Tierkrankenversicherung bei Finanztest – Krankenversicherungen für Hunde und Katzen

Hund mit KatzeHaustiere wie Hunde und Katzen haben eine immer größere Bedeutung für und Bundesbürger. In den meisten Haushalten werden die Vierbeiner wie Familienmitglieder behandelt. Sie haben ihr eigenes Rückzugsplätzchen, werden bespielt und geschmust und – zumindest Hunde – begleiten Herrchen und Frauchen überall hin. Kein Wunder, dass da die Gesundheit von Hund und Katze für viele Tierfreunde eine große Rolle spielt. In Deutschland leben rund zwölf Millionen Katzen und etwa sieben Millionen Hunde. Fast 90 Prozent aller Haustiere sehen mindestens einmal im Jahr den Tierarzt. Das macht also rund 17 Millionen Tierarztbesuche aus – bei nur einem Besuch jährlich. In vielen Fällen macht eine Absicherung mit der Tierkrankenversicherung Sinn. Das Verbrauchermagazin Finanztest hat in der aktuellen Februar-Ausgabe 2016 die Tarife aller Gesellschaften verglichen.

Fünf Versicherer – 18 Tarife für Hunde und Katzen

Die Tierkrankenversicherung gliedert sich in zwei Bereich: Es gibt die Krankenversicherung für Hunde und Katzen. Darin sind ambulante Behandlungen, Vorsorgemaßnahmen und auch Operationen sowie notwendige Aufenthalte in der Tierklinik abgesichert. Zusätzlich bieten die Versicherer auch eine Hundeoperationsversicherung und eine Katzenoperationsversicherung an. Das ist eine etwas abgespeckte Variante der Tierkrankenversicherung, hier werden nur die Kosten übernommen, die im Zusammenhang mit einer Operation stehen. Die Kosten sind recht unterschiedlich. Während bei Hunden die Krankenversicherung je nach Tarif, Alter und Rasse zwischen 20 Euro und 60 Euro monatlich liegt, kostet die Hundeoperationsversicherung in etwa die Hälfte. Bei Katzen sind die Beiträge niedriger. Eine Übersicht aller Tarife auf dem deutschen Markt finden Sie hier: http://www.tierarzt-onlineverzeichnis.de/tierversicherungen.php

Tierkrankenversicherung – notwendig oder überflüssig?

Im Bericht von Finanztest werden Beispiele für tierärztliche Behandlungen genannt, die schnell hohe dreistellige Beträge erreichen. Allein Routineuntersuchungen und Vorsorgemaßnahmen können mit mehreren Hundert Euro im Jahr zu Buche schlagen. Logisch, für die Gesundheit von Hund und Katze ist den Tierfreunden kaum ein Aufwand zu viel. Sicherlich, nach Ansicht von Finanztest lässt für eine Behandlung im Krankheitsfall auch monatlich Geld zur Seite legen. Allerdings ist fraglich, ob damit auch Tierarztkosten gedeckt werden können, die unmittelbar nach der Anschaffung des Haustieres anfallen können, zum Beispiel nach einem Unfall. Generell macht es laut Finanztest Sinn, bereits in jungen Jahren für Hunde und Katzen mit der Krankenversicherung vorzusorgen, da hier die Beiträge noch niedrig sind. Je später eine Hundekrankenversicherung oder eine Katzenkrankenversicherung abgeschlossen wird, umso höher sind die Beiträge. Darüber hinaus können höhere Selbstbehalte vereinbart werden.

Welche Gesellschaften bieten Tierversicherungen für den Krankheitsfall an?

Die Anzahl der Anbieter hat sich seit dem letzten Vergleich von Finanztest nicht verändert. Zu den langjährigen Anbietern zählen die AGILA, die Allianz, die Helvetia und die Uelzener. Im Jahr 2012 hat sich die AXA aus diesem Bereich zurückgezogen, dafür kam im Jahr 2014 Petplan als neuer Anbieter hin. Petplan konnte nebenbei bereits im gleichen Jahr bei Ökotest für die Tarife zur Hundekrankenversicherung und zur Katzenkrankenversicherung gute Platzierungen einfahren. Damit bleibt das Angebot auf dem deutschen Markt überschaubar – hier sind längst nicht so viele Hunde und Katzen versichert wie zum Bespiel in England, Skandinavien oder den Niederlanden. Während in Deutschland vielleicht zwei bis drei Prozent der Vierbeiner eine Krankenversicherung haben, sind es in den anderen Ländern teilweise bis zu fünfzig Prozent. Die Muttergesellschaft von Petplan, die niederländische Veterfina B. V. hat allein mehr als eine Million Haustiere versichert.

Wo liegen die Unterschiede der einzelnen Tarife?

Die häufigste Frage, die sich stellt: Wieviel leistet die Tierkrankenversicherung? Das ist von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich. Bei der Krankenversicherung sind in fast allen Tarifen jährliche Höchstleistungen vereinbart. Diese liegen in der Regel zwischen 3.000 Euro und 4.000 Euro. Ausnahme: Die AGILA übernimmt in der Hundekrankenversicherung und der Katzenkrankenversicherung im Tarif Exklusiv die Operationskosten ohne jegliche Summenbegrenzung.

