Lassen Sie eine Bissverletzung in jedem Fall beim Tierarzt behandeln

Hund beim TierarztEine Bissverletzung ist eine Hautverletzung, die durch den Biss eines anderen Tieres verursacht wird. In der Regel kommt es zu mehreren Bissverletzungen gleichzeitig. Bei Hunden sind am häufigsten der Nacken, der Kopf sowie die Gliedmaßen betroffen. Bissverletzungen im Bereich des Bauches und der Brust können auch zur Schädigung innerer Organe führen. Neben Oberflächenblutungen treten auch Infektionen oder Entzündungen auf.

Was müssen Sie bei einer Bissverletzung unternehmen?

Wenn Ihr Hund durch einen Biss verletzt wurde, müssen Sie unverzüglich den Tierarzt aufsuchen. Hunde bluten bei Oberflächenverbrennung nicht sonderlich stark, daher ist eine Wunde auch nicht sofort erkennbar. Trotz kleiner Bissspuren sind trotzdem in den tiefer gelegenen Hautschichten Gewebeverletzungen möglich. Auf den ersten Blick äußert sich ein Biss durch punktförmige Wunden auf der Hautoberfläche. Da es in der Regel durch andere Tiere zu einer Bissverletzung kommt, besteht für Ihren Hund zudem ein hohes Infektionsrisiko. Speichel und andere Keime können in die Wunde eindringen.

Wie stellt der Tierarzt eine Bissverletzung fest?

Der Tierarzt untersucht bei Ihrem Hund die Hautoberfläche, wo die Bisse aufgetreten sind. Im Bauch- und Brustbereich vorhandene Verletzungen müssen geröntgt werden, damit kann festgestellt werden, ob Ihr Hund auch Verletzungen an den inneren Organen davon getragen hat. Die Bissverletzung wird gründlich gereinigt. Dazu wird das Fell rund um die Bisswunde großflächig entfernt. Hierüber können ansonsten Schmutz und Keime in die Wunde geraten. Kleine Bissverletzungen können beim Hund mit einem Verband versorgt werden.

So wird die Verletzung durch den Tierarzt versorgt

Ist die Verletzung großflächig, muss der Tierarzt nach der Reinigung und Desinfektion die Wunde nähen. Danach wird ein Verband angelegt. Bei größeren Hunden wird eine Wunddrainage angelegt, damit das Wundsekret abfließen kann. Ihr Hund bekommt in einem solchen Fall noch einen Halskragen, damit er sich die Drainage nicht mit dem Maul aus der Wunde herausziehen kann. Zusätzlich entnimmt der Tierarzt Gewebeproben, um die Verletzungen Ihres Hundes auf bakterielle Erreger zu untersuchen. Falls notwendig, wird neben der Wundversorgung auch ein Antibiotikum verabreicht.

Welche Risiken treten bei einer Bissverletzung auf?

Bissverletzungen sind ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Etwa zehn Prozent der Hunde erliegen den Verletzungen. Vor allem bei Bissverletzungen im Bauchbereich oder bei auftretenden Wundinfektionen sind die Heilungschancen als kritisch einzuordnen. Leider ist es kaum möglich, Bissverletzungen völlig auszuschließen. Wir empfehlen Ihnen daher, Ihren Hund nicht mit anderen fremden Tieren unbeaufsichtigt spielen zu lassen. Wenn der Fall tatsächlich eingetreten ist, müssen Sie schnell reagieren. Innerhalb von sechs bis acht Stunden nach dem Biss besteht die Möglichkeit für den Tierarzt, das Infektionsrisiko einzudämmen und auch die Schädigung des Gewebes so gering wie möglich zu halten.

Droht auf dem Land ein Tierarztmangel?

Tierarzt im StallFür viele Absolventen des Studiums der Tiermedizin ist die Ausbildung und die Qualifikation zum Tierarzt immer noch ein Traumberuf. Langsam stellt sich aber heraus, dass es in absehbarer Zeit Mängel bei der Versorgung von Großtieren, gerade auf dem Land geben wird. Das liegt vielfach auch daran, dass der Beruf des Nutztierarztes eine Männerdomäne ist, auf den Universitäten aber überwiegend junge Frauen studieren, um im Bereich der Kleintiermedizin aktiv zu werden. Die Folge: In ländlichen Regionen droht ein Mangel an Tierärzten.

