Dürfen Katzen mit ins Bett?

Katze schläft auf der Bettdecke

Mal ehrlich, haben Sie nicht häufiger mit Ihrem Stubentiger in Ihrem Bett gekuschelt? Ist es nicht tollanzusehen, wie sich Ihre Katze wohlfühlt, mit den Pfoten auf dem Kissen stapft und sich es anschließend darauf gemütlich macht?

Gerade in den Abendstunden kommen auch Katzen gerne mal zur Ruhe, wenn der Tag besonders aufregend war. Logisch, draußen gibt es viel zu erkunden, das schlaucht ganz schön. Abends ist die Wohlfühlzeit, am besten noch mit Frauchen oder Herrchen zusammen. Aber: Sollen oder dürfen Katzen ins Bett?

Worauf müssen Sie achten, wenn Ihre Katze mit Ihnen das Bett teilt?

Es ist keine Seltenheit, dass Haustiere, vor allem Hunde und Katzen, das Bett mit Herrchen und Frauchen teilen. Schließlich sind sie vierbeinige Familienmitglieder und genießen mittlerweile ihre kleinen Privilegien. Es spricht ja auch nichts gegen das Schmusen im Bett, es kann aber ein gewisses Krankheitsrisiko von Ihrer Katze ausgehen: Flöhe, Zecken und andere Parasiten fühlen sich auf Katzen wohl und können beim gemeinsamen Kuscheln im Bett übertragen werden. Daher sollten Sie diese Schmuserituale nur mitmachen, wenn Ihre Katze gesund ist und regelmäßig entwurmt wird. Es gilt: Je näher die Katze dem Menschen, desto intensiver ist auch das Risiko, Krankheiten zu übertragen. Neben der Entwurmung gehört auch die Flohbekämpfung und Vorsorge. Oder möchten Sie diese lästigen Zeitgenossen dauerhaft in Ihrem Bett finden?

Katzen sollen nicht mit Kindern ins Bett

Katze liegt mit Kind im Bett

Kinder kuscheln gerne mit Haustieren. Das reicht vom Meerschweinchen bis hin zu Hunden. Katzen gehören dazu. Wichtig ist, dass Kinder ein Gefühl entwickeln, was die Katze mag und was sie nicht mag. Den Stubentiger auf den Arm packen, ins Bett pressen und dann mit ihm wie ein Baby spielen, funktioniert nicht und wird zwangsläufig Abwehrreaktionen hervorrufen. Nicht zuletzt haben Katzen einen eigenen Willen und lassen sich nicht ohne Weiteres an jeden beliebigen Ort verfrachten, geschweige denn, dort festhalten. Kuscheln ist in Ordnung, aber im Bett mit schlafen? Davon können wir nur abraten, insbesondere dann, wenn die Katze nicht gesund ist. Hier gilt ebenfalls: Je mehr und enger die Katze mit Ihrem Kind zusammen ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Krankheiten oder Flöhe übertragen werden.

Wo sind gesundheitliche Risiken zu erwarten?

Vor allem bei Kindern müssen Sie weit denken, um mögliche gesundheitliche Risiken auszuschließen. Reagiert Ihr Kind in irgendeiner Form allergisch auf die Katzen oder die Katzenhaare, funktioniert ein solches Schmuseritual nicht mehr. Neben einer Hypodesensibilisierung Ihres Kindes müssen Sie noch darauf achten, dass das Kinderzimmer für Ihren Stubentiger ein absolutes Tabu ist. Hier müssen Sie im Rahmen der Erziehung Ihrer Katzen deutliche Grenzen aufzeigen und konsequent bleiben. Wegen der Allergie muss die Katze nicht zwangsläufig aus dem Haus, es müssen aber Bereiche bleiben, wo sich entweder nur die Katze oder das Kind aufhält.

Gibt es Nachteile, wenn die Katze mit im Bett liegt?

Katze im Bett

So mancher Zeitgenosse fühlt sich wohler, wenn der Sofalöwe mit im Bett liegt und sanft atmet. Mitunter kann es in der Nacht ganz schön ungemütlich werden, etwa, wenn Ihre Katze auf Geräusche oder Lichteffekte aufmerksam wird und die Neugier oder die Müdigkeit siegt. Raus aus dem Bett und rein ins Bett, das kann Ihnen schnell den Schlaf rauben, wenn Ihre Katze in der Nacht unruhig wird. Wenn Ihr Partner allerdings kein Freund davon ist, dass Ihre Katze mit im Bett schläft, dann müssen Sie Prioritäten setzen: Der Mensch und seine Bedürfnisse stehen immer noch im Vordergrund. Verbannen Sie deswegen nicht Ihren Partner auf das Sofa zum Schlafen. Das wird nicht lange gut gehen. Nebenbei: Wenn Ihre Katzen sich so richtig schön lang macht, kann Ihre Bewegungsfreiheit in der Nacht eingeschränkt werden. Bringen Sie Ihrer Katze ruhig bei, wo sie sich im Bett aufzuhalten hat. Es ist immer noch Ihr Ruhebereich, die Katze hat, wenn es ihr zu eng wird, immer noch ihr Katzenbett oder ihr Körbchen.

Welche Vorteile hat es, wenn die Katze mit im Bett schläft?

Ihr Stubentiger ist Ihr eigener kleiner Sicherheitsdienst. Kein Wesen reagiert besser auf ungewohnte Geräusche. Wenn in der Nacht mal irgendetwas Ungewöhnliches bei Ihnen passieren sollte: Ihre Katze wird es Ihnen mitteilen. Gut, sie soll zwar keinen Rauchwarnmelder ersetzen, aber wahrscheinlich würde sie jede Bemühung eines Einbrechers, in Haus zu gelangen registrieren. Beruhigter können Sie nicht schlafen. Dazu kommt, dass Ihre Katze Sie, falls Sie sich ruhelos umherwälzen, in den Schlaf schnurren wird. Es gibt getestete Katzentherapien, bei denen sich gezeigt hat, dass Menschen im Beisein von Katzen besser einschlafen konnten. Überdies ist Ihr kleiner Stubentiger im der kalten Jahreszeit eine tolle Wärmflasche und der gemeinsame Schlaf stärkt das Zusammensein.

Veröffentlicht unter Katze

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.