Wenn die Liebe zur Katze unerwartet teuer wird

Schlafende KatzeRund 13 Millionen Katzen leben in deutschen Haushalten und es gibt viele Gründe, warum sich Tierfreunde einen Sofalöwen anschaffen. Kann man doch mit der Katze wunderbar schmusen und auch mal in den eigenen vier Wänden herumtollen. Der Stubentiger ist reinlich und muss nicht bei Wind und Wetter Gassi gehen.

Weiterlesen

Die Lahmheit beim Pferd – eine der häufigsten Erkrankungen

Pferd wird von TIerärztin behandeltvon Manfred Weiblen

Pferde sind große und anmutige Tiere, sie verfügen über einen komplizierten Bewegungsapparat, der anfällig für Krankheiten und Verletzungen ist. Betrachtet man das Verhältnis von der Körpermasse zu den Beinen, lässt sich leicht sehen, welche Lasten beim Pferd darauf verteilt werden. Eine der am häufigsten Erkrankung beim Bewegungsapparat ist die Lahmheit. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung, die den Bewegungsablauf stört: Das Pferd kann nicht mehr normal bewegen. In der Tiermedizin wird zwischen zwei Formen der Lahmheit unterschieden: der Hangbein-Lahmheit und der Stützbein-Lahmheit. Die Stützbein-Lahmheit sorgt dafür, dass das Pferd sein betroffenes Bein nur kurz belastet, hingegen kommt es bei der Hangbein-Lahmheit zu Unregelmäßigkeiten in der Schrittfolge.

So erkennen Sie die Symptome der Lahmheit bei Ihrem Pferd

Die Lahmheit ist bei Pferden relativ einfach zu erkennen. Der Bewegungsapparat ist gestört und es zeigen sich Unregelmäßigkeiten beim Lauf oder in anderen Bewegungen. Dabei belastet Ihr Pferd die Beine nicht regelmäßig, sondern verteilt sein Gewicht auf die gesunden Beine. In manchen Fällen ist die Lahmheit nur unter starker Belastung zu erkennen, daher unterscheiden Tierärzte zwischen vier Graden der Lahmheit:

Grad 1: Die Lahmheit ist nur im Trab erkennbar und bei normalen Bewegungen kaum zu sehen

Grad 2: Bereits im Schritt sind Anzeichen der Lahmheit sichtbar.

Grad 3: Im Schritt und im Trab ist die Lahmheit sichtbar, dabei hebt das Pferd den Kopf und den Hals bei Schmerzen in den Vorderbeinen.

Grad 4: Die betroffenen Gliedmaßen werden überhaupt nicht mehr belastet.

Welche Ursachen können bei Pferden zur Lahmheit führen?

Sind die Gliedmaßen von der Lahmheit betroffen, können die Ursachen vielfältig sein. Verletzungen spielen sicherlich eine große Rolle – hier ist die Ursache in der Regel auch offensichtlich. Neben Konchenbrüchen, Stauchungen und Sehnenverletzungen können Gelenkserkrankungen, Infektionen oder auch angeborene Missbildungen eine gravierende Rolle spielen. Diese lassen sich natürlich nicht auf den ersten Blick erkennen.

Wie beugen Sie einer Lahmheit beim Pferd vor?

Durch die vielfältigen Ursachen ist eine Vorbeugung nur bedingt möglich. Erkrankungen wie die Hufrehe oder Arthrose können die Lahmheit begünstigen. Diese Krankheiten sind vielfach auf Haltungsfehler zurückzuführen. Pferde sollten gerade in jungen Jahren nicht zu hart und nicht unregelmäßig trainiert oder belastet werden. Ebenso ist es sinnvoll, wenn Sie das Verletzungsrisiko minimieren. Dort, wo Ihr Pferd herumtoben kann, sollten keine Gegenstände vorhanden sein, an denen es sich mechanische Verletzungen oder Stichverletzungen zuziehen kann. Eine ausgewogene Ernährung trägt im Übrigen generell dazu bei, dass der Gesundheitszustand Ihres Pferdes in bester Ordnung ist.

Wodurch kann Ihr Tierarzt Lähmungserscheinungen bei Ihrem Pferd feststellen?

Wenn Sie den Verdacht auf eine Lahmheit haben und der Tierarzt führt die Untersuchung durch, gibt es mehrere Möglichkeiten, der Erkrankung auf den Grund zu gehen. Relativ einfach ist es, die Bewegungsabläufe in verschiedenen Gangarten oder bei unterschiedlicher Belastung zu beobachten. Durch eine Provokationsprobe kann der Tierarzt eine bestehende Lahmheit kurzfristig verstärken und besser erkennen. Dazu beugt er ein Bein des Pferdes etwa anderthalb Minuten durch und verstärkt damit künstlich und für einen Moment die Lahmheit. In der Folge kann die Lahmheit am betreffenden Bein besser beurteilt werden. Eine andere Möglichkeit ist, den betroffenen Bereich des Beines örtlich zu betäuben. Das Pferd verspürt in dem Moment keinen Schmerz und kann wohlmöglich besser auftreten oder gehen.