Unattraktive Arbeitszeiten machen es dem Landtierarzt schwer

Gerade bei der tierärztlichen Versorgung von Pferden, Schweinen oder Kühen ist Manpower gefragt. Da überlegt sich manche Studentin der Tiermedizin, ob sie sich nicht lieber direkt auf den Kleintierbereich spezialisiert. Vor allem auf dem Land müssen die Tierärzte bei Wind und Wetter die Nutztiere versorgen, oftmals zu unwirtlichen Uhrzeiten wie in der Nacht oder an Feiertagen. Die eigenen Kosten wie z. B. die Anfahrt mit dem eigenen Auto, werden durch die Behandlung kaum hereingeholt. Es steckt aber bei den praktizierenden Tierärzten immer noch genug Motivation im Blut, um diesen beschwerlichen Job mit viel Idealismus auszufüllen.

Frauen planen ihre Zukunft anders

Die Versorgung von Großtieren zu jeder Tag- und Nachtzeit ist mit ein Grund, warum Frauen sich von vorneherein nicht für den Nutztierbereich entscheiden. Zu aufwendig ist es, den Beruf und später die Familie unter einen Hut zu bekommen. Mit geregelten Arbeitszeiten in einer Tierklinik oder einer Tierarztpraxis lässt sich vieles einfacher planen.

Arztpraxen reichen aus – aber nicht die Ärzte

Im ländlichen Raum ist die Versorgung mit Tierarztpraxen durchweg ausreichend. Das bestätigen die Tierärztekammern. Allerdings fehlt es an Tierärzten, die sich mit der medizinischen Versorgung von Nutztieren befassen. Ein Tierarzt vom Niederrhein klagt, dass in seiner Praxis zwar vier Tierärzte damit beschäftigt sind, die Versorgung von Großtieren zu gewährleisten. Doch auch sie arbeiten alle am Limit, Unterstützung durch einen neuen Tierarzt ist nicht zu erwarten.

Die Wirtschaftlichkeit ist ein Problem

Immermehr landwirtschaftliche Betriebe schließen. Wo ein Landtierarzt früher noch im Umfeld diverse Höfe versorgen konnte, muss er nun z. B. wegen der Geburt eines Kalbes zig Kilometer fahren. Anders als bei Kleintieren ist der Versorgungsaufwand auch wesentlich zeitintensiver. Schließlich kommen Großtiere nicht zum Tierarzt in die Praxis, sondern die Behandlung muss vor Ort durchgeführt werden. Das kann sich von der Zeit her strecken, ein geregelter Feierabend ist da nicht immer in Sicht.

Der Ärger beim Tierarzt um nicht bezahlte Rechnungen

Rötngenbild beim TierarztAm vergangenen Samstag berichtete die Presse über einen Tierarzt aus Einbeck (Niedersachsen), der die Reißleine beim Thema unbezahlte Rechnungen gezogen und gegen zwei Tierhalterinnen Anzeige wegen Betruges erstattet hat. Auch nach mehreren Aufforderungen wurden Rechnungen über eine Gesamtsumme von rund 180 Euro nicht bezahlt. Immer mehr Tierärzte sehen sich mit dem Problem konfrontiert, dass Tierhalter ihre Rechnungen nicht bezahlen können, wenn das Haustier medizinisch versorgt wurde. Allerdings machen nur die wenigsten Tierärzte von diesem Instrument der Strafanzeige Gebrauch. Es muss ja erst einmal geklärt werden, ob die Tierfreunde von vorneherein die Absicht hatten, die Tierarztrechnung nicht zu bezahlen.

Was tun, wenn das Geld nicht reicht?

Es ist an der Tagesordnung, dass der geliebte Hund, die Katze oder der Wellensittich erkranken und das Geld nicht reicht, um den Tierarzt zu bezahlen. Eine Variante ist, dass das Haustier im Tierheim abgegeben wird. Für beide Seiten, sowohl für den Eigentümer als auch für das Tier sicherlich keine glückliche Lösung. Die andere Möglichkeit ist, den Tierarzt auf das Problem anzusprechen. Wenn die Problematik bekannt ist, lässt sich so mancher Tierarzt auch auf eine Ratenzahlung ein. Die Behandlung wird deswegen wohl kaum verweigert. Schließlich hat jeder Tierarzt genug Idealismus, um jedes erkrankte Haustier zu behandeln. Vor allem für alleinstehende Personen, bei denen das Geld vorne und hinten nicht reicht, ist da eine gemeinsame Absprache möglich. Die Zahlungsunfähigkeit zu verschweigen und es auf Mahnungen ankommen zu lassen, ist hingegen Betrug.

Kann eine Tierversicherung weiterhelfen?

