Das dürfen Ihre Haustiere

Justitia mit Waage am ausgestreckten ArmHunde dürfen nicht beißen, das ist eigentlich jedem Hundehalter bekannt. Was Haustiere aber sonst noch dürfen und wo Herrchen oder Frauchen einschreiten müssen, zeigen wir Ihnen. Nicht immer sind für die Nachbarn die Haustiere ein Quell der Freunde, in zahlreichen Nachbarschaftsstreitigkeiten geht es oft auch um das Verhalten der Vierbeiner und Vögel.

Wenn Hunde bellen, wird es laut

Ob nun der Hund in einer Wohnung oder in einem Haus mit Garten gehalten wird, spielt für den Lärmschutz keine Rolle. In beiden Fällen ist ausdauerndes Bellen eine Lärmbelästigung, die Nachbarn nicht ohne Weiteres hinnehmen müssen. Bellt der Hunde mehr als zehn Minuten am Stück, wird es schon zum Ärgernis, gegen das Ihr Nachbar einschreiten darf. Unter diesem Zeitrahmen muss das Bellen Ihres Hundes hinnehmen, aber nicht länger als eine halbe Stunde am Tag. Mit dem Verweis, dass es sich um einen Wachhund handele, kommt man nicht weit. Denn Wachhunde schlagen für gewöhnlich nur dann an, wenn jemand sich Zutritt zum Garten oder der Wohnung verschafft. Da gleiche gilt auch für den Fall, wenn Ihr Hund ausdauernd jault.

In der Vergangenheit hat der Bundesgerichtshof zwar Mietern die Hundehaltung erleichtert, in dem Vermieter in der Wohnung einen Hund nicht generell verbieten können. Es kommt dabei aber auf die Umstände des Wohnumfeldes an, ein Hintertürchen ist noch offen geblieben. Ein großes Ärgernis sind vielfach die Hinterlassenschaften des Hundes, wenn dieser sein Geschäft verrichten muss. Hundehalter sind dazu verpflichtet, diese zu entfernen. Im öffentlichen Raum drohen Bußgelder und im privaten Bereich Ärger mit den Nachbarn.

Für Katzen gelten weniger strenge Regelungen

Viele Katzen sind Freigänger. Sie durchstreifen am Tag oder in der Nacht die Nachbarschaft. Oft kommt es zu Revierkämpfen mit anderen Artgenossen, das kann schon mal die Nachtruhe stören. Dennoch stellt es keine Beeinträchtigung dar, wenn Ihre Katze sich mal auf dem Grundstück des Nachbarn bewegt. Selbst wenn das Blumenbeet beim Nachbarn als Katzenklo missbraucht wird, hat Ihr Nachbar keine Handhabe, das zu unterbinden. Problematisch wird es erst, wenn Ihre Katze den benachbarten Gartenteich plündert oder den Taubenschlag ausräumt. In einem solchen Fall hat der Nachbar durchaus Anspruch auf Schadensersatz.

Die meisten Vögel verursachen keinen Lärm

Der Wellensittich oder der Kanarienvogel in der Wohnung stellt in einem Mehrfamilienhaus keine Lärmbelästigung dar. Das unregelmäßige Zwitschern kann kaum außerhalb wahrgenommen werden. Problematisch wird es erst, wenn Sie einen Papagei halten und dieser ausdauern zum Kreischen neigt. Lärmmessungen bei Rechtsstreitigkeiten haben ergeben, dass z. B. der Graupapagei phasenweise lauter sein kann als ein Presslufthammer. Das ist natürlich dann nicht mehr zumutbar. Ähnlich schwierig ist es mit der Haltung von Pfauen. Auch hier haben verschiedene Gerichte schon genervten Nachbarn recht gegeben, wenn diese zur Brunftzeit zu laut waren. Die Vögel mussten zumindest in der Nacht und teilweise am Tag in geschlossenen Räumen artgerecht untergebracht werden. Für Huhn, Ente und Gans gilt in ländlichen Bereichen: Das Gegacker ist als ortsüblich hinzunehmen. Erst, wenn sich das Federvieh auf des Nachbarn Grundstück verirrt, darf es verjagt werden – natürlich nicht mit der Schrotflinte, das fällt dann wiederum unter den Bereich der Schabeschädigung.

