Taugen natürliche Hausmittel zur Genesung Ihres Hundes?

Apfelessig - Hausmittel für HundeDie medizinische Versorgung von Hunden war noch nie so gut wie heute. Es gibt neue Technologien zur Erkennung von Krankheiten, neue Behandlungsmethoden und auch noch Hundekrankenversicherungen.

Trotzdem sind Hunde längst in der Zivilisation angekommen und leiden an Krankheiten, die vor 20 Jahren noch nicht so weit verbreiten waren. Dazu gehören beispielsweise Allergien, Hüftprobleme, Arthrose, um nur mal einige aufzuzählen. Neben der klassischen Tiermedizin, die immer mehr Fortschritte macht, wächst bei Hundefreunden auch das Interesse nach alternativen Heilungsmethoden.

Auf der Suche nach alten Rezepten

Alte Hausmittel haben vor einigen Jahren noch kaum Anerkennung gefunden. Mittlerweile gehen viele Hundefreunde dazu über und verabreichen ihrem Liebling zur Unterstützung der Leber Löwenzahnblätter aus dem eigenen Garten. So gibt es viele Rezepte, die bei kleinen Wehwehchen Hilfe leisten, ohne dass direkt die ganze Chemiekeule von Medikamenten zum Einsatz kommen muss. Dabei sollen alternativen Heilmethoden nicht in Konkurrenz zur klassischen Tiermedizin stehen, sondern diese ergänzen. Es bringt nichts, einen Hund dauerhaft mit Melisse oder Kamille zu behandeln, wenn Sie nicht genau wissen, woran er leidet. Bei akuten Beschwerden, Schmerzen oder Verletzungen müssen Sie trotzdem zuerst den Tierarzt aussuchen. Dann können Sie immer noch entscheiden, ob und welche Hausmittel zur Ergänzung der medizinischen Versorgung für Ihren Liebling in Betracht kommen.

Welche Hausmittel sind wahre Alleskönner?

Unter den verschiedensten Mitteln, die in der alternativen Heilkunde zur Anwendung kommen, finden sich Mittel, die bei kleinen Wehwehchen und Verletzungen eine heilsame Wirkung haben. Dazu gehören Olivenöl, Apfelessig, Honig und Möhren. Lesen Sie mal, welche Wirkung von diesen Mitteln ausgeht.

Olivenöl

Schon in der Antike kam Olivenöl wegen seiner Wirkung als Heilmittel zur Anwendung. Olivenöl kam zum Einsatz bei der Zahnpflege, Entzündungen und Geschwüren und auch Gebärmutter Erkrankungen. Das Olivenöl ist eine gute Unterstützung für das Herz-Kreislauf-System und den Knochenaufbau. Es hilft gegen trockene Haut, schuppiges Fell und Haarausfall. Sogar eine Entzündung lässt sich damit ergänzend behandeln: Einfach ein paar Tropfen lauwarmes Olivenöl in das Ohr des Hundes träufeln.

Apfelessig

Die alten Römer haben Essig zu einem der wichtigsten Medikamente vor knapp 2.000 Jahren gemacht. Vor allem Apfelessig wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und entschlackend. So zeigt Apfelessig vor allem bei kleinen Wunden seine schmerzstillende und juckreizlindernde Wirkung. Es hilft ebenso bei Insektenstichen oder kleinen Verbrennungen. Wohlgemerkt immer als Unterstützung zur tierärztlichen Behandlung. Apfelessig können Sie auch verabreichen, damit der Hund ein starkes Immunsystem behält und die Darmgesundheit erhalten bleibt.

Honig

Ebenfalls in der Antike war Honig eines der beliebtesten Heilmittel. Zur äußerlichen Anwendung war Honig optimal bei der Wundbehandlung – bedingt durch die austrocknende Wirkung. Hinzu kommt, dass Honig antibakteriell wirkt. Zur innerlichen Anwendung unterstützt Honig das Verdauungssystem und mildert Verdauungsbeschwerden. Dabei gilt: Verwenden Sie keinen industriell herstellten Honig, sondern reinen Naturhonig oder auch medizinischen Honig. Verwenden können Sie Honig bei kleinen Verbrennungen und Entzündungen (äußerlich) und bei Magen-Darm-Erkrankungen, Erschöpfung oder auch Appetitlosigkeit.

Möhren

Als Ergänzung zum Futter haben Möhren verschiedene Eigenschaften, die gut für die Gesundheit sind. Sie wirken wurmtreibend  und zeigen ihre Wirkung beispielsweise bei Durchfallerkrankungen. Dazu können Hunde Möhren knabbern und damit gleichzeitig Zahnbelag vermeiden. Ansonsten können Sie Möhren bei den Mahlzeiten geraspelt in das Futter geben. Sie helfen bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden  und tragen zur Hautgesundheit bei.

Unser Tipp bei der Anwendung von Hausmitteln

Viele bewährte Hausmittel sind in der Anwendung für Hunde gerade bei kleinen Beschwerden oder Verletzungen eine gute Alternative zur chemischen Medikamentenkeule. Wir sagen aber auch ganz klar: Wenn es Ihrem Hund mal schlecht geht, steht immer zuerst der Tierarztbesuch an. Dann können Sie nach Rücksprache mit dem Tierarzt alternativ zu Medikamenten auf Apfelessig, Möhre, Honig und Co zurückgreifen.