Für Pferde, Hunde und Katzen wird mittlerweile von verschiedenen Versicherungen Kostenschutz für die Heilbehandlung beim Tierarzt angeboten. Ähnlich wie bei der privaten Krankenzusatzversicherung oder Krankenvollversicherung für den Menschen, ist damit die Kostenübernahme für die medizinische Versorgung beim Tierarzt abgesichert. So lassen sich die Kosten im Rahmen halten und es kommt nicht zu Unstimmigkeiten, wenn die Tierarztrechnung auf den Tisch flattert.

Ansparen als Alternative?

Sicherlich ist es möglich, auch monatlich ein bisschen Geld zur Seite zu legen, um damit den Tierarzt bezahlen zu können. Das Risiko ist dabei aber immer gegeben, dass bei einer Notfallsituation oder bei einer notwendigen Operation schon nach kurzer Zeit nicht genug Geld zur Verfügung steht. Außerdem kann es bei finanziellen Engpässen ohne Weiteres passieren, dass das angesparte Geld aufgebraucht werden muss. Mit der Tierversicherung hingegen besteht bei regelmäßiger Zahlung generell der Anspruch auf die Übernahme der Kosten. Für eine Operation können schnell mal eben mehrere Tausend Euro anfallen, die sind auch trotz Spardisziplin nicht immer sofort in voller Höhe verfügbar.

Ist die Tätigkeit als Tierarzt ein Traumberuf?

Tierarzt im StallHaustiere nehmen in Deutschland einen immer höheren Stellenwert ein. Neben Hunden, Katzen und Pferden tummeln sich zahlreiche Tierarten in deutschen Haushalten, wie z. B. Vögel, Nagetiere, Fische oder Reptilien. Kein Wunder, dass die Tierärzte in Deutschland alle Hände voll zu tun haben. Für viele Jugendliche ist der Beruf des Tierarztes ein Traum: Kranken Tieren zu helfen ist das Ziel vieler jungen Menschen. Doch dafür sind auch einige Hürden zu nehmen. Bei einem Abiturschnitt zwischen 1,2 und 1,5 sind die Anforderungen der Veterinärmedizin sehr hoch. Und dennoch sind die Hörsäle überfüllt.

Die Hürden sind zu Beginn sehr hoch

Gerade für Frauen ist der Beruf des Tierarztes ein Traum. Rund 80 Prozent aller Absolventen im Bereich der Tiermedizin sind weiblich. Wenn das Studium erst einmal geschafft ist, wartet ein einjähriges Praktikum, bevor die Zulassung als Facharzt erfolgen kann. Viele Studienabgänger entscheiden sich für eine städtische Tierarztpraxis, denn hier ist das Potenzial zahlungswilliger Tierfreunde relativ hoch. Die Zeiten haben sich geändert: Früher wurden Katzen gehalten, um Mäuseplagen vorzubeugen und Hunde galten als Hüter von Haus und Hof. Heute sind Haustiere mehr und mehr zu einem Familienmitglied geworden, die Gesunderhaltung lassen sich Frauchen und Herrchen einiges kosten.

Tierarztpraxen auf dem Land sind weniger gefragt

Ein Knochenjob mit viel Idealismus, das ist das Bild des Landtierarztes. Hier geht es nicht mehr um den Hund, der gebissen wurde oder die Katze, die sich bei einer Rauferei am Auge verletzt hat. Großtiere wie Kühe oder Pferde warten auf ihre Behandlung und das teilweise zu sehr ungünstigen Zeiten. Wenn die Kuh kalbt, bleibt bei Komplikationen keine Zeit. Da muss der Tierarzt auch mal nachts raus in den Stall. Lange Anfahrtswege inklusive. Auch Pferde können nicht immer in der Tierarztpraxis behandelt werden. Dafür sind sie zu groß. Viele medizinische Maßnahmen lassen sich vor Ort besser durchführen. Hier gibt es keine geregelte Arbeitszeit wie in in einer Kleintierpraxis. Ein 24-Stunden-Service ist quasi Voraussetzung. Mittlerweise schließen sich aber immer mehr Tierärzte zusammen, um die tiermedizinische Versorgung in ländlichen Regionen sicherzustellen.

Für die meisten Berufsstarter erfüllt sich der Traum

Auch wenn der Beruf des Tierarztes mit vielen Mühen und Aufwendungen verbunden ist, ein Traum ist es dennoch für viele Veterinärmediziner. Nicht nur die medizinische Versorgung steht im Vordergrund, sondern auch die Gesundheitsvorsorge und die Beratung der Tierbesitzer zur artgerechten Haltung. Viele Tierärzte setzen sich erfolgreich für den Tierschutz ein und tragen dazu bei, dass in Deutschland die artgerechte Tierhaltung einen hohen Stellenwert hat.

