Katzenkrankenversicherung: So wird Ihr kleiner Stubentiger zum Privatpatienten

Drei Katzen vor weißem HintergrundIn Deutschland leben rund 9 Mio. Katzen, die meisten davon in der Gemeinschaft mit dem Menschen. Im Laufe eines langen Katzenlebens können sich viele Dinge ereignen, die mit einem Besuch beim Tierarzt. Ist der Schreck über die Erkrankung oder den Unfall verdaut, muss nun die Rechnung des Tierarztes bezahlt werden. Das kann bei einer aufwendigen Behandlung auch mal 1.000 Euro und mehr kosten. Die Katzenkrankenversicherung soll dieses Kostenrisiko minimieren.

Wo liegen die wichtigsten Leistungen der Katzenkrankenversicherung?

Die Katzenkrankenversicherung übernimmt die Kosten für die medizinische Heilbehandlung durch den Tierarzt. Übernommen werden auch die Kosten für Verbandsmaterial oder Medikamente. Selbstverständlich gehören Operationen auch zum Leistungsumfang der Katzenkrankenversicherung.

In der Regel können Katzen schon ab der 8. Lebenswoche versichert werden, teilweise verzichten die Anbieter auf ein Höchsteintrittsalter. Je nach Gesellschaft wird die Tierarztrechnung bis zum dreifachen Satz der Gebührenordnung der Tierärzte abgerechnet. Wenn mehrere Katzen versichert werden sollen, hilft ein Vergleich der Anbieter weiter. Rabatte bei zwei oder mehr zu versichernden Katzen sind möglich.

Welche Gesellschaften bieten die Katzenkrankenversicherung an?

Der Markt in Deutschland wird von nur wenigen Anbietern gefüllt. Dazu gehören die AGILA, die Helvetia und die Uelzener. Bei der Allianz wird derzeit überlegt, ob die Katzenkrankenversicherung Einzug in den Bereich der Krankenversicherung für Haustiere finden soll. Unterschiede gibt es vor allem hinsichtlich der Erstattung. Wir zeigen Ihnen, welche Leistungen Sie von den einzelnen Krankenversicherungen für Ihre Katze erwarten dürfen:

AGILA:

Die AGILA hat zwei Varianten zur Katzenkrankenversicherung in ihrem Angebot. Es gibt einen Basis-Schutz und einen Exklusiv-Schutz. In der Basis-Variante übernimmt die AGILA im ersten Jahr bis zu 300 Euro von den anfallenden Behandlungskosten. Operationen werden gesondert abgerechnet, hier liegt die Erstattung für Ihre Katze bei bis zu 1.600 Euro. In der Exklusiv-Variante hingegen beträgt die Kostenübernahme für die Tierarztrechnung jährlich bis zu 550 Euro. Bei Operationen verzichtet die AGILA gänzlich auf eine Höchstbegrenzung. Es gibt ein Bonussystem für gesunde Katzen: Fällt in einem Versicherungsjahr keine Tierarztrechnung an, so erhöht sich in beiden Tarifen die Erstattung im Folgejahr um 125 Euro. Als einziger Anbieter deckt die AGILA die Tierarztkosten bis zum dreifachen Satz der Gebührenordnung der Tierärzte ab.

Helvetia:

Auch die Helvetia hat für Ihre Katze zwei Tarifvarianten zur Auswahl. Ähnlich wie bei der AGILA handelt es sich hier um einen Basis-Tarif und einen Komfort-Tarif. Der Unterscheid liegt in der Erstattung. Im Basis-Tarif erstattet Ihnen die Helvetia bis zu 2.000 Euro für Tierarztrechnungen im Jahr. Darin eingeschlossen sind auch Operationen. In der Komfort-Variante genießen Versicherungsschutz ohne eine Summenbegrenzung. Allerdings vereinbart die Helvetia grundsätzlich einen Selbstbehalt von 20 Prozent. Zusätzlich müssen Sie für Ihre Katze ab dem vierten Geburtstag eine Gesundheitsuntersuchung durch den Tierarzt nachweisen.

Uelzener:

Die Uelzener hat nur einen Tarif in ihrer Produktpalette zu Katzenversicherungen. Es gibt hier keine Höchstgrenze, was die Tierarztrechnung betrifft. Dafür beinhaltet die Katzenkrankenversicherung der Uelzener grundsätzlich eine Höchstbeteiligung. Diese liegt bei jungen Katzen bei 20 Prozent. Wird Ihre Katzen nach dem fünften Geburtstag versichert, dann müssen Sie mit 40 Prozent Eigenanteil kalkulieren.

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