Welche Ernährung ist für ältere Hunde geeignet?

Mit den Senioren unter den Hunden ist es ähnlich wie bei uns Menschen. Der Alterungsprozess bewirkt so manche körperliche Veränderung: Da läuft der Stoffwechsel nicht mehr so ganz rund und manche Organe leisten ihre Dienste nicht mehr so zuverlässig wie bei den jüngeren Artgenossen.

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Wie fühlen sich Hunde zu Hause so richtig wohl?

Ein schönes Zuhause für den HundHundeliebhaber erkennt jeder direkt an mehreren Dingen: An der Haustür hängt ein emailliertes Schild mit der Aufschrift „Hier wohnen Jürgen, Sabine, Svenja und Bello“. Auf den Stufen zum Haus sind noch schlammige Pfotenabdrücke zu finden, im Flur liegen Hundehaare, der Garten strotzt vor kleinen Löchern, die der Liebling der Familie gebuddelt hat.

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Genießen Sie die Frühlingszeit mit Ihrem Hund

Hund auf WieseEndlich naht der Frühling mit großen Schritten: Kalendarisch dauert es zwar noch eine Weile, aber mit den kräftigen Sonnenstrahlen seit dem Wochenende kommen wir so langsam aus unserer Winterlethargie und genießen die Zeit draußen in der Sonne. Mit dabei ist natürlich immer unserer vierbeiniger Liebling, eben der beste Freund des Menschen, unser Hund.

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Frostschutzmittel – Gefahr für Hunde und Katzen im Winter

FrostschutzmittelSchon seit längerer Zeit halten uns die niedrigen und teilweise auch eiskalten Temperaturen im Griff. Für Autofahrer geht vor allem darum, ihr Auto winterfest zu machen. Wenn das Auto vereist ist, werden Eiskratzer eingesetzt und auch Scheibenspray zum Enteisen. Der Wischwasserbehälter ist gut aufgefüllt mit Frostschutzmittel, damit während der Fahrt mal ab und zu nachgesprüht werden kann.

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Wie verhalten Sie sich, wenn Ihr Hund einen Giftköder verschluckt hat?

In den letzten Tagen mehren sich wieder Nachrichten über ausgelegte Giftköder, mit den Hundehasser den Vierbeinern ernsthafte Schäden zufügen oder sie sogar umbringen wollen. Was im Kopf solcher Menschen vorgeht, ist absolut fragwürdig und in keinster Weise zu akzeptieren. Nebenbei handelt es sich dabei sogar um eine Straftat,

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Wenn Hunde zum Betteln ausgenutzt werden

hunde_obdachlosvon Manfred Weiblen

Es ist die kalte Jahreszeit vor Weihnachten. Bald werden in den Innenstädten die Geschäfte und Straßen weihnachtlich geschmückt. Viele gemeinnützige Gruppen und Vereine versuchen in dieser Zeit, an die Menschlichkeit zu appellieren und sammeln Spenden für hilfsbedürftige Menschen. In den Innenstädten sitzen bettelnde Menschen und versuchen, für ihren Lebensunterhalt ein paar Euro zu ergattern. Nicht selten ist der Hund mit von der Partie. Das Betteln mit dem Hund ist ja auch nicht verboten, aber in manchen Fällen werden Hunde gezielt zum Betteln ausgenutzt.

Der Obdachlose und sein Hund – ein sich treues Paar

Es gibt in Deutschland viele obdachlose Menschen. Sie schotten sich von anderen Menschen ab und leben allein auf der Straße, immer in der Hoffnung, für die Nacht irgendwo einen trockenen und nicht zu kalten Platz zu finden. Viele von ihnen haben einen treuen Begleiter, nämlich ihren Hund. Dem Hund ist es egal, wenn sein Herrchen oder sein Frauchen kein Geld hat, er hält ihm oder ihr die Treue. Einige von ihnen versuchen, Geld zu erbetteln, damit nicht nur sie, sondern auch ihr Hund über die Runden kommt. Schließlich braucht so ein Vierbeiner ja auch seine tägliche Ration zum Essen. Verwerflich ist das nicht, die meisten von ihnen sorgen sich darum, dass ihr Vierbeiner gesund ist und sie nutzen regelmäßig die angebotene kostenlose Hilfe durch Tierärzte, die sich speziell um Obdachlosenhunde kümmern. Allerdings gibt es auch Banden, die schon fast gewerbsmäßig auf diesen Zug aufspringen.

