Wie können Sie bei Ihrem Pferd eine Winter-Depression vermeiden?

Momentan sind die Tage reichlich trist. Mal ist es verregnet, aber auch ohne Regen kommt die Sonne kaum heraus. Bei diesem Wetter vor die Tür zu gehen – nur schwer vorstellbar.

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Wie fühlt sich eigentlich Ihr Pferd im Winter?

Draußen ist es mittlerweile kalt, feucht und früh dunkel. Der November hat sichtbar seinen Einzug gehalten und wir verkrümeln uns zu Hause in die warmen vier Wände. Haustiere wie Hunde oder Katzen suchen in der Wohnung ihr gemütliches und warmes Plätzchen auf. Sind Sie hingegen Pferdehalter? Dann können Sie Ihren großen Freund ja nicht ohne Weiteres in die Wohnung mitnehmen. Er steht im Stall bei den kühlen Temperaturen und das schadet ihm auch nicht.

Pferde sind winterfeste Tiere

Eigentlich gehören Pferde zu den sensiblen Tierarten. Bei Kälte jedoch reagieren sie überhaupt nicht empfindlich. Das liegt daran, dass Pferde eine gut funktionierende Thermoregulierung haben. Sie bilden ab dem Spätherbst ein Winterfell, das die Haut gut schützt und eine wärmeisolierende Wirkung hat. Sie benötigen keine Decke, wenn sie im Stall stehen. Einzig Sportpferde, die auch im Winter trainiert und daher regelmäßig geschoren werden, können eine Decke gebrauchen, da ihr natürliches Winterfell nicht seine Wirkung entfalten kann. Problematisch wird es dann, wenn Pferdefreunde ihre eigene Empfindlichkeit auf ihr Pferd übertragen: Dann wird dem Pferd eine Decke übergeworfen, die Stalltür und die Fenster geschlossen – bloß keine Kälte an das Pferd heranlassen. Damit schädigen Sie Ihr Pferd: Die Luft in der Stallbox wird zusehends miefig, die Bronchien Ihres Pferdes werden zusätzlich geschädigt – Ammoniak im Stroh durch den Urin des Pferdes kann nicht durch frische Luft ausgetauscht werden.

Ein gutes Immunsystem kämpft selbstständig gegen eine Virusinfektion

Wie auch wir Menschen können sich Pferde leicht eine Erkältung zuziehen. Diese wird durch Viren oder Bakterien hervorgerufen. Die Nase läuft, das Pferd hustet, fühlt sich schlapp und kann auch schon mal Fieber bekommen. Das ist alles aber noch kein Grund, sofort nach dem Tierarzt zurufen. Eine harmlos verlaufende Virusinfektion wird vom Immunsystem Ihres Pferdes aus eigener Kraft bekämpft. Problematisch wird es dann, wenn erste Anzeichen einer bakteriellen Infektion sichtbar sind, wie beispielsweise gelbliche Ausfluss aus der Nase. Hier muss Ihr Tierarzt natürlich aktiv werden, in der Regel wird ein Antibiotikum gespritzt und Schleimlöser verabreicht.

Schneeketten für Pferde?

Ganz so drastisch wie bei Autos muss es natürlich nicht sein, aber Sie können Ihrem Pferd helfen, damit es nicht auf dem gefrorenen Boden ausrutsch und sich an den Gliedmaßen verletzt. Eine kostenintensive Operation wäre die Folge, manchmal sind Knochenbrüche sogar das Todesurteil für ein Pferd. Vor allem Pferde, die regelmäßig in der Box gehalten werden, geben auf der Koppel so richtig Gas und können nicht einschätzen, wie glatt der Boden tatsächlich ist. Lassen Sie vom Hufschmied die Hufe mit kleinen Stollen versehen, die Ihrem Pferd die nötige Standsicherheit bei Glätte verleihen.