Wenn der Katzenjammer kein Ende nimmt…

Katze auf dem RückenKatzen miauen – das ist nun einmal ihre Art, ihren Unmut, Freude, Langeweile, Hunger oder auch Aufregung zum Ausdruck zu bringen. Sie möchten sich verständlich machen und lenken damit die Aufmerksamkeit ihrer Dienerschaft, oder besser gesagt von Herrchen und Frauchen, auf sich.

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Zeckenbefall bei der Katze – worauf müssen Sie achten?

Katze auf einer WieseMit dem Frühjahr und dem damit verbundenem Temperaturanstieg werden die Zecken wieder aktiv. Sie kommen ab einer Temperatur von sieben Grad wieder zum Vorschein und suchen sich andere Tiere, bei denen sie Blut saugen können. Dass Hunde regelmäßig von Zeckenbefall betroffen sind, ist kein Geheimnis.

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Katze hat den Fernseher umgeschmissen – wer bezahlt den Schaden?

Liegende Katzevon Manfred Weiblen

Kuriose Dinge können sich zuweilen durch Katzen ereignen. Sie sind nun einmal neugierige Wesen und erkunden die Welt um sie herum auf ihre eigene Art und Weise. Da wird auf Schränke gesprungen, im Garten herumgestromt und der Keller nach Mäusen durchforstet. Kaum ein Katzenfreund denkt daran, dass sein Stubentiger auf diese Art und Weise irgendwo einen Schaden anrichten könnte: Wenn sich so eine Situation ereignet, dann sind Herrchen oder Frauchen nicht immer in der Nähe. Es gibt aber auch Fälle, wo die Katze eindeutig als Verursacher eines Missgeschickes ausgemacht werden kann: quasi inflagranti erwischt. Bloß – wer kommt für den Schaden auf?

Fernseher umgeschmissen – die Katzen trieben es zu dolle

Wenn Katzen nur in der eigenen Wohnung gehalten werden, dann toben sie dort herum. Passiert etwas, etwa weil eine Vase umfällt, dann sind Herrchen oder Frauchen auf sich allein gestellt. Sie müssen den Verlust in Kauf nehmen oder eine neue Vase anschaffen. Die Essensration für die Katze kürzen geht nun einmal nicht. Kommt es hingegen zu einem Schaden, wobei das Eigentum anderer Personen beschädigt wird, dann haftet generell der Katzenhalter für das Missgeschick seines Sofalöwen. Das kann  mitunter schon merkwürdige Blüten treiben. In einem konkreten Fall haben die beiden Katzen einen Flachbildfernseher umgestoßen. Leider stehen diese Geräte oft nur auf sehr labilen Füßen, so dass ein kräftiger Wackler schon das Aus des Gerätes bedeuten kann. Dumm nur, wenn der Fernseher nicht dem Katzenhalter gehört.

Katzenhaftpflicht oder Privathaftpflicht?

Der Katzenhalter ist verantwortlich für die Schäden, die seine Katze verursacht. Er steht dem Geschädigten gegenüber in der Haftung. Für solche Fälle gibt es die Haftpflichtversicherung, damit bei einem größeren Schaden damit nicht gleich die finanzielle Existenz ruiniert ist. Für Hundehalter gibt es due Hundehaftpflicht. Für Katzenhalter hingegen gibt es keine gesonderte Haftpflichtversicherung. Katzen gehören zu den zahmen Haustieren und können dagegen über die private Haftpflichtversicherung abgesichert werden. Das Halten von zahmen Haustieren ist in der Privathaftpflicht also eingeschlossen. Ärgerlich nur, wenn der Katzenfreund auf die Privathaftpflicht verzichtet. Das kommt nicht einmal selten vor. Oftmals wird das begründet mit der These: „Bei mir passiert schon nichts.“ Allerdings sind Katzen unberechenbar und wenn sie auf frischer Tat erwischt werden, wie sie aus des Nachbars Teich einen Koikarpfen erlegen, dann muss Herrchen oder Frauchen zahlen.

Fernseher der Freundin umgestoßen – zahlt dafür die Privathaftpflicht?

Nun ist es so, dass in dem geschilderten Fall der Fernseher nicht das Eigentum es Katzenhalters war, sondern der Freundin, die beim ihm phasenweise wohnt. Das führt letztendlich dazu, dass die Privathaftpflicht hier den Schaden nicht zwingend übernehmen muss. Nicht etwa, weil die Katze den Schaden verursacht hat, sondern weil der Fernseher sich geliehen in der betreffenden Wohnung befand. Geliehene Gegenstände sind vom Versicherungsschutz weitestgehend ausgeschlossen. Hinzu kommt noch, dass durch das phasenweise Wohnen der Freundin zusammen mit dem Katzenfreund eine häusliche Gemeinschaft gebildet wurde. Damit hat sich die Erstattung über die Privathaftpflicht quasi von allein erledigt. Schadensersatzansprüche untereinander sind – außer in speziellen Tarifen – nicht versichert.