Generelle Hinweise zur Tierhaltung

Vermieter dürfen die Haltung von Kleintieren nicht verbieten. Das Horten von Hasen, Vögeln oder Katzen kann sehr wohl untersagt werden, wenn die Räumlichkeiten es nicht zulassen und die hygienischen Umstände den Tieren schaden. Die dadurch entstehenden Gerüche und Geräusche sind gerade in Mehrfamilienhäusern ein häufiger Anlass zum Streit. Wie eingangs bereits beschrieben, dürfen auch Hunde nicht mehr ohne Weiteres vom Vermieter verboten werden. Für Behindertenhunde, Therapiehunde oder Blindenhunde gelten da besondere Regelungen – hier gilt das Interesse des Mieters und Eigentümers des Hundes. Bei der normalen Tierhaltung selber spielt das Interesse des Mieters ebenfalls eine übergeordnete Rolle. Die Hundehaltung kann nur aus triftigen Gründen eingeschränkt oder verboten werden, so ein Urteil des Bundesgerichtshofes aus diesem Jahr.

Wie ernähren Sie Ihre Katze am besten?

Katze auf Wiese

Katzen, die in der Wohnung gehalten werden, verschaffen sich teilweise nur unregelmäßig Auslauf an der frischen Luft. Dort sorgen sie für den Abbau überschüssiger Energie. Wenn Sie Ihre Katze überhaupt nicht nach draußen kommt, ist das auch nicht tragisch. In Bezug auf den Bewegungsspielraum macht das kaum einen Unterschied. Ist Ihre Katze aktiv und munter, sorgt sie selber für genug Bewegung. Sie können aber auch Einiges dazu beitragen, dass Ihre Katze nicht an Bewegungsarmut leidet oder irgendwann einfach zu fett wird.

Ist Trockenfutter die bessere Lösung?

Katzenfutter gibt es mittlerweile in allen möglichen Variationen: Ob als Trockenfutter oder als Nassfutter, dem Einfaltsreichtum der Futterindustrie ist keine Grenze gesetzt. Mittlerweile haben die Anbieter sogar unterschiedliche Sorten für die verschiedenen Rassen im Sortiment. Wie viel soll die Katze überhaupt fressen? Wenn sie unbegrenzten Zugang zum Futter hat, wird das Tier zwangsläufig irgendwann dick. Nassfutter hat den Vorteil, dass es schneller sättigt und die Katze damit nicht so häufig zum Fressen kommt. Allerdings ist Nassfutter gerade zu dieser Jahreszeit wenig praktisch, da es schnell verderben kann. Hingegen ist das Trockenfutter für die Katze länger haltbar, es dauert aber auch länger, bis die Katze ein Sättigungsgefühl verspürt. Sie wird also deutlich mehr davon fressen, vor allem, wenn sie allein in der Wohnung ist und das Futter praktisch frei zugänglich ist.

Womit kann die Ernährung sinnvoll ergänzt werden?

Das Katzen viele Dinge essen, ist weitläufig bekannt. Leider wird manchmal aber auch ignoriert, dass lange nicht alle Lebensmittel für den Menschen auch für die Katze gesund sind. Es gibt aber eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Ernährung abwechslungsreich und gesund zu gestalten.

Milch mag jede Katze, so sieht das Klischee aus. Das stimmt, zumindest wenn die Katze daran von klein auf gewöhnt ist. Der Milchzucker kann aber auch Durchfall auslösen. Dann sollten Sie auf andere Produkte wie z. B. verdünnter Sahne zurückgreifen. Bedenken Sie dabei immer, dass Milch für die Katze Nahrung ist und kein Getränk. Da ist Wasser eigentlich die beste Lösung. Zusätzlich bietet Quark, Frischkäse oder Joghurt eine interessante Alternative. Allerdings nicht in großen Mengen, sondern ein Löffel am Tag.

Ebenso ist Eigelb in kleine Mengen oder die Ergänzung mit Hefeflocken eine gute Alternative für den Speiseplan. Leckerchen aus Trockenfutter sorgen, wenn sie geworfen werden, nicht nur für Sättigung, sondern auch für Bewegung. Katzengras ist ebenfalls wichtig, da die Bitterstoffe darin gut für die Verdauung sind. Außerdem lassen sich damit die beim Reinigen abgeschleckten Haare besser wieder hervorwürgen.

Welche Risiken birgt die Grillsaison für Haustiere?

