Die Anzeichen des Alters – wenn bei Pferden die Zipperlein zunehmen

Pferde auf WeideWenn wir uns morgens aus dem Bett quälen, spüren wir nicht selten schon die ersten Anzeichen unseres Alters. Die Knochen knacken, der Rücken tut ab und an weh und vieles mehr.

Deutliche Zeichen dafür, dass wir altern. Unseren großen Lieblingen, den Pferden geht es da nicht anders. Sie spüren auch, wenn sie in die Jahre kommen und lassen es etwas ruhiger angehen. Wir können viel für die Gesundheit unserer Pferde bewirken, wenn wir die Anzeichen des Alters richtig deuten und auch erkennen.

Störungen im Hormonhaushalt

Eine typische Alterserkrankung, die bei Pferden vor allem ab dem 15. Lebensjahr auftritt, ist das Equine Cushing-Syndrom, kurz ECS. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der Hirnanhangdrüse, die vermehrt das Hormon ACTH ausschüttet. In der Nebennierenrinde bildet sich dadurch Kortisol, das wiederum zu einer Insulinresistenz führt. Bei der Hälfte der betroffenen Pferde kann es im Verlaufe der Erkrankung zu einer Hufrehe kommen.

Sichtbare Anzeichen für das ECS sind Leistungsschwäche, Abmagerung, der Abbau von Muskelmasse und ein Senkrücken. Dazu kommt, dass im Körper des Pferdes eine Fettumverteilung sichtbar ist. Fettdepots bilden sich an Augen und am Hals. Dazu schwitzen betroffene Pferde und müssen häufig trinken und parallel Wasserlassen. Diese Erkrankung gehört in jedem Fall in die Hände eines Tierarztes, der hier mit Medikamenten entgegensteuern kann.

Es kommt zu Tumoren

Dass sich Tumore zwangsläufig im Alter bilden, ist bei Pferden wie auch bei uns Menschen umstritten. Viele Tumorarten treten aber deutlich seltener auf als beim Mensch. Die größte Gruppe der Tumore stellen die Melanome dar, die als equine Tumore und als Hauttumore auftreten können. Die Tumore treten unterschiedlich auf: Es gibt gutartige Tumore, die sich in bösartige Tumore verwandeln. Dann sind da noch die Tumore, die von Anfang an bösartig sind und letztendlich die Tumore, die gutartig sind und langsam wachsen, ohne dabei Metastasen zu bilden. Anzeichen für Tumore sind kleine, sich bildende Warzen rund um die Augenpartie, das Maul, den After und den Genitalbereich. Auch hier ist es notwendig, dass Sie bei den ersten Anzeichen mit Ihrem Tierarzt sprechen. Er muss entscheiden, welche Behandlung nun notwendig ist, um die Gesundheit Ihres Pferdes zu erhalten.

Schleichende Gelenkveränderungen

Die Arthrose ist eine der häufigsten Alterserscheinungen. Der Knorpel zwischen zwei Knochen bildet sich langsam zurück, so dass zwischen den Knochen immer mehr Reibung entsteht und auch kein Puffer mehr bei stoßartigen Bewegungen vorhanden ist. Die Folge ist, dass Pferde in den Gelenken zunehmend unter Schmerzen leiden. Dazu reagieren die Knochen mit Zubildungen und die Gelenke mit Entzündungen. Das Pferd zeigt Lahmheitserscheinungen, es fällt durch einen langsamen und unsicheren Gang auf. Eine Heilung der Arthrose ist nicht möglich, hier kann der Tierarzt nur schmerzlindernde Medikamente verabreichen, um die Lebensqualität Ihres Pferdes zu erhalten.

Tipp: Eine lange andauernde tierärztliche Behandlung ist hier unumgänglich, kostet aber auch viel Geld wegen er regelmäßigen Tierarztbesuche und der Medikamente. Hier kann eine Pferdekrankenversicherung dazu beitragen, dass diese Kosten deutlich abgefedert werden. Mehr Infos dazu: https://www.vergleichen-und-sparen.de/pferdeversicherung/pferdekrankenversicherung/

Kreislaufprobleme

Wie auch bei uns Menschen ist im Alter der Kreislauf des Pferdes nicht mehr so belastbar wie bei jungen Tieren. War Ihr Pferd mit Ihnen in den vergangen Jahren noch munter durch Wald und über Felder galoppiert, so zeigt sich jetzt, dass Ihr großer Liebling nun häufiger Pausen benötigt und sich erholen muss. Hitze und Kälte machen dem Pferd jetzt zu schaffen, vor allem im Winter kann eine Pferdedecke nicht schaden. Nehmen Sie einfach ein bisschen Rücksicht auf Ihren Senior und strapazieren Sie ihn nicht zu sehr. Hier liegt es vor allem an Ihnen, dass Ihr Pferd gesund bleibt. Zeigen sich aber nach dem Ausreiten oder dem Herumtoben auf der Weide Kurzatmigkeit, ein starker Leistungsabfall, Appetitlosigkeit und bläulich gefärbte Schleimhäute, so kann das auf eine Herz- oder Kreislauferkrankung hindeuten. Hier ist in jedem Fall die Untersuchung durch einen Tierarzt notwendig.

Halten Sie Ihr Pferd immer im Auge und achten Sie auf die noch so kleinsten Veränderungen. Alles, was Sie beobachten, können Anzeichen für eine aufkommende Erkrankung sein. Dann ist schnelles Handels erforderlich und ein Tierarztbesuch notwendig, damit es Ihrem Pferd noch lange gut gehen kann.

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