Besteht hingegen der Verdacht auf eine Gelenkserkrankung, so muss der Tierarzt Gelenkflüssigkeit entnehmen und diese im Labor untersuchen. Zusätzlich können Röntgenaufnahmen, eine Computer-Tomografie oder eine Magnet-Resonanz-Tomografie Aufschluss über die Ursachen der Lahmheit geben.

Welche Behandlungsmöglichkeiten hat der Tierarzt?

Wenn sich der Verdacht auf die Lahmheit bestätigt, wird der Tierarzt zunächst einmal schmerzlindernde Medikamente verabreichen. Das Pferd benötigt nun viel Ruhe und darf nicht belastet werden – in manchen Fällen ist sogar eine Physiotherapie notwendig.  Je nach Schwere der Lahmheit oder bei Gelenkserkrankungen muss der Tierarzt operieren. Eine Lahmheit verläuft zwar nicht tödlich, schränkt die Lebensqualität des Pferdes aber erheblich ein. Generell sind die Heilungschancen als positiv einzustufen – das hängt aber auch davon ab, wie schnell die Lahmheit erkannt und auch unmittelbar behandelt wird.

Hundehalter konnte Operation nicht bezahlen – Streit mit dem Tierarzt

Hund mit Tierarztvon Manfred Weiblen

Ein Streitfall um eine Tierarztbehandlung, die vor Gericht endet? In Castrop-Rauxel im Ruhrgebiet könnte das jedenfalls der Fall werden. Hintergrund ist der Streit um eine nicht bezahlte Tierarztrechnung. Ein Hartz-IV-Empfänger musste für die Operation seines Hundes eine Summe von 1.189 Euro bezahlen. Das konnte er nicht und unterstellte dem Tierarzt, er habe ihm nichts von der Operation gesagt. Darüber hinaus habe der Tierarzt den Hund einbehalten und gedroht, ihn einzuschläfern. Dagegen wehrt sich der Tierarzt. Ihm hätte der Hundehalter seinerseits die finanzielle Situation verschwiegen. Dennoch: Die Kosten wurden durch wohltätige Organisationen getragen, der Hund befindet sich nach fünf Wochen wieder bei seinem Herrchen.

Darf der Tierarzt einfach den Hund einbehalten?

Tierärzte beklagen immer häufiger, dass sie auf Rechnungen sitzenbleiben, weil ihnen Tierfreunde ihre wirtschaftliche Situation verschweigen. Einer notwendigen Operation wird in manchen Fällen zugestimmt, auch wenn kein Geld dafür da ist. In diesen Fällen wird der Tierarzt nach erfolgter Operation bei der Rechnungstellung mit der Situation konfrontiert. Was ist also zu tun? Der Tierarzt darf das behandelte Haustier einbehalten, bis Herrchen oder Frauchen die Rechnung bezahlt haben. Das steht nicht im Gegensatz zum geltenden Recht. Schließlich wird das Tier beim Tierarzt weiterhin versorgt. Wer sein Auto reparieren lässt, bekommt es von der Werkstatt ja auch erst dann zurück, wenn die Rechnung bezahlt ist.

Ein Urteil des Landgerichtes Mainz zum Einbehalt von Haustieren

Ein Tierbesitzer musste sein Haustier wegen einer lebensbedrohlichen Milzruptur in die Tierklinik einliefern. Daraufhin wurde eine Erklärung unterzeichnet, dass das Tierarzthonorar im Anschluss an die Operation bezahlt werden sollte. Doch der Tierhalter konnte nur einen Teil der Tierarztkosten bezahlen. Die Tierklinik behielt das Haustier ein. Zu Recht, wie die Richter am Landgericht Mainz schon im Jahr 2002 befanden. Der Einbehalt steht nicht im Widerspruch zum Tierschutzgesetz und auch nicht zum Bürgerlichen Gesetzbuch. Wer eine Dienstleistung in Anspruch nimmt, und sei es eben nur die Tierarztbehandlung, haftet auch für die Bezahlung. Ebenso könnte zum Beispiel der Küchenbauer seinen Eigentumsvorbehalt wahrnehmen und eine nicht bezahlte Küche aus dem Haus des Schuldners wieder ausbauen lassen.

