Bitte keine Haustiere zu Weihnachten verschenken!

HundewelpenNoch vier Tage, dann ist Heiligabend. Der vielfache Stress in der Adventszeit scheint ein Ende zu haben, alle Geschenke sind besorgt und nun beginnt die Freude auf das Fest zur Geburt Jesu. Eltern freuen sich auf die leuchtenden Augen ihrer Kinder beim Auspacken der Geschenke. Verliebte und Paare teilen sich die Weihnachtsfreunde mit lang ersehnten Präsenten.

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Schau mal, da ist ein Igel!

Igel in Händenvon Manfred Weiblen

Zum Herbstanfang sind auf Wegen, Feldern und Wiesen, aber auch in den heimischen Gärten viele Igel anzutreffen, die auf Nahrungssuche sind. Dabei gehen die kleinen Stacheltiere nicht gerade geräuschlos vor: Im Garten hört man ein Schnaufen, Schmatzen und Rascheln – der Igel ist unterwegs. Sie fressen sich ein ausreichendes Polster an, damit sie den Winterschlaf antreten können. Dazu gehören beispielsweise Schnecken, Insekten und andere Kriechtiere. Vor allem auf Kinder üben Igel eine magische Anziehungskraft aus: Sie würden die kleinen stachligen Kugeln am liebsten mit nach Hause nehmen und dort aus Haustier über den Winter halten. Das ist aber nicht möglich, da Igel geschützte Wildtiere sind und nur im Notfall mitgenommen werden dürfen.

Kranke Tiere müssen tierärztlich versorgt werden

Wenn zu Beginn der Frostperiode noch ein Igel zu sehen ist, handelt es sich vermutlich um ein erkranktes Tier. Besonders häufig stoßen Kinder auf Igel, wenn sie beim Spielen Laubhaufen aufwirbeln und das Tier sich ins Freie flüchtet. Allerdings sollten Sie Abstand davon nehmen, den Igel in Eigenregie durch den Winter zubringen. Als Faustregel gilt: Wenn ein Igel im September weniger als 200 Gramm und im November weniger als 500 Gramm wiegt, dann haben sie Probleme, das für den Winterschlaf notwendige Gewicht sich noch anzufressen Am besten ist, Sie bringen den Igel zum Tierarzt oder direkt zur Igelstation, falls diese in Ihrer Nähe vorhanden ist. Ist keine Aufnahmemöglichkeit in Ihrer Nähe gegeben, dann können Sie nach Rücksprache mit dem Tierarzt auch die Versorgung während des Winters übernehmen. Dazu kann der Garten dienlich sein, aber auch eine Kiste im Keller, die mit Laub gefüttert ist. Igel brauchen viel Platz – zwei Quadratmeter Grundfläche sollten es schon sein.

Ein erkranktes Tier können Sie auch daran erkennen, dass es keinerlei Fluchtverhalten zeigt und sich nicht zusammenrollt. Ein schwankender Gang kann ebenfalls auf eine Erkrankung hinweisen. Das ist die Folge von einer Unterernährung zu Beginn der kalten Jahreszeit. Eine Schwächung durch Parasiten kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

Erste Hilfe für den Igel

Haben Sie einen Igel z. B. in Ihrem Garten gefunden, versuchen Sie einfach mal, auf die Hand zu nehmen. Wenn sich die Bauchunterseite kälter anfühlt als Ihre Hand, dann fehlt es der kleinen Stachelkugel an Wärme. Eine Unterkühlung droht. Versuchen Sie den Igel auf eine lauwarme Wärmflasche zu packen, die mit einem Handtuch umwickelt es. Nach einigen Stunden erreicht der Igel dadurch wieder seine normale Körpertemperatur.

Geschwächte Tiere sollten nicht sofort gefüttert werden, denn es besteht die Gefahr, dass sie ihre Nahrung nicht richtig schlucken. Eine kleine Schale Wasser und ein Rührei können aber schon weiterhelfen. Dann sollte das Tier zum Tierarzte gebracht werden. Er muss nachschauen, ob der Igel Flöhe hat. Darüber hinaus können sich Lungen- und Darmparasiten in häuslicher Obhut sehr schnell vermehren. Dagegen sind Medikamente notwendig.

