Wie halten Sie Ihren Hunde-Senior fit?

Senioren-HündinIm Alter von sieben bis zehn Jahren gehören Hunde, je nach Rasse, schon zum alten Eisen. Sie müssen aber dadurch nicht ein Senioren-Dasein fristen, sondern sie können durch verschiedene Aktivitäten fit gehalten werden, damit der Alterungsprozess sich nicht zu schnell durchsetzt.

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Auch Hunde werden irgendwann älter …

Hund auf einer WieseSie kennen das mit Sicherheit: Schon seit Jahren ist Ihr Hund ein treuer Begleiter. Er freut sich auf das Gassi gehen, jagt jedem Geruch hinterher und lässt keine Gelegenheit aus, um Rivalen mit seinem Gebelle in den Grenzen zu verweisen. Jetzt strahlt Ihr Liebling mehr eine gelassene Ruhe aus. Der Nachbarshund von nebenan wird trotz seines Gebelles kaum eines Blickes gewürdigt. Das Kaninchen im Unterholz des Waldens? Uninteressant. Stöckchen werfen? Na ja, wenn es unbedingt sein muss. Ihr treuer Freund wirkt einfach ruhiger und gelassener, er kommt in die Jahre.

Im Alter benötigen Hunde viel Aufmerksamkeit und Zuwendung

Denken Sie mal daran, wie alt Ihr Hund im Vergleich zu einem Menschen ist. Mittelgroße Hunde sind im Lebensalter von 10 Jahren ungefähr 65 bis 75 Menschenjahre alt. Bei großen Hunderassen sieht es noch anders aus. Hier liegt das Alter, gerechnet in Menschenjahren, schon bei 75 bis 85 Jahren. Kein Wunder, dass Ihr Vierbeiner irgendwann nicht mehr so aktiv ist wie noch vier, fünf Jahre zuvor. Oder würden Sie mit Mitte siebzig noch auf den Bolzplatz kicken gehen? SO geht es Ihrem Hund ähnlich wie uns Menschen im Alter. Sie können nicht mehr so gut hören und sehen, die Konzentration lässt häufiger mal nach und die Blase wird schwächer. Öfters mal raus, heißt es dann für Sie. Die Tierarztbesuche werden wegen zahlreicher Wehwehchen auch häufiger und kostenintensiver.

Tipp: Schließen Sie in jungen Jahren bereits eine Hundekrankenversicherung für Ihren Liebling ab. Damit sind Sie im Alter finanziell gut abgesichert, wenn sich die Tierarztbesuche häufen du langwierige Krankheiten behandelt werden müssen.

Ab wann ist ein Hund eigentlich alt?

Anders als vor noch rund fünfzig Jahren ist die Lebenserwartung von Hunden kontinuierlich gestiegen. Schließlich müssen die meisten Hunde keine Arbeit mehr leisten wie früher noch Wachhunde oder Hütehunde. Sie sind mittlerweile vollständige Familienmitglieder und genießen ein wohnliches Umfeld mit allen Annehmlichkeiten. Kein Schlaf bei Wind und Wetter in der Hundehüte, sondern ein gemütliches und warmes Plätzchen in der Nacht bei Herrchen und Frauchen. Regelmäßige Tierarztbesuche, immer bessere medizinische Behandlungen, das alles trägt dazu bei, dass Hunde in unserer Zeit einfach älter werden. Dennoch wird Ihr Hund älter. Ihr treuer Freund baut langsam seine Muskelmasse ab, dafür bilden sich hier und da Fettpölsterchen. Wie bei Menschen auch wird das Fell grauer und stumpfer, die Gelenke machen nicht mehr so gut mit.

Wie können Sie Ihren Hund im Alter beschäftigen?

Klar, in jungen Jahren gibt es kaum eine Beschäftigung, die Ihr Vierbeiner auslässt, wie beispielsweise Agility oder Dog Dance. Im Alter geht das natürlich nicht mehr so gut. Dennoch braucht Ihr Hund viel Abwechslung in Bewegung, damit der Alterungsprozess nicht zu schnell voranschreitet. Zur Lebensqualität gehört zum Beispiel altersgerechte Bewegung. Dazu reicht es schon aus, wenn Sie mit Ihrem Vierbeiner regelmäßig Gassi gehen und unterwegs mal ein paar Hürden einbauen oder Abwechslung schaffen. Lassen Sie ihn über liegende Baustämme balancieren oder kleine Suchspiele machen, indem Sie sein Lieblingsspielzeug irgendwo verstecken. Für Ihren Liebling bedeutet das immer noch viel Abwechslung und er freut sich darüber, dass Sie sich noch regelmäßig mit ihm beschäftigen. Hunde spüren schließlich auch, dass sie älter werden. Hier brauchen sie besonders viel Zuneigung und Vertrauen von Herrchen und Frauchen.

