Erbrechen und Durchfall – woran leidet Ihr Haustier?

Katze beim TierarztHaben Sie das nicht auch schon mal erlebt? Da tobt und spielt Ihre Katze oder Ihr Hund noch munter im Garten und auf einmal ist Ruhe: Ihr Haustier erbricht, wirkt schlapp und bewegt sich nur noch sehr langsam. Hinzu kommt auch noch Durchfall. Woran ist Ihr Liebling nun erkrankt? Hat er etwas Unverträgliches gefressen oder sind unverdauliche Gegenstände in den Magen-Darm-Trakt geraten? Müssen Sie jetzt zum Tierarzt? Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen.

Erbrechen und Durchfall sind zunächst noch kein Notfall

Muss Ihr Haustier sich erbrechen oder es hat Durchfall, ist das im ersten Moment noch kein Notfall. Kommt das im Laufe des Tages mehrfach vor oder Ihr Tier hat schon wässrigen Durchfall, ist eine gesundheitliche Bedrohung vorhanden. Durch das lang anhaltende Erbrechen kann der Flüssigkeitshaushalt ins Wanken geraten. Die Folge: Der Körper Ihres Haustieres kann austrocknen. Für Welpen und junge Katzen ist das sogar ein lebensbedrohliches Risiko, da das Austrocknen zu einem Schock führen kann.

Die Ursachen für Erbrechen und Durchfall sind vielfältig

Warum erbricht sich Haustier und woher kommt der Durchfall? An erster Stelle stehen sicherlich Nahrungsmittel, die für Ihren Liebling unverträglich waren. Bei Tieren, die viel an der frischen Luft unterwegs sind, kann es auch zu Infektionen kommen. Wenn Ihre Katze zum Beispiel einen toten Vogel näher untersucht, kann es hier zur Übertragung von Viren, Pilzen und Parasiten kommen. Hat Ihr Hund im Kinderzimmer aus Neugier einen Legobaustein verschluckt, führt dieser Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt zu Erbrechen und Durchfall. Bei Hunden ist vor allen die Magendrehung eine Ursache, die Erbrechen auslöst. Am bedrohlichsten sind für Ihren Liebling Vergiftungen. Oftmals ist die Ursache erst gar nicht erkennbar, da Erbrechen oder Durch fall bei einer Vergiftung nicht unmittelbar ausgelöst wird.

Erste Hilfe bei Erbrechen oder Durchfall

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Haustier zunächst in der Wohnung bleibt. So haben Sie besser den Überblick, wie oft Ihr Vierbeiner sich erbricht oder Durchfall hat. Vermeiden Sie es, Ihr Tier zu füttern. Stellen sie Ihrem Liebling stilles Mineralwasser zum Trinken bereit. Ergänzend dazu können Sie in der Apotheke Pulver besorgen, die Mineralstoffe und Elektrolyte enthalten. Diese Stoffe können Sie dem Trinkwasser beimischen. Häufen sich die Phasen, in denen Ihr Tier im Laufe des Tages erbricht oder Durchfall hat, dann müssen Sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Vor allen, wenn das Risiko einer Vergiftung vorliegt, ist schnelle Hilfe erforderlich. Bei Jungtieren müssen Sie unmittelbar reagieren, da sonst die Gefahr des Austrocknens droht.

Erbrechen beim Haustier – wie leisten Sie Erste Hilfe?

Kranker Hund mit FieberthermometerGenauso wie wir Menschen können Haustiere Krankheiten ausbrüten oder sich bei anderen Artgenossen anstecken. Eine häufige Begleiterscheinung von Krankheiten ist das Erbrechen. Die Ursachen können ebenso harmlos wie auch schwerwiegend sein. Dieser Reflex dient dazu, den Magen schnell zu entleeren, um z. B. Gifte, Krankheitserreger oder Fremdkörper loszuwerden. Dabei tritt das Erbrechen bei Haustieren wesentlich häufiger auf als beim Menschen. Wenn Ihr Haustier über ein bis zwei Tage erbricht und einen munteren Eindruck macht, besteht noch kein Anlass zur Sorge. Dauern diese Symptome aber an oder das Erbrechen wiederholt sich nach ein paar Tagen wieder, müssen Sie zum Tierarzt.

Welche Ursachen kann das Erbrechen haben?

Eine genaue Untersuchung kann nur der Tierarzt vornehmen. Faktisch kommt aber eine Vielzahl von Ursachen infrage, wenn Ihr Hund oder Ihrer Katze erbricht. Dazu gehören z. B. Infektionen mit Viren, Bakterien, Pilzen und Parasiten oder auch Fremdkörper, die in den Magen-Darm-Trakt geraten sind. Ebenso spielen innere Erkrankungen eine Rolle wie die Erkrankung der Leber oder eine Bauchspeicheldrüsen-Entzündung. Vor allem bei Hunden sind Vergiftungen, nicht zuletzt auch durch Giftköder, eine nicht selten auftretende Ursache.

Können Sie Erste Hilfe leisten?

Erbricht Ihr Hund oder Ihre Katze, sollten Sie zunächst vermeiden, ihm Futter zu geben. Das gilt auch für den Fall, wenn das Tier Anzeichen von Durchfall zeigt. Wenn sich Ihr Tier häufig im Freien aufhält, ist es sinnvoll, den Vierbeiner in der Wohnung zu behalten. So können Sie besser beobachten, ob sich die Beschwerden verstärken. Gleichzeitig wird damit vermieden, dass Ihr Tier aus Pfützen trinkt oder sich an anderer Stelle weitere Krankheitserreger einfängt, wie z. B. bei anderen Artgenossen. Bieten Sie Ihrem Haustier ausreichend und regelmäßig frisches Wasser an. Spezielle Lösungen aus der Apotheke, angereichert mit Vitaminen, Elektrolyten und Mineralstoffen können ruhig ins Trinkwasser gemischt werden. Klingen die Symptome nach ein bis zwei Tagen nicht ab, müssen Sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Welche Folgen kann Erbrechen oder Durchfall haben?

Zunächst besteht für Tiere die Gefahr der Austrocknung. Durch das Erbrechen oder Durchfall wird in der Regel eine Menge an Flüssigkeit ausgeschieden, diese fehlt dem Tier. Vor allem für junge Katzen und Welpen ist das ein sehr großes Gesundheitsrisiko, das auch tödlich verlaufen kann. Zudem kann hier auch eine Erkrankung stecken, die vom Tierarzt behandelt werden muss. Haben Sie den Verdacht, dass sich Ihr Tier vergiftet hat, dann ist es sinnvoll, wenn Sie Erbrochenes mit zum Tierarzt nehmen. Eine Vergiftung ist z. B. dann offensichtlich, wenn Ihr Hund beim Gassigehen etwas in den Fang genommen hat und wenige Zeit später erbricht. In solchen Fällen ist höchste Eile geboten, um die Gesundheit des Tieres zu retten.