Aufpäppeln – wie machen Sie es richtig?

Wer dennoch den Igel in Eigenregie aufpäppeln möchte, muss in jedem Fall mit einer Igelstation oder einem Tierarzt Rücksprache zu halten, um die notwendigen Informationen zu bekommen. Der Winterschlaf ist notwendig, um das nächste Frühjahr zu überleben. Durch das Herabsenken der Körpertemperatur sterben Parasiten ab. Im Garten sollte der Rasen oder das Laub einmal nicht akkurat aussehen, sondern in wilder Unordnung einen Unterschlupf für den Igel bieten. Ein Laubhaufen sit eigentlich ideal für den Igel. Hier kann er sich tief im Laub zurückziehen und seinen Winterschlaf halten. Ein Laubhaufen sit nebenbei ein Anziehungspunkt für Insekten, die auf der Speisekarte des Igels ganz weit oben stehen.  Eine Beifütterung mit Obst unterstützt den Igel, Nahrung aufzunehmen.  Vielleicht lässt sich ja auch mit einer umgestülpten Kiste ein Plätzchen für den Igel schaffen. Nach dem Winterschlaf muss der Igel erst einmal wieder aufgepäppelt werden. Schließlich hat er locker die Hälfte seines Gewichtes verloren. Bei milden Temperaturen kann der Kleine dann dort ausgesetzt werden, wo Sie in gefunden haben. Igel haben ein sehr gutes Gedächtnis und finden sich dort auch auf Anhieb wieder zurecht. Ein kleines bisschen Futter quasi als Starthilfe wird ihm gut tun. So kann er auf ein paar Vorräte zurückgreifen, bis er sich von dem, was die Natur ihm bietet, wieder selbstständig ernährt.

 

 

Passivrauchen – wenn Haustiere mitqualmen und leiden

Raucher mit Hundvon Manfred Weiblen

Ungefähr 20 Millionen Erwachsene greifen täglich zur Zigarette. Sie setzen sich damit dem Risiko aus, ihre Lebenszeit deutlich zu verkürzen. Lungenkrebs ist da nur ein Stichwort. Das Bewusstsein scheint sich aber zu ändern, da Rauchen in geschlossenen Räumen so gut wie nirgendwo mehr erlaubt ist – außer natürlich in den eigenen vier Wänden oder im Auto. Dort kann aber auch allerlei Schaden angerichtet werden, nämlich für diejenigen, die mit dem Raucher unter einem Dach leben. Wir reden dabei nicht nur von Kindern, von denen viele täglich dem Rauchschwaden ihrer Eltern ausgesetzt sind, sondern auch von  Haustieren. Sie können sich kaum dagegen wehren.

Gedankenlosigkeit der Tierbesitzer

Nach dem Essen ein Zigarettchen – das kann doch wohl kaum schaden. Eben mal das Fenster öffnen zum Lüften und danach ist gut. Ein typischer Denkfehler, denn die Luft ist danach immer noch rauchgeschwängert und setzt sich so langsam in Richtung Boden ab – dort wo unsere Haustiere sich normalerweise aufhalten. Haustiere können durch diese Genussgifte ähnliche Krankheiten wie wir Menschen bekommen und daran unter Umständen auch sterben.

Wo liegen beim Passivrauchen die Gefahren für Katzen?

Unsere Stubentiger sind direkt in zweierlei Hinsicht durch das Passivrauchen gefährdet. Sie nehmen den Rauch nicht nur über ihre Atemwege auf, sondern auch über die Zunge. Sie sind im Laufe des Tages immer wieder mit der Fellpflege beschäftigt. Dort sammelt sich das Nikotin in einem Raucherhaushalt an und die Katze nimmt es mit ihrer Zunge auf. Es kommt bei Katzen dadurch vor allem zu Krankheiten im Nasen- und Rachenraum. Durch das Einatmen der freiwerdenden Gifte erkranken Katzen vor allem an Lymphonknotenkrebs und natürlich Lungenkrebs. Freigängerkatzen haben darüber hinaus noch ein anderes Problem. Ihr Fell ist rauchgeschwängert und das erschwert die Kommunikation mit anderen Artgenossen im Freien. Der eigene Körpergeruch wird damit quasi überlagert.