Das Wetter ist geradezu einladend für einen Grillabend mit der Familie oder den Bekannten. Doch gerade für  Haustieren lauern hier verschiedene Risiken, nicht umsonst sind die Tierarztpraxen in der Sommerzeit wesentlich häufiger besucht. Sie müssen einige Dinge beachten, damit der Grillabend für Ihr Haustier nicht beim Tierarzt endet.

Sorgen Sie für Sicherheit am Grill

Wenn gegrillt wird, geht das in der Regel mit dem Kohlegrill vonstatten. Die Kohle muss angezündet werden, häufig werden dabei auch noch flüssige Anzünder verwendet. Achten Sie darauf, dass Ihr Grill einen sicheren Stand hat und Ihr Hund oder Ihre Katze nicht in die Nähe gelangen können. Beim Herumtoben fällt sonst schnell der Grill um und es kann für Ihr Haustier zu schweren Verletzungen kommen. Auch der Gebrauch von flüssigem Anzünder ist mit Vorsicht zu genießen. Zuviel davon in die Kohle gegossen führt zu brennenden Spritzern, die das Fell Ihres Tieres ansengen und es verletzen können. Goldene Regel: Was an Sicherheitsmaßnahmen für kleine Kinder gilt, sollte auch bei Haustieren der Standard sein.

Keine Fütterung mit Knochen

Das Fleisch ist fertig und alle sitzen am Tisch und lassen es sich schmecken. Da ist die Versuchung groß, der Katze oder dem Hund einen Knochen zu geben. Das ist allerdings eine riskante Angelegenheit, denn Knochensplitter sind absolut schädlich für Ihr Tier. Knochen von Geflügel können beim Zerkauen splittern und die kleinen, scharfen Splitter sorgen für Verletzungen im Magen und im Darm. Wenn Ihr Tier daran unbeabsichtigt genagt hat, müssen Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen. Auch andere Fleisch- oder Knochenreste sind nur schwer verdaulich und lösen Verstopfungen aus.

Scharf gewürztes Fleisch ist unverträglich

Ein saftiges Nackensteak ist zwar für uns Menschen ein Hochgenuss, beim Hund oder bei der Katze löst der verzehrt aber Erkrankungen aus. Ihre Mägen sind für einen solche, teilweise auch scharf gewürzte Kost nicht ausgelegt. Auch hier kann es zu Problemen beim Verzehr kommen. Gewiss, es ist nicht einfach, dem Tier zuzuschauen, wenn es traurig auf den reichlich gefüllten Teller schauen muss. Sie können aber dafür sorgen, dass Ihr Hund oder die Katze auch etwas vom Grillabend hat: Verabreichen Sie einfach ein paar Leckerlis, damit Ihr Tier auch seinen Spaß beim Grillen hat.

Wohin im Notfall?

Hat Ihr Tier Knochenreste oder stark gewürztes Fleisch gefressen, dann müssen Sie zum Tierarzt. In der Regel sind zu den Zeiten, in denen Sie grillen, aber die meisten Tierarztpraxen geschlossen. Sie müssen entweder den tierärztlichen Notdienst oder eine Tierklinik in Anspruch nehmen. Die Adressen für den Notfall finden Sie in unserem Tierarzt-Onlineverzeichnis. Gerade bei verschluckten Knochenresten bleibt keine Zeit, erst wieder zu den geregelten Sprechzeiten Ihre angestammte Tierarztpraxis zu besuchen.

Die Katze – das unbekannte Wesen?

Drei Katzen vor weißem HintergrundIn Deutschland gibt es mehr als 12 Mio. Katzen. Die meisten davon leben mit uns zusammen, sie sind entweder Wohnungskatzen oder Freigänger, die tagsüber oder nachts die Umgebung erkunden. Anders als Hunde haben Katzen einen sehr eigenen Charakter. Sie gehen nicht mit Gassi und bringen keine Zeitungen. Dennoch haben Katzen viele liebenswerte Eigenschaften. Damit Sie zu Ihrer Katze ein gutes Verhältnis aufbauen, müssen Sie viele Dinge beachten.

Kuscheln – aber richtig

Ihre Katze kuschelt gerne und ist verschmust. Gönnen Sie Ihr ein paar Streicheleinheiten, in dem sie sie auf den Arm nehmen und kraulen. Achten Sie dabei aber darauf, wie Sie Ihre Katzen hochnehmen. Einfach nur mit einer Hand unter den Bauch mögen die Stubentiger nicht so sehr. Besser ist, wenn Sie die Katzen beidhändig hochnehmen und dabei mit einer Hand die Hinterbeine stützen. Vor allem Kinder, die mit der Katze spielen, sollten das beherzigen – ein falscher Griff kann die Katze unruhig machen und ihr die Lust am Schmusen verleiden.