12 Gedanken zu “Taugen natürliche Hausmittel zur Genesung Ihres Hundes?

  1. Mein Hund hat eine augen Entzündung habe es mit Kamillentee probiert bringt nix jetzt habe ich irgend was darüber gelesen….. Was haltet ihr davon? Oder habt ihr andere Tipps?

    1. Hallo Pia,

      nach dem der Kamillentee nicht seine Wirkung gebracht hat: Was genau haben Sie denn gelesen und was möchten Sie jetzt ausprobieren?

      Viele Grüße

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

    2. Euphrasia Homöopathie ist ein großes Augenmittel bei Mensch und Hund! Am besten D 6 oder D12 ,lass dich in einer guten Apotheke aufklären.
      Mein Hund hatte ein „Eitriges Auge“ , als er zu mir kam, war 5 Jahr jung ,,1/2 Jahr später war es sauber !

    3. Augentrost Tee wirkt besser. Tee in heißem Wasser ziehen lassen, sauberes Tuch damit tränken und das ganze Auge damit bedecken. Der Tee darf auch direkt ins Auge geträufelt werden. Mehrmals über den Tag verteilt wiederholen. Hilft das zu wenig dorr nicht, musst vom Tierarzt eine Augensalbe besorgt werden.

    4. Niemals Kamillentee in die Augen, das trocknet aus und reizt nur noch mehr. Schwarzer tee ist gut für die Augen oder eine NACL Lösung, also Salz in Wasser aufgelöst, da es den selben PH Wert hat

  2. Hallo Pia,

    Von meinem Onkel weiß ich, dass er stets seine Katzen, wenn sie Bindehautentzündungen hatten (was bei Freigängern und wildlebenden Katzen nicht unüblich ist) mit Kammillentee behandelt hat. Dabei hat er ein Wattepatt in den Tee getunkt, dieses ausgewrungen und dann damit um die Augen der Katzen herum getuppft. Es hatte stets geholfen. Wichtig ist, dass du die Augen deines Hundes nicht zu nass machst, sondern lediglich feucht. Zudem achtest du am besten darauf, dass er wenn die Augen feucht sind keinen direkten Wind abbekommt, dh. lieber nach dem Spaziergang behandeln und dann während die Augen feucht sind drinnen bleiben, um keinen Zugwind zu riskieren, bei dem sich die Augen schnell wieder entzünden können.

    Ganz liebe Grüße und alles Gute für dich und deinen Hund Nicole & Brutus

  3. Ich habe schon viele gute Erfahrungen mit Hausmitteln gemacht. Kamillentee bei Bindehaustentzündung, Grünlippmuschel für die Gelenke und Schwarzkümmelöl bei Pferd und Hund für Gelenke, Atmung und Allergie.
    Trotzdem ist es natürlich wichtig sich nicht nur darauf zu verlassen. Grade bei Schmerzen finde ich sollte man sich nicht nur darauf verlassen. Liebe Grüße Julia

  4. Unsere Hündin ist jetzt fast 14 Jahre und hat regelmäßig Karotten von mir bekommen. Ich habe nur 2 mal in ihrem Leben Wurmmittel geben müssen (weil ich im Kot welche gesehen habe). Kann ich nur empfehlen.

  5. Meine Hündin ist jetzt fast 7 Jahre alt . Eine verspielte süsse kleine Maus. Aus irgendeinem Grund , fing Sie irgendwann an, ihr Fell stellenweise zu verlieren .Unter Beobachtung stellten wir fest, das sie sich zwischendurch krazte. Vom Tierarzt hat sie in Abständen 2 cortison spritzen bekommen, der Fellverlust stoppte, das verbliebene Fell fühlt sich strohig an . Und wächst sehr sehr langsam nach ,. Zur Zeit bekommt sie jeden Tag eine halbe Vitamin Tablette. Weiss jemand einen Rat, was wir noch tun können? Am liebsten auf Natur Basis

    1. Unsere Hündin hatte kürzlich auch starken Haarausfall. Zudem hatte sie eine Brillenbildung (haarlos um die Augen) und starkes Jucken am Körper und der Augen. Die Tierärztin hatte unterschiedliche Diagnose-/Behandlungsansätze: Leishmaniose, Milben, Futterunverträglichkeit, Umweltallergie. Zu guter Letzt mussten wir feststellen, dass es eine allergische Reaktion auf die neuen Näpfe aus Edelstahl war. Die haben wir gegen Porzellannäpfe ausgetauscht. Alle Haare sind nachgewachsen, das Fell glänzt und es geht ihr wieder super gut.

  6. Hallo Zusammen !
    Unser kleiner Malteser Mix mittlerweile 14 Jahre hat im Moment sehr schlechte Nierenwerte, eine Nierendiät wurde vom Tierarzt empfohlen, allerdings frisst er leider kein spezielles Futter und auch nix wo zusätzliche Medizin für die Niere vorhanden ist? Habe begonnen selbst für ihn zu kochen damit er überhaupt frisst da er unbedingt etwas zunehmen sollte!
    Hat Jemand Erfahrung und Tipps für mich bei so einem Problem? Bitte nur Antworten mit Hilfreichen Erfahrungen, keine Vermutungen Bitte!
    Vielen lieben Dank im voraus!
    Glg Sy.

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