Warum ist die Privathaftpflicht für Katzen notwendig?

Wie bereits beschrieben, müssen Katzenfreunde für die Schäden aufkommen, die von ihrem vierbeinigen Liebling verursacht werden. Da gibt es eine Menge Möglichkeiten, wie sich ein Schaden ereignen kann. Erst vor kurzem wurde eine Katzenhalterin zu Schadenersatz gegenüber ihrem Vermieter verurteilt: Ihre Katze hatte die Fensterdichtungen durchgeknabbert, die mühevoll ausgetauscht werden mussten. Daher ist es nicht nur wichtig, dass überhaupt eine Privathaftpflicht besteht, es müssen hier auch die sogenannten Mietsachschäden versichert sein. Das sind Schäden, die sich an der Substanz der Wohnung ereignen und wo der Vermieter einen Schadensersatzanspruch gegenüber dem Vermieter hat. Übrigens: Wer sich fortwährend auf den Schutz der Privathaftpflicht verlässt, der kann auch schon mal verlassen werden. Das dann der Fall, wenn Schäden über lange Zeit verursacht werden und keine Abhilfe geschaffen wird. In einem anderen Fall, hat eine Katze in einer Mietwohnung regelmäßig uriniert. Nicht auf dem Katzenklo, sondern auf dem Laminat. Der Urin zog in den Estrich ein und musste nach Auszug der Mieterin ausgetauscht werden. Das kam der Katzenhalterin wiederum teuer zu stehen: Zwar hatte sie eine Privathaftpflicht. Da der Schaden aber nicht nur durch einmal urinieren entstanden ist, sondern dauerhaft, musste die Versicherung nicht zahlen. Hier hätte die Halterin schon beim ersten Mal Abhilfe schaffen können.

Warum warnen Tierärzte vor veganer Ernährung bei Hunden und Katzen?

Vegane Ernährung scheint im Trend zu sein – immer mehr Bürger verzichten auf tierische Lebensmittel und auch auf Speisen, die mit tierischen Produkten hergestellt werden. Kein Tier soll mehr sterben oder ausgebeutet werden. Es bleibt natürlich jedem überlassen, wie er sich ernährt. Viele Vegetarier und auch Veganer gehen mittlerweile dazu über, ihre Einstellung zur Ernährung auch auf ihren Hund oder ihre Katzen zu übertragen. Das kann allerdings erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Tierärzte waren vor der veganen Fütterung. Dabei entfallen bei der Nahrungsaufnahme die tierischen Eiweiße, die vor allem für Katzen notwendig sind.

Wichtige Nährstoffe werden bei veganer Ernährung nicht mehr aufgenommen

Vom Wesen her gehören Katzen zu den Jagdtieren. Sie sind Beutefresser und vom Verdauungsapparat darauf ausgerichtet, tierische Eiweiße zu verwerten. Nahrung auf pflanzlicher Basis ist für Katzen ungeeignet, da ihr Darm viel zu kurz ist, um diese zu verdauen. Wie beim Tom und Jerry besteht das Leben für Katzen immer noch aus der Jagd auf Mäusen. Diese enthalten Taurin, das wiederum nur in den tierischen Eiweißen vorkommt. Für Katzen ist dieses Taurin lebensnotwendig. Eine Mangelernährung kann dazu führen, dass die Katze erblindet oder an einer Herzmuskelerschlaffung erkrankt. Dieser Mangel an Taurin kann bei Hunden ebenfalls zu Herzmuskelschäden führen.

Pflanzliche Ernährung ist für Hunde möglich – aber nur unter bestimmten Voraussetzungen

Hunden sind nicht so sehr auf das Taurin und die tierischen Eiweiße festgelegt wie Katzen. Sie sind in der Lage, auch pflanzliche Nahrungsmittel zu verdauen. Hunde können also vegan ernährt werden, allerdings müssen Mineralstoffe und Vitamine, die Hunde sonst über ihre normale Nahrung zu sich nehmen, dazu gefüttert werden. Ansonsten drohen auch hier Mangelerscheinungen. Generell soll eine Umstellung auf vegane Ernährung nicht ohne Rücksprache mit dem Tierarzt erfolgen. Viele vegane Produkte enthalten nicht die notwendigen Nährstoffe.

Wie fragwürdig ist die vegane Ernährung bei Hunden und Katzen?

