Krankheiten an der Leber – So helfen Sie Ihrem Hund

Schäferhund beim TierarztDie Leber ist nicht nur bei uns Menschen eines der wichtigsten Organe, sondern auch bei Hunden. Funktioniert sie nicht mehr einwandfrei, dann kommt es schnell zu Vergiftungen, die lebensbedrohlich sind.

Daher ist es wichtig, dass Sie bei Ihrem Liebling rechtzeitig Anzeichen erkennen, wenn die Leber nicht mehr richtig arbeitet. Das Problem: Meistens sind die Anzeichen erst sichtbar, wenn die Leber bereits geschädigt ist. Der gesundheitliche Schaden ist dann bereits hoch.

Welche Funktion hat die Leber beim Hund?

Als Stoffwechselzentrale erfüllt die Leber eine wichtige Funktion im Körper unseres Hundes. Irgendwann landen alle Stoffe, die unser Hund über den Körper aufnimmt, in der Leber. Die Nährstoffe aus der Nahrung verarbeiten die Leberzellen und leiten sie je nach Notwendigkeit an die Körperzellen weiter. Nährstoffe, die der Körper zwischenzeitlich nicht benötigt, speichert die Leber quasi in Zwischendepots. Dazu erfolgt in der Leber eine Art Mülltrennung: Giftstoffe und Abfallstoffe macht die Leber unschädlich und scheidet diese über den Darm aus.

Die Leber ist aber auch anfällig für Viren, Parasiten und Bakterien. Ebenso können Durchblutungsstörungen oder Verletzungen dazu beitragen, dass die Leber geschädigt ist und die Leberzellen nicht mehr einwandfrei arbeiten. Vielfach verlaufen die Leberprobleme schleichend, teilweise kommt es aber auch innerhalb weniger Tage zum Leberversagen.

Woran erkennen Sie bei Ihrem Hund Leberprobleme?

Das große Leistungsvermögen der Leber ist ein Vorteil, im Krankheitsfall aber auch ein Nachteil. Wenn es zum Abfall der Leberleistung kommt, treten Symptome nach außen nicht sofort auf. Auffälligkeiten wie Müdigkeit, Durchfall, Gelbsucht oder Schwächeanfälle zeigen sich erst dann, wenn die Leber bereits hochgradig in Mitleidenschaft gezogen ist. Dabei erfüllt die Leber aber immer noch weiter ihre Funktion und kann im besten Fall eigene Schäden selber wieder beheben. Dazu gehört aber auch, dass Sie bei den ersten Anzeichen in jedem Fall zum Tierarzt gehen.

Schreiten Entzündungen oder Vergiftungen jedoch fort, sterben Leberzellen ab, es bildet sich Narbengewebe. Daraus entwickelt sich mit der Zeit eine Leberzirrhose, die Folge ist ein lebensbedrohliches Leberversagen. Eine Behandlung in diesem Stadium wird auch nicht mehr zur Heilung führen. Je eher Sie also die Anzeichen für eine Lebererkrankung wahrnehmen, desto besser sind die Heilungschancen.

Gibt es besonders anfällige Hunderassen?

Gerade bei älteren Hunden ist bedingt durch die gesundheitliche Anfälligkeit ein jährlicher Lebercheck unverzichtbar. Verschiedene Hunderassen wie Retriever, Dobermann oder Doggen sind ebenfalls anfällig für Lebererkrankungen. Hier macht es unter Umständen sogar Sinn, wenn Sie in Absprache mit dem Tierarzt einen Check vornehmen lassen. Je nach Ursache richtet der Tierarzt die Behandlung aus. Kommt es durch bakterielle Infektionen zu einer Erkrankung, so wendet der Tierarzt Antibiotika an. Sind hingegen Parasiten die Auslöser, so verschreibt Ihr Tierarzt für Ihren Liebling Antiparasitika. Liegen die Ursachen in Hormonstörungen oder Durchblutungsproblemen, gestaltet sich die Behandlung weitaus aufwendiger. Erfolgt keine Heilung der Erkrankung, durch die die Leber erst Schaden genommen hat, so ist auch keine vollständige Heilung möglich. Dann bekommt Ihr Hund regelmäßig begleitende Medikamente und eine strenge Diät verordnet, die das Leben aber noch gut verlaufen lässt.