Tierquälerei – ausgelegte Giftköder sorgen vielerorts für Aufregung

Hund mit NotarztkofferIn den Städten gibt es eine Unart, die in letzter Zeit immer mehr zunimmt: Hundefreunde sprechen über vergiftete und andere tödliche Köder, die ausgelegt wurden, damit ihre Hunde daran verenden. In vielen Fällen ist es Rattengift, teilweise werden aber auch scharfkantige Metalle in Wurstköder eingedrückt, damit sich Hunde daran eine schwere Verletzung zuziehen. Menschen, die so etwas machen, nehmen den Tod eines Tieres in Kauf. Betroffen sind davon nicht nur Hunde, auch Freigängerkatzen können diese Köder aufnehmen und verenden.

In Mülheim-Dümpten werden Köder mit Trockenfutter ausgelegt

Aufregung in der Oemberg-Siedlung in Mülheim. Dort stoßen Hundehalter momentan regelmäßig auf Giftköder, die in Trockenfutter präpariert wurden. Teilweise wird das Gift auf Gehwegen ausgelegt, in manchen Fällen verteilen die Hundehasser das Gift sogar auf Privatgrundstücken. Eine Hundehalterin klagt, dass unter dem Apfelbaum in ihrem Garten, wo sich der Hund regelmäßig aufhält, Trockenfutter mit Gift ausgelegt wurde. Mehrere solche Fälle haben sich in der Nachbarschaft gehäuft. Bereits waren davon drei Hunde betroffen, einer von ihnen ist qualvoll an den Vergiftungen gestorben. Die Polizei nimmt die Vorfälle ernst und wird bei weiteren Meldungen verstärkt das Viertel im Auge behalten.

Angelhaken in Köder

Was eigentlich für Fische gedacht ist, wurde in Duisburg einer Hündin zum Verhängnis. Ein Streifen Schinken war mit einem Angelhaken so präpariert, dass die Hündin den Haken sich in die Zunge gestochen hatte. Durch den Tierarzt musste der Angelhaken operativ entfernt werden. Gleichzeitig entdeckten Spaziergänger am Wildförstersee im Uferbereich zahlreiche in den Boden eingesteckte Flaschenscherben. Auch hier hat jemand bewusst in Kauf genommen, dass sich dort Hunde verletzen. Ärgerlich dabei ist, dass bei diesem Wetter sich auch Kinder am Seeufer aufhalten – für sie sind stellen diese Fallen ebenfalls ein hohes Verletzungsrisiko dar.

Woran erkennen Sie eine Vergiftung?

Achten Sie beim Gassigehen immer darauf, was Ihr Hund mit dem Maul aufnimmt. Wenn Sie den Verdacht haben, dass es sich um Köder mit Gift handelt, dürfen Sie nicht zögern, zum Tierarzt zu gehen. Je nach Schwere der Vergiftung ist sofortige Hilfe notwendig. Teilweise treten die Vergiftungserscheinungen erst später auf. Vor allem wenn der Hund zittert, erbricht, Durchfall bekommt oder Blutungen an den Körperöffnungen auftreten, droht Lebensgefahr. Sie sollten die Adresse Ihres Tierarztes oder anderer Tierärzte in Ihrer Umgebung stets zur Hand haben, damit Sie nicht lange nach ärztlicher Hilfe sicher müssen. Wenn Sie nicht gerade mobil sind, um zum Tierarzt zu fahren, helfen auch Tierrettungsdienste weiter, die es in jeder größeren Stadt mittlerweile gibt. Auch hier ist es sinnvoll, wenn Sie Notfallnummern immer dabei haben.

Wie erkennen Sie einen guten Tierarzt?

Hund beim Tierarzt

Wenn Sie das erste Mal mit Ihrem Haustier zum Tierarzt müssen, haben Sie nur eines im Kopf: Ihrem Liebling soll es schnell wieder besser gehen. Da ist der Gedanke fern, sich noch großartig über die Wahl des Tierarztes Gedanken zu machen. Nehmen Sie sich einmal Zeit, den Tierarzt Ihres Vertrauens auszuwählen, noch bevor die Notwendigkeit dazu besteht. Schauen Sie bei verschiedenen Tierärzten vorbei und nehmen Sie Ihr Haustier ruhig mit. So lernt es die Tierarztpraxis kennen. Belohnen Sie Ihr Tier, damit der Besuch beim Tierarzt ein positives Erlebnis ist.

