Urlaubszeit ist Reisezeit – achten Sie auf Ihre Tiere im Auto

Hund guckt aus dem AutoSchon das Pfingstwochenende verleitet viele von uns für ein paar Tage an die See oder in die Berge zu fahren. Für einen Kurztrip lohnt sich auch eine mehrstündige Fahrt, um ein bisschen dem Alltag zu entfliehen. Viele von uns bringen dafür Hund oder Katze nicht extra in die Tierpension, die Vierbeiner sind mit von der Partie. Vor allem für Hunde ist so ein Kurzurlaub reichlich Abwechslung, sie fühlen sich eh dort wohl, wo Herrchen oder Frauchen die Seele baumeln lassen. Für die Fahrt mit dem Auto müssen Sie aber ein paar grundlegende Dinge beachten.

Erhöhte Gefahr im Auto mit Tieren an Bord

Es mag vielleicht lustig aussehen, wenn Ihr Hund während der Fahrt den Kopf aus dem Seitenfenster streckt und sich den Wind um die Nase wehen lässt. Das ist allerdings auch lebensgefährlich und kann für Ihren Liebling bei einem Unfall oder einer Vollbremsung sogar tödlich enden. Viele Hundefreunde transportieren ihren Liebling auf der Rückbank oder direkt auf dem Beifahrersitz – unangeschnallt und ungesichert. Mal abgesehen davon können sich Hunde nicht auf eine brenzlige Situation einstellen wie wir Menschen. Sie bekommen es schlicht und ergreifend nicht mit – außer Herrchen schreit laut auf. Bei einer Vollbremsung kann ein Hund ohne weiteres zu einem massiven Geschoss werden. Ein 20 Kilogramm schwerer Hund entwickelt bei einer Vollbremsung bei Tempo 50 bereits ein Aufprallgewicht von rund 500 Kilogramm. Da gibt es kein Halten mehr.

Hunde legen sich vielleicht noch friedlich auf die Rückbank, weil sie die Fahrt genießen und dabei ein wenig schlummern. Katzen hingegen sind da etwas unruhiger und von Natur aus furchtsamer. Sie im Auto frei herumtollen zu lassen, ist grob fahrlässig und führt garantiert zu einem Unfall. Es reicht ja schon aus, wenn Ihr Sofalöwe Ihnen auf den Schoss springt und Sie die Kontrolle über Ihr Fahrzeug verlieren.

Wie transportieren Sie Ihre Haustiere sicher im Auto?

Für Haustiere, die mit in den Urlaub fahren, eignet sich grundsätzlich die klassische Transportbox. Je nach Größe kann sie entweder auf der Rückbank angeschnallt werden oder im Kofferraum untergebracht werden. Sicherlich wird Ihr Vierbeiner nur mit großem Widerwillen sich in der Box unterbringen lassen. Dafür haben Sie aber eine Menge Risiken für sich und auch für Tier ausgeräumt. Beim Transport der Box im Kofferraum sollten Sie vor allem darauf achten, dass diese längs zur Fahrtrichtung und unmittelbar an der Rückbank angebracht wird. So sind im Fall eines Aufpralls es die Belastungen reduziert.

Sie haben natürlich auch die Möglichkeit, Ihren Hund mit einem speziellen Hundegeschirr anzuschnallen. Das sollte aber unbedingt auf der Rückbank erfolgen. Dafür müssen die Gurte aber breit genug sein, damit es für Ihren Liebling nicht zu unbequem ist. Trotzdem: Diese Art der Sicherung ist weitaus risikoreicher als die Transportbox. Diese federt beispielsweise bei einem Aufprall durch einen Unfall eine Menge Energie ab. Damit Ihr Liebling, vor allem Hunde, sich unterwegs nicht langweilen, müssen Sie eh regelmäßig Pausen einlegen. Achten Sie aber darauf, dass sich Ihr Hund auf einem Rastplatz oder Parkplatz nur angeleint bewegt. Wenn Ihr Vierbeiner Richtung Fahrbahn rennt, können Sie sich wahrscheinlich vorstellen, welches Chaos dann ausbrechen wird.