Wie können Sie einer Lebererkrankung vorbeugen?

Vielen möglichen Ursachen für eine Lebererkrankung können Sie relativ einfach vorbeugen. Dazu gehört, dass Ihr Liebling regelmäßig seine Impfungen bekommt und Sie Wurmkuren vornehmen lassen. Was auf Dauer aber die Leber schädigt, ist unter anderem eine falsche Ernährung, gepaart mit einem Mangel an Bewegung. Mittlerweile sind viele Hunde übergewichtig, so dass es hier zu einer Leberverfettung kommen kann. Die Verfettung der Leber sorgt wiederum dafür, dass diese nicht mehr einwandfrei arbeitet. Die Funktionen sind eingeschränkt und die Entsorgung von Gift- und Abfallstoffen im normalen Umfang ist nicht mehr gewährleistet.

Daher ist es wichtig, dass Sie regelmäßig mit Ihrem Liebling beim Tierarzt zur Kontrolluntersuchung gehen. Denken Sie immer daran, dass eine Erkrankung der Leber nicht nur zu Einbußen bei der Lebensqualität führt, sondern im Einzelfall auch tödlich verläuft. Daher ist eine ausgewogene Ernährung – immer dem Alter angepasst – ebenso wichtig wie auch ausreichend Bewegung. Damit haben Sie schon viele Fäden in der Hand, um einer Erkrankung Ihres Lieblings vorzubeugen.

12 Gedanken zu “Krankheiten an der Leber – So helfen Sie Ihrem Hund

  1. Hallo,
    wir sind gestern mit unserem 2 jährigem Dobermann beim Tierarzt gewesen und der hat festgestellt, dass der Hund nur einen Leberlappen hat und dieser schon sehr verkleinert 30% ist. Ursache scheint angeboren zu sein. Wie weit kann man dem Hund helfen,zu der jetzt beginnenden Diät und gibt es Diagnosen über die Lebenserwartung?
    Leidet der Hund eigentlich? Im Moment ist er voller Tatendrang.

    1. Hallo Klaus,

      vielleicht findet sich hier auf der Plattform jemand, der eine Fellnase mit einer gleichen Diagnose hat. Wer kann von seinen Erfahrungen berichten?

      Was hat denn der Tierarzt dazu gesagt? Der muss doch auch etwas zur Lebenserwartung Ihres Hundes und seiner Lebensqualität gesagt haben? Der ist aus unserer Sicht der beste Ansprechpartner für diese Fragen, da er Ihren Liebing ja bereits kennt und untersucht hat.

      Viele Grüße

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

  2. Unser Hund Dackel hat leicht gelbliche Augen, waren beim Tierarzt,der hat eine Blutuntersuchung gemacht und Eisentabletten und Vitamine B1 verschrieben danach waren die Werte etwas gestiegen aber unser Hund wird finde ich immer gelber und frisst was nichts mehr

    1. Hallo Sigrid,

      meiner Meinung nach kann das unterschiedliche Ursachen haben, denen letztendlich der Tierarzt auf die Spur kommen muss. Diese Form der Einfärbung kann natürlich einerseits mit eine Gelbsucht in Verbindung stehen, andererseits aber auch die Folge einer Vergiftung oder Infektion sein. Das führt dazu, dass die Leber nicht einwandfrei arbeitet.

      Vor allem, dass dein Hund nichts frisst, ist ein Signal dafür, mit ihm schnellstmöglich zum Tierarzt zu gehen.

      Viele Grüße aus Bottrop

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

    1. Hallo A.,

      die vergrößerte Leber ist eine der Begleiterscheinungen bei einer Lebererkrankung. Aufgrund der hohen Regenerationsfähigkeit fallen Leberprobleme bei Hunden relativ spät auf.