Die Umgebung der Katze

Ein Katzenklo ist Pflicht, da die Tiere sehr reinlich sind. Junge Katzen müssen Sie noch antrainieren, was die Benutzung des Katzenklos angeht. Im Laufe der Zeit geschieht das automatisch. Damit Ihre Katze sich ab und an die Krallen schärfen kann, benötigen Sie einen Kratzbaum. Sonst kann es geschehen, dass sich irgendwann Ihr Sofa in Fetzen auflöst oder Ihre Tapeten nicht mehr so schön aussehen. Sorgen Sie für abwechslungsreiches Spielzeug, damit Ihre Katze sich nicht langweilt. Schließlich ist die Katze tagsüber auch mal allein im Haus.

Lärm und Hektik tun nicht gut

Katzen sind ruhige und sensible Tiere. Sie haben gerne mehrere Kuschelecken im Haus oder in der Wohnung, in die sie sich zurückziehen können. Richten Sie ihr einige gemütliche Plätzchen ein, wo die Katze ungestört ist. Behalten Sie auch immer im Hinterkopf, dass Katzen sehr schreckhaft sind. Einfach mal anschleichen und erschrecken – damit machen Sie sich oder die Kinder vielleicht einen Spaß, für Ihre Katze ist das eher stressig. Überhaupt lieben Katzen die Ruhe. Wenn von Ihnen Stress ausgeht, dann merkt das auch die Katze und verzieht sich.

Anerkennung und ein Geschenk

Im Laufe der Zeit werden Sie für die Katze eine wichtige Bezugsperson. Der  Stubentiger merkt, wie Sie auf seine Bedürfnisse reagieren. Dadurch kommt Ihre Katze von allein zu Ihnen, um zu schmusen. Auch wenn es schwerfällt, Katzen bringen Ihre Zuneigung zum Ausdruck, indem sie tote Mäuse oder Vögel anschleppen. Schimpfen Sie auf gar keinen Fall mit Ihrer Katze – sie würde es nicht verstehen.

Regelmäßige Gesundheitsvorsorge

Gerade Katzen, die sich regelmäßig im Freien aufhalten, können sich bei anderen Tieren leicht mit Krankheitserregern anstecken. Eine Verletzung beim Kampf unter Artgenossen ist auch keine Seltenheit. Wenn Sie das Gefühl haben, dass es Ihrer Katze nicht gut geht, dann suchen Sie den Tierarzt auf. Haben Sie sich gerade erst eine Katze angeschafft, dann finden Sie Tierärzte in Ihrer Umgebung mit der kostenlosen Suche in unserem Tierarzt-Onlineverzeichnis. Katzen können bei guter Gesundheit durchaus mehr als zwölf Jahre alt werden – somit können Sie eine langjährige Beziehung mit ihr aufbauen.

Die Urlaubszeit hat begonnen – wohin mit dem Haustier?

Hund am StrandIn fünf Bundesländern haben die Sommerferien begonnen, in den nächsten Wochen ziehen auch die anderen Länder nach und die Reisezeit hat eingesetzt. Millionen von Bundesbürgern machen sich auf in die Feriengebiete, um die schönsten Wochen des Jahres zu genießen. Was geschieht aber in dieser Zeit mit den Haustieren? Immerhin gibt es allein in Deutschland rund 14 Mio. Hunde und Katzen, von Vögeln, Fischen, Hamstern oder Meerschweinchen ganz zu schweigen. Wir geben Ihnen ein paar Tipps, wie auch Ihre Haustiere die Urlaubszeit gut verbringen.

Katzen sind Gewohnheitstiere

Die größten Urlaubsmuffel sind Katzen. Sie haben ein festes Revier zu Hause, in dem sie sich bewegen und lassen sich nur äußerst ungern in eine andere Umgebung mitnehmen. Außerdem bedeutet eine Reise für die Katze enormen Stress, es kann sogar passieren, dass Katzen nach einer Urlaubsreise unsauber werden. Es ist einfacher, die Katze während der Abwesenheit einfach zu Hause zu lassen. Wenn Nachbarn oder Bekannte die Fütterung oder die Reinigung des Katzenklos übernehmen können, muss sich die Katze nicht an eine neue Umgebung gewöhnen. Wenn Sie aber regelmäßig eine bestimmte Ferienwohnung nutzen und das sogar mehrmals im Jahr geschieht, ist der kurze Ortswechsel für die Katze kein Problem. Allerdings bedeutet eine längere Autofahrt auch eine Menge Stress.