Bettelbanden in den Großstädten

Immer häufiger wird von Tierfreunden darüber berichtet, dass in vor allem größeren Städten junge Hunde zum Betteln ausgenutzt werden, um Mitleid unter den Passanten zu erregen und das Tagesgeschäft anzukurbeln. Die Hunde liegen regungslos auf einer Decke vor dem Bettelnden und geben oftmals kaum mehr als ein Augenzwinkern als Lebenszeichen von sich. Das Phänomen stößt auch bei den Städten auf Ablehnung und bereits werden Maßnahmen ergriffen, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten. In München und Schwerin zum Beispiel ist das Betteln mit Tieren bereits verboten worden. So haben Ordnungsbehörden mehr Handhabe, das Betteln zu untersagen oder auch Platzverweise zu erteilen.

Junge Hunde zum Betteln missbraucht

Was ist drolliger und erweckt mehr Mitleid als die Kulleraugen eines Hundes, der sagen will: „Ich habe Hunger.“ Kaum ein Tierfreund kommt daran vorbei. Nicht selten wandern ein paar Cent oder Euro in den Becher des Bettelnden. Allerdings werden für diese Zwecke junge Hunde und Welpen ausgenutzt, da sie am ehesten die Aufmerksamkeit erregen. Nach getaner Arbeit geht es wieder zurück in die Behausung, zusammen mit den anderen Hunden, um am nächsten Tag an einer anderen Stelle in der Stadt die Bettelstelle aufzuschlagen. Diese Hunde werden systematisch ausgenutzt und damit ausgebeutet. Eine ansatzweise artgerechte Tierhaltung? Fehlanzeige. Im Gegenteil, in vielen Fällen werden Hunde mit Medikamenten ruhiggestellt, damit sie im Laufe des Tages dort brav liegen bleiben. Das hat natürlich gesundheitliche Folgen. Vorteil für die Banden: Ein kranker Hund erregt noch mehr Mitleid. Teilweise konnten die Bettler so 20, 30 oder bis zu 40 Euro in der Stunde von den Passanten erhaschen. Das Tier bleibt dabei auf der Strecke, einen Tierarzt wird es nicht zu Gesicht bekommen. Im Februar 2016 konnte zum Beispiel die Berliner Polizei sieben solcher Hunde bei mehreren Einsätzen aus den Händen der Bettelmafia befreien und Tierheimen übergeben.

Betteln ist in Deutschland erlaubt

Wir müssen ganz deutlich differenzieren. Es gibt auf der einen Seite die Bettelbanden, die Hunde für ihr schäbiges Treiben massiv ausnutzen und ihnen schaden. Betteln ist in Deutschland prinzipiell erlaubt. Es dürfen dabei aber zum Beispiel keine Personen belästigt werden. Es gibt aber auch viele Menschen, die in Deutschland am Rande der Gesellschaft leben. Sie sind auf ihren Hund angewiesen, auch wenn sie kaum für ihn Geld aufbringen können. Mit dem Betteln versuchen sie, zumindest noch etwas für ihren Hund herauszuholen, damit dieser wenigstens etwas zu Essen bekommt oder auch mal zum Tierarzt kann. Diese Menschen dürfen nicht darunter leiden, dass Bettelbanden auf der anderen Seite das Mitleid der Tierfreunde rücksichtslos für sich ausnutzen. Arme oder obdachlose Menschen, die alles für ihren Hund geben, verdienen ein kleines bisschen Aufmerksamkeit – für sie ist ihr Hund oftmals der einzige Halt im Leben.

Nicht ohne mein Haustier – wie verhalten Sie sich als Mieter?

Hund mit Pärchenvon Manfred Weiblen

Für viele Menschen ist der Alltag ohne Haustiere undenkbar. Schließlich sorgen sie für viel Beschäftigung und vertreiben vor allem älteren und alleinstehenden Menschen die Einsamkeit. Nicht jeder besitzt aber Wohneigentum und ist Mieter eines Hauses oder einer Wohnung. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt, damit der Vermieter der Haustierhaltung nicht auf einmal einen Riegel vorschiebt. Kleine Hausteire wie Hamster, Ziervögel oder Fische dürfen Sie generell halten. Bei größeren Tieren wie Katzen oder Hunden ist in jedem Fall das Gespräch mit dem Vermieter sinnvoll – auch wenn er die Tierhaltung nicht pauschal verbieten darf.