Vor einer Tierarztbehandlung müssen klare Verhältnisse geschaffen werden

Natürlich passiert es, dass ein Haustier operiert werden muss und Herrchen oder Frauchen kein Geld zur Verfügung haben. Das Tier einschläfern lassen? Das würde kaum ein Tierarzt mitmachen. Daher räumen viele Tierärzte eine Ratenzahlung an, wenn die Rechnung in einer Summe nicht zu bezahlen ist. Dafür muss aber vor der Behandlung eine klare Regelung getroffen werden. Wer den Tierarzt über seine wirtschaftlichen Verhältnisse im Unklaren lässt, begeht Eingehungsbetrug. Das ist der Fall, wenn einer Operation zugestimmt wird mit dem Wissen, dass diese überhaupt nicht bezahlt werden kann. Strafbar ist ein solches Verhalten allemal und der Tierarzt hat in diesem Fall auch konkret das Recht, das behandelte Haustier einzubehalten. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Tier weiterhin im ausreichenden Umfang versorgt wird. Ausnahmen gibt es dabei nur selten. Wenn es sich um ein Tier handelt, das besonders auf seinen Halter fixiert ist oder es sich beispielsweise um einen Blindenhund handelt.

Sparbuch oder Tierkrankenversicherung – welche Alternative ist sinnvoll?

Wer ein Haustier hat, muss damit rechnen, dass es zu unerwarteten Ausgaben kommt. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn eine kostenintensive Tierarztbehandlung notwendig wird. Natürlich sind diese Kosten nicht planbar. Da wird eine Tierarztrechnung, die im vierstelligen Bereich liegt, schon zu einem finanziellen Desaster. Es gibt also nur zwei Möglichkeiten. Entweder bei der Anschaffung von Hund, Katze oder anderen Haustieren ein Sparkonto anlegen, um regelmäßig Geld zur Seite zu legen oder eine Tierkrankenversicherung abzuschließen. Vorteil des Sparkontos: Tritt der Ernstfall nicht ein, dann bleibt das Geld weiterhin vorhanden und muss nicht verbraucht werden. Vorteil der Tierkrankenversicherung: Kommt es hier schon kurz nach der Anschaffung des Haustieres zu einer kostenintensiven Behandlung, so leistet die Krankenversicherung, auch wenn zum Beispiel erst seit ein paar Monaten darin eingezahlt wurde. Ein weiterer Vorteil der Tierkrankenversicherung ist, dass im Alter bei länger anhaltenden oder chronischen Krankheiten dauerhaft die tierärztliche Versorgung finanziell sichergestellt wird.

Wo ist der Unterschied zwischen der Hundekrankenversicherung und der Hundeoperationsversicherung?

Hund mit Stetoskop Anders als in vielen anderen europäischen Ländern hat sich in Deutschland die Absicherung von Tierarztkosten noch nicht sehr weit durchgesetzt. Viele Hundefreunde haben keine Kenntnis davon, dass es Hundekrankenversicherungen und Hundeoperationsversicherungen gibt. Damit werden die Kosten abgedeckt, die durch eine tierärztliche Behandlung anfallen. In vielen Fällen sind diese überschaubar. Bei aufwendigen Operationen oder längeren Behandlungen aufgrund von Krankheiten können die Kosen sehr schnell im vierstelligen Bereich liegen. Dennoch nehmen Herrchen und Frauchen alles auf sich, um den Tierarzt bezahlen zu können. Mit der Hundeversicherung ist es jedoch weniger schwierig.

Viele Hundefreunde kennen die Unterschiede der Hundeversicherung nicht

Werden die Operationskosten übernommen? Zahlt die Hundekrankenversicherung auch Impfungen? Wie sieht es mit Kastration oder Sterilisation aus? Die Hundefreunde, die sich mit dem Thema Hundekrankenversicherung und Hundeoperationsversicherung befassen, kennen nicht zwangsläufig auch die Unterscheide zwischen den beiden Versicherungen. Diese sind eigentlich relativ einfach erklärt. Die Hundekrankenversicherung ist so etwas wie eine private Krankenversicherung für Hunde. Damit werden die Tierarztkosten abgedeckt, die bei ambulanten Leitungen anfallen, aber auch bei Operationen. Dabei ist natürlich nicht nur der Eingriff selber versichert, sondern auch Voruntersuchungen, Nachbehandlungen und der Aufenthalt in der Tierklinik. Medikamente, Verbandsmaterial – das gehört natürlich auch zum Leitungsumfang der Hundekrankenversicherung.