      Ursachen können sein eine Leberinsuffizienz oder eine Leberentzündung, die durch Bakterien, Pilze, Medikamente oder auch Tumore hervorgerufen werden.

      Viele Grüße aus Bottrop

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de

  3. Hallo,

    Mein 13 Jahre alter Chihuahua rüde Teddy ist total fit und gesund, jedoch hat er Probleme mit der Galle und so auch etwas mit der Leber. Er hat sogenanntes “sludge” in der Galle und kriegt dafür UDC. Er hat leider ca. Alle 4-5 Tage Bauchschmerzen am Morgen und will dann auch nichts essen. Ich gebe ihm dann 4 Tropfen Novalgin und dann geht es ihm meist besser wenn wir auch einen langen Spaziergang machen. Er kriegt selbst gekochtes essen aus Hühnchen, Kartoffeln Karotten und verschiedene Öle so wie Sonnenblumenöl oder Lachsöl. Er kriegt 4 Mahlzeiten am Tag. Habt ihr irgendwelche Tipps ?

    1. Hi, hab deinen Kommentar zufällig gefunden, mein chihuahua Rüde, unkastriert, 11.5 Jahre, hat ebenfalls Gallensludge und kleine Steine. Diagnostiziert wurde es vor 3 Jahren, als er sehr schlimme blutige Durchfälle und koliken hatte und seine leberwerte massiv erhöht waren, es wurde ein Ultraschall gemacht und man hat das Problem gefunden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Gallenblase und das umliegende Gewebe inkl Dünndarm sogar entzündet. Er bekam ein Antibiotikum und bekommt seitdem täglich abends vor dem Schlafen 1/8 150mg Ursochol. Neben gekochtem Geflügel, Kartoffeln,Möhren, flohsamenschalen, wurde wegen des geringen proteinanteils auf das hypoallergen Nassfutter von pet medica, mit lachs als proteinquelle, umgestellt und ihm geht es sehr gut damit. Er frisst 3-4 mal täglich, leckerlies gibt es jedoch selten. Seine leberwerte sind sehr gut, auch wenn der Sludge und die Steinchen noch da sind. Er zeigt keine Koliken mehr. Dazu möchte ich erwähnen dass er sein Leben lang sehr regelmäßig Probleme mit Durchfällen und
      Darmgeräuschen hatte und sehr wählerisch beim fressen war, wir haben keinen Grund für diese Probleme ausmachen können und seinen empfindlichen Magen-Darmtrakt „akzeptiert“. Im Nachhinein wird er immer Probleme mit der Galle und den zugehörigen Verdauungsenzymen gehabt haben. Seitdem rotes fleisch und schwieriger verdauliches aus seiner Ernährung gestrichen wurden funktioniert seine Verdauung einwandfrei. Liebe Grüße an euch 🙂

    1. Hallo Heike,

      das hört sich wirklich gut an für deine Fellnase 🙂

      Trotzdem solltest du die Blutwerte im Auge behalten und im Bedarfsfall mit deinem Tierarzt Rücksprache halten.

      Viele Grüße aus Bottrop

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de

  4. Mein Hund ein Cairn Terrier ist 14 Jahre alt. Bei der letzten Blutkontrolle sind schlimme Lebewesen festgestellt worden. ALT(GPT) 563,
    Alk. Phosphatase 4144, y-GT 28,
    GLDH 221.
    Wir sind ganz verzweifelt. Was können wir tun.

    1. Hallo Monika,

      solche Blutwerte deuten ja in der Regel auf schwere Probleme mit Leber und Nieren hin. Habt ihr die Blutwerte bei eurem Tierarzt bekommen? Wenn ja, was hat er denn als notwendige Behandlung empfohlen? Er wird euch ja kaum ohne eine weitere Diagnose entlassen haben.

      Viele Grüße aus Bottrop

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

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