Erhöhtes Krebsrisiko bei Hunden

Hunde, die Passivrauchern ausgesetzt sind, haben ein um 60 Prozent höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken. Langnasige Hunde haben damit auch noch ein weiteres Problem: Die Nasenschleimhaut hat eine größere Oberfläche wie bei kurznasigen Hunden. Damit nimmt die Nasenschleimhaut wesentlich mehr schädliche Rauchpartikel auf. Das Risiko steigt, an Nasenkrebs oder Nasenebenhöhlenkrebs zu erkranken. Ein besonderes Risiko tritt bei Welpen auf: Sie neigen dazu, ihre Welt mit Pfoten, Augen und auch mit dem Maul zu erkunden. Ein voller Aschenbecher mit Kippen ist eine tödliche Gefahr, wenn der kleine Vierbeiner einen Stummel aufnimmt. Allein das noch im Kippenrest vorhandene Nikotin kann tödlich wirken.

Vögel, Hamster und Co können dem rauch nicht ausweichen

Während Hunde oder Katzen sich schlicht und ergreifend irgendwo anders hin verziehen, wenn ihnen die Luft zu dick wird, haben andere Haustiere da größere Probleme, sich der Rauchlust ihres Herrchens oder Frauchens zu entziehen. Vögel in ihrer Volliere, der Hamster im Gehege oder das Meerschweinchen im Käfig: Sie sind dem Zigarettenrauch hilflos ausgeliefert und erkranken schleichend. Sie können sich schließlich kaum bemerkbar machen, wenn bei ihnen etwas nicht in Ordnung ist.

Danken Sie bei der nächsten Zigarette mal an Ihr Haustier

Gewiss, es ist vor allem in der kalten Jahreszeit bequemer, im Sessel eine Zigarette anzuzünden als vor die Tür zu gehen. Selbst wenn sie keinen Mitbewohner haben, der sich über den Qualm beschwert – Ihre Haustiere werden sich daran nicht erfreuen. Durch das Einatmen von Rauch sinkt ihre Lebenserwartung deutlich gegenüber ihren rauchfreien Artgenossen. Auch wenn es noch so unbequem ist: Rauchen Sie nicht in Anwesenheit Ihrer Haustiere, sondern gehen mal für fünf Minuten auf den Balkon oder die Terrasse. Schließlich möchten Sie, dass Ihr Liebling Ihnen noch lange Jahre ein treuer Gefährte ist – ohne Krankheiten, die beim Tierarzt teuer behandelt werden müssen.

Übrigens: Selbst das Rauchen beim Gassi gehen kann Erkrankungen bei Ihrem Hund auslösen. Schließlich wird lediglich ein Viertel des Rauches von Raucher selber inhaliert, der Rest verteilt sich und kann im ungünstigen Fall durch den Hund aufgenommen werden. Diese Form von Passivrauchen kann über Jahre  hinweg auch irgendwann zu Erkrankungen führen.

 

Welche Tierarten stehen bei Kindern ganz hoch im Kurs?

Welpe auf WieseLiegen Ihre Kinder Ihnen auch regelmäßig in den Ohren, dass sie ein Haustier haben möchten? Dann sind Sie ja reichlich damit beschäftigt, Ihr Kind über die Haltung eines Haustieres aufzuklären und die Wünsche abzustimmen, welches Haustier denn so in Frage kommt. Wundern Sie sich nicht über die Wünsche Ihrer Kinder. Allein schon die Medien wie das Fernsehen beeinflussen die Wahl Ihres Kindes erheblich. Lesen Sie mal, welche Tiere bei Kindern ganz hoch im Kurs stehen – unsere Auflistung ist aber keine Rangliste und stellt keine Wertung dar.

