Die Lahmheit beim Pferd – eine der häufigsten Erkrankungen

Pferd beim TierarztPferde sind große und anmutige Tiere, sie verfügen über einen komplizierten Bewegungsapparat, der anfällig für Krankheiten und Verletzungen ist. Zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten gehört die Lahmheit. Hier handelt es sich um eine Erkrankung, die den Bewegungsablauf stört, sodass sich das Pferd nicht mehr normal bewegen kann. Tierärzte unterscheiden zwischen zwei Formen: der Hangbein-Lahmheit und der Stützbein-Lahmheit. Die Stützbein-Lahmheit sorgt dafür, dass das Pferd sein betroffene Bein nur kurz belastet, hingegen kommt es bei der Hangbein-Lahmheit zu Unregelmäßigkeiten in der Schrittfolge.

So erkennen Sie die Symptome der Lahmheit bei Ihrem Pferd

Auf den ersten Blick erkennen Sie die Lahmheit Ihres Pferdes am gestörten Bewegungsapparat. Ihr Pferd belastet die Beine nicht regelmäßig, sondern verteilt sein Gewicht auf die gesunden Beine. Dabei kann es vorkommen, dass die Lahmheit nur unter starker Belastung sichtbar ist. Insgesamt unterscheiden Tierärzte zwischen vier Graden der Lahmheit:

Grad 1: Die Lahmheit ist nur im Trab erkennbar.

Grad 2: Bereits im Schritt sind Anzeichen der Lahmheit zu sehen.

Grad 3: Im Schritt und im Trab ist die Lahmheit sichtbar, dabei hebt das Pferd den Kopf und den Hals bei Schmerzen in den Vorderbeinen.

Grad 4: Die betroffenen Gliedmaßen werden überhaupt nicht mehr belastet.

Wodurch kann es zu einer Lahmheit beim Pferd kommen?

Die Ursachen für diese Erkrankung sind vielfältig – verantwortlich sind Schmerzen und mechanische Verletzungen. Neben Konchenbrüchen, Stauchungen und Sehnenverletzungen können Gelenkserkrankungen, Infektionen oder auch angeborene Missbildungen eine gravierende Rolle spielen.

Wie beugen Sie einer Lahmheit beim Pferd vor´?

Durch die vielfältigen Ursachen ist eine Vorbeugung nur bedingt möglich. Generell ist wichtig, dass Sie das Pferd nicht unregelmäßig belasten und nicht zu hart trainieren. Achten Sie darauf, dass die Beschläge immer im guten Zustand sind. Wenn Sie Ihr Pferd im Stall halten, sorgen Sie dafür, dass es sich nicht an spitzen Gegenständen verletzen kann. Darüber hinaus spielt natürlich die pferdegerechte Haltung, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung auch eine Rolle, um einer Lahmheit vorzubeugen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten hat der Tierarzt?

Wenn die Lahmheit erkannt ist, kann der Tierarzt schmerzlindernde Medikamente verabreichen. Das Pferd muss ruhig gehalten werden und benötigt in manchen Fällen sogar eine Physiotherapie. In Einzelfällen, z. B. bei Verletzungen oder Gelenkserkrankungen kann auch eine Operation notwendig sein. In jedem Fall muss der Tierarzt eine Behandlung vornehmen, da die Lahmheit für das Pferd nicht nur schmerzhaft ist, sondern auch eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsmöglichkeiten nach sich zieht. Je eher eine Erlahmung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.