Die Tierarztpraxis

Eine helle und freundlich gestaltete Tierarztpraxis ist von großer Bedeutung, damit Sie und Ihr Haustier sich dort wohlfühlen. Sauberkeit sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Die Mitarbeiter der Tierarztpraxis kümmern sich um Ihr Anliegen und stehen für Fragen bereitwillig zur Verfügung. Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn das Personal nicht allzu häufig wechselt. Schließlich möchten Sie feste Ansprechpartner haben, die auch für Ihr Haustier zu einem bekannten Gesicht werden.

Der Tierarzt

Versorgung wie am Fließband – das kommt bei Ihrem Haustier nicht gut an und Ihnen wird es vermutlich auch unpassend vorkommen. Ein Tier kann nicht abschätzen, was jetzt bevorsteht. Die Unruhe wächst. Daher ist es sehr wichtig, dass der Tierarzt einen Bezug zu Ihrem Liebling aufbaut und Vertrauen gewinnt. Gibt es unter Umständen sogar ein kleines Leckerli zur Begrüßung? Damit werden in den meisten Fällen die Dämme gebrochen. Ein ausführliches Gespräch, gerade beim ersten Tierarztbesuch, ist die optimale Basis, um die Krankheitsgeschichte darzustellen. Der Tierarzt klärt Sie über die bevorstehende Untersuchung so weit über den Einsatz von Medikamenten auf. So können Sie verfolgen, was jetzt mit Ihrem Haustier geschieht.

Kennt sich der Tierarzt mit Ihrem Haustier aus?

Bei Hunden, Katzen, Meerschweinchen oder Vögeln ist die Versorgung durch den Tierarzt eigentlich völlig unproblematisch. Hat der Tierarzt aber auch konkrete Erfahrungen mit Ihrem Haustier? Manchmal müssen auch Exoten tierärztlich behandelt werden wie z. B. Reptilien. Frage Sie den Tierarzt, ob er mit Ihrer Tierrasse schon Erfahrungen hatte, welche Behandlungen durchgeführt wurden und wie häufig ein solcher Fall vorkommt.

Was tun im Notfall?

Haustiere halten sich bei Unfällen oder einer Erkrankungen nicht an die Praxisöffnungszeiten. Gibt es einen Notdienst, der z. B. am Wochenende oder in der Nacht zur Verfügung steht? Hat Ihr Tierarzt bei Abwesenheit, z. B. im Urlaub eine Vertretung? Besteht eine Zusammenarbeit mit einer Tierklinik, die Ihr Haustier notfallmäßig versorgen kann? Fragen Sie ruhig danach, damit Sie auch zu Tageszeiten, in denen die Praxis nicht geöffnet ist, immer einen Ansprechpartner finden.

Die Hundeoperationsversicherung ist für Ihren Hund unverzichtbar

Hund mit TierärztenMit der Hundeoperationsversicherung schützen Sie sich und Ihren Hund mit geringen finanziellen Mitteln vor dem Kostenrisiko einer Operation. Durch den Spieltrieb und Jagdinstinkt unterliegt Ihr Hund einem hohen Risiko. Immer auf der Suche nach Spuren kann sich schnell ein Unfall ereignen, der für Bello böse Folgen hat. In den meisten Fällen geht ein Unfall für Ihren Hund glimpflich aus, doch wenn es zu einer schwereren Verletzung kommt, muss diese unter Umständen operativ behandelt werden. Die Hundeoperationsversicherung ist daher für Sie eine wichtige Ergänzung zur Gesunderhaltung des Vierbeiners, denn ein chirurgischer Eingriff beim Tierarzt kann schnell Tausend Euro oder mehr kosten. Hier bietet die Hundeoperationsversicherung Schutz gegen das Kostenrisiko beim Tierarzt.

Anbieter in Deutschland

Wenn Sie für Ihren Hund eine Hundeoperationsversicherung abschließen möchte, werden Sie feststellen, dass der Kreis der Anbieter nicht groß ist. Das Thema Kostenschutz beim Tierarzt ist noch nicht so weit verbreitet wie z. B. die Hundehaftpflicht. Zu den vier Anbietern gehört der Branchenriese Allianz sowie die auf Haustiere spezialisierte Uelzener, die AGILA und die Helvetia. Alle Gesellschaften bieten umfangreiche Leistungen zum Wohl des Hundes. Die AXA hat Mitte 2012 ihre Angebote zur Hundeoperationsversicherung aus dem Angebot gestrichen und alle Verträge gekündigt.