Ein generelles Haustierverbot darf nicht ausgesprochen werden

Der Bundesgerichtshof hat im Jahr 2012 geurteilt, dass ein Tierhaltungsverbot in Mietverträgen nicht willkürlich formuliert werden darf. Der Vermieter muss im Einzelfall konkret begründen, warum er ein bestimmtes Haustier nicht in seinen vermieteten vier Wänden sehen möchte. Kleintiere müssen geduldet werden. Bei anderen Haustieren wie eben Hunden oder Katzen müssen schon gewichtige Gründe vorliegen, warum ein Haltungsverbot ausgesprochen wird. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Hund im Treppenhaus mehrfach anderen Nachbarn belästigt oder sogar gebissen hat. IN diesem Fall ist den Nachbarn das Zusammenleben mit dem Hund nicht zumutbar. Bloßes Bellen allein und das nur in Einzelfällen begründet noch kein Verbot der Tierhaltung.

Vermietung und Haustiere – es kommt auf die Wohnung und die Anzahl der Tiere an

Viele ältere Menschen besitzen einen Hund oder eine Katze. Sie gehören schließlich zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Dagegen ist absolut nichts einzuwenden, wenn sich Herrchen, Frauchen und die Vierbeiner an Regeln halten. Allerdings spielt natürlich die Größe der Wohnung eine gewichtige Rolle. Eine Ein-Zimmer-Wohnung mit einer Fläche von 40 Quadratmeter kann nicht ohne weiteres mit Katzen übervölkert werden. Hier kann der Vermieter durchaus verlangen, dass ein Teil der Katzen abgegeben wird. Bei dieser Wohnungsgröße ist sind zwei Katzen eher als realistisch anzusehen. Ob ein Hund bei dieser Wohnungsgröße akzeptiert werden muss, ist schwammig. Fakt ist, dass die Wohnung für den Vierbeiner dann schon etwas zu klein ist. Bei Reptilien kann der Vermieter durchaus sein Veto einlegen. Schließlich legt er keinen Wert darauf, dass irgendwann sich eine Giftschlange aus der Wohnung verirrt und das ganze Haus von Feuerwehr und Polizei auf den Kopf gestellt werden muss.

Wie sieht mit der Haftung bei Haustieren aus?

Was soll schon passieren, werden Sie sicherlich denken. Ein Hund oder eine Katze können in einer Wohnung doch kaum einen Schaden anrichten. Dieser Gedanke ist ziemlich naiv, denn die Vierbeiner sind durchaus in der Lage, einen größeren Schaden zu verursachen. Erst vor kurzem wurde eine Katzenhalterin verurteilt, die Schäden durch ihre Katze in der Wohnung zu bezahlen. Der Sofalöwe hatte sich an Fenster- und Türdichtungen zu schaffen gemacht, die nun größtenteils erneuert werden musste. Bei Hunden ist es ohne weiteres denkbar, dass sie mit ihren Krallen Parkett- oder Laminatböden beschädigen. Allerdings muss der Vermieter beider Zustimmung zur Hundehaltung hinnehmen, dass so etwas vorkommt – zumindest im Rahmen einer normalen Hundehaltung. Wenn der Hund hingegen den ganzen Tag in der Wohnung hin und her rennt, spricht man von einem übermäßigem Gebrauch der Mietsache: Hier steht dem Vermieter in jedem Fall Schadensersatz zu.

Kommt die Haftpflichtversicherung für Schäden in der Wohnung auf?

Wie sagt man so schön: Im Prinzip ja. Dazu sind allerdings mehrere Voraussetzungen notwendig. Zunächst muss erst einmal eine Haftpflichtversicherung vorhanden sein. Das ist noch lange nicht bei allen Bürgern der Fall. Sie ist zwar keine Pflichtversicherung, schafft aber finanzielle Sicherheit, wenn es mal zu einem Schaden kommt. Für Mieter gilt: Sie müssen unbedingt darauf achten, dass Mietsachschäden in der Haftpflichtversicherung eingeschlossen sind. Sonst gibt es keine Leistung, wenn der Vermieter tatsächlich Schäden durch die Haustierhaltung bemängelt. Für Hunde gilt darüber hinaus: Sie benötigen eine Hundehaftpflichtversicherung, ebenfalls mit dem Einschluss von Mietsachschäden. Ansonsten bleiben Sie im Schadensfall auf den Kosten sitzen.

