Efeu, Gardinen und Trockner: Das gefährdet Katzen wirklich im Haushalt

Publiziert am Mittwoch, 6. August 2014 von Manfred Weiblen
Katze guckt in die Flammen

Katzen gehören zu den Tieren, die fast durchgängig auf Streifzug sind. Warum sie den Gummibaum nicht anknabbern dürfen und nicht im Trockner schlafen sollte, versteht und interessiert eine Katze leider nicht. Katzenbesitzer können mit ein wenig Vorwissen für mehr Sicherheit im Haushalt sorgen und einige Fallen kinderleicht entschärfen.

Sollte der Katze dennoch etwas passieren, dass ist es ratsam eine Katzen-OP-Versicherung oder eine Katzenkrankenversicherung zu haben. Weitere Infos finden Sie unter: Katzenversicherung

Vor allem Katzenbesitzer kennen das: Kaum ist man eingeschlafen, macht die eigene Katze das Haus oder die Wohnung zum Abenteuerspielplatz und tobt sich, ohne auf die Risiken zu achten, gnadenlos aus. Obwohl es eventuell auf den ersten Blick gar nicht den Anschein macht, können einige Stellen im Haus oder im Garten für das Tier zu einer großen Gefahr werden. Wir haben die größten Gefahrenzonen aufgelistet.

Balkon:

Es gibt Klischees über Katzen, welche sich selbst nach vielen Jahren noch wacker halten. So wird zum Beispiel behauptet, dass jede Katze insgesamt sieben Katzenleben hätte und dass jede Katze, egal von welcher Höhe sie fallen mag, immer sicher auf den Pfoten landet. Astrid Behr vom Bund Praktizierender Tierärzte in Frankfurt ist jedoch der Meinung, dass diese Gerüchte nicht ganz so stimmen, denn eine Katze kann sich bei dem Sprung vom Balkon sogar tödlich verletzten. Aus diesem Grund rät Behr allen Katzenbesitzern mi Balkon ein Netz darum zu spannen und das unabhängig davon, in welchem Stockwerk sie wohnen. Auf gewöhnlichen Maschendraht sollte jedoch verzichtet werden, da Katzen an diesem hochklettern könnten. Eine optimale und effektive Möglichkeit liegt in der Verwendung von Plexiglas, welches jedoch so hoch angebracht werden muss, dass die Katze nicht darüber hinaus springen kann.

Gekippte Fenster:

Immer wieder kommt es vor, dass Katzen versuchen, durch ein gekipptes Fenster nach draußen zu gelangen. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass die Samtpfoten zwischen dem Kippfenster hängen bleiben und sich schwere innerliche Verletzungen zuziehen oder sogar daran sterben. Melitta Töller von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten in Hamburg warnt: „Die Folge können Knochenbrüche oder gequetschte Nerven sein“. Am sichersten ist es somit, die Fenster geschlossen zu halten oder die betroffene Katze während des Lüftens in einen anderen Raum zu bringen, sodass keinerlei Gefahren vom Kippfenster aus gehen können.

Garten:

Bei Katzen handelt es sich um besonders akrobatische Tiere. Ein einfacher Zaun um den Garten hält somit die Katze nicht davon ab, diesen nicht zu verlasen. Für einen effektiven Schutz sollte der Zaun laut Experten mindestens 1,80 Meter hoch sein. Da das jedoch noch nicht ausreichend ist, sollte er zusätzlich über einen sogenannten Überkletterungsschutz verfügen. Dieser kann zum Beispiel aus einem ca. 50 cm breiten und nach innen abgeschrägter Zaunabschnitt oder ein Plexiglasrand bestehen. Zusätzlich sollten Gartenbesitzer unbedingt darauf achten, niemals Gießkannen mit Düngemittel stehen zu lassen. Katzen trinken besonders gerne abgestandenes Wasser, sodass Düngemittel oder spezieller Pflanzenschutz schnell giftig für das eigene Tier werden kann.

Trockner und Waschmaschine: Aufgrund der Tatsache, dass Katzen immer wieder die unterschiedlichsten Orte zum Schlafen aussuchen, sollten Katzenbesitzer vor der Nutzung der Waschmaschine oder des Trockners dringend überprüfen, ob es sich die Katze im Inneren der Maschine gemütlich gemacht hat. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte die Geräte dauerhaft komplett geschlossen halten, sodass auch diese Gefahr von Anfang an entschärft wird.

Pflanzen:

Nicht alle Pflanzen, die grün sind, sollten bei Katzenbesitzern in der Wohnung zu finden sein. Marius Tünte von dem Deutschen Tierschutzbund in Bonn warnt daher: „ Zu den giftigen Pflanzen gehören beispielsweise Efeu, Farne, Gummibäume, Blauregen, Oleander oder Jasmin“. Katzenbesitzer, die sich unsicher sind, können sich jedoch Hilfe und Informationen bei einer Vergiftungs-Hotline einholen. Unbedenkliche Pflanzen, wie zum Beispiel Erika, Kamelien, Hahnenkamm, Katzengras, Kokospalmen, Zitronenbäume, Zyperngras und Margeriten sind nicht giftig für die Samtpfoten und können problemlos zum Knabbern herhalten.

Heiße Stellen:

Katzen sollten dringen von heißen Stellen, wie zum Beispiel Herdplatten, Backofen oder Bügeleisen ferngehalten werden. Tünte rät: „Katzenhalter sollten beim Backen, kochen, Bügeln und Co. ihre Vierbeiner am besten nicht aus den Augen verlieren und sollten Sie keinesfalls mit den hochtemperierten Küchengeräten alleine lassen“. So können schwere und schmerzhafte Verbrennungen vermieden werden.

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