Wenn das Sehvermögen nachlässt – Grauer Star beim Hund

Grauer Star beim Hund

Eine krankhafte Veränderung der Augenlinse beim Hund bezeichnet man als Grauer Star. Durch die Trübung der Linse wirkt das Auge des Hundes grau. Bei einer starken Trübung der Linse kann der Hund vollständig erblinden.

Diese Erkrankung kann sowohl im Alter auftreten oder angeboren sein. Verschiedene Hunderassen wie z. B. Golden Retriever, Labradore und Afghanen neigen in jungen Jahren dazu, am Grauen Star zu erkranken. Stoffwechselerkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes, können ebenfalls diese Erkrankung auslösen.

Wenn eine Augenoperation notwendig ist, können die Kosten dafür schnell im vierstelligen Bereich liegen. Die Hunde-OP-Versicherung bietet hier finanziellen Schutz.

Woran lässt sich die Erkrankung Grauer Star feststellen?

Auf den ersten Blick ist es für Hundefreunde schwierig, den Beginn der Krankheit zu erkennen. Das liegt daran, dass nur mit einer tierärztlichen Untersuchung die Veränderung der Linse im Auge zu erkennen ist. Es gibt Anzeichen, bei denen Sie aufmerksam werden müssen. Das ist der Fall, wenn Ihr Liebling Probleme hat, die zugeworfenen Leckerlis aufzufangen. Er stolpert über eine Bordsteinkante und kann nicht mehr souverän Treppenstufen bewältigen – weil sein Sehvermögen bereits leicht beeinträchtigt ist. Wenn Sie diese Dinge feststellen, müssen Sie zum Tierarzt. Je eher, desto besser. Denn die Netzhaut, die auch von dem schleichenden Prozess betroffen sein kann, ist nicht regenerationsfähig. Eine intakte Netzhaut ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Operation – ebenso wie funktionierende Nervenzellen.

Wodurch erkranken Hunde am Grauen Star?

Der Graue Star kann unterschiedliche Ursachen haben. Tierärzte differenzieren hier zwischen dem primären Grauen Star und dem sekundären Grauen Star. Beim primären Grauen Star beginnt die Trübung der Augenlinse, ohne dass eine andere Grunderkrankung vorliegt. Wie beschrieben kann die Erkrankung angeboren sein oder sich bei speziellen Hunderassen im Alter entwickeln. Die Erkrankung ist also auch eine Alterserscheinung.

Augenuntersuchung beim Hund

Nicht nur ältere Hunde sind von dieser Erkrankung betroffen, sondern auch junge Tiere. Der Graue Star kann einerseits vererbt werden, andererseits durch Diabetes oder Augenverletzungen entstehen. Zudem sind vor allem Rassen wie Retriever oder Labradore davon betroffen. Sie können teilweise innerhalb von ein bis zwei Wochen völlig erblinden. Daher ist es wichtig, hier unmittelbar auf die ersten Anzeichen zu reagieren. Ist der Graue Star hingegen eine Begleiterscheinung des Alters, so verläuft die Krankheit deutlich langsamer. Das macht es schwerer, auf die Veränderungen beim Hund zu reagieren.

Wie kann der Tierarzt beim Grauen Star helfen?

Wenn Ihr Hund beim Tierarzt ist, kann dieser beim bloßen Betrachten den Grauen Star erkennen. Mit einer Augenuntersuchung stellt er fest, ob es sich um eine krankhafte Veränderung oder um eine Alterserscheinung handelt. Bei weiteren bestehenden Erkrankungen müssen zusätzliche Untersuchungen angestellt werden. Hier kann Ihr Tierarzt dementsprechend Medikamente verordnen, um zunächst die bestehenden Grunderkrankungen zu behandeln. Ist der Graue Star durch eine Erkrankung der Augenlinse selber entstanden, bleibt nur die Operation durch einen Augenspezialisten. Je eher diese Operation stattfindet, umso besser sind die Genesungschancen für Ihren Hund. Wird die Erkrankung verzögert erkannt, führen weitere Erkrankungen im Auge dazu, dass sich die inneren Augenstrukturen entzünden – die Heilungschancen sind schlechter. Daneben ist eine Operation eine Abwägungssache: Ist zum Beispiel die Netzhaut selber geschädigt, dann bringt eine Operation keinen Nutzen, da hierdurch das Sehvermögen nicht mehr verbessert wird.

Alter Hund mit grauem Star

Positiv: Wenn Sie die Erkrankung frühzeitig erkennen, dann sind die Heilungschancen gut. Nach einer erfolgreichen Operation können fast alle Hunde wieder richtig sehen, selbst, wenn sie vorher fast erblindet waren. Es gibt auch Wermutstropfen. Einerseits liegen die Kosten bei einer solchen Operation bei rund 2.000 Euro für jedes Auge, andererseits können manche Hunde auf die Operation mit entzündeten Augen reagieren. Sie müssen dann längere Zeit noch mit Augentropfen behandelt werden und daher regelmäßig zur Nachsorge. Das führt zu weiteren Tierarztkosten. Letztendlich sollte hier die Lebensqualität des Hundes im Vordergrund stehen.

Gibt es eine Vorbeugung gegen den Grauen Star?

Vorbeugung gegen den Grauen Star ist eigentlich kaum möglich. Zeigen sich Symptome einer Grunderkrankung, muss in jedem Fall der Tierarzt aufgesucht werden, um diese parallele Erkrankung zunächst zu behandeln. Wenn Ihr Hund auffällig viel trinkt, viel Urin absetzt und die Augen stark entzündet sind, spricht das für eine Erkrankung, die den Grauen Star zur Folge haben kann. Vor allem, wenn die Alterung Ihres Hundes zum Grauen Star führt, bleibt eigentlich nur die Behandlung durch den Tierarzt. Die Chancen stehen gut, wenn der Graue Star eine Alterserscheinung ist. Eine Operation kann Abhilfe schaffen, so dass der Hund wieder besser sehen kann.

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