Es reicht aber nicht aus, einen Schaden erst dann zu melden, wenn der Vermieter bei Abnahme der Wohnung die Schäden bemängelt. Diese können ja schon über Jahre entstanden sein. Ein Schaden muss grundsätzlich sofort gemeldet werden und nicht erst nach ein paar Jahren. Quittung für diese Verzögerung: Eine Hundehalterin musste zuletzt rund 6.000 Euro berappen für die Schäden, die ihr Hund angerichtet hat. Die Hundehaftpflichtversicherung verweigerte zu Recht die Zahlung, da sich die Schäden im Laufe mehrerer Jahre ereignet haben. Kommt es tatsächlich zu einem Schaden, müssen Sie reagieren und Ihre Hundehaftpflicht informieren. Dieser  Schaden wird sicherlich bezahlt. Allerdings müssen Sie auch dafür Sorge tragen, dass sich solche Schäden nicht wiederholen. Reichen Sie alle drei Monate einen Schaden ein, weil Ihre Katze oder Ihr Hund etwas in der Wohnung beschädigt hat, wird die Versicherung relativ schnell die Kündigung aussprechen.

Welche Pflanzen sind für Hunde besonders giftig?

Frau und Hund auf Wiesevon Manfred Weiblen

Viele Pflanzen entfalten zu dieser Jahreszeit eine bunte Blütenpracht, die auch auf Ihren Hund eine magische Anziehungskraft hat. Klar, da wird Ihr Hund neugierig und schnuppert hier und da im Gebüsch. Dabei kann es passieren, dass Ihr Hund nach einer Pflanze schnappt und sie verschlingt. Von jetzt müssen Sie Ihren Hund gut im Auge behalten. Schauen Sie, wenn möglich, nach, welche Pflanze Ihr Hund verschlungen haben könnte. Er wird ja nicht gleich den ganzen Strauch gefressen haben. Wir haben mal ein paar Pflanzen zusammengestellt, die in unseren Breiten auf Feldern und Wiesen häufig vorkommen.

Klatschmohn

Diese herrlich rot leuchtende Pflanze wächst vor allem auf Wiesen und Feldern. Durch ihre Farbe hat sie eine starke Anziehungskraft auf Tiere und leider auch auf Hunde. In den schwarzen Kapseln der Pflanze reift der Mohnsamen heran und verteilt sich durch den Wind meterweit. So wächst Mohn auch an Straßenrändern. Die Mohnblume führt bei Hunden vor allem zu Unruhezuständen, Atemproblemen, Krämpfen, Koliken und Durchfall. Sie müssen bei diesen Anzeichen schnellstens zum Tierarzt.

Maiglöckchen

Das Maiglöckchen kommt in vielen Wäldern vor und ist auch eine beliebte Zierpflanze für den Garten oder das Heim. Die gesamte Pflanze ist für Haustiere schädlich, insbesondere die Blüten und die Früchte. Hat Ihr Hund an einem Maiglöckchen geknabbert, müssen Sie auch hier unmittelbar zum Tierarzt. Die in der Pflanze enthaltenen Glykoside lösen nicht nur Erbrechen, Krämpfe, Durchfall oder Schwindel aus. Es kann durchaus auch zu Herzrhythmusstörungen, zum Kreislaufkollaps und zum Herzstillstand kommen.

Rhododendron

Der Rhododendron kommt eher seltener als Wildpflanze vor, sondern ist eher als Zierpflanze für den Garten zu betrachten. Der Strauch ist bei jeder Jahreszeit grün, die Blütezeit fällt vor allem in die Sommermonate Juli und August. Hat Ihr Hund daran geknabbert, treten Bauchkrämpfe, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung auf. Mitunter kann die Vergiftung durch diese Pflanze auch mit einem schwachen Puls und Zitter- und Krampfanfällen einhergehen. Als erste Maßnahme können Sie Ihrem Hund reichlich Wasser zum Trinken geben, danach geht’s zum Tierarzt. Als  Hundefreund sollten Sie auf diese Pflanze in Ihrem Garten generell verzichten.

Tulpen

Zu den häufigsten Gartenzierpflanzen gehört die Tulpe. Durch die unterschiedlichen Zuchtformen gibt es verschiedene Farbvarianten dieser Blume. Dabei sind für Hunde alle Pflanzenbestandteile giftig. Die darin enthaltenen Gifte Tuliposide A und B tragen zu einer Reizung der Schleimhäute bei. Es kommt bei einer Vergiftung zu Magen- und Darmreizungen oder auch zu Bauchkrämpfen. Zunächst gilt hier auch als erste Maßnahme: Dem Hund viel Wasser zu trinken geben, danach zum Tierarzt fahren.