Parallel dazu wird die Hundeoperationsversicherung angeboten. Diese leistet, wie der Name schon aussagt, nur im Falle einer Operation. Ambulante Leistungen sind also nicht versichert. Auch hier gilt: Neben der Operation selber gehören Voruntersuchungen, Nachbehandlung und Versorgung in der Tierklinik zum Leistungsumfang. Die Hundeoperationsversicherung ist etwa um die Hälfte günstiger. Während die Hundekrankenversicherung durchaus mit Beiträgen zwischen 20 und 60 Euro im Monat zu kalkulieren ist, belaufen sich die Kosten für die Hundeoperationsversicherung auf etwa 10 bis 30 Euro im Monat.

Welche Gesellschaften bieten die Hundekrankenversicherung an?

Diese Frage stellen viele Hundefreunde – wer bietet für Hunde überhaupt eine solche Versicherung an? Die Allianz ist hier noch ein sehr bekannter Anbieter. Für viele Tierfreunde sit die Uelzener als alteingesessener Landwirtschaftsversicherer ebenfalls ein Begriff. Daneben gibt es noch die AGILA, die sich allein auf das Thema Tierversicherung für Hunde und Katzen spezialisiert hat – mit sehr guten Leistungen, wie auch Ökotest im Juni 2014 berichtet hat. Die Schweizer Versicherung Helvetia bietet spezielle Tarife für den deutschen Markt an – unter der Marke PetCare. Die Tarife orientieren sich daher auch an der Gebührenordnung der Tierärzte in Deutschland. Daneben hat sich seit Sommer 2014 ein weiterer Anbieter auf dem Markt etabliert. Petplan als Tochtergesellschaft der niederländischen Veterfina B. V. hat in kurzer Zeit schon mit einer umfangreichen Tarifpalette überzeugen können.

Welche Unterschiede gibt es bei der Hundekrankenversicherung?

Fünf Gesellschaften – neun Tarife: Die Auswahl klingt übersichtlich, bei näherem Hinsehen gibt es noch weitere Unterschiede zum Beispiel bei der Höhe der Selbstbeteiligung. Einige Gesellschaften wie Petplan, Allianz und Helvetia haben jährliche Summenbegrenzungen. Je nach Tarifwahl entfällt diese Summenbegrenzung. Beispiel Helvetia: Im Basis-Tarif übernimmt die Gesellschaft bis zu 2.500 Euro Tierarztkosten jährlich, im Tarif Exklusiv entfällt diese Begrenzung. Petplan hat unterschiedliche Modelle mit den Tarifen Basis und Plus. Die Erstattung liegt jeweils bei 3.000 Euro beziehungsweise 4.000 Euro im Jahr. Im Tarif Plus werden noch ergänzende Leistungen angeboten. Die AGILA deckelt die Erstattung für ambulante Behandlungen auf 600 oder 1.100 Euro im Jahr. Operationen sind unbegrenzt versichert. Dafür steigt die Erstattung im ambulanten Bereich: Ist der Hund in einen Versicherungsjahr gesund, steigt die Erstattungsgrenze im Folgejahr um 250 Euro.

Hundeoperationsversicherung – welche Leistungen werden bezahlt?

Um es vorweg zu nehmen: Den umfangreichsten Versicherungsschutz für Hunde bietet die AGILA. Das hat natürlich auch seinen Preis – allerdings sind die Kosten immer noch recht überschaubar. Im Tarif Exklusiv gibt es keine Summenbegrenzung. Daneben übernimmt auch die Uelzener die Tierarztrechnung in unbegrenzter Höhe, macht allerdings Abstriche bei den versicherten Operationen. Allianz, Petplan und Helvetia haben jährliche Höchstgrenzen. Wobei diese sich auf einem relativ hohen Niveau bewegen. Zwischen 2.000 Euro und 3.000 Euro werden durch die Gesellschaften je nach Tarif übernommen. Für Beiträge monatlich unter 20 Euro ist das schon üppig.

Nebenbei: Ökotest hat im Vergleichstest aus Juli 2014 ausdrücklich den Nutzen der Hundeoperationsversicherung betont. Natürlich immer unter dem Aspekt, dass Hundeversicherungen immer noch Risikoversicherungen und keine Kapitalanlage sind.

Amtsgericht Münster – Patientenakte beim Tierarzt nicht ohne weiteres verfügbar

JustiziaDas Amtsgericht Münster musste sich in der Vergangenheit mit der Frage beschäftigen, ob Tierarztakten bei einem Wechsel per einstweiliger Verfügung herausgegeben werden müssen. Die Entscheidung ist für Tierfreunde mehr als fragwürdig. Schließlich gibt eine Patientenakte Auskunft über vorherige Behandlungen und Untersuchungen, die einem anderen Tierarzt als wertvolle Quelle zur Verfügung stehen könnten. Das Amtsgericht Münster vertrat die Auffassung, dass hier die Maßstäbe nicht so eng ausgelegt werden können wie in der Humanmedizin. Dabei geht es auch bei Haustieren in manchen Fällen um Leben und Tod.