Das Risiko einer dringend benötigten Operation lässt sich bereits ab knapp 8 Euro im Monat versichern. Wenn es zu einer Operation bei Ihrem Hund kommt, schnellen die Kosten in die Höhe. Ein gutartiger Tumor, der entfernt werden muss, kann z. B. mit über 500 Euro zu Buche schlagen. Wenn ein unverträglicher Gegenstand, wie eine Ü-Eier-Figur aus dem Kinderzimmer, verschluckt wird, ist ein Darmverschluss beim Hund nicht auszuschließen. Die Operation ist unausweichlich und manch ein Hundebesitzer ist froh, wenn die Kosten von rund 1.500 Euro von der Hunde-OP-Versicherung übernommen werden.

Was leistet die Hundeoperationsversicherung?

Die Leistungen der Hundeoperationsversicherung sind sehr vielfältig: Die Kosten einer Operation infolge von Krankheit oder Unfall werden, je nach Eintrittsalter des Hundes zu 80 bis 100 Prozent übernommen. Eine Abrechnung erfolgt bis zum 3-fachen Satz der GOT (Gebührenordnung der Tierärzte), auch die Untersuchungen direkt vor der Operation und Nachsorgeuntersuchungen ist genauso Bestandteil wie die Erstattung der Kosten für Medikamente und Verbandsmaterial. Die freie Tierarztwahl und die Wahl der Tierklinik ist selbstverständlich.

Für den Gesundheitsschutz für Ihren Hund ist die Hundeoperationsversicherung ein unbedingtes Muss. Viele Hundefreunde denken aber nicht an diese Notwendigkeit und machen sich erst Gedanken darüber, wenn der Ernstfall eingetreten ist. Wenn Sie sich einen Hund anschaffen, müssen Sie nicht nur die Kosten für Futter, Hundesteuer oder Hundehaftpflicht im Auge behalten, sondern auch den Aspekt der Gesunderhaltung. Denn Hunde können schon reichlich alt werden und im Laufe eines langen Hundelebens können sich immer Situationen ereignen, die schnelle medizinische Hilfe erforderlich machen.

Wie geht man mit dem Hund nach einer Operation um?

Hund mit TierärztinEine Operation ist für den Hund eine ebenso große Herausforderung wie für den Menschen. Der Unterschied ist dabei allerdings, dass der Hund von dem Geschehen um sich herum nichts versteht und nach dem Eingriff viel Zuwendung und Pflege benötigt. Vor allem die Narkose versetzt den Hund auch nach dem Aufwachen in einen Zustand, der ihm völlig fremd ist. Ebenso werden die sichtbaren und spürbaren Operationsnarben für große Irritationen führen.

Wenn der Hund wieder zu Herrchen oder Frauchen kommt

Nach der Operation, egal ob beim Tierarzt oder in der Tierklinik ist der Hund noch völlig apathisch. Schließlich zeigt die Narkose immer noch ihre Nachwirkungen. Nach dem Wachwerden fühlt sich der Hund schlapp und findet sich in einer völlig fremden Umgebung wieder. Er wirkt nach außen immer noch krank. Für Hundefreunde ist das zunächst ein ungewohnter Anblick. Die Wiedersehensfreude bringt noch einen typischen Effekt mit sich: Vor lauter Sorge um den Hund nehmen sich viele Hundehalter nicht die Zeit oder achten nicht darauf, welche Anweisungen der Tierarzt gibt.

Beachten Sie die Informationen des Tierarztes

Bei der Begrüßung brechen alle Dämme. Der Hundefreund nimmt seinen Hund in den Arm und kümmert sich um ihn. Die Anweisungen und Tipps des Tierarztes gehen dabei zumeist völlig unter. Nehmen Sie sich die Zeit, um dem Tierarzt zuzuhören. Oft sind viele Dinge in den nächsten Tagen zu beachten, daher schreiben Sie sich ruhig die Anweisungen des Tierarztes mit. Ferner benötigen Sie die Telefonnummer eines weiteren Tierarztes, der unter Umständen außerhalb der Praxiszeiten Ihres Tierarztes für Notfälle erreichbar ist. Es kann ja mal durchaus passieren, dass sich der Zustand Ihres Hundes verschlechtert.

Wie geht es zu Hause weiter?