Vögel, Hamster und andere Vierbeiner

Egal ob Meerschweinchen, Kaninchen, Hase oder auch Vögel: Sie verreisen nicht gerne. Unabhängig davon ist der Aufwand, einen Käfig zu transportieren auch verhältnismäßig groß. Bei diesen Tieren gilt das Gleiche wie bei Katzen: Belassen Sie die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung. Auch hier ist es ausreichend, wenn die regelmäßige Versorgung durch Angehörige oder Nachbarn vorgenommen wird. Vielleicht sind den Tieren ja sogar die Nachbarskinder bekannt, sodass diese sich zuweilen mit ihnen beschäftigen können. Schließlich kann ein bisschen Auslauf ja nicht schaden.

Hunde sind unkompliziert

Im Gegensatz zu den meisten anderen Haustieren ist der Urlaub mit dem Hund eher unproblematisch. Voraussetzung ist, dass in der Ferienwohnung oder im Hotel auch Hunde erlaubt sind. Hunde halten sich am Liebsten dort auf, wo auch Herrchen oder Frauchen sind. Egal ob bei Radtouren oder ausgedehnten Spaziergängen, der Hund ist immer an Ihrer Seite und freut sich über die Abwechslung, die er im Urlaub geboten bekommt. Wo sonst kann man so ergiebig herumschnüffeln und neue Eindrücke sammeln.

Denken Sie aber immer daran, dass Sie vor dem Urlaub mit Ihrem Tierarzt über eventuell notwendigen Impfungen sprechen und auch die Reisebestimmungen anderer Länder genau studieren. Falls sich am Urlaubsort ein Zeischenfall ereignet, etwa weil der Hund sich eine Verletzung zuzieht oder erkrankt, dann sollten Sie die Adresse des Tierarztes vor Ort parat haben. Zumindest für den Urlaub in Deutschland hilft Ihnen das Tierarzt-Onlineverzeichnis mit den Adressen aller Tierärzte in Deutschland weiter.

Wo ist die Katze bloß hin?

Drei katzen vor weißem HIntergrundJeder Katzenfreund weiß, dass Katzen sehr aktive und neugierige Tiere sind. Da ist es kein Wunder, wenn die Samtpfoten zu jeder Tag- und Nachtzeit ihre Umgebung erkunden. Der Hunger treibt die Katze schon wieder heim und in der Regel taucht der Stubentiger nach einigen Stunden schon wieder auf. Es gibt aber auch viele Fälle, in denen die Katze nicht mehr nach Hause kommt. Gerade jetzt im Frühjahr, wo die Sonnenstrahlen locken, erweitern Katzen gerne ihren Aktionsradius. Teilweise finden irgendwo anders etwas zu fressen, kehren dort hin immer wieder zurück und suchen sich auf diese Weise sogar ein neues Heim. In jedem Jahr entlaufen rund 400.000 Vierbeiner, davon sind ein großer Teil Katzen.

Katzenfänger sind ein Mythos

Es wird gerne davon geredet, dass in den Städten organisierte Katzenfänger unterwegs sind, die freilaufenden Katzen auflauern und diese zu Versuchszwecken einfangen. Doch das ist eigentlich zu aufwendig. In solchen Fällen werden die Täter sicherlich in anderen Ländern aktiv, wo Katzen in großer Anzahl als Straßenkatzen unterwegs sind. Leider kommt es aber auch nicht selten vor, dass Katzen bei ihrem Freigang von einem Auto überfahren und verletzt oder getötet werden. Dann erfahren Herrchen oder Frauchen in der Regel nicht mehr, wo ihre Katze geblieben ist. Wenn eine Katze verletzt zum Tierarzt gebracht wird, landet sie danach in den meisten Fällen im Tierheim. Hier hilft nur der Zufall weiter.