Wie kam es zu dieser Entscheidung

Eine Tierklinik in Münster Schloss ihre Pforten, da die Betreibergesellschaft in die Insolvenz gegangen ist. Für etwa 100 Kunden forderte eine Berliner Tierklinik beim Insolvenzverwalter die Akten aus der Tierklinik an. Der Insolvenzverwalter weigerte sich jedoch, die tierärztlichen Akten herauszugeben, obwohl die Berliner Klinik die Tierklinik in Münster über den eigenen Praxisverbund wieder geöffnet hat. Für die Tierfreunde ist das besonders ärgerlich, denn nun müssen bei kranken Tieren erneut Untersuchungen vorgenommen werden, die richtig ins Geld gehen.

Dringlichkeit ist nicht geboten

Nach Ansicht des Amtsgerichtes Münster war in diesem Fall keine Dringlichkeit geboten, da nur eine Hand voll Tierhalter die Patientenakten überhaupt angefordert hatten. Daher wurden die Freigabe und Übergaben der Akten auch abgelehnt. Der Insolvenzverwalter zeigte sich nachträglich als kooperativ. Er steuerte zumindest die Patientenakten bei, die in Papierform vorhanden waren. Aus ungeklärten Gründen bleib der Praxiscomputer verschwunden, auf dem noch weitere Daten gespeichert waren. Die Frage bleibt offen, wie Gerichte in Fällen entscheiden, bei denen der Tierhalter lediglich die Tierarztpraxis wechselt. Wir hoffen, dass es dort nicht auch zu solchen Hürden kommt. Schließlich spielt das Wohl der Haustiere auch eine Rolle, auch wenn das Amtsgericht Münster dieses als geringer einstuft als bei Menschen.

„Mama, da ist ein Igel“

Igel im LaubIm Herbst trifft man vermehrt auf Igel, die sich ihre Nahrungsvorräte für den bevorstehenden Winter zusammentragen. Dabei gehen die kleinen Stacheltiere nicht gerade geräuschlos vor: Im Garten hört man ein Schnaufen, Schmatzen und Rascheln – der Igel ist unterwegs. Sie fressen sich ein ausreichendes Polster an, damit sie den Winterschlaf antreten können. Dazu gehören beispielsweise Schnecken, Insekten und andere Kriechtiere.

Kranke Tiere müssen tierärztlich versorgt werden

Wenn zu Beginn der Frostperiode noch ein Igel zu sehen ist, handelt es sich vermutlich um ein erkranktes Tier. Besonders häufig stoßen Kinder auf Igel, wenn sie beim Spielen Laubhaufen aufwirbeln und die kleine stachelige Kugel sich ins Freie flüchtet. Allerdings sollten Sie Abstand davon nehmen, den Igel in Eigenregie durch den Winter zubringen. Am besten ist, Sie bringen den Igel zum Tierarzt oder direkt zur Igelstation, falls diese in Ihrer Nähe vorhanden ist.

Ein erkranktes Tier können Sie auch daran erkennen, dass es keinerlei Fluchtverhalten zeigt und sich nicht zusammenrollt. Ein schwankender Gang kann ebenfalls auf eine Erkrankung hinweisen. Das ist die Folge von einer Unterernährung zu Beginn der kalten Jahreszeit. Eine Schwächung durch Parasiten kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

Erste Hilfe für den Igel

Haben Sie einen Igel z. B. in Ihrem Garten gefunden, versuchen Sie einfach mal, auf die Hand zu nehmen. Wenn sich die Bauchunterseite kälter anfühlt als Ihre Hand, dann fehlt es der kleinen Stachelkugel an Wärme. Eine Unterkühlung droht. Versuchen Sie den Igel auf eine lauwarme Wärmflasche zu packen, die mit einem Handtuch umwickelt es. Nach einigen Stunden erreicht der Igel dadurch wieder seine normale Körpertemperatur.

Geschwächte Tiere sollten nicht sofort gefüttert werden, denn es besteht die Gefahr, dass sie ihre Nahrung nicht richtig schlucken. Eine kleine Schale Wasser und ein Rührei können aber schon weiterhelfen. Dann sollte das Tier zum Tierarzte gebracht werden.

Aufpäppeln – wie machen Sie es richtig?