Jedem bleibt es ja letztendlich selber überlassen, wie er sich ernährt. Ob diese Form der veganen Ernährung allerdings auf Haustiere wie Hund und Katze übertragen werden soll, bleibt höchst fraglich. Haustiere sollten immer noch ein Stück weit artgerecht gehalten werden. Sicherlich, auf dem Sofa liegen ist auch nicht unbedingt artgerecht, schadet dem Hund oder Katze aber nicht. Diese Tiere sind vom Wesen her Fleischfresser und entsprechend organisch darauf ausgerichtet. Wer ein besseres Gewissen gegenüber Tieren hegt, nur weil sein Haustier vegan ernährt wird, sollte sich überlegen, ob nicht Kaninchen, Hamster oder Meerschweinchen besser geeignet sind. Schließlich sagt auch das Tierschutzgesetz, dass Haustiere ihrer Art und ihren Bedürfnissen nach entsprechend ernährt werden müssen.

Argumentation der Domestikation ist äußerst fragwürdig

Wer seine vegane Lebensweise nun auf seinen Hund oder die Katze überträgt, macht das mit dem guten Gewissen, dass kein anderes Tier für die Nahrung leiden muss. Dem Hund oder der Katze ist das allerdings egal. Sie haben kein schlechtes Gewissen, wenn auf Beutezug sind und die Katze mal wieder eine Maus mit nach Hause bringt. Trotz der Domestikation der Haustiere bleiben die Instinkte ja immer noch erhalten. Letztendlich stellt diese Art der Ernährung für Haustiere auch ein Stück weit einen Eingriff in die Natur dar. Hunde und Katzen benötigen nun einmal fleischliche Nahrung. Wer sich für den Tierschutz einsetzt und vegetarisch oder vegan lebt, kann ja zumindest auf die Herkunft des Hundefutters achten. Spricht man auf die vegetarische oder vegane Ernährung an, wird häufig argumentiert, dass Halsbänder, Körbchen und Bälle zum Spielen ja auch nicht unbedingt artgerecht sind. Allerdings müssen sich Tierfreunde in einem Punkt bewusst sein: Wer sich einen Fleischfresser ins Haus holt, muss ihn auch artgerecht ernähren. Es kann nun einmal nicht jedes Lebewesen auf die eigene Wertvorstellung umerzogen werden.

Schaffen Sie Sicherheit für Ihre Katze

drei Katzen auf weißen GrundIhr kleiner Stubentiger erkundet jeden Tag sein Revier aufs Neue und nimmt dabei alle möglichen Schlupfwinkel, Ecken und Lücken im Haus oder in der Umgebung wahr. Klar, denn Neugier gehört nun einmal zu der Katze wie der Jagdinstinkt zum Hund. Dabei kann natürlich auch allerlei passieren. Für Ihre Katze gibt es zahlreiche gefährliche Stellen, die schnell zu einem Unfall führen können. Sei es einfach nur der Straßenverkehr, ein ungesicherter Balkon, das Dachfenster oder auch ein eingeschaltete Herdplatte. Wie können Sie selber in Ihrem Haushalt Gefahren vermeiden, die zu einer Verletzung Ihrer Katze führen können?

In der Wohnung ist alles interessant für Ihre Katze

Geöffnete Schränke, Schubladen oder Klappboxen unterm Bett: Alles, wo Ihre Katze hineinschauen und klettern kann, ist unheimlich interessant. Gefährlich wird es aber, wenn die Katze eingesperrt wird, weil Sie gerade nicht daran denken, dass Ihr Stubentiger gerade wieder auf Entdeckungsreise ist. Unabhängig davon, dass Ihre Katze sich wahrscheinlich auch bei kurzer Gefangenschaft sehr unwohl fühlen wird, lauert in Schränken oder Schubladen immer Gefahrenpotenzial. Liegen dort Werkzeuge, an denen sich Ihre Katze verletzen kann? Haben Sie dort wohlmöglich Stoffe untergebracht, die für Ihre Katze schädlich sind, wie beispielweise Klebstoff? Selbst ein unaufgeräumter Schreibtisch kann schon zum Risiko werden, wenn dort ein Schneidemesser offen herumliegt. Daher: Schränke und Schubladen sollten nach dem Gebrauch sofort wieder geschlossen werden. Haben Sie zum Beispiel ein Heimbüro, muss die Tür dort verschlossen bleiben. Ansonsten kann es passieren, dass sich Ihre Katze an den Reißzwecken oder Pinnwand-Nadeln bedient.

Wo kann Ihre Katze auf giftige Substanzen stoßen?

