Erstickungsanfall bei Hunden

Ein Erstickungsanfall bei Hunden ist ein akuter Notfall, bei dem unsere Fellnase sofort Hilfe benötigt. Wir müssen die richtigen Schritte einleiten, damit wir die Atemwege freimachen können.

Wie passiert es, dass Hunde auf einmal einen Erstickungsanfall erleiden? Wodurch werden die Atemwege blockiert, so dass unser Hund keine Luft mehr bekommt? Welche Maßnahmen können wie ergreifen, um bei einem Erstickungsanfall das Leben unseres Hundes zu retten? Wir haben für Sie die Sofort-Maßnahmen zusammengestellt.

Stichwort Notfall: Ab dem nächsten Jahr fällt bei Notfällen die Tierarztrechnung deutlich höher aus. Jetzt ist wichtig, dass Sie diese Kosten mit einer Hundekrankenversicherung abdecken.

Wie gelangen Fremdkörper in die Atemwege meines Hundes?

Es sind vielfach kleine Fremdkörper, die den Weg in die Atemwege finden. Da der Hund sich ausgiebig mit der Nase am Boden bewegt, besteht das Risiko, dass er darüber Kleinstteilchen aufnimmt und diese in die Atemwege gelangen. Diese Dinge führen beispielsweise zu einem Erstickungsanfall bei Hunden:

  • Tannennadeln
  • Gräser
  • Pollen
  • Grannen
  • Steinchen
  • Holzstückchen

Es besteht die Gefahr, dass die Teilchen bedingt durch ihre raue und unebene Oberfläche in der Luftröhre steckenbleiben.

Die Atemwege sind blockiert – welche Symptome zeigt ein Erstickungsanfall bei Hunden?

Durch die Blockade der Atemwege kommt es zu einer akuten Atemnot. Es besteht also Lebensgefahr. Ihr Hund versucht, durch Abhusten oder Niesen den Gegenstand wieder nach oben zu befördern. Teilweise sprechen Tierärzte bei dieser Form von Niesanfällen von Rückwärtsniesen. Das gelingt in vielen Fällen nicht, so dass Sie Ihren Hund unterstützen müssen.

Zunächst überprüfen Sie die Atemwege. Öffnen Sie dazu das Maul Ihres Hundes und kontrollieren den Rachen nd Hals. Drehen Sie seinen Kopf so, dass Sie genügend Lichteinfall haben. Ideal ist eine Taschenlampe. Denken Sie dabei immer an den Eigenschutz. Atemnot ist ein Zustand, in dem nicht nur Menschen in Panik geraten, sondern auch Hunde. Immerhin bekommt er keine oder nur unzureichend Luft. Es kann zu einer Beißattacke kommen. Klemmen Sie daher ein ausreichend großes Stück Holz zwischen Oberkiefer und Unterkiefer.

Versuchen Sie nun die Zunge so weit wie möglich herauszuziehen. Prüfen Sie, ob sich der Fremdkörper noch im Rachen befindet oder Erbrochenes bereits vorhanden ist. Ist der Fremdkörper sichtbar, versuchen Sie diesen mit einem geeigneten Gegenstand wie einem stumpfen Stock, einer kleinen Zange oder auch einem Holzlineal herauszubefördern. Ist Ihr Hund bereits bewusstlos, können Sie gefahrlos in den Rachen hineinfassen und die Atemwege freimachen. Sie müssen hier ohne Zögern vorgehen, da ein Erstickungsanfall bei Hunden tödlich enden kann.

Der Fremdkörper steckt in der Luftröhre

In vielen Fällen steckt der Fremdkörper bereits im Bereich der Luftröhre. Da hier Erstickungsgefahr besteht, müssen Sie innerhalb von kürzester Zeit mit den richtigen Schritten die Atemwege freimachen. Prüfen Sie zunächst, ob noch Atmung vorhanden ist.