Wer dennoch den Igel in Eigenregie aufpäppeln möchte, muss in jedem Fall mit einer Igelstation oder einem Tierarzt Rücksprache zu halten, um die notwendigen Informationen zu bekommen. Der Winterschlaf ist notwendig, um das nächste Frühjahr zu überleben. Durch das Herabsenken der Körpertemperatur sterben Parasiten ab. Im Garten sollte der Rasen oder das Laub einmal nicht akkurat aussehen, sondern in wilder Unordnung einen Unterschlupf für den Igel bieten. Vielleicht lässt sich ja auch mit einer umgestülpten Kiste ein Plätzchen für den Igel schaffen. Nach dem Winterschlaf muss der Igel erst einmal wieder aufgepäppelt werden. Schließlich hat er locker die Hälfte seines Gewichtes verloren. Bei milden Temperaturen kann der Kline dann dort ausgesetzt werden, wo Sie in gefunden haben. Ein kleines bisschen Futter quasi als Starthilfe wird ihm gut tun.

Katzenschnupfen – die gefährliche Infektionskrankheit bei Katzen

Katze beim TierarztDer Katzenschnupfen gehört zu den häufigsten Krankheiten, die Ihre Katze befallen können. Hierbei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die vor allem zu Entzündungen an den Atemwegen und an den Augen führt. Selbst Haut und Lunge können davon betroffen sein. Das größte Risiko der Infektion mit Katzenschnupfen besteht vor allem für junge Katzen, da ihr Immunsystem noch nicht so abwehrfähig ist. Welche Ursachen hat der Katzenschnupfen und welche Maßnahmen müssen Sie ergreifen?

Ursache und Symptome vom Katzenschnupfen

Beim Katzenschnupfen können mehrere Symptome aufeinander treffen. Ihre Katze zeigt einen wässrigen und auch eitrigen Ausfluss aus Nase und Augen. Durch die Entzündung der Atemwege kommt es zu Schluckbeschwerden und Husten, hinzu kommt Fieber, Fressunlust und auch Atembeschwerden. Bilden sich Geschwüre in der Schleimhaut an Auge oder unter der Zunge, dann kann das eine dauerhafte Schädigung zur Folge haben.

Viren, Parasiten und Bakterien sind die Auslöser für den Katzenschnupfen. Eine Ansteckung erfolgt in der Regel direkt von Katze zu Katze über den Speichel, etwa durch direkten Kontakt, Husten oder Niesen. Von der Infektion bis hin zum Ausbruch der Erkrankung können einige Tage vergehen. Das Risiko ist dort am größten, wo mehrere Katzen aufeinander treffen.

Welche Maßnahmen ergreift Ihr Tierarzt bei einem Katzenschnupfen?

Erkennbar ist der Katzenschnupfen für den Tierarzt bereits an den verklebten Augen, dem Ausfluss aus Nase, Rachen und Augen sowie am Niesen. Er nimmt einen Abstrich, um eine Infektion mit Bakterien nachzuweisen. Viren können durch eine Blutuntersuchung erkannt werden. Die Behandlung Ihrer Katze erfolgt mit Antibiotika. Die können sowohl in Tablettenform als auch als Augentropfen verabreicht werden. Zuhause ist es jetzt wichtig, dass Ihre Katze ausreichend trinkt und frisst. Halten Sie Ihre Katze von anderen Artgenossen fern und säubern Sie mehrmals täglich die Augen und die Nase. Bei Nahrungsverweigerung gibt es auch Futter in Form von Pasten, die Sie Ihrer Katze ins Maul spritzen können.

Besteht beim Katzenschnupfen die Aussicht auf Heilung?

Wie bei allen anderen Krankheiten gilt auch beim Katzenschnupfen: Je eher Sie zum Tierarzt gehen, desto besser sind die Heilungschancen. Bei einer frühen Behandlung kann sich Ihre Katze vollständig von dieser Erkrankung erholen. Bei älteren Katzen heilt die Infektion wesentlich schneller aus als bei jungen Katzen. Vor allem ihnen kann die verspätete Behandlung der Krankheit zum Tode führen. Vorbeugung gegen den katzenschnupfen ist übrigens mit einer Impfung möglich. Da die Erreger sehr vielfältig sind, besteht kein vollständiger Schutz, das Ansteckungsrisiko können Sie dennoch erheblich reduzieren.

Tierarzt verhindert illegalen Tiertransport

Er wollte bloß bei einer Autopanne helfen und konnte dadurch sieben Hunde retten. Als der Tierarzt mit seinem Auto unterwegs war, bemerkte er einen Transporter, der mit einem Motorschaden liegengeblieben war. Was zunächst nach einer harmlosen Autopanne aussah, entpuppte sich als Versuch, Hunde illegal auf dem Schwarzmarkt zu verschachern. Ein Blick in den Transporter genügte dem Tierarzt, um die Polizei zu alarmieren. Im Wagen befanden sich sieben Hunde, eingepfercht ohne Licht, total verdreckt und voller Flöhe. Darüber hinaus waren zwei erwachsenen Dobermännern die Schwänze kupiert worden – was in Deutschland verboten ist.