Viele Dinge sind für Ihre Katze giftig und damit unverträglich. Das fängt schon bei harmlosen Zimmerpflanzen an und endet bei einer nicht entsorgten Zigarette im Aschenbecher. Nebenbei: Wenn Sie eine Katze halten, sollte Rauchen in den vier Wänden tabu sein. Schließlich kann das Nikotin langfristig auch Atemwege und Lunge Ihrer Katze schädigen. Putzmittel, Duschgel, Alkohol – viele Flüssigkeiten, die Sie im Haushalt logischerweise vorhalten. Diese Dinge sind aber beim Verschlucken eine hochgradige Gefahr für Ihre Katze. Diese Stoffe können ohne weiteres Vergiftungen auslösen oder zumindest Übelkeit. Der Gang zum Tierarzt wird danach unvermeidbar sein.

Schädlich ist im Übrigen auch eine Reihe von Lebensmitteln. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mahlzeit auf dem Esstisch nicht unbeaufsichtigt bleibt. So manche Lebensmittel wie Schokolade, Zwiebeln oder auch Weintrauben sind eine Gefahr für Ihre Katze und lösen eine Vergiftung aus. Wenn Sie Fleisch zubereiten, wird Ihre Katze sicherlich hoffungsvoll um Ihre Beine streichen. Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken. Unser Fleisch ist viel zu stark gewürzt und für den Magen einer Katze einfach unverträglich. Das gilt besonders für Grillfleisch.

Gekippte Fenster und Türen sind eine Todesfalle

Wenn Ihre Katze ein Freigänger ist, dann wird sie kaum eine Gelegenheit auslassen, um nach draußen zu kommen. Da macht eine Katzenklappe ein der Terrassentür schon Sinn, damit Sie nicht immer hin und herspringen müssen, wenn Ihre Katze es sich mal wieder anders überlegt und rein oder raus möchte. Wenn Sie mal frische Luft in Ihre Wohnung lassen, können gekippte Fenster aber zur Todesfalle für Ihre Katze werden. Vor allem, wenn Sie mal eben außer Haus sind. Versucht Ihre Katze, durch ein gekipptes Fenster nach draußen zu gelangen, kann es passieren, dass sie abrutscht und im Spalt stecken bleibt. Dabei rutscht sie immer weiter nach unten, wo sich der Spalt verengt. Das führt dazu, dass Organe gequetscht werden. Wenn Sie dann auf die Zwangslage Ihrer Katze nicht rechtzeitig aufmerksam werden, bedeutet das den sicheren Tod.

Mittlerweile gibt es Netze oder sogar leichte Scherengitter, die beim Öffnen des Fensters den Spalt verschließen, aber dennoch ausreichend Frischluft hineinlassen. Prüfen Sie mal, wo Ihre Katze entwischen kann und überlegen Sie, wie sie die betreffenden Fenster sichern können. Wenn Sie schon lüften, lassen Sei die Fenster am besten komplett geöffnet. Natürlich nur, wenn Sie zu Hause sind. Sie möchten ja schließlich keine Einbrecher in Ihren Vier Wänden haben.

Balkone sind ein Unsicherheitsfaktor

Selbst wenn die Katze als guter Kletterer bekannt ist: Ein Sturz aus großer Höhe kann zu schweren Verletzungen führen. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Ihr Sofalöwe auf den Balkon hinausgeht und auf die Brüstung springt. Verliert er dabei das Gleichgewicht, ist ein Sturz in die Tiefe die logische Folge. Das geht leider nicht immer gut aus. Sie können am Balkon ein grobmaschiges Netze anbringe, um zu vermeiden, dass Ihre Katze auf die Brüstung springt. Bevor Sie aber irgendwo bohren, um das Netz zu befestigen, müssen Sie Ihren Vermieter um Erlaubnis fragen. Schließlich dürfen Sie ja nicht ohne weiteres einfach in die Bausubstanz eingreifen. Die Genehmigung für das Anbringen eines Netzes auf der Rückseite des Hauses kann er Ihnen aus optischen Gründen kaum verbieten. Zeigt der Balkon aber zur Straßenseite, dann stellt ein solches Netz eine optische Beeinträchtigung dar und kann durchaus verboten werden.

Rechtsfragen zum Thema Katzenhaltung: Was dürfen Katzenfreunde machen und was nicht?

Drei Katzen auf weißem GrundRund zwölf Millionen Katzen leben in den deutschen Haushalten. Sie gelten als pflegeleicht, sind anschmiegsame Sofalöwen und eine wunderbare Gesellschaft vor allem für Menschen, die alleine leben. Katzen sind reinliche Tiere und werden in vielen Fällen als reine Wohnungskatzen gehalten. Katzen haben viele Bedürfnisse, denen Katzenfreunde gerecht werden möchten. Wo ist aber die Grenze, wo sich beispielsweise Nachbarn oder sogar Vermieter einschalten dürfen?

Kann die Katzenhaltung durch den Vermieter eingeschränkt werden?

Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes können Vermieter Ihnen die Haltung Ihrer Katze nicht ohne weiteres verbieten. Hier muss Ihr Vermieter generell den Einzelfall prüfen, Zwei oder drei Katzen in einer Mietwohnung können schon grenzwertig sein. Geht der Hang schon hin zum Animal-Hording, kann der Vermieter zu Recht die Katzenhaltung untersagen. Im Übrigen muss Ihr Vermieter auch auf die Nachbarn Rücksicht nehmen. Wenn Ihr Mieter von gegenüber an einer Katzenhaarallergie leidet, müssen Sie alles unternehmen, damit Ihr Nachbar nicht durch Ihre Katze beeinträchtigt wird.

Dürfen Sie als Mieter ein Katzennetz am Balkon anbringen oder eine Katzenklappe installieren?

Damit die Katze nicht vom Balkon springen kann, bringen viele Katzenfreunde ein Netz am Balkon an. Das kann unter Umständen zum Streit mit dem Vermieter führen. Er muss in keinem Fall hinnehmen, dass durch das Anbohren von Haltepunkten die Bausubstanz beschädigt wird oder das Netz das Haus nach außen optisch beeinträchtigt wird. Ebenso wenig muss der Vermieter es dulden, wenn in die Balkontür selbstständig eine Katzenklappe eingebaut wird. Denn Schaden, der dadurch entsteht, bleibt beim Mieter hängen.

Wer haftet, wenn die Katze einen Schaden verursacht?

Soviel vorweg: Katzen benötigen keine separate Haftpflichtversicherung wie Hunde oder Pferde. Dennoch stehen Sie als Katzenfreund in der Haftung, wenn es Ihr kleiner Tiger irgendwo in der Nachbarschaft zu dolle getrieben hat und Ihrer Katze der Schaden nachgewiesen werden kann. Das reicht vom Katzenbiss bis hin zu Einschleichen Ihrer Katze in eine fremde Wohnung. Gelangt Ihr Stubentiger über ein geöffnetes Fenster in die Wohnung Ihres Nachbarn und richtet dort Chaos an, so müssen Sie für den Schaden geradestehen. Passieren kann so etwas immer mal bei einer Freigängerkatzen, daher können wir Ihnen die Privathaftpflicht wirklich empfehlen. Stellen Sie mal folgende Situation vor: Ihre Katze hat sich in die Nachbarwohnung verirrt. Der Nachbar entdeckt Ihre Katze, sie erschrickt sich und bringt den Flachbildfernseher zu Fall, als sie vom Regal springen möchte.

Dürfen Sie Ihren Liebling im Garten bestatten?

Irgendwann neigen sich die sieben Leben der Katze dem Ende entgegen. Wenn Sie Ihre Katze lieben, werden Sie Ihren kleinen Freund kaum an die Tierkörperverwertung abgegeben. Der Abschied soll schon bisschen würdevoller verlaufen. Kein Problem, sagen die Behörden. Die Katzen muss in mindestens einem halben Meter Tiefe beigesetzt werden. Dazu muss sie in einem Material eingehüllt werden, das leicht abbaubar ist. Zu öffentlichen Wegen muss ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden. Befindet sich Ihr Garten hingegen in einem Wasserschutzgebiet, so dürfen Sie Ihre Katze in keinem Fall dort beisetzen. Dann ist es besser, wenn Sie Ihren Liebling auf einem Tierfriedhof beisetzen lassen.

Diese Lebensmittel sind für Ihre Katze unverträglich

Katze auf der WieseSie lieben Ihre Katze, Sie nehmen sich viel Zeit um mit ihr zu schmusen. Ihrem kleinen Stubentiger soll es an nichts fehlen und Sie bieten ihm das beste Futter. Ab und zu darf der kleine Sofalöwe auch mal ein Leckerchen von Ihnen bekommen. Ein Stückchen Thunfisch, ein Stückchen Schokolade. Wundern Sie sich nicht, wenn es Ihrer Katze nach dieser Art der Fütterung mal schlecht geht. Es gibt Lebensmittel, die für Ihre Katze schlicht und ergreifend unverträglich sind.

Einige unverträgliche Lebensmittel sind offensichtlich

Dass Alkohol und Kaffee für die Katze nicht geeignet sind, wissen Sie als Katzenfreund mit Sicherheit. Das Problem ist auch nicht, dass Sie Ihrer Katze aus Versehen davon etwas geben. Vielmehr kann die neugierige Katze auf ihren Streifzügen auf diese Quellen stoßen, beispielweise wenn das Glas mit Cognac auf dem Tisch steht oder der Kaffee in der Morgenhast noch nicht ausgetrunken wurde. Halten Sie daher solche Getränke unter Verschluss, so dass Ihre Katze nicht daran nippen kann. Bewegungsstörungen, Herzrasen und Muskelzittern sind nur einige der Vergiftungserscheinungen.

Wie sieht es mit Milch und Thunfisch aus?