Osterglocke

Die Osterglocke oder auch gelbe Narzisse gehört zu den typischen Gartenpflanzen. Ihre gelben Blüten treten vor allem in der Osterzeit und im Frühling in Erscheinung. Hier sind ebenfalls alle Bestandteile der Pflanze für Hunde giftig, die Wirkstoffe der Osterglocke wirken reizend auf die Haut und die Schleimhäute des Hundes. Die Vergiftung verläuft zwar nicht tödlich. Da es aber zu Bauchschmerzen und Bauchkrämpfen kommen kann, empfiehlt es sich grundsätzlich, den Tierarzt aufzusuchen – allein schon, damit Ihr Hund Medikamente zur Linderung bekommt.

Efeu

Zu den weit verbreiteten Zimmer- und Gartengewächsen gehört der Efeu. Alle Bestandteile der Pflanze sind schädlich für Hunde. Durch die in der Pflanze vorhandenen Gifte wie Saponin und Hederin kommt es zur Reizung der Schleimhäute. Darüber hinaus führt der Verzehr von Efeubestandteilen zu Durchfall und Erbrechen. Krämpfe und Erregungszustände sind ebenfalls häufige Begleiterscheinungen der Vergiftung.

Maßnahmen bei der Vergiftung Ihres Hundes

Sie können noch vor dem Gang zum Tierarzt schon erste Maßnahmen ergreifen: Gerade beim Verzehr einer nicht verträglichen oder giftigen Pflanze besteht die Möglichkeit, bei Ihrem Hund Erbrechen auszulösen. So wird zumindest ein Teil der Pflanze wieder herausgewürgt und kann dementsprechend weniger Schaden anrichten. Das dürfen Sie aber nur machen, wenn Ihr Hund noch bei vollem Bewusstsein ist. Ist Ihr bereits geschwächt, kann das Erbrechen eine Blockade der Atemwege verursachen und die Lage noch verschlimmern. Vielleicht haben Sie für den Notfall Kohletabletten im Haushalt. Diese Aktivkohle hilft, den Giftstoff im Magen Ihres Hundes zu absorbieren.

Bleiben Sie bei den Erste-Hilfe-Maßnahmen ruhig. Ihr Hund soll sich sicher fühlen. Sind Sie unruhig, merkt das Ihr Hund auch und Sie haben kaum noch Gelegenheit, erste notwendige Maßnahmen zu ergreifen. So geht wertvolle Zeit verloren.

Haustiere im Wandel der Zeit – waren wir früher Tierquäler?

Pärchen mit Hundvon Manfred Weiblen

Ein schöner Tag in der Hundeschule: Gerade hat Luna, die Hundedame ihre sechste Hundeprüfung mit der Note „sehr gut“ bestanden. Ihre Besitzerin ist stolz auf ihre Hündin. Daher ist sie mit regelmäßig unterwegs, um an Kursen für Hunde teilzunehmen. Zuletzt stand Agility auf dem Programm. Luna zeigte, wie gut sie durch Reifen springen, über Barren balancieren und durch Tunnel rennen kann. Zuhause gibt es für Luna ausgesuchtes Essen. Kein Fertigfutter, sondern selbst angerichtete Fleischgerichte, ein bisschen Gemüse, garniert mit Kräutern. Ähnlich wie Luna geht es vielen Hunden in Deutschland. Sie werden gehegt und gepflegt, sie sind eben vollwertiger Bestandteil einer Familie.

Das Hundeleben hat ein Ende

Luna führt kein Hundeleben im wahrsten Sinne des Wortes. Sie bekommt jeden Tag Beschäftigung, hervorragendes Essen und viel Zuneigung. Ihre Vorfahren noch vor Jahrzehnten fristeten da eher ein anderes Dasein. Wie auch andere Haustiere. Der Hund war für das Bewachen von Haus und Hof zuständig. Nachts bleib er draußen in seiner Hundehütte – bei Wind und Wetter. Ebenso die Katze, die für die Mäusejagd zuständig war. Heute wird ein Großteil der Stubentiger als Wohnungskatze gehalten. Sie kennen teilweise keine Mäuse mehr. Ach ja, die heute bei Kinder so beliebten Kaninchen und Hasen waren noch vor einiger Zeit einfach nur Fleischlieferanten. Der Wandel kam in den 1980er Jahren mit dem Tierschutzgesetz. Hier wurde festgelegt, dass Tiere Mitgeschöpfe des Menschen sind. Sie gelten zivilrechtlich auch nicht mehr als Sache und zuletzt wurde im Jahr 2002 der Tierschutz als Verfassungsziel ins Grundgesetz aufgenommen.