Wir wünschen Ihnen schöne Pfingsttage, einen entspannten Kurzurlaub und eine schöne Ferienzeit. Dies fängt ja schon in knapp vier Wochen an. Genießen Sie die schönsten Tage des Jahres zusammen mit Ihrem Haustier – allzeit sichere Fahrt!

Versicherungsschutz im Ausland – so hilft Ihre Tierkrankenversicherung

Hund beim SonnenDie Urlaubszeit steht an. Viele Bürger fahren in den Urlaub und mit dabei ist auch der Hund. Während viele andere Haustiere Zuhause von Nachbarn oder in der Tierpension betreut werden, sind Hunde in den meisten Fällen auch im Urlaub ein treuer Begleiter. Klar, dort, wo es Herrchen und Frauchen gefällt, ist auch der Hund mit von der Partie. Gehören Sie auch zu den Hundefreunden, die Ihrem Vierbeiner die Abwechslung im Urlaub gönnen? Denken Sie frühzeitig an die Tierkrankenversicherung, damit ein Tierarztbesuch im Ausland nicht zu einer teuren Überraschung wird.

Im Urlaub kann sich immer ein Unfall ereignen

Wir drücken Ihnen die Daumen, dass Ihr Urlaub für Sie und auch Ihren Hund eine angenehme Erholung wird. Dennoch kann sich fern der Heimat immer ein Zwischenfall ereignen, in dem Sie tierärztliche Hilfe benötigen. Ihr Hund verträgt das Futter nicht, das Wetter macht ihm zu schaffen oder er verletzt sich bei einem seiner Ausflüge ins Unbekannte. Schnell muss ein Tierarzt Hilfe leiten und Ihre Urlaubskasse ist wohlmöglich um ein paar Hunderter geplündert. Die Tierkrankenversicherung gehört für Ihren Hund mit ins Gepäck, um vor solchen Überraschungen verschont zu bleiben. Schließlich bieten alle Versicherer den Gesundheitsschutz nicht nur für Zuhause an, sondern auch bei einem vorrübergehenden Auslandsaufenthalt.

So leisten die Tierkrankenversicherungen im Ausland

Der Schutz der Tierkrankenversicherung ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. In der Regel reicht der Versicherungsschutz für einen normalen Auslandsaufenthalt aus. Wie sieht es aber aus, wenn der Auslandsaufenthalt länger ausfällt? Wir zeigen Ihnen, für welche Zeiträume die einzelnen Gesellschaften Versicherungsschutz anbieten:

• AGILA: weltweit unbegrenzt
• Allianz: weltweit bis zu zwei Monate
• Helvetia: weltweit bis zu vier Monate
• Uelzener: nur für Katzen, europaweit bis zu sechs Monate

Rechtliche Hinweise zum Urlaub im Ausland

Wenn Sie mit Ihrem Hund im Ausland Urlaub machen, hilft die Tierkrankenversicherung im Krankheitsfall oder bei Unfällen weiter. Denken Sie auch daran, dass Sie bei einer Urlaubsreise ins Ausland noch an den EU-Heimtierpass. Dieser ist seit 2004 in allen europäischen Ländern Pflicht. Der EU-Heimtierausweis beinhaltet Angaben zum Halter und zum Hund. Darüber hinaus werden dort auch alle wichtigen Angaben z. B. zu Impfungen festgehalten. Der Pass wird von Ihrem Tierarzt ausgestellt. Daneben gelten in einigen Ländern wie Schweden, England, Irland und Malta sogar noch strengere Vorschriften. Sie müssen einen Antikörper-Test gegen Tollwut und die Impfung gegen Zecken und Bandwürmer nachweisen.

Was müssen Sie beim Urlaub mit dem Hund beachten?

Hund am Meer Hunde sind perfekte Reisebegleiter. Wo ihr Herrchen oder ihr Frauchen unterwegs, da fühlen sich Hunde ebenfalls wohl. In der neuen Umgebung gibt es schließlich eine ganze Menge zu entdecken. Viele Ferienwohnungen oder auch Campingplätze nehmen Hunde gerne auf – so muss der Vierbeiner nicht zu Hause bleiben oder in einer Tierpension betreut werden.