Typisches Bild bei der Katze: Der kleine Vierbeiner sitzt vor seiner Futterschale und schlabbert die Milch, die Herrchen oder Frauchen ihm gegeben haben. Dabei ist es ein hartnäckiges Gerücht, dass Katzen Milch brauchen. Im Gegenteil, gerade erwachsene Katzen vertragen Milchprodukte wegen des enthaltenen Milchzuckers nicht gut. Ebenso ist Thunfisch in größeren Mengen nicht geeignet für die Fütterung Ihrer Katze. Ein Häppchen hier und da kann nicht schaden, die regelmäßige Fütterung von Thunfisch aus der Dose, vor allem mit Öl, führt unweigerlich zu Erbrechen und Durchfall.

Süßigkeiten sind ein Tabu für Ihre Katze

Ein Stück Schokolade hat noch niemanden geschadet, werden Sie sicherlich denken. Doch, Ihrer Katze schadet es. Schokolade enthält Theobromin. Dieser Stoff führt im Körper der Katze zu lebensgefährlichen Vergiftungen, da der Wirkstoff nur sehr langsam abgebaut werden kann. Übrigens: Hunden geht es da auch nicht besser. Selbst Bonbons oder Backwaren können für Ihre Katze zu einer Vergiftung führen. Der Stoff Xylitol ist darin enthalten, dieser bewirkt bei Ihrer Katze Krämpfe und Leberversagen. Apropos Backwaren: Wenn Sie mal wieder selber backen, passen Sie auf, dass die Katze sich nicht an Ihrer Hefe vergreift. Hefe gärt im Magen – das führt naturgemäß zu starken Magenschmerzen bei Ihrer Katze. Zudem kommt es bei der Gärung von Hefe auch zur Entstehung von Alkohol. Dieser kann nur sehr langsam wieder abgebaut werden und sorgt dafür, dass Ihre Katze wohl den Rest des Tages unter Bewegungsstörungen leidet.

 

Die 10 häufigsten Krankheiten bei Katzen – Teil 3

Katze auf einer WieseMit dem dritten Teil endet unsere Serie zu den häufigsten Katzenkrankheiten. Wir hoffen, dass es Ihrer Katze jederzeit gut geht und sie lange Jahre für Sie ein treuer Begleiter ist. Denken Sie immer daran, bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung sofort den Tierarzt aufzusuchen. Langes Warten hilft da nicht weiter, denn schließlich geht es um die Gesundheit Ihres vierbeinigen Lieblings.

Die Schilddrüsen-Überfunktion

Wenn es zu einer Schilddrüsen-Überfunktion kommt, fällt das zunächst noch nicht so stark auf. Die Katze frisst zwar ausreichend oder vermehrt, nimmt aber an Gewicht ab. Halten Sie daher die Fressgewohnheiten Ihrer Katze, vor allem im Alter genau im Auge. Im Laufe der Zeit kommt es auch zu Erbrechen oder Durchfall, das Fell wird stumpf und die Krallen wachsen schneller als normal. Durch eine Blutuntersuchung beim Tierarzt kommt man der Schilddrüsen-Überfunktion sehr schnell auf die Spur. Nun muss ein Medikament verabreicht werden, womit die Hormonsynthese in den Schilddrüsenzellen aufgehalten wird. Alternativ ist auch eine Operation möglich, allerdings ist es kompliziert, das betroffene Schilddrüsengewebe komplett zu entfernen.

Zumeist mit tödlichem Verlauf – die Bauchfellentzündung

Die Bauchfellentzündung wird durch eine Viruserkrankung ausgelöst. In der Regel erfolgt die Übertragung durch Speichel oder Kot. Schutz dagegen bietet eine Grundimmunisierung im vierten bis fünften Lebensmonat. Tritt die Bauchfellentzündung auf, leidet die Katze häufig an Fieber, Mattigkeit und Appetitlosigkeit. Je nach Form der Bauchfellentzündung ist der Bauch aufgebläht oder die Organe wie Leber oder Nieren sind entzündet. Eine Heilung der Erkrankung ist nicht möglich, durch Medikamente können die Begleiterscheinungen gemildert werden.

Darmparasiten

Zu einer Ansammlung von Parasiten im Darm kommt es durch die Aufnahme von rohem Fleisch oder den Verzehr von Beutetieren. Im Darm kommt es zur Vermehrung der Bakterien. Die Erkrankung ist sogar für den Menschen nicht ungefährlich. Dennoch tritt die Erkrankung äußerlich nicht besonders auffällig in Erscheinung, in akuten Fällen kann sie aber zu Appetitlosigkeit und Mattigkeit führen. Der Tierarzt verschreibt in solchen Fällen entsprechende Antibiotika. Eine Vorbeugung ist möglich, in dem die Katze kein rohes Fleisch zu essen bekommt – daher sind Wohnungskatzen von dieser Erkrankung auch weniger betroffen.

