Die häufigsten Krankheiten beim Pferd - Teil 2 unserer Serie

Publiziert am Freitag, 21. März 2014 von Manfred Weiblen
Die Tierärztin untersucht ein Pferd

Wenn ein Pferd krank wird, ist das immer eine leidvolle Angelegenheit. Für Sie als Pferdefreund ist es jetzt wichtig, dass Sie Ihrem Pferd beistehen. Denn neben dem Schmerz durch die Krankheit ist natürlich auch die Unruhe bei Ihrem Pferd gegeben, wenn der Tierarzt mit seiner Behandlung beginnt. Sie müssen rechtzeitig erkennen, wenn es Ihrem Pferd schlecht geht, damit eine Erkrankung schon im Anfangsstadium behandelt und das Leiden Ihres Pferdes nicht unnötig verlängert wird. Nach dem ersten Teil unserer Serie zu den Pferdekrankheiten stellen wir Ihnen hier weitere typische und häufige Pferdekrankheiten vor.

Eine Überlastung führt zu Verspannungen

Pferde bewegen sich viel und werden durch Sport und Reiten stark beansprucht. Vor allem wenn die Vorbereitung nicht ausreichend ist, drohen Verspannungen, die für das Pferd schmerzhaft sind. Dadurch kommt es zu unregelmäßigen Bewegungsabläufen, ähnlich wie beim Menschen durch den Muskelkater. Teilweise wird eine Verspannung auch durch einen nicht passenden Sattel verursacht. Der Reiter sitzt schief und das wirkt sich natürlich auch auf das Pferd aus. Falsches Liegen in der Box, ein Sturz auf der Weide oder beim Training kann ebenfalls die Ursache für eine Verspannung sein. Suchen Sie in jedem Fall den Tierarzt auf, damit die Ursache ergründet werden kann. Neben einer Verspannung können durchaus auch andere Ursachen vorliegen, wie z. B. Gelenkerkrankungen.

Die Hufrehe kann viele Ursachen haben

Angefangen von falscher Fütterung bis hinzu schlechten Bodengegebenheiten auf der Weide: Für die Hufrehe gibt es viele Ursachen. Sie gehört zu den häufigsten Pferdekrankheiten. Dabei löst sich die Lederhaut des Hufes von der Hufkapsel ab – das ist auch deutlich sichtbar. Hinzu kommen andere Begleiterscheinungen wie beispielsweise Fieber oder Mattigkeit. Das Pferd lahmt dabei und versucht, die betroffenen Hufe zu entlasten. Kühlung der Hufe schafft Linderung. Parallel dazu ist eine Behandlung durch den Tierarzt zwingend notwendig. Das Pferd bekommt einen Gipsverband oder Hufschuhe. Bei rechtzeitiger Behandlung ist das Pferd nach etwa zwei Wochen wieder auf dem Damm. Kommt es zu Komplikationen, wie zum Beispiel durch Sohlendurchbrüche oder Knochenentzündungen, sind die Heilungsaussichten wesentlich schlechter.

Der Beinbruch beim Pferd

In der heutigen Zeit sind die Heilungschancen bei einem Beinbruch des Pferdes relativ gut. Mussten die Tiere früher noch eingeschläfert werden, ist es heute mit einer aufwendigen Behandlung möglich, das Leben des Pferdes und damit auch die Gesundheit zu retten. Beinbrüche werden in der Regel durch zu starke Belastung bei einem Sprung und dem Aufkommen auf dem Boden verursacht. Schließlich lastet ein großes Gewicht auf den Beinen des Pferdes. Beste Heilungschancen bestehen vor allen dann, wenn es sich um einen glatten Bruch handelt. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass ein Beinbruch eine monatelange Behandlung und Genesungsphase erfordert, um das Pferd gesundheitlich wieder aufzupäppeln.

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