In den ersten Tagen braucht der Hund viel Ruhe. Sorgen Sie dafür, dass der Vierbeiner zu Hause ein ruhiges Plätzchen bekommt, auf dem er sich zurückziehen und ausruhen kann: Beachten Sie alle Hinweise des Arztes, was die Ernährung angeht. Wenn die Narkose noch wirkt, darf der Hund in gar keinem Fall feste Nahrung zu sich nehmen. Es besteht sonst die Gefahr, dass sich der Hund erbricht. Für das Krankenlager sind frische Decken notwendig, damit von der gewohnten Hundedecke nicht Haare in die Wunde gelangen können. Wenn Sie mehrere Hunde halten, sollte der operierte Hund von den anderen Artgenossen getrennt untergebracht werden. Diese zeigen nur wenig Verständnis für die Situation des betroffenen Hundes und wollen mit ihm spielen und herumtoben.

Halten Sie Ihren Hund immer im Auge

Eine aufwendige Operation bedeutet, dass der Hund in den darauffolgenden Tagen viel Ruhe benötigt. Beobachten Sie, wie viel Futter er aufnimmt und halten Sie regelmäßig den Kot und den Urin im Auge. Das gilt auch für die Operationsnarbe: Diese kann sich entzünden. Wenn die Narbe übel riecht oder Flüssigkeit austritt, ist ein Besuch beim Tierarzt zur Versorgung der Wunde unumgänglich. In den meisten Fällen wird der Hund auch eine Halskrause tragen, damit er sich die Wunde nicht lecken kann. Das bedeutet eine zusätzliche Einschränkung. Lenken Sie Ihren Hund und beschäftigen sich viel mit ihm, damit er das Gefühl bekommt, das alles seinen richtigen Gang nimmt.

Jetzt wird es Zeit für den Frühjahrs-Check der Osterhasen

Hase auf dem Arm eines TierarztesSo langsam bricht die warme Jahreszeit an, nach Ostern sollen die Temperaturen endlich wieder nach oben gehen. Grund genug für viele Kleintierhalter, ihre Kaninchen und Hasen wieder in die Gehege im Garten zu verfrachten, damit die Langohren auch von dem besser werdenden Wetter und den Sonnenstrahlen profitieren können. Jetzt ist auch die beste Zeit, in der Kaninchen und Hasen vom Tierarzt geimpft und untersucht werden können.

Vorbeugen gegen typische Sommerkrankheiten

Nicht nur das schöne Wetter und die Umsetzung der Langohren nach draußen ist ein Grund, warum in diesen Wochen die Tierarztpraxen Hochkonjunktur haben. Auch der Impfschutz, der jetzt verabreicht werden muss, braucht eine Zeit um seine Wirkung zu entfalten. In unseren Breitengraden erkranken immer noch viele Hasen und Kaninchen an der Myxomatose oder an der Chinaseuche. Die Krankheitsviren werden im Sommer von Mücken übertragen, daher muss der Impfschutz aufgebaut werden.

Neben der Impfung ist natürlich der Gesundheitscheck von großer Bedeutung. In den vier Wänden haben die Mümmelmänner teileise nicht ausreichend Bewegung bekommen und müssen nun auf die Waage oder abspecken. Tierärzte geben hierzu wichtige Informationen, damit die Langohren nicht von einem auf den anderen Tag durch eine zu gut gemeinte Nulldiät plötzlich mit Mangelerscheinungen zu kämpfen haben.

Wie wird richtig gefüttert?

Bei der Ernährung ist vor allem eines wichtig: Bunte Drops aus dem Zoo-Geschäft und zu fettes Körnerfutter schaden den Tieren nur, anstatt wertvolle Nährstoffe zu bieten. Kaninchen und Hasen mögen es ganz einfach: Heu und Gras, dazu frisches Gemüse, Obst und Möhren – das ist für eine artgerechte Ernährung eigentlich völlig ausreichend. Hauptsache, die Langohren können dabei so richtig ihre Zähne abwetzen. Die wachsen nämlich bis zu einem Meter im Jahr. Daran kann man schnell die falsche Ernährung erkennen.

Wenn Kinder sich ein Kaninchen wünschen

Der lila Schmunzelhase oder der Hase mit dem goldenen Glöckchen lösen bei vielen Kindern den Wunsch nach einem eigenen Hasen oder Kaninchen aus. Die Investitionen sind ja nicht so hoch wie z. B. bei einem Hund, für den man auch noch Steuern und Versicherungen bezahlen muss. Ein artgerechtes Gehege (mind. 2 Quadratmeter pro Tier) bis hin zu ausreichend Futter, Impfkosten und Tierarztbesuchen muss man aber schon berücksichtigen, wenn Kaninchen oder Hasen in die Familie ihren Einzug halten sollen. Denken Sie immer daran, dass die Tiere viele Gesellschaft benötigen. Ein einzelnes Tier ist sicherlich pflegeleichter, ist für das Haustier aber nicht sinnvoll.

