Die Mythen um die Ernährung des Hundes

Der Hund ist schon seit vielen Jahren ein vollwertiges Mitglied in unseren Familien. Längst vorbei sind die Zeiten, wo er draußen an der Kette war. Das Futter war karg und wenig abwechslungsreich.

Heute sind der Fantasie beim Hundefutter keine Grenze gesetzt. Außer natürlich, es geht um die Gesundheit unserer Fellnase. Da müssen wir schon ein bisschen mehr Sorgfalt in die Ernährung investieren. Aber es gibt auch viele Mythen, die sich um die Ernährung des Hundes ranken. Vielleicht kommt Ihnen ja davon etwas bekannt vor

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Führen häufige Futterwechsel zu Allergien und Unverträglichkeit?

Haben Sie eine Sorte Futter gefunden, die Ihrem Liebling gut bekommt, dann können Sie ruhig dabei bleiben. Weit gefehlt, denn mit nur einer Sorte Futter kann Ihre Fellnase schnell zu einem mäkeligen Fresser werden. Er entwickelt quasi eine Antipathie gegen anderes Futter. Das fällt Ihnen beispielsweise dann vor die Füße, wenn Ihr Hund ausgerechnet gegen das angestammte Futter eine Allergie entwickelt. Besser ist, einfach mal auszuprobieren: von Nassfutter bis zum Trockenfutter, von Gemüse bis zum Barfen. Es muss nicht exotisch sein, sondern einfach nur abwechslungsreich.

Eine Mahlzeit pro Tag reicht

Ein Mythos aus längst vergangenen Zeiten. Der Hund lag vor seiner Hütte und bekam nach getaner Arbeit den vollen Napf hingestellt. Das Schlingen begann und kurze Zeit später war der Napf leer. Kein Wunder, bei dem Hunger, den der Hund da im Laufe des Tages entwickelt. Für einen ausgewachsenen Hund sind zwei Mahlzeiten am Tag verträglicher, Welpen können Sie ruhig drei- bis viermal täglich füttern. So kann Ihr Liebling die Futterrationen besser verwerten. Sie belasten damit nicht den Verdauungsorganismus und, ganz wichtig, der Blutzuckerspiegel bleibt dabei konstant. Nebenbei muss Ihr Vierbeiner nicht den ganzen Tag mit knurrendem Magen durch die Gegend laufen.

Pünktlich um 19 Uhr ist das Futter im Napf

Regelmäßige Fütterungszeiten sind wichtig, denn Ihr Hund entwickelt einen Rhythmus dafür, wenn er seine Ration bekommt. Dabei müssen Sie es aber nicht übertreiben und preußische Pünktlichkeit entwickeln. Ist Ihr Hund daran gewöhnt, stets um 19 Uhr seine Mahlzeit zu bekommen? Dann können Sie auch erst danach ins Kino, ins Restaurant oder was auch immer abends für Sie auf dem Programm steht. Besser ist, wenn die Fütterung in einem Zeitfenster von ein bis zwei Stunden stattfindet.

Fütterung vor oder nach dem Gassi gehen?

Generell können wir sagen: Nach der Mahlzeit ist erst einmal ein Verdauungspäuschen angesagt. Denn das Herumtoben nach einer Mahlzeit kann vor allem bei größeren Hunden schnell eine Magendrehung auslösen. Es gibt aber auch Gründe, warum der Hund bereits vor der Morgenrunde einen kleinen Happen bekommt: Manche Vierbeiner sind auf der Gassirunde wahre Staubsauger, was die Suche nach irgendetwas Essbaren angeht. Das kann natürlich allein schon in Bezug auf Giftköder völlig in die Hose gehen. Wenn morgens aber Zeit genug ist, dann gehen Sie mit Ihrem Liebling kurz raus, damit er sich lösen kann. Nach seinem Frühstück ist dann noch genug Zeit für eine größere Runde an der frischen Luft. Natürlich mit einem kleinen Zeitabstand.

Macht ein Diättag für Hunde Sinn?

Unsere Marotten in Bezug auf Diät, Heilfasten und Co. haben beim Hund nichts verloren. Erstens weiß er überhaupt nicht, warum im Laufe des Tages sein Napf komplett leer bleibt. Mal abgesehen davon löst allein schon das Wissen des Hundes, dass da im Kühlschrank das leckere Futter ist, einen Futterreiz aus. Der wiederum führt dazu, dass im Magen Säure produziert wird. Der Verdauungsprozess kann also eingeleitet werden, wenn er tatsächlich Futter ankommt. Bleibt der Magen leer, führt das aber zu einer Übersäuerung des Magens, Sodbrennen oder auch Erbrechen. Ausnahme ist natürlich krankheitsbedingter Durchfall. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Tierarzt, welche Form von Nahrung verträglich ist.

Vegetarisch oder nicht?

Es gibt viele Menschen, die ihre Ernährung komplett vegetarisch oder auch vegan ausrichten. In vielen Fällen übertragen sie ihren Idealismus auch auf ihren Hund. Grundsätzlich ist es möglich, dass Hunde vegetarisch ernährt werden. Sie können dennoch mit allen Vitaminen und Proteinen versorgt werden. Ob das allerdings artgerecht ist, sei mal dahin gestellt. Fleisch allein muss nicht sein, von einer reinen Fleischernährung raten sowieso die meisten Experten ab. Ein gesunder Snack zwischendurch schadet natürlich überhaupt nicht. Hier gilt: Besser vorab mit einem Tierarzt sprechen, der sich auf das Thema Ernährung spezialisiert hat oder ein Kaninchen anschaffen.

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