Fische

Spätestens seit „Findet Nemo“ sind Fische auch für Kinder interessant geworden. Was sich da alles so im Wasser tummelt, ist schon beeindruckend. Hinzu kommt, dass Fische relativ pflegeleicht sind und Ihnen nachgesagt wird, dass sie eine beruhigende Wirkung haben. Der Haken an der Sache ist: Mit Fischen können Kinder kaum in Interaktion treten, daher kann es sein, dass Ihr Nachwuchs irgendwann das Interesse verliert. Ein Haustier soll ja schließlich auch zum Anfassen sein.

Pferde

Vor allem bei Mädchen stehen Pferde ganz hoch im Kurs. Waren sie vor hundert Jahren noch reine Arbeitstiere, sind sie vor allem in der heutigen Zeit als Freizeittiere anzutreffen. Vor allem Ponys sind ja so niedlich. Mädchen geht es nicht nur um das Reiten, sondern vor allem um die Pflege und Versorgung des großen Haustieres. Nachteil bei Pferden: Ein eigenes Pferd sprengt wahrscheinlich das Budget der meisten Familien. Hingegen kann für das Pferd auch eine Reitbeteiligung vereinbart werden. Somit kann Ihr Kind gegen ein monatliches Entgelt das Pferd nutzen, es füttern, pflegen und umsorgen. Zudem ist damit für viel Bewegung an der frischen Luft gesorgt – natürlich auch bei Wind und Wetter.

Papageien

Kaum zu realisieren, da Papageien schon beim Kaufpreis eine kostspielige Nummer sind. Ebenso ist die Pflege und Fütterung mit einigem Aufwand verbunden, da Papageien empfindliche Tiere sind und viel Zuspruch benötigen. Das interessanteste ein einem Papagei ist sicherlich, dass er sprechen kann und natürlich auch das bunte Gefieder. Dennoch – auf der Hitliste der Kinder stehen eher Tierarten, mit denen sich Ihr Kind auch ab und zu intensiv beschäftigen und bewegen kann.

Tiger und Löwen

Die großen majestätischen Katzen sind ein Anziehungspunkt bei jeden Zoobesuch. Natürlich auch der Nachwuchs, wenn dieser im Zoogehege zwischen den großen Tieren hin und her tappst. Klar, Tiger und Löwen sind als Haustiere völlig ungeeignet, aber für Kinder strahlen sie eine magische Anziehungskraft aus.

Hunde

Einer der Hits bei den Wünschen der Kinder. Hunde haben den Vorteil, dass sie dem Menschen stets ein treuer Begleiter sind und sich auch auf das Spielen mit Kindern einlassen. Bewegungsmangel ist da eher eine Seltenheit. Vor allem bei Hunden können Kinder Verantwortung lernen, in dem sie regelmäßige Aufgaben mit erfüllen, wie beispielsweise das regelmäßige Gassi gehen oder die Fütterung und Pflege des Hundes. In vielen Familien ist der Hund so etwas wie ein vollständiges Familienmitglied und bietet für Kinder viel Abwechslung. Er erkennt die Stimmung von Herrchen, Frauchen und den Kindern und kann in beschwerlichen Stunden für Ihr Kind auch ein guter Tröster sein.

Katzen

Sie sind die Schmusetiger der Nation und noch mehr verbreitet als Hunde: Für Kinder bieten sie vor allem den Vorteil, dass sie relativ pflegeleicht sind. Allerdings haben Katzen auch einen starken und ausgeprägten Willen. Der Sofalöwe will nicht automatisch dann spielen, wenn es auch die Kinder wollen. Das kann ab und an zu Missstimmung führen. Mit Katzen müssen Ihre Kinder zwar nicht Gassi gehen, aber ein Katzenklo in der Wohnung oder im Haus wird auf jeden Fall benötigt. Das gilt es auch sauber zu machen.

Schildkröten

Sie sind mit die ältesten Land- und Wassertiere, die die Natur zu bieten hat. Zwar sind Schildkröten keine Schmusetiere, aber durch ihre langsamen Bewegungen strahlen sie Ruhe und Gelassenheit aus. Das trägt auch zur Beruhigung Ihrer Kinder bei. Wichtig ist für Schildkröten vor allem ein großzügig angelegtes Terrarium, in denen sich das Tier wohlfühlt. Durch ihr Alter betrachten Kinder die Schildkröten wie kleine Drachen – das hat eine zusätzliche Faszination für Ihre Kleinen.