Welche Lebensmittel sind für Hunde gefährlich?

Hund mit FieberthermometerViele Hundefreunde sind davon überzeugt, ihrem Hund etwas Gutes zu tun, wenn für ihn beim Mittagstisch mal eine Kleinigkeit abfällt. Das ist leider nicht der Fall, denn ein Hund ist grundsätzlich kein Resteverwerter für unsere Lebensmittel. Der Magen des Hundes ist auf verschiedene Dinge überhaupt nicht eingestellt. Zu scharf gewürzt, überlagert oder sogar verdorben – mit Lebensmitteln, die nur für den Menschen gedacht sind, schaden Sie Ihrem Hund. Wir zeigen Ihnen, welche Lebensmittel Sie auf gar keinen Fall an Ihren Hund verfüttern dürfen:

Bohnen:

Rohe Bohnen enthalten ein Toxin, das beim Hund die Biosynthese im Dünndarm hemmt. Das führt zum Anschwellen der Leber und der Milz. Äußerliche Symptome sind Erbrechen, Bauchkrämpfe, Appetitlosigkeit oder auch Fieber. Der Verzehr von rohen Bohnen in großen Mengen kann zum Tode des Hundes führen.

Kaffee oder Tee:

Diese Getränke enthalten Koffein. Der Verzehr führt zu erhöhtem Blutdruck, Pulsbeschleunigung und verengt die Blutgefäße. Eine Koffeinvergiftung führt zu Unruhe, Zittern und Krampfanfällen. Damit gehen unter Umständen lebensbedrohliche Herz-Rhythmus-Störungen einher.

Kartoffeln:

Wenn Kartoffeln schon grün sind oder keimen, entwickeln sich darin Toxine. Beim Hund kommt es nach dem Verzehr zu Erbrechen und Durchfall. In jedem Fall muss der Tierarzt aufgesucht werden, um mögliche innere Beschwerden auszuschließen.

Milch:

Selbst Milch ist für Hunde nicht ganz unbedenklich. Die enthaltene Laktose (Milchzucker) ist für den Hund unverträglich und führt zu Durchfall. Wenn Ihr Hund Milchprodukte zu sich nehmen darf, müssen Sie mit Ihrem Tierarzt sprechen, welche Produkte unbedenklich sind.

Knoblauch:

Durch verschiedene Inhaltsstoffe führt Knoblauch beim Hund zu lebensbedrohlichen Veränderungen beim Blutbild. Frisst der Hund Knoblauch, kommt es in der Folge zu Erbrechen, Durchfall und im weiteren Verlauf zu Blutarmut und einer Blutbildveränderung. Der Tierarzt muss sofort aufgesucht werden.

Nüsse:

Fett und ein hoher Phosphorgehalt sind nur zwei Inhaltsstoffe, die für den Hund ungeeignet sind.

Schokolade:

So lecker es auch zu sein scheint, Schokolade enthält Theobromin. Diese Substanz kann bei Hunden zu einer schweren Vergiftung führen. Es kommt zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Krämpfen und auch Herzrhythmusstörungen. Schon zwei Stückchen Schokolade können bei einem kleinen Hund tödlich wirken.

Schweinefleisch:

Eine Vergiftungsgefahr besteht bei Schweinefleisch nicht, dafür kann sich der Hund aber mit einem Virus infizieren. Diese kann sogar zum Tode führen, daher ist auf die Fütterung vom rohen Schweinefleisch zu verzichten. Da die Inkubationszeit zudem bis zu neun Tage beträgt, ist der Auslöser nicht rechtzeitig erkennbar. Beim Hund kommt es zu Erscheinungen wie bei einer Tollwut, Schluckbeschwerden, Tobsuchtsanfälle. Innerhalb von zwei Tagen nach Auftreten der ersten Symptome wie Erbrechen, Durchfall und Fieber kann der Tod eintreten.

Steinobst

In Steinobst sind Toxine enthalten, diese verursachen beim Hund eine Blockade der Zellteilung. Es kommt zu starkem Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen und Herzschmerzen. Der Tierarzt muss sofort aufgesucht werden.