Krebs bei Katzen: Wie die Früherkennung Leben retten kann

Katze wird untersucht

Es ist mittlerweile schon lange her, dass viele Katzen nicht über das erste Lebensjahr hinausgekommen sind. Der Grund dafür waren Infektionskrankheiten, Infektionen und Parasitenbefall, gegen die es kaum wirksame Medikamente gab.

Dieses kritische erste Jahr überwinden so gut wie alle Samtpfoten dank  der guten medizinischen Versorgung. Durch verbesserte Haltung und ausgewogene Ernährung ist die Lebenserwartung deutlich gestiegen. Das hohe Alter von Katzen bringt dafür andere Krankheiten mit. So steigt bei Katzen mit dem zunehmenden Alter das Krebsrisiko. Davon sind alle Katzen betroffen, egal ob Wohnungskatze, Freigänger, Rassekatze oder der Straßenkater.

Vorsorge und Heilbehandlung bei Katzen: Die Katzenkrankenversicherung übernimmt die anfallenden Tierarztkosten.

Welche Krebserkrankungen treten bei Katzen am häufigsten auf?

Zu den häufigsten Krebsarten bei Katzen gehören Blutkrebs und Hautkrebs. Krebserkrankungen an den Organen wie bei uns Menschen treten im Gegensatz bei Katzen nicht so häufig auf. Beim Blutkrebs handelt es sich um eine Leukämie, die durch das Felline Leukämie-Virus ausgelöst wird. Dadurch entstehen Tumore am Brustfell, im Darm, an den Nieren, in der Nase oder auch am Gehirn. Hautkrebs entsteht in der Regel durch zu starke Sonneneinstrahlung bei Katzen mit hellem oder weißem Fell. Neben diesen beiden Formen der Krebserkrankung kommt es Katzen im Alter zu Tumorbildung in der Mundhöhle oder am Gesäuge. Für die Heilbehandlung ist wichtig: Wie schnell können Sie Krebsmerkmale erkennen? Sind die Krebszellen gutartig oder bösartig und in welchem Stadium befindet sich die Tumorentwicklung?

Gibt es eine Form der Früherkennung?

Bei Katzen ist es natürlich schwierig, aus ihrem Verhalten auf den Gesundheitszustand zu schließen. Katten sind wahre Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Das liegt in ihren Genen: In früherer Zeit waren kranke und schwache Katzen Beutetiere für andere Fressfeinde. Also hilft nur eines: Schwäche verbergen. Das machen die Stubentiger auch noch heute so und wir können Krankheiten nicht auf den ersten Blick wahrnehmen. Für die Früherkennung bei Krebs ist es aber sinnvoll, wenn Sie den medizinischen Aspekt mit dem Angenehmen verbinden.

Nutzen Sie einfach die tägliche Kuschelrunde zum gründlichen Abtasten Ihres Lieblings. Es muss ja nicht jedes Knötchen an der Hautoberfläche direkt ein Tumor sein. Achten Sie mal darauf, ob sich die Schwellung, die Sie ertastet haben, frei von Schmerzen ist und nicht weiter anschwillt. Warten Sie ein paar Tage, wie die Schwellung sich entwickelt. Verschwindet diese nach vier bis fünf Tagen nicht, so sollten Sie vorsichtshalber einen Tierarzt aufsuchen.

Ist es überhaupt Krebs oder doch eine anderen Erkrankung?

Zunächst ist ein Tumor die medizinische Bezeichnung für ein Geschwulst oder eine Schwellung. Ein Geschwulst natürlich auch die Folge einer Schwellung sein, etwa durch eine Verletzung. Die ist aber äußerlich sichtbar und wäre als Krebsmerkmal relativ schnell auszuschließen. Bei bösartigen Krebstumoren ist es wiederum nicht so einfach, diese zu erkennen. Das liegt daran, dass der Krebstumor tief in das gesunde Gewebe eindringt und dadurch eine Abgrenzung zwischen dem gesunden Gewebe und dem Krebs nicht sichtbar sind. Deshalb treten deutliche Anzeichen einer Krebserkrankung nach außen in der Regel nicht auf. Bei dem Verdacht auf eine Krebserkrankung muss der Tierarzt eine Gewebeprobe entnehmen und diese untersuchen.

Andere Möglichkeiten der Krebserkennung

Katzengebiss

Nehmen Sie sich die Zeit und kontrollieren Sie täglich die Maulhöhle Ihres Stubentigers. Treten dort Veränderungen auf wie Rötungen, Schwellungen, Mundgeruch oder Zahnfleischbluten? In den meisten Fällen sind das natürlich die Anzeichen für eine Zahnfleischentzündung. In Einzelfällen können diese Symptome aber auch auf eine Tumorerkrankung hinweisen. Daher ist eine Untersuchung bei solchen Anzeichen beim Tierarzt dringend notwendig. Unabhängig davon, ob es sich vielleicht um eine Krebserkrankung handelt, soll  Ihre Katze nicht unter einer Zahnfleischentzündung leiden. Das schränkt nämlich die Lebensqualität ein.

Welche Formen der Therapie gibt es Katzen?

Stellt der Tierarzt die Diagnose Krebs ist natürlich nicht das Ende gekommen. Die Tiermedizin hat in den letzten Jahren so viele Fortschritte gemacht, dass eine Heilung gut möglich ist. Dazu gibt es drei Formen der Therapie: Die Operation, die Bestrahlug oder die Chemotherapie. Erste Wahl bei Tumoren ist natürlich die Operation. Gerade bei früh erkannten Tumoren ist das noch gut zu bewerkstelligen.