Pinguine

Sie sehen einfach nur putzig aus und bewegen sich an Land scheinbar hilflos. Es gibt zahlreiche Filme und Fernsehserien, in denen Pinguine popularisiert werden, denken Sie nur mal an „Happy Feet“ und „Die Pinguine von Madagaskar“. Sicherlich bleiben Pinguine für Ihre Kinder unerreichbar, sie erfreuen sich aber dennoch sehr großer Beliebtheit. Nicht umsonst drücken sich viele Kinder gerade beim Zoobesuch an den Scheiben des Pinguingeheges die Nasen platt.

Affen

Als Haustiere sind sie auch relativ ungeeignet. Auch wenn Pippi Langstrumpf ihren Herrn Nilsson fast täglich auf der Schulter in der Gegend herumgeführt hat, ist das für Ihre Kinder leider nur Wunschdenken. Die Faszination liegt vor allem am menschlichen Wesen und de Fertigkeit, mit der Affen viele Probleme lösen. Vor allem kleine Affen und Affenbabys lösen bei Kindern wahre Begeisterungsstürme aus.

Hasen, Kaninchen und Meerschweinchen

Sie stehen zwar am Ende unserer Auflistung, sind deshalb aber nicht minder interessant für Kinder. Schließlich bieten diese Nager den Vorteil, dass Kinder sie zum Schmusen auf dem Arm halten können. Zudem tragen die Fütterung und die Pflege auch ein Stück weit dazu bei, dass Kinder Verantwortung für ein Tier entwickeln. Vorsicht ist dennoch geboten. Hase und Co sind keine Spielsachen. Allzu dolle dürfen sie nicht bespielt werden. Schließlich brauchen sie zwischendurch Ruhe und möchten nicht gerne verängstigt werden. Vor allem ist es notwendig, dass ein ausreichend großes Gehege mit reichlich Bewegungsmöglichkeit vorhanden ist.

Zur Urlaubszeit steigt wieder die Zahl der ausgesetzten Tiere

Die Sommerferien haben in den meisten Bundesländern bereits begonnen. Viele Familien fahren in den Urlaub und lassen es sich für zwei oder drei Wochen mal so richtig gut gehen. Was für uns die schönsten Wochen des Jahres sind, bedeutet für viele Haustiere die Abschiebung ins Tierheim. Es ist immer wieder zu beobachten: Sobald die Reisezeit beginnt, werden viele Tiere einfach weggegeben.

Katzen sind häufig betroffen

Den Stubentiger einfach so mit in den Urlaub nehmen, ist schwierig. Katzen sind Gewohnheitstiere und lassen sich nur sehr widerwillig in eine neue Umgebung verfrachten. Hinzu kommt noch, dass die Fahrt oder der Flug zum Urlaubsort ganz schön stressig für die Katze ist. Daher gehören die Katzen hauptsächlich zu den Leidtragenden. Hunde werden eher seltener im Tierheim abgegeben. Im Gegensatz zu Katzen sind Hunde nämlich immer gerne dort, wo sich Herrchen oder Frauchen aufhalten. Vor allem im Urlaub gibt es eine Menge zu entdecken. Wenn ein Hund im Tierheim landet, wurde er nicht zwangsläufig ausgesetzt. Viele Hunde sind Ausreißer und landen im Tierheim, weil sie ihren Besitzern nicht zugeordnet werden können.

So schlecht werden Tiere behandelt

Ein tragischer Fall, der sich in Baden-Württemberg abgespielt hat. Dort ist eine Familie in den Urlaub gefahren und haben ihre Schäferhündin in der Wohnung zurückgelassen. Allerdings ohne sie mit ausreichend Wasser oder Futter zu versorgen. Die Nachbarn wurden auf das Bellen aufmerksam, die Polizei drang in die Wohnung ein und befreiten die Hündin. In einem Ulmer Tierheim wurde die Hündin wieder aufgepäppelt. Gegen die Familie wurde eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