  • Prüfen Sie, ob sich der Brustkorb hebt und senkt.
  • Ist keine Sichtprüfung möglich: Finger auf den Brustkorb legen und Hebebewegungen ertasten.
  • Falls Atmung nicht ertastbar: Finger befeuchten und vor die Nase des Hundes halten

Falls Atmung noch vorhanden ist, können Sie nun die folgenden Schritte ausüben, um die Atemwege freizumachen:

Atmung bei Hund erkennen

  1. Schlagen Sie mit dem flachen Handballen fünfmal auf die Schulterblätter Ihres Hundes, um den Fremdkörper zu lockern.
  2. Bei kleinen Hunden: Packen Sie ihn an den Hinterläufen und schütteln Sie ihn vorsichtig nach unten
  3. Bei großen Hunden: Packen Sie den Hund hinter dem Brustkorb und heben den hinteren Bereich an, so dass Sie den Oberkörper nach unten schütteln können.
  4. Kommt der Gegenstand zum Vorschein, entfernen Sie diesen sofort, damit Ihr Hund diesen nicht erneut verschluckt.

Keine Atmung vorhanden: Die Luftröhre ist vollständig blockiert

Sie stellen keine Atmung mehr fest und der Hund droht an einem Erstickungsanfall zu sterben: Jetzt müssen Sie brachial die Atemwege freimachen.

Dazu wenden Sie den Heimlich-Griff an. Zunächst legen Sie den Hund auf seine rechte Körperseite. Dann schlagen Sie mit dem flachen Handballen auf das Schulterblatt, um den Fremdkörper zu lockern. Jetzt müssen wir einen Luftstoß erzeugen, der dazu führt, dass der Fremdkörper nach oben gelangt.

  • Positionieren Sie Ihre Hand mit dem Ballen unterhalb des Brustbeines oder unter dem Rippenbogen am Bauch Ihres Hundes.
  • Üben Sie einen ruckhaften Druck aus und wiederholen den Vorgang bis zu fünfmal. Dadurch erzeugen Sie über das Zwerchfell einen Überdruck auf die Lunge, der den Fremdkörper lockern soll.
  • Ist der Fremdkörper noch nicht sichtbar: Kleine Hunde an den Hinterpfoten packen, hochheben und vorsichtig nach unten schütteln. Große Hunde hinter dem Brustkorb anheben und den Oberkörper nach unten schütteln.
  • Falls der Fremdkörper immer noch nicht sichtbar ist, beginnen Sie die Rettungsmaßnahmen erneut.

Stichwort Heimlich-Griff

Den Heimlich-Griff dürfen Sie nur anwenden, wenn keine andere Maßnahme Erfolg zeigt und der Hund vor dem Ersticken steht. Es besteht die Gefahr von inneren Verletzungen. Wenn Sie den Griff anwenden, müssen Sie unabhängig vom vorherigen Atemstillstand zum Tierarzt, um Ihren Hund auf innere Verletzungen untersuchen zu lassen.

Stichwort Innere Verletzungen: Wenn die Atmung Ihres Hundes wieder einsetzt, müssen Sie dennoch unbedingt zum Tierarzt. Mögliche Innere Verletzungen kann nur der Tierarzt erkennen. Auch für diesen Fall ist die Hundekrankenversicherung eine unverzichtbare finanzielle Absicherung.

Eine Anwendung des Heimlich-Griffes wie beim Menschen ist nur dann eine Option, wenn keine andere Maßnahme mehr das Leben des Hundes retten kann und er ansonsten erstickt.

Wir wünschen Ihnen, dass Ihnen ein solches Erlebnis bei Ihrem Hund erspart bleibt und Sie dem Verschlucken von Gegenständen vorbeugen können. Dennoch ist es gut zu wissen, wie Sie im Notfall beim Hund die Atemwege freimachen können. Erste-Hilfe-Kenntnisse haben noch nie geschadet, um die Gesundheit oder das Leben eines Hundes zu retten.

Veröffentlicht unter Hund

30 Gedanken zu “Erstickungsanfall bei Hunden

    1. Hallo Mel,

      vielen Dank für deinen Beitrag. Ich denke, wir werden das Thema Kehlkopflähme kurzfristig in einem gesonderten Beitrag publizieren.

      Liebe Grüße aus Bottrop

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

      1. Hallo Manfred, ist Dein Beitrag zur Kehlkopflähmung schon erschienen? Wer kann da wie weiterhelfen?
        Leonberger Polyneuropathie.

        Danke im Voraus
        Anita Riegel

        1. Hallo Anita,

          das war noch nicht der Fall. Ich schaue mal, ob ich das Thema innerhalb unseres Redaktionsplans zeitnah veröffentlichen kann.

          Liebe Grüße und danke für dein Interesse.

          Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

  1. Hallo,

    Meine Anna(15)hat starken Herzhusten , der immer brutaler klingt. Sie zieht extrem Luft und das ganze geht manchmal mehrere min . Kann ich irgendetwas in diesem Moment tun ? Kann Sie da ersticken ?

    1. Hallo Alexandra,

      vielen Dank für deine Nachricht. Ich hoffe, dass es nichts Ernstes mit deiner Fellnase ist.

      Allerdings würde ich in einem solchen Fall nicht darauf warten, dass über ein Forum Tipps kommen, die aus der Ferne nicht viel helfen können. Daher gehe bitte mit deinem Hund sofort zum Tierarzt. Atemnot deutet immer auf einen Notfall hin und der lässt sich leider nicht online klären.

      Ich wünsche dir für deinen Liebling alles Gute.

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

  2. Hallo, mein Hund hat heute unmittelbar nach dem fressen sein Gleichgewicht verloren. Seine Beine sind auseinander gegangen wie Bambi und dann ist er auf die Seite gefallen. Ich habe intuitiv ins Maul gegriffen und mein Mann hat das Hinterteil hoch gehoben. Es geht ihm wieder gut. Aber im Alter von 14 Jahren und 3 Monaten ist das ein tierischer Schock gewesen. Er hat nicht wirklich nach Luft geschnappt. Hatte er jetzt Futter im Hals oder was könnte das Problem gewesen sein. Falls es nicht mit dem Futter zusammen hing müsste ich ja mit dem schlimmsten rechnen. Wenn es wegen dem Futter war, kann es ja immer wieder passieren.

    1. Hallo Sabine,

      vielleicht solltest du mit deiner Fellnase beim Tierarzt vorbeischauen, ob vielleicht ein Fremdkörper irgendwo feststeckt. Vor allen, da jetzt noch keine Ursache ersichtlich war, kann es sein, dass irgendwo noch etwas schlummert, das zur Beeinträchtigung der Atemwege führt.

      Ich drücke dir für deinen Vierbeiner die Daumen.

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team.

  3. Hallo
    Der Mops meines besten Freundes wohnt momentan bei mir und ich passe gut auf sie auf. Die letzte zeit ist es nachts allerdings immer wieder mal vorgekommen, das sie ganz seltsam röchelt oder nach Luft ringt, ich weiß nicht genau wie ich es richtig beschreiben soll. Es klingt auch irgendwie wie ein würgen. Es passiert jetzt seit ein paar Tagen immer wieder und nur nachts, direkt beim schlafen bzw sie wacht davon auch auf. Nach ein paar Sekunden (heute waren es fast 20) geht es ihr aber wieder gut. Was kann das sein?
    Liebe Grüße Sabrina

    1. Hallo Sabrina,

      vielen Dank für deinen Beitrag.

      Leider ist es so, dass Möpse aufgrund der stark verkürzten Atemwege in manchen Situationen zu einem starken Röcheln neigen. Das kann nach Anstrengungen der Fall sein oder bei größerer Hitze.

      Wenn Hunde im Schlaf röcheln, kann das durchaus auch Wohlbefinden ausdrücken.

      In der Gesamtbetrachtung würde ich das noch nicht als kritisch betrachten. Wenn der Hund deines Freundes aber sichtbar Anzeichen von Unwohlsein zeigt, solltet ihr zum Tierarzt gehen.

      Viele Grüße aus Bottrop

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

  4. Hallo, unsere Elo Hündin (13) hechelt ziemlich oft, auch ohne ersichtlichen Grund. Wenn Sie mal durch den Garten flitzt, oder im selbigen buddelt (was wir möglichst schon unterbinden) hört sie sich hinterher an, als hätte Sie eine Bronchitis, zumindest was die Atmung angeht. Auch klingt ihr Bellen mittlerweile anders, irgendwie heiser.
    Unsere Tierärztin hat lediglich ihr Herz abgehört und meinte, da klingt alles gut soweit. Unser Mädchen ist nicht mehr die Jüngste, aber ich mache mir schon große Sorgen. LG Chris

    1. Hallo Chris,

      ich kann mir vorstellen, dass die Veränderungen bei deiner Hündin dir zu schaffen machen. Leider ist es aber so, dass im Alter Veränderungen einsetzen, die auch deutlich sichtbar sind.