Natürlich gibt es auch Körperregionen, wo ein Tumor nicht mal eben operativ entfernt werden kann. Das ist dann der Fall, wenn der Tumor im Gehirn sitzt. Hier muss der Tierarzt eine Strahlentherapie anwenden, um mit starken Röntgenstrahlen die Zellen zum Absterben zu bringen. Diese Form der Strahlentherapie ist verhältnismäßig teuer, die Möglichkeit dafür ist nur in wenigen Tierklinken gegeben.

Katze wird operiert

Die Chemotherapie kommt zur Anwendung, wenn eine gezielte Operation oder Bestrahlung nicht möglich ist. Das ist der Fall, wenn sich Tumorzellen oder Metastasen im Körper bereits verteilt haben. Natürlich hat eine Chemotherapie wie bei uns Menschen auch Nebenwirkungen. Tiermediziner sind in der Forschung aber bereits relativ weit vorangekommen. So entwickeln Experten bereits Medikamente, die die Krebszellen konkret angreifen und nicht der ganze Körper einer Chemotherapie unterzogen werden muss.

Für Operationen bei der Katze bietet die Katzen-OP-Versicherung Kostenschutz. Unabhängig davon, ob der Eingriff beim Tierarzt oder in der Tierklinik erfolgt.

Wie können Sie Ihre Samtpfote bei der Diagnose Krebs unterstützen?

Zu allererst heißt es: Nicht den Kopf in den Sand stecken. Sie sind jetzt für Ihren Liebling da und verwöhnen ihn nach allen Regeln der Kunst. Der Unterschied zu uns Menschen ist nämlich: Katzen leben im Jetzt. Sie wissen nicht, dass eine Therapie oder Operation ihre Lebensqualität verbessern kann. Soweit denken unsere Lieblinge nicht im Voraus. Also muss sie sich in der Gegenwart wohlfühlen. Neben unserem Wohlfühlprogramm gibt es bei Katzen spezielle Schmerzmittel, die sogar das Wachstum bestimmter Krebsarten verlangsamen.

Durch den Krebs verlieren viele Katzen ihren Appetit und haben der Erkrankung nur wenig gegenzusetzen. Da hilft nur eines: Verwöhnen Sie Ihre Samtpfoten ruhig mit den besten Leckereien. Lassen Sie dabei aber die Grundsätze einer gesunden Ernährung aus den Augen. Das Verwöhnprogramm soll nicht dazu führen, dass Ihr Liebling sich zu Moppel entwickelt. Sinnvolle Leckereien stecken voll mit Vitaminen, verdaulichen Eiweißen wertvollen Fetten. Sprechen Sie dazu einfach mal mit Ihrem Tierarzt, welche Form der Ernährung er für Ihren Liebling als sinnvoll betrachtet.

4 Gedanken zu “Krebs bei Katzen: Wie die Früherkennung Leben retten kann

  1. Alles hat ja mit der allgemeinen Schwäche begonnen, dann Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemschwierigkeiten und ein schnell wachsender Tumor in der Brustdrüse. Dank CBD-Behandlung für Haustiere schrumpfte der bösartige Tumor bereits drei Monate später ohne jeglichen Rückfall. Gottseidank, das alles rechtzeitig festgestellt wurde.

    1. Hallo Helga,

      schön, dass es Ihrer Samtpfote nun wieder besser geht. Ich hoffe mal auf ein noch langes Leben.

      Sonnige Grüße

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

  2. Kastrierte Mietz (15 J.) hat nun zum 3. Mal Tumore. 2 Mal wurde an der Gesäugeleiste operiert.
    Nicht lange danach bemerkte ich wieder einen kleinen Knoten, der nun in 2 Jahren stark gewachsen ist und sich unter dem Vorderbein befindet. Sie beißt oft ins Vorderbein und manchmal kommt sie zu mir und gibt Laute von sich, die ich als Schmerz deute. Durchfall und Fieber wurde behandelt aber ich sehe schon, dass der Allgemeinzustand nicht wirklich besser ist. Betroffenes Vorderbein hatte eine starke Schwellung, die durch die Medikamente zurückgegangen ist. Etwas deformiert sieht es trotzdem noch aus. Schmerzmittel habe ich während der jetzigen Behandlung in Absprache mit dem Tierarzt abgesetzt. Wie kann ich feststellen lassen, ob und wo der Tumor gestreut hat und zweitens ob sie wirklich Schmerzen hat.
    Ich bin nicht sicher, ob ich hier fragen darf.
    Vielleicht kommt eine Antwort, für die ich jetzt schon danken möchte.

    1. Hallo Lisa,

      schön, dass Sie sich bei uns melden. Es tut mir leid, dass Ihre Samtpfote derzeit einen solchen beschwerlichen Weg gehen muss.

      Bei solchen Fragen müssen wir aber grundsätzlich auf Ihren Tierarzt verweisen – nur er kann prüfen, ob Ihre Katze Schmerzen hat und welche Therapiemöglichkeit hier gegeben ist.

      Halten Sie uns doch ruhig auf dem Laufenden, was den Gesundheitszustand Ihres Lieblings angeht.

      Alles Gute für Sie und Ihre Samtpfote.

      Manfred vom tierarzt-onlineverzeichnis.de-Team

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