Weihnachtstiere sind die großen Verlierer

Zu Weihnachten war der Hund, das Kaninchen oder die Katze noch klein und niedlich. Jeder wollte mit dem Vierbeiner spielen. Doch mit der Zeit wurde das Tier größer und sorgte auch für mehr Aufwand und Kosten. Jetzt, wo der Urlaub ansteht, ist das Haustier einfach nur noch lästig. Überflüssige Weihnachtsgeschenke kann man ja in den Keller oder in die Garage packen – aber ein Haustier? Aus den Augen, aus dem Sinn. Da werden die Tiere einfach ausgesetzt, an einer Mülltonne auf dem Rastplatz angebunden oder anderweitig entsorgt. Es sind keine Einzelschicksale, die da auftreten. Jährlich werden zur Urlaubszeit rund 70.000 Haustiere von den Tierheimen aufgenommen. Dadurch können andere Haustiere nicht zur Pflege regulär aufgenommen werden – so fallen den Tierheimen auch noch wichtige Einnahmen weg.

Jetzt wird es Zeit für den Frühjahrs-Check der Osterhasen

Hase auf dem Arm eines TierarztesSo langsam bricht die warme Jahreszeit an, nach Ostern sollen die Temperaturen endlich wieder nach oben gehen. Grund genug für viele Kleintierhalter, ihre Kaninchen und Hasen wieder in die Gehege im Garten zu verfrachten, damit die Langohren auch von dem besser werdenden Wetter und den Sonnenstrahlen profitieren können. Jetzt ist auch die beste Zeit, in der Kaninchen und Hasen vom Tierarzt geimpft und untersucht werden können.

Vorbeugen gegen typische Sommerkrankheiten

Nicht nur das schöne Wetter und die Umsetzung der Langohren nach draußen ist ein Grund, warum in diesen Wochen die Tierarztpraxen Hochkonjunktur haben. Auch der Impfschutz, der jetzt verabreicht werden muss, braucht eine Zeit um seine Wirkung zu entfalten. In unseren Breitengraden erkranken immer noch viele Hasen und Kaninchen an der Myxomatose oder an der Chinaseuche. Die Krankheitsviren werden im Sommer von Mücken übertragen, daher muss der Impfschutz aufgebaut werden.

Neben der Impfung ist natürlich der Gesundheitscheck von großer Bedeutung. In den vier Wänden haben die Mümmelmänner teileise nicht ausreichend Bewegung bekommen und müssen nun auf die Waage oder abspecken. Tierärzte geben hierzu wichtige Informationen, damit die Langohren nicht von einem auf den anderen Tag durch eine zu gut gemeinte Nulldiät plötzlich mit Mangelerscheinungen zu kämpfen haben.

Wie wird richtig gefüttert?

Bei der Ernährung ist vor allem eines wichtig: Bunte Drops aus dem Zoo-Geschäft und zu fettes Körnerfutter schaden den Tieren nur, anstatt wertvolle Nährstoffe zu bieten. Kaninchen und Hasen mögen es ganz einfach: Heu und Gras, dazu frisches Gemüse, Obst und Möhren – das ist für eine artgerechte Ernährung eigentlich völlig ausreichend. Hauptsache, die Langohren können dabei so richtig ihre Zähne abwetzen. Die wachsen nämlich bis zu einem Meter im Jahr. Daran kann man schnell die falsche Ernährung erkennen.

Wenn Kinder sich ein Kaninchen wünschen

Der lila Schmunzelhase oder der Hase mit dem goldenen Glöckchen lösen bei vielen Kindern den Wunsch nach einem eigenen Hasen oder Kaninchen aus. Die Investitionen sind ja nicht so hoch wie z. B. bei einem Hund, für den man auch noch Steuern und Versicherungen bezahlen muss. Ein artgerechtes Gehege (mind. 2 Quadratmeter pro Tier) bis hin zu ausreichend Futter, Impfkosten und Tierarztbesuchen muss man aber schon berücksichtigen, wenn Kaninchen oder Hasen in die Familie ihren Einzug halten sollen. Denken Sie immer daran, dass die Tiere viele Gesellschaft benötigen. Ein einzelnes Tier ist sicherlich pflegeleichter, ist für das Haustier aber nicht sinnvoll.