Der sensible Magen des Hundes

Kranker Hund auf der Couch

So gut wie jeder Hundefreund hat es schon einmal erlebt: Der geliebte Vierbeiner beginnt zu würgen und anschließend erbricht er sich. Passiert das nur gelegentlich oder einmal, dann bauchen Sie sich darüber noch keine Sorgen machen.

Muss Ihr Hund aber regelmäßig erbrechen oder mehrere Tage durchgehend, so können die Ursachen dafür vielfältig sein. Ein Besuch beim Tierarzt ist in diesen Fällen unumgänglich. Sie sollten in diesem Fall auch nicht mit dem Tierarztbesuch zögern.

Eine tierärztliche Behandlung zieht in vielen Fällen hohe Kosten nach sich. Hier hilft eine Hundekrankenversicherung, um das Kostenrisiko zu minimieren.

Akutes Erbrechen – erste Maßnahmen

In vielen Fällen liegt am sensiblen Magen des Hundes, dass er häufig oder massiv erbrechen muss. Die Erstmaßnahme, die hier greifen kann, ist den Magen zu beruhigen. Auch wenn es Ihnen schwer fällt, weil Ihr Liebling dauernd Hunger hat: Ein Tag Nahrungsverzicht kann dazu führen, dass sich der Magen Ihres Vierbeiners erst einmal wieder beruhigt. Dabei darf die Flüssigkeitsaufnahme nicht zu kurz kommen. Ausreichend Trinken ist also notwendig. Wichtig ist, dass Sie den Nahrungsverzicht nicht über einen Tag hinaus ausdehnen. Ansonsten bleiben dem Hund wichtige Nährstoffe verwehrt, es kann dadurch zu Mangelerscheinungen kommen.

Schonkost nach der Ruhephase

Gesundes Hundefutter

Wenn der Magen wieder seine Arbeit aufnehmen soll, dann muss er darauf ganz sorgfältig eingestellt werden. Es nützt also nichts, wenn Ihr Liebling nach dem Nahrungsverzicht wieder in Vollen geht und das Erbrechen von Neuen beginnt. Schonkost ist jetzt gefragt. Dazu gehören Nahrungsmittel wie Hühnerbrust, Quark, Hüttenkäse oder ach weichgekochter Reis. Diese Bestandteile können Sie Ihrem Liebling in pürierter Form in kleinen Portionen mehrmals täglich vorsetzen. Die kleinen Portionen sind deshalb wichtig, damit der Magen nicht direkt wieder überladen wird. Bei einer solchen Diät müssen Sie aber berücksichtigen, dass womöglich einige Nahrungsbestandteile fehlen. Sprechen Sie daher mit Ihrem Tierarzt über die zu verabreichende Schonkost und welches Ergänzungsfutter hier sinnvoll sein kann.

Welche Ursachen kann das Erbrechen beim Hund haben?

Die Auslöser für das Erbrechen sind sehr vielfältig und daher müssen Sie Ihren Liebling genau im Auge behalten, sollte er sich regelmäßig oder über einen längeren Zeitraum erbrechen. Das Erbrechen kann eine Nebenwirkung von Medikamenten sein, die Ihr Liebling aufgrund einer anderen Erkrankung erhält. Dazu gehören beispielsweise Erkrankungen an der Leber oder an der Bauchspeicheldrüse. Infektionen sind eine weitere Ursache, hier sollten Sie einfach mal die vergangenen Tage Revue passieren lassen, ob hier irgendwo ein Ereignis eingetreten ist, das eine Infektion zur Folge haben kann. Ebenso ist eine Futtermittelunverträglichkeit denkbar.

Welche Möglichkeiten der Vorbeugung gibt es?

Schüssel mit Hundefutter

Nicht jeder Ursache für das Erbrechen können Sie bei Ihrem Hund vorbeugen. Es gibt aber vor allem bei Fütterung die Möglichkeit, das Problem des Erbrechens deutlich einzuschränken. Verteilen Sie das tägliche Futter auf mehrere kleine Portionen. Ihr Hund schlingt nicht mehr so große Mengen herunter und der Magen kann besser arbeiten. Dazu sollte das Futter keine Kühlschranktemperatur haben oder sich noch im gefrorenen Zustand befinden. Ausschlaggebend für einen verkorksten Magen kann ebenso verdorbenes Futters ein. Hier kommt es nicht nur zum Erbrechen, sondern auch zu Durchfallerscheinungen. Achten Sie daher vor allem bei angebrochenen Nassfutter Auffälligkeiten bei der Farbe oder beim Geruch.

Futterumstellung muss langsam erfolgen

In manchen Fällen kann neues Futter oder auch eine andere Form der Fütterung der Auslöser für das Erbrechen sein. Es macht also keinen Sinn, die Futterumstellung von einen auf den anderen Tag vorzunehmen. Besser ist, Sie reduzieren schrittweise den Anteil des alten Futters und geben anteilig immer mehr von dem neuen Futter hinzu. Diese Umstellung sollte ruhig mehrere Tage Anspruch nehmen. Es liegt ja schließlich keine medizinische Notwendigkeit vor, die eine schnelle Umstellung erforderlich machen.

Wenn Sie im Zweifel sind, ob es beim Erbrechen Ihres Hundes um einen einmaligen Vorgang geht oder doch regelmäßig auftritt, sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen. Dokumentieren Sie, wann Ihr Hund sich erbrechen muss. Notieren Sie dazu Ereignisse, die damit im unmittelbaren Zusammenhang stehen können. Das kann die Fütterung sein, aber auch die Gassirunde. Womöglich sind dort Köder ausgelegt, die durch ihre schädigende Wirkung das Erbrechen auslösen. So kann das Problem unter Umständen besser eingegrenzt werden.

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