      Das muss ja nicht zwangsläufig eine Einbuße bei der Lebensqualität darstellen. Aber das Alter hinterlässt nun einmal seine Spuren.

      Wenn deine Tierärztin sie vom Herzen her abgehört und der Meinung ist, dass alles okay sein, ist das doch prima. Wenn du natürlich mehr wissen möchtest, solltest du einfach eine Allgemeinuntersuchung anstreben, um möglichen Wehwehchen auf die Spur zu kommen oder sogar auszuschließen.

      Ich wünsche dir jedenfalls, dass deine Hündin noch viele lebenswerte Jahre mit dir teilen wird.

      Viele Grüße aus Bottrop

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

  5. Hallo,

    meine Hündin hat gerade im Schlaf eine Art Atemnot gehabt. Sie hat ganz schnell Luft gezogen und laut geatmet und ich dachte sie erstickt. Ich habe sie dann beruhigt und erwas aufrecht gesetzt. Sie hat ganz laut und ganz schnell geatmet. Jetzt schläft sie weiter. Was kann das sein? Es klang so als ob sie erstickt wir sind total erschrocken.
    Vielen Dank für eine Antwort,
    Diana

    1. Hallo Diana,

      dafür kann es die unterschiedlichsten Ursachen geben. Einerseits verarbeitet dein Hund Ereignisse und kann darauf mit Hecheln oder lauter Atmung reagieren. Andererseits kann es auch ein Schreckmoment sein, der diesen lauten Atmer ausgelöst hat. Solange das nicht öfter vorkommt, würde ich mir da keine Sorge machen.

      Liebe Grüße aus Bottrop

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

  6. Hallo Manfred, unsere 12 jährige Mischlingshündin Findik leidet an einer Allergie, eventuell Pollenallergie, die sich mittlerweile das dritte mal im Frühjahr zeigt. Findik bekommt Kortison. Abends bzw. auch nachts leidet sie immer wieder unter grauenvoller Atemnot, sodass wir ein Ersticken oder auch Herzstillstand befürchten. Was kannst du uns empfehlen in diesem Fall bei anstehendemErsticken?

    1. Hallo Michael,

      in der Tat ist es möglich, dass Atemprobleme durch eine Pollenallergie ausgelöst werden. In diesem Fall schüttet der Körper Histamine aus, die dazu beitragen, dass die Atemwegschleimhäute anschwellen. Durch die Verengung kommt zu lauten oder pfeifenden Atemgeräuschen oder im schlimmsten Fall zu Atemnot. Wenn dieser Fall eintritt, könnt ihr im ersten Moment nur beruhigend auf eure Hündin einwirken, damit die Atmung nicht noch hektischer ausfällt.

      Da eine Verengung der Atemwege ein akuter Notfall ist, solltet ihr in diesem Fall sofort in die Tierklink fahren oder zum tierärztlichen Notdienst. Ist der Kreislauf noch stabil, dann kann der Tierarzt ein Beruhigungsmittel geben, ebenso ein schnell wirkendes Kortison, das intravenös verabreicht wird.

      Viele Grüße aus Bottrop

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

      1. Hallo Manfred hab herzlichen Dank für deine klare Aussage,, wir werden im Notfall entrechtend handeln.
        Liebe Grüße aus Bad Salzdetfurth
        Michael

  7. Ich hatte soeben diesen Fall – vollkommene Panik!
    Ich massierte automatisch den Brustkorb, dabei habe ich mich mit dem Handy belesen (sehr schwer gleichzeitig)
    Habe dann die Schritte befolgt und zum Glück erfolgreich!
    Er hatte drei Nadeln (Baum) in der Röhre…, ich konnte sie entfernen!
    Danke, dass es solche Seiten gibt!
    Danke Danke Danke

    1. Hallo Angelique,

      ich freue mich, dass du deinem Hund das Leben retten konntest. Hoffentlich geht es ihm mittlerweile wieder besser.

      Viele Grüße und alles Gute für deine Fellnase!

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

      1. Nach einem weiteren Anfall (1 Std. später) geht es ihm wieder blendend! Ich war beim zweiten Anfall auch weitaus ruhiger und wusste was ich zu tun hatte. Ich hatte mich sogar zu ihm ins Bad, auf den Boden gelegt, da er weder ins Körbchen noch ins Bett wollte.