Die Polizei stellte die Hunde sicher

Als die alarmierte Polizei vor Ort eintraf, konnte der Fahrer des Fahrzeuges keine Papiere für die Hunde nachweisen. Daher wurden sie auf Veranlassung des Veterinäramtes zunächst beschlagnahmt und in Tierheimen untergebracht. Die Tiere zitterten regelrecht vor Aufregung, vermutlich haben die Hunde zuvor noch kein Tageslicht gesehen. Kaum im Tierheim untergebracht, standen die ungarischen Tierhändler bereits dort vor der Tür, bedrohten die Mitarbeiter des Tierheimes und forderten die Herausgabe der Hunde. Selbst Tage danach lauerten die Hundehändler noch auf dem Parkplatz vor dem Tierheim. Daher wurden die Welpen unmittelbar in sichere Pflegestellen gegeben.

Illegale Tiertransporte nehmen nicht ab

Deutschland ist für die illegalen Tierhändler ein besonders attraktiver Markt. Vielfach werden Welpen auf Autobahnraststätten zum Verlauf angeboten. Zumeist zu Preisen, die nicht annähernd eines Welpen aus einer Zucht entsprechen. Für diesen Preis bekommt man auch keinen gesunden Hund. Auf den ersten Blick wirken die kleinen Knäuel gesund. Dabei wurden sie in osteuropäischen Ländern von brutalen Züchtern ihren Muttertieren entrissen und tagelang unter den schlimmsten Verhältnissen nach Deutschland gebracht. Hat der Hund erst einmal seinen Besitzer gewechselt, stellt sich sehr schnell heraus, dass weder Impfungen vorhanden und die Tiere sich in einem desolaten Zustand befinden.

Teilweise werden in Deutschland sogar Hunde entführt

Für die illegale Zucht werden in Deutschland Hunde entführt. Medien berichten über gestohlene Hunde vor Supermärkten oder Geschäften, teilweise werden Hunde sogar auf der Straße direkt von der Leine getrennt und in Transporter gezerrt. In Osteuropa angekommen, werden sie unter den unwürdigsten Bedingungen für die Zucht gehalten. Die Welpen befinden sich in einem desolaten körperlichen Zustand, was auf den ersten Blick nicht zu sehen ist. Verzichten Sie darauf, auf einer Autobahnraststelle oder an anderen öffentlichen Plätzen einen Hund zu kaufen. Die Ersparnis beim Kauf wird durch die anfallenden Tierarztkosten locker dreimal wieder aufgezehrt.

So versorgen Sie Ihr Haustier bei Verletzungen oder Erkrankungen

Es ist eine alltägliche Situation: Eben noch hat Ihr Hund herumgetollt, dann wurde er von einem Radfahrer angefahren und dabei schwer verletzt. Nun muss Ihr Liebling zum Tierarzt. Wie verhalten Sie sich richtig? Welche Maßnahmen müssen Sie ergreifen, um Ihren Freund sicher zum Tierarzt zu bekommen? Diese Frage stellt sich nicht nur den Hundefreunden, sondern auch den Liebhabern von Katzen. Auch sie können schnell in eine Situation geraten, die eine umgehende Versorgung durch den Tierarzt notwendig macht.

Schützen Sie sich vor Bissen Ihres Tieres

Klar, eine Verletzung ist ein Schock für Hund und Katze. Sie reagieren panisch und versuchen sich aus dieser Lage zu befreien. Das Sie dabei zubeißen, ist kein aggressives Verhalten, sondern ein Ausdruck der Angst. Sie müssen sich vor den Bissen schützen, da Sie sich selber verletzen können und dabei noch ein zusätzliches Infektionsrisiko droht. Ziehen Sie sich Handschuhe an, sofern vorhanden. Es mag zwar hart sein, aber binden Sie Ihrem Hund oder der Katze die Schnauze zu.

Bei falscher Lagerung drohen zusätzliche Komplikationen

Sie machen nichts verkehrt, wenn Sie Ihren Vierbeiner seitlich lagern. Das bewirkt, dass der Körper entlastet wird und beim Erbrechen kein Aspirat in die Atemwege bekommt. Ansonsten droht Erstickungsgefahr. Bei einem Schock oder Bewusstlosigkeit müssen Sie darauf achten, dass die Atmung nicht behindert wird. Decken Sie Ihren Freund mit einer Decke zu, damit der Körper nicht auskühlt.