Wenn die Katze entlaufen ist

Es ist ja nicht ungewöhnlich, wenn die Katze mal eine Nacht nicht nach Hause kommt. Bei einer ungewöhnlich langen Abwesenheit können Katzenfreunde aber dennoch aktiv werden, um ihren Stubentiger wiederzufinden. In vielen Fällen ist es hilfreich, die Nachbarschaft nach möglichen Verstecken abzusuchen. Nicht selten hat sich die Katze irgendwo in einen Schuppen oder in einen Keller eingeschlichen und kommt dort nicht mehr heraus. Rufen Sie ihre Katze bei der Suche und achten sie auf Geräusche. Sprechen Sie mit den Nachbarn, ob denen etwas aufgefallen ist.

Suchmeldungen sind ebenfalls eine sinnvolle Sache und führen in einigen Fällen zum Erfolg. Achten Sie dabei aber darauf, dass Sie auf dem Suchaufruf so viele Angaben zur Katze machen, wie es nur möglich ist. Denken Sie an Ihre Kontaktdaten. Fragen Sie beim Ordnungsamt nach, ob Sie an Laternen einen Zettel aufhängen dürfen. Ohne Rückfrage wird wildes Plakatieren nämlich mit einem Bußgeld belegt. Fragen Sie in den umliegenden Tierheimen oder Tierarztpraxen nach. Vielleicht hat jemand Ihre Katze dort abgegeben. Tipp: Wenn die Katze gechippt oder tätowiert ist, kann diese im Deutschen Haustierregister aufgenommen werden. So finden mehr als 50.000 Haustiere in jedem Jahr zu ihren Herrchen und Frauchen zurück.

Tierversicherungen – wie wichtig sind sie eigentlich?

Hund mit StethoskopIn deutschen Haushalten leben rund 16 Mio. Hunde und Katzen, hinzu kommen noch rund 8,5 Mio. Kleintiere und Ziervögel. Alle haben sie eines gemeinsam: Genau wie der Mensch können sie erkranken oder durch einen Unfall Verletzungen erleiden. Für Hunde, Katzen und Pferde gibt es mittlerweile spezielle Tierkrankenversicherungen, weil die Kosten für eine tierärztliche Behandlung in schweren Fällen schnell mal über 1.000 Euro liegen können.

Kommt es zu einem solchen Fall, dürfen Herrchen und Frauchen trotzdem nicht lange überlegen. Das Wohl des Haustieres steht im Vordergrund. Dennoch landen viele Tiere auf dem Abstellgleis, weil die hohen Kosten für den Tierarzt nicht bezahlt werden können.

Kritik kommt vom Bund der Versicherten (BdV) zum Thema Tierkrankenversicherung. Nach dessen Ansicht sind Tierkrankenversicherungen teuer und überflüssig. Es wird zu viel an Beiträgen eingezahlt. Als Alternative nennt der BdV einen Sparvertrag, auf dem monatlich für den Tierarzt Geld zurückgelegt werden soll. Wenn keine Behandlung notwendig ist, bleibt das eingezahlte Geld erhalten.

Bei näherem Betrachten stellt man fest, dass diese Lösung vielfach völlig untauglich ist. Im Laufe eines langen Hunde- oder Katzenlebens fällt immer mal wieder ein Tierarztbesuch an. Die Wahrscheinlichkeit, dass über 10 oder mehr Jahre kein Gang zum Tierarzt erforderlich ist, dürfte ausgeschlossen werden. Was ist, wenn man gerade mit dem Sparen angefangen hat und der Hund oder die Katze erleidet einen Unfall und verletzt sich dabei schwer? 100 oder 200 Euro werden da sicher nicht weiterhelfen, wenn zu der Operation vielleicht noch ein Aufenthalt in der Tierklinik hinzukommt.

Die Tierkrankenversicherung soll dieses Kostenrisiko von Anfang an abdecken. Abgesehen von einer Wartezeit, die je nach Gesellschaft 30 Tage oder 3 Monate dauert, besteht sofort Versicherungsschutz. Vor allem Pferdefreunde werden das zu schätzen wissen, falls ihr Tier in den ersten Jahren z. B. an einer Kolik erkrankt. Für die Behandlungskosten von rund 5.000 Euro kann man ansonsten lange sparen.

Was bleibt noch zu bemerken? Die Sparalternative vom Bund der Versicherten hilft nur, wenn schon einige Jahre Geld eingezahlt wurde. Ist dann auf einmal das Auto kaputt oder ein neuer Fernseher muss her, weil das alte Gerät den Geist aufgegeben hat, ist in manchen Fällen auch mal schnell der Sparvertrag geplündert.