Die Haftung von Haustieren

Publiziert am Freitag, 7. März 2014 von Manfred Weiblen
Katze zerkratzt den Türrahmen

In unserem letzten Artikel haben wir Ihnen geschildert, wie es um die Tierhaltung als Mieter einer Wohnung oder eines Hauses bestellt ist. Jetzt möchten wir Sie darüber informieren, welche Haustiere besonderen Versicherungsschutz benötigen und welche tierischen Mitbewohner in der normalen Privathaftpflichtversicherung eingeschlossen sind. Grundsätzlich gilt: Wenn Ihr Haustier etwas in einer gemieteten Wohnung beschädigt, haften Sie gegenüber dem Vermieter für die Schäden.

Vögel, Katzen und Nagetiere

Diese Haustiere sind von ihrer Art her pflegeleicht. Sie machen kaum Dreck und benötigen nicht die Aufmerksamkeit, wie sie ein Hund fordert. Dennoch können vor allem Katzen Schäden anrichten. Das ist der Fall, wenn der Stubentiger die Türrahmen zerkratzt. Hier müssen Sie für die Schäden aufkommen. Nicht jede private Haftpflichtversicherung übernimmt diese Art von Mietsachschäden. Achten Sie darauf, dass Sie in Ihrer Haftpflichtversicherung Mietsachschäden mit einschließen.

Hunde

Für Hunde gilt der Grundsatz: Sorgt Ihr Hund für einen Schaden, haften Sie generell dafür. Das sagt die Gesetzgebung. Anders als normale Haustiere unterliegen Hunde der Gefährdungshaftung. Sie müssen als Hundehalter also für jeden Schaden aufkommen, den Ihr Hund verursacht. Das ist nicht nur in der Mietwohnung der Fall. Auch im öffentlichen Raum kann Ihr Hund für Ungemach sorgen, wenn er jemanden beißt oder anderweitig verletzt. In mehreren Bundesländern müssen Sie für Ihren Vierbeiner eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen. Das ist in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen der Fall. Viele Anbieter der Hundehaftpflicht bieten in ihren Tarifen die Abdeckung von sogenannten Mietsachschäden an. Das ist von Vorteil, wenn Ihr Hund in der Wohnung einen Schaden verursacht. Das beispielsweise der Fall, wenn der Hund das Parkett zerkratzt.

Pferde

Für Pferde gilt das Gleiche wie für Hunde: Sie unterliegen ebenfalls der Gefährdungshaftung. Sie müssen Ihr Pferd also mit einer speziellen Pferdehaftpflichtversicherung absichern, um im Schadensfall auf der sicheren Seite zu stehen. Gesetzlich vorgeschrieben ist diese nicht, lediglich die Haftung wird durch den Gesetzgeber geregelt. Gerade bei Pferden ist das Risiko besonders hoch: Wenn Sie einen Schaden verursachen, kann das richtig teuer werden, Stellen Sie sich vor, Ihr Pferd bricht von seiner Weide aus und verursacht auf der Straße einen Unfall. Neben dem Sachschaden müssen Sie unter Umständen sogar für die Verletzungen von beteiligten Personen haften. Damit ist in der Regel auch Ihre wirtschaftliche Existenz bedroht. Sie können bei der Pferdehaftpflicht mittlerweile eine Vielzahl von Risiken mit einschließen. Dazu gehören beispielsweise Mietsachschäden, Reitbeteiligungen, das Fremdreiterrisko oder auch das Reiten ohne Sattel oder ohne Gebiss-Zaumzeug.

Veröffentlicht unter Versicherungen