Wenn der Hund Angst vor dem Gewitter hat

Hund und Mädchen bei Gewitter

Der Monat Juni ist einer der Monate mit der größten Gewittertätigkeit. Da zum Ende des Frühjahres der Boden stark erwärmt, die Luft in der Höhe noch kalt ist, kommt es gerade in diesen Wochen häufig zu Gewittern.

Eigentlich schade, denn gerade der Ausgang des Frühlings ist mitunter die schönste Zeit, um draußen mit dem Hund herumzutoben, zu baden oder im Garten zu relaxen. Kommt ein Gewitter auf, ist es mit der Ruhe vorbei, da viele Vierbeiner Angst vor den Naturgewalten haben.

Warum haben Hunde Angst vor Gewitter?

Hund unter dem Tisch

Die Gründe dafür sind längst nicht erforscht. Fakt ist: Nicht nur bei einem Gewitter bekommen es die Hunde mit der Angst zu tun, sondern auch Starkregen führt dazu, dass der vierbeinige Liebling sich in die hinterste Ecke verkriecht. Kommen noch Blitz und Donner hinzu, ist es mit der Gemütlichkeit endgültig vorbei. Was für manchen von uns ein beachtenswertes Schauspiel ist, führt bei Hunden nicht selten zu Panik.

Hundeexperten können hier nur Vermutungen anstellen, woran das liegt. Zum einen spielt eine ängstliche Mutterhündin eine Rolle. Wenn sie in der Prägephase sich bei einem Gewitter verzieht, sind ihre Welpen auch nicht weit. Ebenso kann das ängstliche Verhalten von Herrchen und Frauchen eine Rolle spielen.

Welche Gefahren entstehen beim Gassi gehen?

Hund mit Herrchen beim Spaziergang

Da vor allem beim Wechsel vom Frühling zum Sommer regelmäßig schwere Gewitter aufziehen, macht es Sinn, wenn Sie bei der Planung Ihrer Gassirunden das Wetter im Auge behalten. Klar, nach der Arbeit will der Hund mal nach draußen und Sie sind froh, noch etwas Bewegung zu bekommen, wenn die Sonne sich langsam verzieht. In den späten Nachmittagsstunden oder am Abend ist aber das Risiko für ein aufkommendes Gewitter besonders hoch.

Scheppert es am Himmel los, während Sie gerade unterwegs sind, kann das zu einem handfesten Problem werden. Durch den Donner wird Ihr Hund derartig in Schrecken versetzt, dass er sich von der Leine losreißt. Im günstigsten Fall verschwindet er irgendwo in einem Unterschlupf. Im schlechtesten Fall läuft er auf der Flucht vor dem Gewitter vor ein Auto. Dazu kann es passieren, dass Sie auf freier Fläche draußen in der Natur vom Gewitter überrascht werden. Denken Sie daran, dass Sie in aufrechter Position auf weiter Ebene eine Art Landmarke sind, die den Blitz anziehen könnte. Die entladen sich gerne an den höchsten Erhebungen in der Umgebung.

Auf der Gassirunde – woran erkennen Sie ein aufkommendes Gewitter?

Hund bei Gewitter

Wetterbericht im Fernsehen, Wetter-App auf dem Handy und noch eine Warn-App: So mancher Hundefreund ist bestens vorbereitet, um die Gassirunde trockenen Fußes zu beginnen und zu beenden. Manchmal spielt die Natur da mal einen Streich und ein Gewitter zieht ohne Vorankündigung auf. Dann heißt es: Den Heimweg antreten. Anzeichen sind Wolken, die sich auftürmen und wie ein aufgestellter Blumenkohl aussehen. Dazu kommt eine Verdunkelung des Himmels und das Vogelgezwitscher ist nicht mehr zu hören.

Bei einem aufkommenden Gewitter suchen sich Vögel nämlich Unterschlupf und halten die Schnäbel dicht. Meist sind in der Ferne Donnergeräusche wahrnehmbar. Hier können Sie mit einer einfachen Faustformel die Entfernung des Gewitters einschätzen. Zählen Sie die Sekunden zwischen Blitz und Donner: Bei jeweils drei Sekunden ist das Gewitter einen Kilometer weit von Ihnen entfernt. Schon bei zehn Sekunden Abstand ist es Zeit, den Rückzug anzutreten. Dann ist das Gewitter noch drei Kilometer entfernt.

Beruhigung für den Hund schaffen

Das Beste ist, wenn Sie selber keine Angst bei einem Gewitter haben. So spürt ihr Hund trotz seiner eigenen Unruhe, dass nichts Schlimmes passiert. Sie können Ihrem Liebling Entspannung verschaffen, in dem Sie sein Körbchen an einen ruhigen Platz stellen, vielleicht auch in Ihrer Nähe, damit er Ihr Tun beobachten kann. Wickeln Sie alle Ihre Handlungen routinemäßig ab, kann es sein, dass Ihr Liebling dem Gewitter keine allzu große Bedeutung beimisst. Dazu können Sie versuchen, das Grollen des Donners mit dem Fernseher oder dem Radio zu überlagern. Natürlich nicht bis zur Endstufe der Lautstärke, aber so, dass die meisten Donnergeräusche geschluckt werden. Wenn Sie Ihrem Hund ein Plätzchen für die Zeit des Gewitters zuweisen, achten Sie mal darauf, dass das nicht zu nah am Fenster ist. Sonst könnte er sich durch die Blitze selber erschrecken. Wenn nicht anders möglich, schließen Sie die Vorhänge oder lassen das Rollo herunter. Am besten ist eine große Kuschelrunde auf dem Sofa: Das bringt Entspannung und Ihr Liebling spürt, dass alles in Ordnung ist.  

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