Spaziergänge sind für ältere Hunde die ideale Bewegung

Ohne viel Stress und Hektik. Einfach mal die Runde Gassi gehen tut gut. Ein bisschen herumschnüffeln, die vertraute Umgebung wahrnehmen. So fühlen sich ältere Hunde wohl, wenn es nach draußen geht. Am Teich oder am See ein bisschen im Wasser herumtollen, so wird der Kreislauf und die Durchblutung angeregt. Durch die regelmäßigen Spaziergänge wird zudem noch der altersbedingte Muskelabbau verzögert. Achten Sie bei der Begegnung vor allem mit jungen Hunde auf eines: Ihr Senior wird wahrscheinlich schon hier und da einige Gebrechen haben. Da liegt es ihm fern, mit den jungen Vierbeiner von nebenan herumzutoben. Ein bisschen schnüffeln reicht in manchen Fällen schon aus. Auf keinen Fall mag es Ihr Hund, wenn er von dem Jungspund über den Haufen gerannt wird. Vielleicht macht es ja auch Sinn, wenn Sie Ihrem Hund regelmäßigen Kontakt mit anderen Hundesenioren verschaffen, die ähnlich wie er die Ruhe benötigen und sich nicht mehr wild und stürmisch begrüßen und anspringen.

Die richtige Ernährung für Hundesenioren

Hund am StrandViele Hunde erreichen mittlerweile ein biblisches Alter. Die munteren Vierbeiner werden locker mal über 15 Jahre alt, teilweise schaffen es Hunde, auch die „20“ zu erreichen. Ein segensreiches Alter, das für Herrchen und Frauchen auch eine gewisse Umstellung mit sich bringt. Der treue Freund ist nicht mehr so ganz agil, hier und da mehren sich die Zipperlein und auch die Ernährung muss schrittweise umgestellt werden. Schließlich verträgt der Senior oder die Seniorin nicht jedes Futter und braucht in manchen Fällen sogar Schonkost. Der Stoffwechsel macht es notwendig, wenn manche Organe nicht mehr so funktionieren wie in jungen Jahren.

Ausgewogene Ernährung ist unverzichtbar

Zwischen dem sechsten und dem neunten Lebensjahr lässt bei Hunden so langsam die Leistungsfähigkeit nach. Tierärzte sprechen ab dem neunten Lebensjahr vom Alterungsprozess. Da die Hunde in dieser Lebensphase nicht mehr so ganz beweglich sind, kommt es zu einem Wandel bei der Körpermaße. Während die Muskelmasse durch mangelnde Bewegung abnimmt, wird die Fettmasse vermehrt. Daher droht im Alter für Hunde nicht selten das Risiko Übergewicht und damit verbunden zusätzliche Erkrankungen. Betroffen sind davon vor allem das Herz und die Gelenke. Daher sollte das Futter im Alter weniger Fett enthalten als in jungen Jahren.

Vitaminhaushalt bleibt relativ unbelastet

Der Vorteil von Hundefutter ist die Zusammenstellung, die von den Herstellern vorgenommen wird. Es gibt zahlreiche Futtervarianten, die genau auf den Bedarf Ihres Hundes abgestimmt sind. Problematisch wird es nur dann, wenn das Futter selber gemacht und nicht genügend Nährstoffe und Vitaminpräparate darin enthalten sind. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Herrchen oder Frauchen ihren Liebling nur noch mit Frischfleisch füttern. Dann bleiben andere wichtige Nährstoffe auf der Strecken.

Viel Flüssigkeit ist unverzichtbar

Bei den Hunden ist es wie bei den Menschen. Im Alter trinken sie weniger, obwohl gerade jetzt ausreichend Flüssigkeit für den Körper unverzichtbar ist. Sie zeigen wesentlich häufiger Anzeichen der Austrocknung, wenn sie nicht genug trinken. Zusätzlich können bei älteren Hunde auch chronische Nierenerkrankungen auftreten, die zusätzlich den Wasserhalt des Hundes belasten. Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr vierbeiniger Freund jederzeit ausreichend und frisches Trinkwasser hat. Gleichzeitig müssen Sie kontrollieren, wie häufig er im Laufe des Tages Flüssigkeit zu sich nimmt. Damit wird auch nebenbei dem Problem von Verstopfungen entgegengewirkt, da ältere Hunde sich in vielen Fällen mit Verdauungsproblemen herumplagen. Versuchen Sie, Ihren Hund regelmäßig mit Festfutter zu füttern, damit es nicht so schnell zu Bildung von Zahnstein kommen kann. Nassfutter kann sich weitaus eher an den Zähnen anlagern. Gleichzeitig ist hier auch gute Zahnpflege notwendig, damit Ihr Hund im Alter auch noch richtig fressen kann.