Gassi gehen in der Dunkelheit – worauf müssen Sie jetzt achten?

Silhoutte eines Hundes und seinem FrauchenIn ein paar Wochen ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Noch locken uns Temperaturen von mehr als 20 Grad nach draußen. Das wird sich aber spätestens Ende Oktober ändern.

Die Tage werden so kurz, dass nach Feierabend eine Runde Gassi quasi nur noch im Dunkeln möglich ist. Ebenso wird die erste Runde am Morgen ebenfalls noch zu einer Zeit erfolgen, wo uns und unseren Liebling die Sonnenstrahlen noch nicht wachküssen können. Es ist kühl, feucht und ungemütlich. Dennoch: Ihr Liebling will auf seine Gassi-Runde nicht verzichten, er benötigt ja schließlich Auslauf und Bewegung.

Sichtverhältnisse sind stark eingeschränkt

Was wir beim Gassi gehen sehen, hängt mitunter auch davon ab, wo wir uns mit unserem Hund bewegen. In der Stadt sorgen zumeist die Straßenbeleuchtungen dafür, dass wir auch bei Dunkelheit noch sichtbar für andere Verkehrsteilnehmer sind. Zudem haben wir die Möglichkeit, auf den Gehwegen zu laufen. Außerhalb geschlossener Ortschaften ist das schon problematischer, etwa, wenn es nach der Häusersiedlung in die Felder oder ins nahegelegene Waldgebiet geht. Hier müssen wir teilweise am Straßenrand laufen. Sind wir im Lichtkegel der Autoscheinwerfer noch erkennbar, so verschwinden Hunde eher im Dunkel der Nacht, vor allem, wenn sie eine dunkle Fellfarbe haben. Das Unfallrisiko steigt. Übrigens ist es in dieser Situation wichtig, dass Sie eine Hundehaftpflicht haben, damit im Falle eines Unfalles mögliche Schadensersatzansprüche Ihnen gegenüber auch abgedeckt sind.

Wie können Sie sich in der Dunkelheit absichern?

In den Tierfachgeschäften finden Sie mittlerweile eine ganze Menge Zubehör, die das Gassi gehen in der Dunkelheit sicherer macht. Dazu gehören zum Beispiel reflektierende oder sogar selbstleuchtende Halsbänder bis hin zu reflektierenden Hundeleinen. Es hängt ein wenig davon ab, wo Sie tatsächlich mit Ihrem Hund unterwegs sind, denn nicht jedes Zubehör eignet sich auch für Ihre individuelle Gassi-Runde. Wichtig für Sie ist erst einmal, dass Sie eine Warnweste in der Dunkelheit tragen, die reflektierend ist. So sind Sie für andere Verkehrseilnehmer besser sichtbar. Eine kleine Taschenlampe zum Ausleuchten von unbeleuchteten Wegen ist ebenfalls sinnvoll. Vor allem, wenn Ihr Hund auf einmal in eine Situation gerät, wo er Hilfe benötigt, sei es nur, dass er sich in der Dunkelheit in einem Gebüsch verheddert. Unter Umständen ist eine Kopftaschenlampe eine große Hilfe, damit Sie die Hände frei haben – allein schon, wenn Sie in der Dunkelheit die Hinterlassenschaft Ihres Hundes entsorgen müssen.

Welche Hilfsmittel sind für Ihren Hund sinnvoll?

Blinkende Halsbänder nutzen mittlerweile viele Hundefreunde, um ihren Hund in der Dunkelheit noch zu sehen, falls er mal ohne Leine läuft. Das ist allerdings wenig sinnvoll. Allein schon, wenn Sie in einer ländlichen Gegend am Fahrbahnrand unterwegs sind, können die Blinklichter andere Verkehrsteilnehmer irritieren. In einem Park oder auf nicht befahrenen Wirtschaftswegen ist das sinnvoll in Bezug auf die Sichtbarkeit des Hundes, hat aber auch noch andere Nachteile. Hunde können sich ähnlich wie Menschen nur bedingt auf eine schlecht beleuchtete Umgebung einstellen. Kommen blinkende Lichter hinzu, wirkt das auf Hunde eher irritierend, vor allem, wenn es dabei noch zu einem Schattenwurf kommt. Besser ist, wenn Hunde ein Halsband tragen, das dauerhaft leuchtet. So ist wenigstens der Blinkeffekt nicht mehr vorhanden. Ein reflektierendes Halsband oder eine Leine sind eine gute Sache, wenn Sie in einer verkehrsreichen Umgebung unterwegs sind. Andere Verkehrsteilnehmer können Ihren Hund so besser wahrnehmen. Allerdings nützt das nichts, wenn Sie Ihren Hund suchen müssen, weil er ohne Leine mal wieder ab in ein Gebüsch verschwunden ist. Es hängt also ein bisschen von Ihren Gassi-Gewohnheiten ab, welche Hilfsmittel Sie hier verwenden.

Verhalten sich Hunde in der Dunkelheit anders als bei Licht?

Selbst wenn Ihr Liebling ein unerschrockener Kerl ist: Bei Dunkelheit sind nicht nur alle Katzen grau, sondern andere Fußgänger riesig groß. Das liegt daran, dass vor allem Fußgänger oder Radfahrer je nach Lichteinfall einen Schatten werfen, der größer ist als die Person selber. Das führt dazu, dass Ihr Hund sich ängstigt oder sogar auf Gegenwehr umschaltet. Es wäre also denkbar, dass Ihr vierbeiniger Freund einen Radfahrer aufs Korn nimmt. Daher ist es notwendig, dass Sie im Schadensfall mit der Hundehaftpflicht gegen mögliche Schadensersatzansprüche abgesichert sind (Quelle: https://www.vergleichen-und-sparen.de/hundeversicherung/hundehaftpflicht/). Sind Sie in einer belebten Umgebung in der Dunkelheit unterwegs, so führen Sie Ihren Liebling auf alle Fälle an der Leine. Damit haben Sie Ihren Hund definitiv besser unter Kontrolle und Sie mindern das Risiko, dass Ihr Liebling womöglich einen Unfall auslöst.

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