Lernen Sie, Ihre Katze zu verstehen

Publiziert am Mittwoch, 16. Oktober 2013 von Manfred Weiblen
Katze spielt im Karton

Böse Zungen behaupten, dass Hunde Herrchen haben und Katzen Diener. Ist an diesem Vorurteil etwas dran? Fakt ist, Katzen reagieren anders als Hunde und sind manchmal nur schwer zu verstehen. Der Begriff Diva ist in manch einer Situation gar nicht mal unpassend. Was können Sie aus den Angewohnheiten Ihrer Katze ableiten?

Die Zuneigung kann unterschiedlich ausgedrückt werden

An den Beinen reiben, die Hände lecken oder einfach nur mit den Pfoten auf dem Bauch herumtrampeln: Wenn Katzen Ihnen ihre Zuneigung zum Ausdruck bringen, geschieht das auf unterschiedlichste Art und Weise. Viele Katzen reiben ihr Gesicht am Hosenbein von Herrchen oder Frauchen. Sie zeigen damit Zuneigung und geben Ihnen ein Kompliment, gleichzeitig wird durch Drüsen an Wangen und Mundwinkel der katzeneigene Duft auf Sie übertragen. Auch das Lecken an den Händen erklären Katzenforscher als ein Zeichen von Zuneigung. Es ist vergleichbar mit dem Stillen und sorgt bei der Katze für Beruhigung. Andererseits kann es auch sein, dass Ihre Katze einfach nur Ihren Schweiß oder die benutzte Handcreme mag.

Wo kommt die Maus her?

Kennen Sie das? Ihre Katze ist Freigänger und bringt Ihnen pünktlich mit dem ersten Klingeln Ihres Weckers eine tote Maus vorbei und möchte diese Ihnen ins Bett legen? Was für uns eher unappetitlich anmutet, ist für die Katze der größte Treuebeweis. Schließlich will Ihr Stubentiger Sie an seiner Beute teilhaben lassen. Schimpfen Sie daher nicht mit dem Tier – es versteht ihren Unmut sowieso nicht. Versuchen Sie stattdessen, die Katze ein bisschen mehr im Haus zu halten und ihr eine andere Alternative zur Jagd anzubieten, wie z. B. aufziehbare Spielzeugmäuse. Daran wird sich die Katze genug austoben.

Den ganzen Tag nur schlafen?

Katzen sind eigentlich nachtaktiv. Im Laufe der Zeit passen sich aber viele der Fellnasen den Gewohnheiten des Menschen an. Es kommt dazu, dass die Katzen tagsüber sehr verschlafen wirken. Das ist kein Grund zur Beunruhigung. Ihr Steubentiger hat tagsüber nur wenige Momente, in denen er so richtig Gas gibt. Die restliche Zeit wird als Ruhephase genutzt. Wenn Ihnen das Treiben Ihrer Katze nachts zu dolle wird, sorgen Sie am Abend für Beschäftigung. So wird Ihre Samtpfote auch müde und wird ihre Aktivitäten mehr auf den Tag verlagern. Übrigens, wenn Ihre Katze in der Nacht wie ein Auto mit eingeschalteten Scheinwerfern aussieht, hat das einen einfachen Grund. Die Netzhaut der Katze ist reflektierend. Dadurch haben Katzen auch in der Dunkelheit eine hervorragende Sehfähigkeit.

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