Jetzt geht es zum Tierarzt

Wenn Sie selber den Transport zum Tierarzt in die Hand nehmen, müssen Sie Ihre Katze in einer Transportbox unterbringen. ZU groß ist das Risiko, dass sich der verletzte oder kranke Stubentiger selbstständig macht. Das ist bei der Fahrt nicht nur für ihn risikoreich, sondern auch für Sie, wenn die Katze auf einmal im Fahrerbereich herumspringt. Ihren Hund legen Sie am besten auf einer Decke auf die Rückbank. Da Hunde für gewöhnlich größer sind als Katzen, müssen Sie eventuell eine andere Person um Hilf e bitten, damit Sie den Hund stabil in das Auto legen können. Fassen Sie dabei den Hund am Becken, an den Schultern und am Kopf an.

Fahren Sie möglichst zu zweit zum Tierarzt

Sie sind aufgeregt, schließlich geht es für Ihren Hund oder Ihre Katze um Leben und Tod. Sorgen Sie dafür, dass eine zweite Person das Auto fährt, damit Sie sich ganz auf die Betreuung Ihres Haustieres konzentrieren können. Wenn Sie selber fahren, stehen Sie unter Stress und gefährden dabei wohlmöglich sich und andere Verkehrsteilnehmer. Außerdem können Sie vom Lenker aus kaum die Betreuung Ihres Haustieres sicherstellen. Deshalb: Möglichst immer zu zweit zum Tierarzt fahren.

Der Tierarztberuf – ein Traumberuf?

TierärztinEs ist der Traumberuf vieler junger Frauen: Tierarzt zu werden und Tieren zu helfen. Kein Wunder, dass in den Hörsälen der Universitäten Leipzig, Hamburg, München, Gießen und Berlin der Frauenanteil überwiegt. Für viele junge Frauen bietet der Beruf Tierarzt die ideale Kombination zwischen der Versorgung von Tieren und der Naturwissenschaft. Wenn das Studium nach erst einmal geschafft ist, wartet ein einjähriges Praktikum, bevor die Zulassung als Facharzt erfolgen kann. Viele Studienabgänger entscheiden sich für eine städtische Tierarztpraxis, denn hier ist das Potenzial zahlungswilliger Tierfreunde relativ hoch.

Keine Angst vor Tieren

Egal, wie groß das Tier ist – der Tierarzt darf keine Angst haben. Das gilt bei Behandlung eines ausgewachsenen Bullen genauso wie der Versorgung eines bissigen Hundes. Die tierischen Patienten merken, wenn der Tierarzt Angst bekommt und nutzen das aus. Ein Tritt mit dem Huf oder ein Biss sind unangenehme Erfahrungen, die mit Sicherheit schon viele Tierärzte machen mussten. Erfahrene Tierärzte raten, sich nicht auf den Besitzer zu konzentrieren, sondern immer das Tier im Auge zu behalten. Vor allem bei Großtieren ist oft Kreativität gefragt, da sie i vielen Fällen nicht in der Tierarztpraxis, sondern direkt vor Ort versorgt werden müssen. Das wird der Tierarzt auch mal zum Techniker, wenn er provisorisch mit Brettern und Seilen eine Untersuchungshilfe bauen muss.

Auf dem Land schwinden die Tierarztpraxen

In ländlichen Gegenden sinkt die Zahl der Tierarztpraxen. Vor allem für die Versorgung von Pferden, Rindern oder Schafen ist ein hoher Aufwand notwendig. Eine lange Anfahrt, wohlmöglich auch in der Nacht, ein schlecht beleuchteter Stall – das alles sind Umstände, die eine Behandlung von Tieren auf dem Land als schwierig gestaltet. Durch die dünne Versorgungsdecke von Tierärzten in ländlichen Regionen ist es häufig notwendig, dass sich Tierärzte zu einem Notdienst zusammenschließen. Die vielen Mühen werden aber immer wieder belohnt, etwa wenn eine Stute fohlt und der Tierarzt dazu beiträgt, das junge Tier auf die Welt zu bringen. Da bleibt der Knochenjob in einem solchen Fall mal in der Weste stecken.

Für die meisten Berufsstarter erfüllt sich der Traum

Auch wenn der Beruf des Tierarztes mit vielen Mühen und Aufwendungen verbunden ist, ein Traum ist es dennoch für viele Veterinärmediziner. Nicht nur die medizinische Versorgung steht im Vordergrund, sondern auch die Gesundheitsvorsorge und die Beratung der Tierbesitzer zur artgerechten Haltung. Viele Tierärzte setzen sich erfolgreich für den Tierschutz ein und tragen dazu bei, dass in Deutschland die artgerechte Tierhaltung einen hohen Stellenwert hat.