Jetzt wird es Zeit für den Frühjahrs-Check der Osterhasen

Hase auf dem Arm eines TierarztesSo langsam bricht die warme Jahreszeit an, nach Ostern sollen die Temperaturen endlich wieder nach oben gehen. Grund genug für viele Kleintierhalter, ihre Kaninchen und Hasen wieder in die Gehege im Garten zu verfrachten, damit die Langohren auch von dem besser werdenden Wetter und den Sonnenstrahlen profitieren können. Jetzt ist auch die beste Zeit, in der Kaninchen und Hasen vom Tierarzt geimpft und untersucht werden können.

Vorbeugen gegen typische Sommerkrankheiten

Nicht nur das schöne Wetter und das Umsetzen der Langohren nach draußen ist ein Grund, warum in diesen Wochen die Tierarztpraxen Hochkonjunktur haben. Auch die Impfungen, die jetzt verabreicht werden müssen, brauchen eine Zeit um Wirkung zu entfalten. In unseren Breitengraden erkranken immer noch viele Hasen und Kaninchen an der Myxomatose oder an der Chinaseuche. Die Krankheitsviren werden im Sommer von Mücken übertragen, daher muss der Impfschutz aufgebaut werden.

Neben der Impfung ist natürlich der Gesundheitscheck von großer Bedeutung. In den vier Wänden haben die Mümmelmänner teileise nicht ausreichend Bewegung bekommen und müssen nun auf die Waage oder abspecken. Tierärzte geben hierzu wichtige Informationen, damit die Langohren nicht von einem auf den anderen Tag durch eine zu gut gemeinte Nulldiät plötzlich mit Mangelerscheinungen zu kämpfen haben.

Wie wird richtig gefüttert?

Bei der Ernährung ist vor allem eines wichtig: Bunte Drops aus dem Zoo-Geschäft und zu fettes Körnerfutter schaden den Tieren nur, anstatt wertvolle Nährstoffe zu bieten. Kaninchen und Hasen mögen es ganz einfach: Heu und Gras, dazu frisches Gemüse, Obst und Möhren – das ist für eine artgerechte Ernährung eigentlich völlig ausreichend. Hauptsache, die Langohren können dabei so richtig ihre Zähne abwetzen. Die wachsen nämlich bis zu einem Meter im Jahr. Daran kann man schnell die falsche Ernährung erkennen.

Wenn Kinder sich ein Kaninchen wünschen

Der lila Schmunzelhase oder der Hase mit dem goldenen Glöckchen lösen bei vielen Kindern den Wunsch nach einem eigenen Hasen oder Kaninchen aus. Die Investitionen sind ja nicht so hoch wie z. B. bei einem Hund, für den man auch noch Steuern und Versicherungen bezahlen muss. Ein artgerechtes Gehege (mind. 2 Quadratmeter pro Tier) bis hin zu ausreichend Futter, Impfkosten und Tierarztbesuche muss man aber schon berücksichtigen, wenn Kaninchen oder Hasen in die Familie ihren Einzug halten sollen. Denken Sie immer daran, dass die Tiere viel Gesellschaft benötigen. Ein einzelnes Tier ist sicherlich pflegeleichter, ist für das Haustier aber nicht sinnvoll.

2 Gedanken zu “Jetzt wird es Zeit für den Frühjahrs-Check der Osterhasen

  1. Ihr Lieben,

    Unser Hoppel hatte nach siener Vergesellschaftung mit unseren anderen Kaninchen
    einen Parasitenbefall im Darm.
    Man sollte natürlich den rat des Tierarztes einholen,aber wir haben auch gute Erfahrungen mit Tymian, 1:20 auf Wasser als Tee zur Heilung gemacht
    Was meint ihr?

    Gruß

  2. Guter Artikel – vor allem die Hinweise auf den Platzbedarf.

    Allerdings ist der Begriff „Hasen“ falsch, Hasen sind nicht domestizierbare Wildtiere. Alle als „Hasen“ betitelte Haustiere sind Kaninchen.
    Die Hinweise zur Ernährung sind überholt – das Hauptfutter der Kaninchen sollte (wie in der Natur) frisches Grün sein (nicht nur Gras, sondern auch reichlich Blätter und Kräuter), das die Tiere sowohl mit strukturierter Rohfaser als auch reichlich Flüssigkeit versorgt. Wurzelgemüse wie Karotten sowie Obst sind nur als Leckerli aus der Hand geeignet, da sie vergleichsweise wenig Rohfaser und viele Kohlenhydrate enthalten und unphysiologische Kaubewegungen (Quetschen statt Mahlen) zur Folge haben, die langfristig zu Zahnerkrankungen führen.
    Zusätzlich zum frischen Grün muss jederzeit Heu zur Verfügung stehen, es hat aber keinerlei Vorteile gegenüber frischem Grünfutter.

    Mit freundlichen Grüßen
    Melina Klein
    Tierärztin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.