Giftköder – was müssen Sie im Notfall unternehmen?

Hund schnüffelt auf einer Wiese

Es kann so schnell gehen und Sie bekommen nichts davon mit: Ihr Hund schnuppert im Gebüsch, verschluckt einen Gegenstand und zeigt nach kurzer Zeit Anzeichen einer Vergiftung.

Das passiert Hundefreunden überall in Deutschland, wenn Hundehasser wieder einmal unterwegs waren, um ihre giftige Beute dort auszulegen, wo Hunde Gassi gehen. Was müssen Sie in einem solchen Fall unternehmen? Welche Maßnahmen sind notwendig, um Ihrem Hund zu helfen? Wie können Sie sich davor schützen?

Welche Symptome können beim Verschlucken eines Giftköders auftreten?

Je nach Art des Giftköders können die Symptome bei einer Vergiftung leider sehr unterschiedlich ausfallen. Dazu kommt, dass die unterschiedlichen Gifte teilweise erst nach Stunden ihre Wirkung entfalten. So können Sie auftretende Symptome unter Umständen nicht einen verschluckten Giftköder bei Gassi gehen zuordnen. Zu den am häufigsten auftretenden Symptomen gehört das Erbrechen, die Pupillen Ihres Hundes sind erweitert, er gibt über den Urin und den Stahl Blut ab. Zittern, oder Lähmungserscheinungen stehen mit an oberster Stelle bei den Symptomen einer Vergiftung. In diesen Fällen sollten Sie sofort zum Tierarzt und nicht darauf bauen, dass es am nächsten Tag besser aussieht. Das kann Ihren Hund das Leben kosten.

Unser Tipp: Im Ernstfall bleibt keine Zeit, sich über die Kosten der Behandlung Gedanken zu machen. Hier hilft eine Hundekrankenversicherung, die die Kosten abdeckt.

Was tun, wenn Ihr Hund einen Giftköder verschluckt hat?

Wenn Ihr Hund einen Giftköder verschluckt hat, äußert sich das bei Ihrem vierbeinigen Freund nach kurzer Zeit durch Erbrechen, Fieber, Durchfall oder Mattigkeit. Allein der Verdacht sollte ausreichen, dass Sie umgehend mit Ihrem Liebling zum Tierarzt gehen. Versuchen Sie nicht, eigenmächtig Ihren Hund zu kurieren oder sogar zum Erbrechen zu bringen. Ätzende und scharfe Gegenstände würden dabei den Rachen und die Speiseröhre erneut schädigen. Sofern Ihr Liebling noch etwas von dem Köder im Fang hat, nehmen Sie diesen ihm weg. Handelt es sich beispielsweise um ein Stückchen Fleisch oder Wurst, packen Sie es in einen Kotbeutel und nehmen Sie den Fund mit zum Tierarzt. Das erleichtert die Analyse für den Tierarzt.

Wie lange bleibt Zeit, um in die Tierklinik zu gelangen?

Welpe bekommt eine Infusion

Je nach Form des Giftes treten die ersten Symptome unterschiedlich auf. Häufig verwenden Hundehasser Schneckenkorn. Hier treten Symptome wie Erbrechen, Unruhe, schnelle Atmung und starkes Zittern sehr plötzlich auf. Im Erbrochenen können farbige Granulatelemente enthalten sein. Ist das der Fall, begeben Sie sich sofort zum Tierarzt.

Bei Rattengift kommt es im Körper des Hundes zu einer lebensgefährlichen Störung der Blutgerinnung. Der Hund kann also innerlich verbluten. Fatal bei Rattengift ist, dass es bis acht Stunden dauert, ehe die Symptome einer Vergiftung einsetzen. Hier kommt es auch auf die Konstitution Ihres Hundes an. Welpen, kranke oder ältere Hunde reagieren deutlich schneller als gesunde und erwachsene Hunde.

Informieren Sie die Polizei über den Vergiftungsvorfall

Je mehr Informationen die Polizei bekommt, desto eher kann sie einem Verdacht nachgehen. Nach dem Besuch beim Tierarzt steht die Anzeige bei der Polizei über diesen Vorfall an. Schildern Sie genau, wo und wann Sie den Giftköder gefunden haben. Sofern möglich, kann die Analyse des Tierarztes zum Giftstoff weiterhelfen. Vielleicht handelt es sich nicht um einen Anschlag auf den Hund, sondern der Gartenfreund mit dem Grundstück an der Straße hat lediglich zu sorglos Pflanzenschutzmittel verteilt. Das kann die Polizei schnell herausbekommen und hier entsprechende Maßnahmen treffen. Warnungen über Facebook oder andere Medien sind mitunter fragwürdig, da hier auch jede Menge Panik geschürt wird.

Können Sie Ihren Hund vor Giftködern schützen?

Hund bekommt ein Leckerchen

Ja, das ist möglich. Dazu gehört viel gemeinsames Training. Grundvoraussetzung dabei ist, dass Ihr ein klares Abbruchsignal erkennt wie zum Beispiel das Wort „Nein“. Rufen Sie es aus, muss er von dem Gegenstand ablassen, den er gerade interessant findet. Der Gegenstand, den er beim Gassi gehen entdeckt und nun in den Fang genommen hat, kann ein Giftköder sein. Daher soll das Abbruchsignal dazu dienen, den Gegenstand wieder aus dem Fang herauszugeben.

Eine weitere Methode ist, Ihrem Hund beizubringen, dass er laut gibt und Sie anschaut, wenn er etwas Essbares findet. So werden Sie auf den Gegenstand der Begierde aufmerksam und können prüfen, um was es sich dabei handelt. Alternativ können Sie natürlich auch trainieren, dass Ihr Hund nichts aufnimmt, was auf dem Boden liegt. Gewöhnen Sie ihm an, dass er beim Gassi gehen nur Leckerlis von Ihnen bekommt.

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