        1. Hallo Angelique,

          freut mich zu hören, dass es deiner Fellnase wieder besser geht.

          Viele Grüße aus Bottrop

          Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

  8. Hallo allesamt
    Ich habe einen 13 jährigen kurzhaar, ein super Hund.
    Habe seit etwa eineinhalb Jahren festgestellt das er immer öfter Probleme mit der Atmung hat. Die letzte Zeit etwa ein Viertel Jahr wurde es immer extremer, teilweise krampfhafte Atmung mit pfeifgeräuschen.
    Tierartzt aufgesucht, er meinte er habe Wasser in der Lunge und einen Herzfehler.
    Wassertabletten und herztabletten bekommen, seit drei Wochen verabreicht,jedoch keine merkliche Änderung festzustellen.
    Was kann das noch sein.

    1. Hallo Rüdiger,

      schön, dass den Hund bereits ein solches hohes Alter erreicht hat.

      Leider kann ich von hier aus mit einer Prognose zu deinem Hund nicht weiterhelfen. Aufgrund der Beschreibung würde das einfach zu vage sein. Letztendlich kann nur eine Untersuchung vor Ort Aufschluss darüber geben, warum die Medikamente noch nicht anschlagen.

      Ich denke, du solltest hier auf alle Fälle noch einmal Rücksprache mit deinem Tierart halten, denn in drei Wochen sollte ja irgendwo eine Verbesserung einsetzen.

      Viele Grüße aus Bottrop

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de

  9. Hallo allesamt.
    Danke für die Antwort
    Ich muss zu meinem Hund noch erwähnen, dass wenn er sich erregt punkto Leckerchen, wird es extrem.
    Beruhigt er sich wird es auch etwas besser.
    Ich habe mit meinem Tierarzt gesprochen und möchte dass mein bester Freund mittels Ultraschall untersucht wird ggflls auch noch ein ct.
    Es ist schlimm wenn man nichts machen kann. Ich hoffe dass ich keine Hiobsbotschaft bekomme.

    1. Hallo Rüdiger,

      wir drücken dir für deine Fellnase ganz fest die Daumen.

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

  10. Hallo, ich war gestern Abend mit meinem Hund spazieren als aus dem Gebüsch kam und furchtbar anfing zu niesen. Ich dachte sie erstickt. Bin dann schnell mit ihr nach Hause, war noch nicht weit und in den Teich mit ihr wo sie auch gesoffen hat (sie geht immer mit dem halben Gesicht rein). Danach wurde es besser, aber sie hat 1x pro Stunde bis in der Nacht noch niesanfälle gehabt. Woher weiß ich jetzt ob es ein Fremdkörper ist oder nur eine Reizung? Jetzt hat sie seit 7h nicht mehr geniest aber ich habe Angst das es wieder kommt. Bevor ich mit ihr zum Tierarzt fahre und sie evt unnötig eine Rhinoskopie bekommt, wollte ich zunächst hier fragen woran ich es erkenne ob Reizung oder Fremdkörper. Vielen Dank

    1. Hallo,

      vielen Dank für deinen Beitrag.

      Ich hoffe, dass es deinem Hund nach wie vor gut geht.

      Leider kann ich von hier aus nicht einschätzen, ob sich da wirklich ein Fremdkörper eingeschlichen hat oder ob es am verschluckten Wasser lag.

      Wenn du dir in einer solchen Situation unsicher bist, hilft eigentlich nur noch der Tierarzt oder die Tierklinik. Denn eine fundierte Antwort kann dir keiner geben, ohne eine Untersuchung deines Hundes vorgenommen zu haben.