Bei einer Urlaubsfahrt ins Ausland müssen Sie die Reisebestimmungen des Urlaubslandes beachten. Der EU-Heimtierausweis ist Pflicht, ebenso die Tollwutimpfung. Wir geben Ihnen Informationen zu den beliebtesten Reiseländern.

Niederlande

Neben den bereits beschriebenen Maßnahmen muss bei Ihrem Hund eine Identifikation angebracht sein. In den Niederlanden ist der Chip üblich, es reicht aber auch aus, wenn der Hund Tätowierung trägt, anhand der er sich identifizieren lässt. Im Jahr 2009 wurde die Regelung für aggressive Hunde wieder eingezogen. Daher können alle Hunderassen in die Niederlande einreisen.

Dänemark

Unsere nördlichen Nachbarn haben seit 2010 das Hundegesetz verschärft. Hunderassen, die als gefährlich eingestuft werden, dürfen dort nicht mehr gezüchtet werden. Aus diesem Grund ist auch die Einfuhr bestimmter Rassen verboten. Unabhängig von der Rasse kann die dänische Polizei Sanktionen verhängen, wenn sich Ihr Hund auffällig zeigt. Das reicht von der Leinenpflicht bis zum Maulkorbzwang. In den Sommermonaten gilt an den dänischen Stränden eine Leinenpflicht. In Restaurants, Bars oder Bistros müssen Hunde draußen bleiben – außer Blindenhunde.

Spanien

Weniger Beschränkungen gibt es dagegen in Spanien. Dort sind alle Hunderassen willkommen. Grundsätzlich gilt aber auch hier: Der Hund muss gegen Tollwut geimpft sein und den EU-Heimtierpass besitzen. Für eine Identifizierung ist ein Chip oder eine Tätowierung notwendig.

Österreich

Geht es in den Süden, ist es ratsam, Leine und Maulkorb mitzuführen. Die Maulkorb- und Leinenpflicht ist nicht bundeseinheitlich geregelt, sondern ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Ähnlich wie in Deutschland muss Ihr Hund z. B. in der Nähe von Spielplätzen, Kindergärten und Schulen oder auf öffentlichen Plätzen an der Leine geführt werden oder sogar einen Maulkorb tragen.

Frankreich

Wie in Dänemark auch ist die Einfuhr von sogenannten Kampfhunden verboten. Alle anderen Hunderassen sind willkommen, Sie müssen aber das Stammbuch des Hundes mitführen. Teilweise bestehen Leinenzwang und eine Maulkorbpflicht. Ihr Hund darf nur von Erwachsenen geführt werden. Strandurlaub ist in Frankreich für Hundefreunde nicht empfehlenswert, da Hunde am Strand offiziell nicht erlaubt sind.

Die Urlaubszeit hat begonnen – wohin mit dem Haustier?

Hund am StrandIn fünf Bundesländern haben die Sommerferien begonnen, in den nächsten Wochen ziehen auch die anderen Länder nach und die Reisezeit hat eingesetzt. Millionen von Bundesbürgern machen sich auf in die Feriengebiete, um die schönsten Wochen des Jahres zu genießen. Was geschieht aber in dieser Zeit mit den Haustieren? Immerhin gibt es allein in Deutschland rund 14 Mio. Hunde und Katzen, von Vögeln, Fischen, Hamstern oder Meerschweinchen ganz zu schweigen. Wir geben Ihnen ein paar Tipps, wie auch Ihre Haustiere die Urlaubszeit gut verbringen.

Katzen sind Gewohnheitstiere

Die größten Urlaubsmuffel sind Katzen. Sie haben ein festes Revier zu Hause, in dem sie sich bewegen und lassen sich nur äußerst ungern in eine andere Umgebung mitnehmen. Außerdem bedeutet eine Reise für die Katze enormen Stress, es kann sogar passieren, dass Katzen nach einer Urlaubsreise unsauber werden. Es ist einfacher, die Katze während der Abwesenheit einfach zu Hause zu lassen. Wenn Nachbarn oder Bekannte die Fütterung oder die Reinigung des Katzenklos übernehmen können, muss sich die Katze nicht an eine neue Umgebung gewöhnen. Wenn Sie aber regelmäßig eine bestimmte Ferienwohnung nutzen und das sogar mehrmals im Jahr geschieht, ist der kurze Ortswechsel für die Katze kein Problem. Allerdings bedeutet eine längere Autofahrt auch eine Menge Stress.

