Giftköder – was müssen Sie im Notfall unternehmen?

Hund an der Leine
Hoffentlich schnappt er keinen Giftköder auf

Es kann so schnell gehen und Sie bekommen nichts davon mit: Ihr Hund schnuppert im Gebüsch, verschluckt einen Gegenstand und zeigt nach kurzer Zeit Anzeichen einer Vergiftung. Das passiert Hundefreunden überall in Deutschland, wenn Hundehasser wieder einmal unterwegs waren, um ihre giftige Beute dort auszulegen, wo Hunde Gassi gehen. Was müssen Sie in einem solchen Fall unternehmen? Welche Maßnahmen sind notwendig, um Ihrem Hund zu helfen? Wie können Sie sich davor schützen?

An erster Stelle steht die Hilfe für Ihren Hund

Wenn Ihr Hund einen Giftköder verschluckt hat, äußert sich das bei Ihrem vierbeinigen Freund nach kurzer Zeit durch Erbrechen, Fieber, Durchfall oder Mattigkeit. Allein der Verdacht sollte ausreichen, dass Sie umgehend mit Ihrem Liebling zum Tierarzt gehen. Versuchen Sie nicht, eigenmächtig Ihren Hund zu kurieren. Sie haben nicht die Möglichkeiten zur Analyse wie der Tierarzt. Er muss beispielweise Kot- und Blutproben analysieren, um dem Gift auf die Spur zu kommen. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Hund etwas verschluckt hat, versuchen Sie es ihm aus den Fang zu nehmen. Handelt es sich beispielsweise um ein Stückchen Fleisch oder Wurst, packen Sie es in einen Kotbeutel und nehmen Sie den Fund mit zum Tierarzt. Das erleichtert die Analyse für den Tierarzt.

Informieren Sie die Polizei über den Vergiftungsvorfall

Je mehr Informationen die Polizei bekommt, desto eher kann sie einem Verdacht nachgehen. Nach dem Besuch beim Tierarzt steht die Anzeige bei der Polizei über diesen Vorfall an. Schildern Sie genau, wo und wann Sie den Giftköder gefunden haben. Sofern möglich, kann die Analyse des Tierarztes zum Giftstoff weiterhelfen. Vielleicht handelt es sich nicht um einen Anschlag auf den Hund, sondern der Gartenfreund mit dem Grundstück an der Straße hat lediglich zu sorglos Pflanzenschutzmittel verteilt. Das kann die Polizei schnell herausbekommen und hier entsprechende Maßnahmen treffen. Warnungen über Facebook oder andere Medien sind mitunter fragwürdig, da hier auch jede Menge Panik geschürt wird.

Tipp: die Hunde-Vergiftungsversicherung

Eine schnelle Behandlung durch den Tierarzt darf nicht hinter den finanziellen Überlegungen zurückstehen. Es gibt eine sogenannte Hunde-Vergiftungsversicherung, die die Tierarztkosten in genau so einem Fall übernimmt. Sie bezahlen für eine solche Versicherung weniger als fünf Euro im Monat und die Hunde-Vergiftungsversicherung übernimmt die Kosten durch die Tierarztbehandlung bis zu 1.000 Euro. Diese Art der Versicherung stellt zwar keinen Schutz gegen das Risiko einer Vergiftung, aber zumindest ist außer Frage, dass eine umfangreiche notwendige Tierarztbehandlung bezahlt wird.

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