In der Hundeoperationsversicherung und der Katzenoperationsversicherung werden im Exklusivtarif der AGILA und bei der Uelzener alle Kosten von Operationen ohne Summenbegrenzung übernommen. Bei Allianz, Petplan und Helvetia liegt die Erstattung zwischen 2.000 Euro und 3.000 Euro im Jahr. Es ist also sinnvoll, wenn Sie bei der Auswahl Ihrer Tierkrankenversicherung einen Vergleich aller Tarife anstellen, um den für Ihr Tier besten Tarif herauszufiltern.

Wie bewertet Finanztest die Tarife zur Tierkrankenversicherung?

Anders als in vielen anderen Bereichen rund um das Thema Versicherung führt Finanztest hier keine Wertung durch, sondern eher einen Vergleich. Die getesteten Tarife haben daher keine Noten bekommen. Die Leistungen sind dafür einfach zu unterschiedlich. Damit ist klar: Es gibt nicht den Tarif in der Tierkrankenversicherung, der alle Tierarztkosten zu Hundert Prozent abdeckt. Lücken sind immer irgendwo, wenn auch im kleinen Umfang, vorhanden. Ansonsten sind die Tarife nicht bezahlbar. Ein hoher Nutzen steckt dennoch dahinter, da tierärztliche Behandlungen – vor allem bei Krankheiten im Alter und bei Unfällen – schon Dimensionen erreichen, die für manchen Tierfreund zu einer finanziellen Belastung wird. Dann lieber regelmäßig in eine Tierkrankenversicherung investieren – so können sich Tierfreunde ganz um das Wohlbefinden ihrer vierbeinigen Lieblinge kümmern.

Versicherungsschutz im Ausland – so hilft Ihre Tierkrankenversicherung

Hund mit SonnenschirmDie Urlaubszeit steht an. Viele Bürger fahren in den Urlaub und mit dabei ist auch der Hund. Während viele andere Haustiere Zuhause von Nachbarn oder in der Tierpension betreut werden, sind Hunde in den meisten Fällen auch im Urlaub ein treuer Begleiter. Klar, dort, wo es Herrchen und Frauchen gefällt, ist auch der Hund mit von der Partie. Gehören Sie auch zu den Hundefreunden, die Ihrem Vierbeiner die Abwechslung im Urlaub gönnen? Denken Sie frühzeitig an die Tierkrankenversicherung, damit ein Tierarztbesuch im Ausland nicht zu einer teuren Überraschung wird.

Im Urlaub kann sich immer ein Unfall ereignen

Wir drücken Ihnen die Daumen, dass Ihr Urlaub für Sie und auch Ihren Hund eine angenehme Erholung wird. Dennoch kann sich fern der Heimat immer ein Zwischenfall ereignen, in dem Sie tierärztliche Hilfe benötigen. Ihr Hund verträgt das Futter nicht, das Wetter macht ihm zu schaffen oder er verletzt sich bei einem seiner Ausflüge ins Unbekannte. Schnell muss ein Tierarzt Hilfe leiten und Ihre Urlaubskasse ist wohlmöglich um ein paar Hunderter geplündert. Die Tierkrankenversicherung gehört für Ihren Hund mit ins Gepäck, um vor solchen Überraschungen verschont zu bleiben. Schließlich bieten alle Versicherer den Gesundheitsschutz nicht nur für Zuhause an, sondern auch bei einem vorrübergehenden Auslandsaufenthalt.

So leisten die Tierkrankenversicherungen im Ausland

Der Schutz der Tierkrankenversicherung ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. In der Regel reicht der Versicherungsschutz für einen normalen Auslandsaufenthalt aus. Wie sieht es aber aus, wenn der Auslandsaufenthalt länger ausfällt? Wir zeigen Ihnen, für welche Zeiträume die einzelnen Gesellschaften Versicherungsschutz anbieten:

• AGILA: weltweit unbegrenzt
• Allianz: weltweit bis zu zwei Monate
• Helvetia: weltweit bis zu vier Monate
• Uelzener: nur für Katzen, europaweit bis zu sechs Monate

Rechtliche Hinweise zum Urlaub im Ausland

Wenn Sie mit Ihrem Hund im Ausland Urlaub machen, hilft die Tierkrankenversicherung im Krankheitsfall oder bei Unfällen weiter. Denken Sie auch daran, dass Sie bei einer Urlaubsreise ins Ausland noch an den EU-Heimtierpass. Dieser ist seit 2004 in allen europäischen Ländern Pflicht. Der EU-Heimtierausweis beinhaltet Angaben zum Halter und zum Hund. Darüber hinaus werden dort auch alle wichtigen Angaben z. B. zu Impfungen festgehalten. Der Pass wird von Ihrem Tierarzt ausgestellt. Daneben gelten in einigen Ländern wie Schweden, England, Irland und Malta sogar noch strengere Vorschriften. Sie müssen einen Antikörper-Test gegen Tollwut und die Impfung gegen Zecken und Bandwürmer nachweisen.