Krankheiten an den Zähnen

Wie der Mensch auch kann eine Katze auch an Erkrankungen der Zähne leiden. Vor allem bei Wohnungskatzen treten die Symptome immer häufiger auf. Während in der Natur Knorpel und Knochen dazu beitragen, dass die Zähne beansprucht werden, sorgt Fertigfutter dafür, dass der Abrieb der Zähne kaum noch stattfindet. So kommt es zu Zahnfleischentzündungen und Zahnsteinbildung. Wenn die Katze deutlichen Mundgeruch hat und das Zahnfleisch stark gerötet ist, liegen die Erkrankungen vor. Der Tierarzt kann mit einer professionellen Zahnreinigung unter Narkose Abhilfe schaffen. Zur Vorbeugung können Sie auch Katzenzahnbürsten und spezielle Katzenzahnpasta verwenden – gewöhnen Sie Ihre Katze langsam daran, weil diese Pflege täglich erforderlich ist.

Erbrechen beim Haustier – wie leisten Sie Erste Hilfe?

Kranker Hund mit FieberthermometerGenauso wie wir Menschen können Haustiere Krankheiten ausbrüten oder sich bei anderen Artgenossen anstecken. Eine häufige Begleiterscheinung von Krankheiten ist das Erbrechen. Die Ursachen können ebenso harmlos wie auch schwerwiegend sein. Dieser Reflex dient dazu, den Magen schnell zu entleeren, um z. B. Gifte, Krankheitserreger oder Fremdkörper loszuwerden. Dabei tritt das Erbrechen bei Haustieren wesentlich häufiger auf als beim Menschen. Wenn Ihr Haustier über ein bis zwei Tage erbricht und einen munteren Eindruck macht, besteht noch kein Anlass zur Sorge. Dauern diese Symptome aber an oder das Erbrechen wiederholt sich nach ein paar Tagen wieder, müssen Sie zum Tierarzt.

Welche Ursachen kann das Erbrechen haben?

Eine genaue Untersuchung kann nur der Tierarzt vornehmen. Faktisch kommt aber eine Vielzahl von Ursachen infrage, wenn Ihr Hund oder Ihrer Katze erbricht. Dazu gehören z. B. Infektionen mit Viren, Bakterien, Pilzen und Parasiten oder auch Fremdkörper, die in den Magen-Darm-Trakt geraten sind. Ebenso spielen innere Erkrankungen eine Rolle wie die Erkrankung der Leber oder eine Bauchspeicheldrüsen-Entzündung. Vor allem bei Hunden sind Vergiftungen, nicht zuletzt auch durch Giftköder, eine nicht selten auftretende Ursache.

Können Sie Erste Hilfe leisten?

Erbricht Ihr Hund oder Ihre Katze, sollten Sie zunächst vermeiden, ihm Futter zu geben. Das gilt auch für den Fall, wenn das Tier Anzeichen von Durchfall zeigt. Wenn sich Ihr Tier häufig im Freien aufhält, ist es sinnvoll, den Vierbeiner in der Wohnung zu behalten. So können Sie besser beobachten, ob sich die Beschwerden verstärken. Gleichzeitig wird damit vermieden, dass Ihr Tier aus Pfützen trinkt oder sich an anderer Stelle weitere Krankheitserreger einfängt, wie z. B. bei anderen Artgenossen. Bieten Sie Ihrem Haustier ausreichend und regelmäßig frisches Wasser an. Spezielle Lösungen aus der Apotheke, angereichert mit Vitaminen, Elektrolyten und Mineralstoffen können ruhig ins Trinkwasser gemischt werden. Klingen die Symptome nach ein bis zwei Tagen nicht ab, müssen Sie unbedingt den Tierarzt aufsuchen.

Welche Folgen kann Erbrechen oder Durchfall haben?

Zunächst besteht für Tiere die Gefahr der Austrocknung. Durch das Erbrechen oder Durchfall wird in der Regel eine Menge an Flüssigkeit ausgeschieden, diese fehlt dem Tier. Vor allem für junge Katzen und Welpen ist das ein sehr großes Gesundheitsrisiko, das auch tödlich verlaufen kann. Zudem kann hier auch eine Erkrankung stecken, die vom Tierarzt behandelt werden muss. Haben Sie den Verdacht, dass sich Ihr Tier vergiftet hat, dann ist es sinnvoll, wenn Sie Erbrochenes mit zum Tierarzt nehmen. Eine Vergiftung ist z. B. dann offensichtlich, wenn Ihr Hund beim Gassigehen etwas in den Fang genommen hat und wenige Zeit später erbricht. In solchen Fällen ist höchste Eile geboten, um die Gesundheit des Tieres zu retten.

