicherung ist keine Kapitalanlage. Wer eine private Krankenversicherung oder Krankenzusatzversicherung hat, geht auch nicht davon aus, diese im Laufe der Jahre kostendeckend zu beanspruchen. So ähnlich sollte es bei Haustieren sein auch sein. Wichtig dabei ist der Aspekt der Sicherheit. Kommt es zu unerwarteten Erkrankungen oder Verletzungen, kann die Tierarztrechnung bezahlt werden. Sicherlich werden nicht alle Behandlungen und Operation damit abgedeckt, ein großer Teil der tierärztlichen Behandlungen lassen sich aber dennoch darüber absichern.

Ausgesetzte Haustiere in der Ferienzeit – bitteres Leid für Hunde, Katzen oder andere Kleintiere

Hund am AutofensterIn den meisten Bundesländern laufen die Sommerferien schon seit ein paar Wochen – es ist Urlaubszeit. Überall fahren die Familien in den Urlaub, um ein paar schöne Wochen zu genießen. Viele Menschen, die Haustiere halten, haben vorgesorgt: Die Katze ist in der Tierpension, der Vogel bei Bekannten oder der Hund mit von der Partie. Doch so verantwortungsvoll denken längst nicht alle Tierhalter: Viele Haustiere werden gerade jetzt zur Ferienzeit ausgesetzt – mit fatalen Folgen für die Tiere.

Viele Tierheime sind gerade während der Ferien überfüllt

Ab in den Urlaub und den Hund an der Autobahn ausgesetzt. Zum Leidwesen vieler Haustiere haben Herrchen und Frauchen nichts Besseres zu tun, als kurz vor dem Urlaub oder auf der Fahrt ans Urlaubsziel ihr Haustier auszusetzen. Dabei ist diese Form der Trennung von Hund, Katze und anderen Tieren kein Kavaliersdelikt. Wird man dabei erwischt, drohen bis zu 25.000 Euro Bußgeld gemäß §5 Tierschutzgesetz. Viele Tierbesitzer machen sich vor dem Urlaub keine Gedanken, wohin mit dem Haustier und wählen dann die drastische Variante. In vielen Tierheimen sind gerade während der Ferienzeit die Kapazitäten erschöpft.

Was bedeutet das Aussetzen für die Tiere?

Es spielt kaum eine Rolle, wie lange ein Haustier bei einer Familie war. In der Regel hat das Tier so etwas wie eine Bindung zu Herrchen, Frauchen oder den Kinder aufgebaut. Vor allem Hunde sind in den meisten Fällen zu einem Familienmitglied geworden. Umso drastischer kommt die Trennung. Das Tier wird ausgesetzt und die Familie ist fort – auf Nimmerwiedersehen. Haustiere verstehen nicht, warum ihre Familie verschwunden ist. Sie leiden unter Angstzuständen und brauchen viel Zeit, um sich an die neue Umgebung im Tierheim zu gewöhnen. Die ist wahrlich kein Vergleich zum vorher heimischen Garten oder der Wohnung. Sie müssen sich mit anderen gestressten Artgenossen arrangieren. Die meisten Haustiere, die ausgesetzt werden, sind in einem guten Gesundheitszustand. Deutlich wird hierbei, dass es nicht am Geld liegt, die Tiere auszusetzen. Vielmehr wissen viele Tierbesitzer kurz vor dem Urlaub nicht mehr wohn mit ihrem Haustier – trotz vielfältiger Unterbringungsmöglichkeiten.

Welche Möglichkeiten gibt es für Haustiere während der Urlaubszeit?

In der Theorie muss kein Haustier nur wegen des Urlaubs ausgesetzt werden. Schließlich gibt es in Deutschland ausreichend Tierpensionen, die sich liebevoll um Hunde, Katzen oder Meerscheinchen kümmern. Natürlich verstehen die Tiere nicht, warum sie für eine kurze Zeit von ihrer Familie getrennt werden. Das Wiedersehen dürfte dafür umso mehr Freude bereiten. Da der Urlaub in der Regel langfristig geplant wird, sollte auch ein bisschen Zeit in die Versorgung des Haustieres investiert werden. Bereits bei der Anschaffung muss klar sein, wie ein Tier in der Urlaubszeit untergebracht werden kann. Viele Menschen machen sich aber bei Spontankäufen von Haustieren – vor allem zu Weihnachten – kaum Gedanken um dieses Thema.

Hunde können prima mit in den Urlaub fahren

Da der Hund der treueste Freund des Menschen ist, spricht nichts dagegen, ihn mit in den Urlaub zu nehmen. Einerseits bieten mittlerweile viele Hotels und Pensionen die Mitaufnahme des Vierbeiners an. Vielerorts ermögliche die Vermieter von Ferienwohnungen die Mitnahme von Hunden. Es gibt zahlreiche Internetportale, die eine große Auswahl von hundefreundliche Wohnungen bieten. Hunde sind ja recht unkompliziert. Sie fühlen sich dort wohl, wo auch Herrchen und Frauchen sind. Was spricht also dagegen, die Urlaubsfreude mit dem Hund zu teilen. Er wird schon für genug Abwechslung sorgen. Kleiner Tipp: Wenn Sie mit Ihrem Hund in den Urlaub fahren, denken Sie an die Hundehaftpflicht: So sind Sie finanziell abgesichert, falls Ihr Vierbeiner in der Ferienwohnung oder im Ferienhaus ein Missgeschick verursacht. Achten Sie darauf, dass in Ihrer Hundehaftpflichtversicherung Mietsachschäden eingeschlossen sind.

Katzen, Kleintiere und Vögel brauchen keine Rund-Um-Betreuung

Anders als Hunde können die meisten anderen Haustiere stundeweise auch ohne Betreuung auskommen. Einerseits bieten Tierpensionen die Möglichkeit, Kleintiere aufzunehmen, andererseits ist vielleicht auch gutes nachbarschaftliches Verhältnis eine gute Lösung. Denken Sie mal an Ihr Meerscheinchen oder den Hamster: Waren die Kinder vom Nachbarn nicht immer schon begeistern von diesen kleinen Tieren: Wäre es nicht eine Lösung, Meerscheinchen und Co. bei einem guten Nachbarn daher in Pflege zu geben? Vielleicht findet sich in Ihrem Umfeld auch jemand, der gerne auf die Tiere aufpasst und sich mit ihnen ein bisschen beschäftigt.

Die Katze bei Bekannten unterbringen

Ein Katze mit in den Urlaub zunehmen, ist nicht einfach. Da Katzen einen eigenen Willen haben, können sie auch nicht wie Hunde überall mit hinkommen. Oder haben Sie schon einmal eine Katze mit Herrchen oder Frauchen am Strand gesehen. Hier ist die vernünftige Unterbringung während des Urlaubs schon die sinnvollere Lösung. Haben Ihre Nachbarn oder Verwandten unter Umständen Katzen? Sind diese Personen ihrer Katze vielleicht sogar vertraut? Dann wäre es doch eine einfache Lösung, Ihren Stubentiger dort unterzubringen. Es ist doch durchaus möglich, dass sich Ihre Katze über diese Form der Abwechslung freut. Das ist mit Sicherheit die bessere Lösung, als Ihre Katze in ein Tierheim abzugeben. Mit einer vorübergehenden Trennung kommt Ihre Katze sicherlich besser klar. Die Wiedersehensfreude wird groß sein – für Sie und Ihre Katze.