Luna ist nicht einfach nur eine Hündin

Vor drei Jahren, als ihre Besitzern Luna aus dem Tierheim holte, steckte da ein anderer Gedanke hinter. Ihr Frauchen war alleinstehend, ohne Job und Perspektive. Da sollte ein Hund Abwechslung in den Alltag bringen und für eine neue Aufgabe sorgen. Seitdem ist Luna mit ihrem Frauchen ständig unterwegs. Hundesport, Veranstaltungen und natürlich das regelmäßige Gassi gehen. Forscher kennen das Phänomen uns bestätigen: Haustiere, vor allem Hunde, bringen Lebensfreude und Abwechslung in den Alltag. Das kann vor allem älteren Menschen gut tun. Vor allem Hunde brauchen eine Bezugsperson, ihnen fällt es schwer, allein zu bleiben.

Aus heutiger Sicht waren früher Tierhalter schon fast Tierquäler

Das mag vielleicht überspitzt klingen, aber im Vergleich zur heutigen Zeit muss das schon fast so anmuten. Schließlich haben sich vor 40 Jahren nur die wenigsten Hundehalter Gedanken über solche Dinge wie Hundesport oder eine ausgewogene Ernährung gemacht. Gassi gehen, Futter aus dem Sack oder der Dose und fertig. Regelmäßige Tierarztbesuche zum Entwurmen oder Impfen? Kaum denkbar vor 40 Jahren. Heute gibt es Internet unzählige Foren, die sich mit der Haltung von Haustieren beschäftigen. Viele Buchhandlungen haben regalweise Buchtitel zum Thema Tierhaltung vorrätig. Hundeschulen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Allein in den letzten zehn Jahren hat sich die Anzahl fast verdreifacht. Mittlerweile gibt es mehr als 2.000 private Hundeschulen. Das ist aber letztendlich auch der Entwicklung in der Gesetzgebung geschuldet. Immer mehr Bundesländer verlangen, dass Hunde ausgebildet werden, damit sie keine Gefahrenquelle in der Öffentlichkeit darstellen.

Problematischer Wandel in der Zucht von Hunden

Da Hunde vielfach als Familienmitglied behandelt werden, müssen sie auch dementsprechend aussehen. Teilweise nimmt das schon groteske Züge an. Hunde und Katzen sollen wie süße Kinder aussehen, das schlägt sich natürlich auch in der Zucht wieder. Kleinsthunde in jeder Form, Möpse und kleine Bulldoggen stehen hoch im Kurs. Diese sind jahrelang in bestimmte Richtungen gezüchtet worden und werden nun zum gesundheitlichen Problemfall. Vor allem die vermeintlich süßen Hunde mit den kurzen Nasen bekommen arge Probleme mit der Atmung und vor allem bei Hitze, da sie sich lediglich über die Atemwege Kühlung verschaffen können. Französische Bulldoggen und Möpse sind mittlerweile so kopflastig entwickelt, dass sie vornerüber kippen oder bei Hitze kollabieren. Zuviel Tierliebe kann schon erdrückend und für das Tier zur Qual werden. Ist es da nicht besser, sich ein wenig auf die vergangenen Zeiten zu besinnen und nicht Gott zu spielen, was die Züchtung von Hunden angeht? Positiv bleibt in jedem Fall das gestärkte Bewusstsein für Haustiere. Sie sollen nicht leiden und die meisten Tierhalter wissen – Schläge tun einem Tier nicht gut. Allerdings sollte der Besuch von Hundeschulen oder anderen Veranstaltungen in Maßen erfolgen. Mancher Hund ist nicht in der Lage, das Geforderte umzusetzen und dann wird es stressig für Herrchen oder Frauchen. Ähnlich, als wenn das Kind in der Schule seine Leistungen nicht bringt. Bei Haustieren liegt aber kein Zwang dahinter, was spricht also dagegen, das Tier einfach Tier sein zu lassen? Das ändert ja letztendlich nichts an der Zuneigung.