News von parasitenfrei.de: Flohbefall richtig bekämpfen

Flöhe gehören zu den bedeutendsten Parasiten von Hund und Katze. Dennoch sind viele Tierbesitzer oft nur unzureichend darüber informiert, welche gesundheitlichen Folgen ein Flohbefall nach sich ziehen kann und wie bei einem Befall angemessen zu reagieren ist.

Hundefloh ©Bayer Vital GmbH

Flöhe sind lästig und können zudem zu einer langanhaltenden Plage werden, wenn ein Befall nicht umfassend und systematisch behandelt wird. Im Schnitt finden sich nur knapp fünf Prozent einer Flohpopulation als ausgewachsene Insekten auf Hund oder Katze – 95 Prozent hingegen als Eier, Larven oder Puppen in der unmittelbaren Umgebung (z. B. in Polstermöbeln oder den Schlafplätzen der Haustiere) des befallenen Tieres. Selbst wenn alle Flöhe am Haustier abgetötet wurden, können diese Entwicklungsstadien bereits innerhalb weniger Wochen zu einer neuen Generation adulter Tiere heranwachsen.

Die flügellosen Insekten sind aber nicht nur störend, sie können für Hund und Katze auch weitere gesundheitliche Folgen haben. Neben wichtigen bakteriellen Infektionen können Flöhe außerdem den Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum) übertragen. Bedingt durch den Juckreiz, der mit einem akuten Flohbefall stets einhergeht, kratzen sich befallene Hunde und Katzen oder knabbern an ihrem Fell. So kann es passieren, dass mit Bandwurmlarven infizierte Flöhe zerbissen und geschluckt werden. Die Entwicklungsstadien des Bandwurms, sogenannte Finnen, gelangen in den Organismus und nisten sich im Darm der Vierbeiner ein, wo sie zu geschlechtsreifen Würmern heranwachsen. Dieser Bandwurm ist potentiell auch auf den Menschen übertragbar.

Um einen etwaigen Flohbefall in den Griff zu bekommen, ist es daher wichtig, Tierbesitzern mit guter Beratung, praktischen Tipps und geeigneten Produkten hilfreich zur Seite zu stehen. Als wirksame und umfassende Behandlungsmethode hat sich das „4-Punkte-Programm“ bewährt.

4-Punkte-Programm im Kampf gegen Flöhe:

Punkt 1 des Programms sieht eine Bekämpfung am Tier vor – also die direkte Behandlung von Hund und Katze mit dem Ziel, erwachsene Flöhe abzutöten. Ein akuter Flohbefall kann mit Hilfe geeigneter Präparate (z. B. mit Advantage®, dem Bolfo® Flohschutz-Shampoo oder dem Seresto® Halsband für Hunde) direkt auf dem befallenen Tier bekämpft werden.

Punkt 2 umfasst die Vorbeugung am Tier. Nur ein vorbeugender Flohschutz kann helfen, einen Neubefall zu verhindern. Die Prophylaxe kann in Form von Spot-Ons (z. B. Advantage®) oder Halsbändern (z. B. dem Bolfo® Zecken- und Flohschutzband, dem Kiltix® Halsband oder dem Seresto® Halsband für Hunde) erfolgen.

Punkt 3 beinhaltet die Bekämpfung in der Umgebung. Eine direkte Umgebungsbehandlung ist deshalb notwendig, da nur so verhindert werden kann, dass sich die dort befindlichen Eier, Larven und Puppen innerhalb weniger Wochen zu neuen, geschlechtsreifen Flöhen entwickeln. Um einen kompletten Raum auf einmal zu entflohen, können Flohmittel-Vernebler (z. B. Bolfo®-Fogger) eingesetzt werden. Für die gezielte Behandlung z. B. von Sofas und schwer zugänglichen Bereichen empfiehlt sich die Anwendung sogenannter Umgebungssprays (z. B. Bolfo®-Umgebungsspray). Unterstützend hilft allerdings auch gründliches Reinigen des gesamten Wohnbereichs durch Staubsaugen und Waschen potentiell kontaminierter Objekte wie Kissen, Decken oder Kleidungsstücke bei mindestens 60 C°. Staubsaugerbeutel sollten anschließend fest verschlossen entsorgt werden.

Punkt 4 hat die Bekämpfung des Bandwurms zum Ziel. Da es möglich ist, dass sich von Flöhen befallene Hunde und Katzen auch mit dem Gurkenkernbandwurm infiziert haben, sollte nach einem Flohbefall stets eine Bandwurmkur erfolgen. Eine entsprechende Entwurmung kann in Tablettenform oder mithilfe von Spot-Ons erfolgen (z. B. mit Droncit®).