      Viele Grüße aus Bottrop

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

  11. Guten Tag,
    hätte ich diese Seite doch nur früher gefunden. Mein Hund war fast 17 Jahre alt. Er atmete seit ca. 2 Wochen sehr schwer (er hat so richtig gepumpt), das kam nicht schleichend, sondern plötzlich. Der Tierarzt gab Entwässerungstabletten, weil er vermutet hatte, dass mein Hund Wasser auf den Lungen hat. Er hustete aber nicht, sein Herz hörte sich auch gut an, sogar sehr gut, in Anbetracht des Alters. Weitere Untersuchungen unternahm der Tierarzt nicht, ist halt schon ein alter Hund, so seine Aussage. Nachts war es immer ganz schlimm, da schreckte mein Hund immer aus dem Schlaf, atmete ganz schnell und sehr, sehr schwer. Ich hatte dann den Verdacht, dass er evtl. eine Lungenentzündung haben könnte, vom Futter, das ihm evtl. durch die Nase in die Lunge gelangt sein könnte. Er hat immer sehr geschlungen beim Fressen und seine ganze Schnauze ins Futter getaucht. Ich habe ihm dann sein Futter mit Wasser zu einem Brei verrührt und mit dem Löffel gefüttert, weil ihm das Schlucken von größeren Brocken immer schwerer viel und er nicht gekaut hat. Am Tag, als ich Antibiotika-Tabletten beim Tierarzt holte, wegen der Lungenentzündung (die hat der Tierarzt einfach so mitgegeben, ohne abzuklären, ob eine Lungenentzündung vorliegt) habe ich meinen Hund, wie gewohnt mit dem Löffel gefüttert. Auf einmal fing er an zu würgen, als wenn ihm was im Hals stecken würde. Ich habe ihn dann mit dem Kopf nach unten gehalten und seitlich auf die Brust geklopft. Er hat danach das Futter erbrochen. Ich dachte nun ist alles gut und holte das Telefon, rief den Tierarzt an und wollte einen Termin zum Röntgen des Halses ausmachen, weil ich den Verdacht hatte, dass mein Hund irgendwas in der Luftröhre hängen hat, was ihn nicht mehr richtig schlucken ließ und auch die schwere Atmung verursachte. Auf einmal begann mein Hund wieder zu würgen, ganz heftig und fiel dann um. Ich habe ihn nochmal kopfüber gehalten, habe wieder auf die Brust geklopft, aber es half diesmal nicht. Er hörte dann ziemlich schnell auf zu atmen und verstarb in meinen Armen. Ich mache mir nun solche Vorwürfe, dass ich nicht schon früher eine Röntgenaufnahme des Halses machen ließ und dass ich mich vom Tierarzt mit Entwässerungstabletten abspeisen lassen habe. Hätte mein Hund Wasser auf den Lungen gehabt, dann hätte er sicherlich gehustet oder geröchelt, das hatte er nie getan. Warum habe ich meinem Hund nicht ganz doll auf den Rücken geklopft (so wie man es auch bei Menschen macht, wenn die sich verschlucken), warum nur habe ich auf die Brust geklopft, warum habe ich ihn nicht mit aller Gewalt durchgeschüttelt …. Mein Hund könnte noch leben, wenn ich diese Seite eher entdeckt und gewusst hätte wie man etwas, was in der Luftröhre des Hundes hängt, herausbekommt und wie man Wiederbelebungsmaßnahmen beim Hund durchführt. Ich mache mir solche Vorwürfe, muss nur noch heulen und kann nicht mehr schlafen.
    Es ist toll, dass es so eine Seite gibt, die sicherlich vielen Hundebesitzer bzw. dessen Hunden helfen kann.
    Ich habe mich jetzt bei einem Erste Hilfe Kurs für Hunde angemeldet, weil ich noch zwei Hunde habe. Ich möchte nie, nie wieder so etwas erleben müssen.
    Liebe Grüße
    Sylvia

    1. Hallo Sylvia,

      erst einmal mein herzliches Beileid zu Deinem Verlust. Die Situation muss einfach schrecklich gewesen sein. Ich kann gut verstehen, dass Du Dir Vorwürfe machst. Aber in meinen Augen hast Du alles getan, was Du tun konntest: Du warst beim Tierarzt und hast Dir eine Fachmeinung eingeholt. Du hast Deinen Hund sogar mit dem Löffel gefüttert. Und Du hast versucht, den Auslöser der Atemnot zu entfernen … Manchmal sind wir einfach machtlos. Und was letztendlich zu der Atemnot geführt hat, das werden wir nie erfahren. Dennoch ist es super, dass Du Dich für einen Erste Hilfe Kurs angemeldet hast. So fühlst Du Dich im nächsten Notfall (der hoffentlich nie eintreten wird) definitiv sicherer. Schau mal, hier geben wir in einem anderen Blogartikel Tipps zur Ersten Hilfe beim Hund: Erste Hilfe. Dort kannst Du Dich schon einmal mit dem Thema vertraut machen.

      Viele Grüße
      Julia vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

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