Vögel, Hamster und andere Vierbeiner

Egal ob Meerschweinchen, Kaninchen, Hase oder auch Vögel: Sie verreisen nicht gerne. Unabhängig davon ist der Aufwand, einen Käfig zu transportieren auch verhältnismäßig groß. Bei diesen Tieren gilt das Gleiche wie bei Katzen: Belassen Sie die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung. Auch hier ist es ausreichend, wenn die regelmäßige Versorgung durch Angehörige oder Nachbarn vorgenommen wird. Vielleicht sind den Tieren ja sogar die Nachbarskinder bekannt, sodass diese sich zuweilen mit ihnen beschäftigen können. Schließlich kann ein bisschen Auslauf ja nicht schaden.

Hunde sind unkompliziert

Im Gegensatz zu den meisten anderen Haustieren ist der Urlaub mit dem Hund eher unproblematisch. Voraussetzung ist, dass in der Ferienwohnung oder im Hotel auch Hunde erlaubt sind. Hunde halten sich am Liebsten dort auf, wo auch Herrchen oder Frauchen sind. Egal ob bei Radtouren oder ausgedehnten Spaziergängen, der Hund ist immer an Ihrer Seite und freut sich über die Abwechslung, die er im Urlaub geboten bekommt. Wo sonst kann man so ergiebig herumschnüffeln und neue Eindrücke sammeln.

Denken Sie aber immer daran, dass Sie vor dem Urlaub mit Ihrem Tierarzt über eventuell notwendigen Impfungen sprechen und auch die Reisebestimmungen anderer Länder genau studieren. Falls sich am Urlaubsort ein Zeischenfall ereignet, etwa weil der Hund sich eine Verletzung zuzieht oder erkrankt, dann sollten Sie die Adresse des Tierarztes vor Ort parat haben. Zumindest für den Urlaub in Deutschland hilft Ihnen das Tierarzt-Onlineverzeichnis mit den Adressen aller Tierärzte in Deutschland weiter.

Beim Urlaub mit dem Hund im Süden sind Vorsorgemaßnahmen notwendig

Hund beim SonnenHunde genießen den Urlaub wie wir Menschen auch. Die Urlaubszeit bedeutet viel Abwechslung und der Hund kann jede Menge neue Eindrücke erschnüffeln und erleben. Während der Urlaub mit dem Hund in den nördlichen europäischen Ländern kein Problem bereitet, ist bei Urlaubsreisen in südlichen Ländern, wie z. B. in die Mittelmeerregion, einiges zu beachten, damit der Hund wohlbehalten wieder nach Hause kommt. Anders als für den Menschen bedeutet bereits das wärmere Klima direkt unterhalb der Alpen eine gewaltige Umstellung.

Vor allem Mücken und Zecken sorgen für Krankheiten

Leishmaniose und der Stechwurm sind nur zwei Krankheiten, die für den Hund bedrohlich werden können. Übertragen durch Stechmücken kommt es zur Infizierung mit Krankheiten. Diese können teilweise schon während des Urlaubs ausbrechen, aber auch nach einem Monat oder bis zu einem Jahr nach dem Urlaub. In der Regel ist dann kaum noch festzustellen, welcher Auslöser für die Erkrankung des Hundes verantwortlich war. Symptome sind in der Regel Appetitlosigkeit, Erbrechen, Fieber oder Mattigkeit. Ohne Heilbehandlung kann der Hund an der Krankheit versterben.

Vorsorge vor dem Urlaub ist unverzichtbar

Bereits vor dem Urlaub ist es empfehlenswert, mit dem Hund den Tierarzt auszusuchen und sich über die Risiken zu informieren. Gleichzeitig kann der Hund gegen die Übertragung von Krankheiten durch Stechmücken oder Zecken geimpft werden. Gegen fast alle übertragbare Krankheiten gibt es mittlerweile Impfstoffe. Zusätzlich bieten Sprays, behandelte Halsbänder oder Spot-On-Präparate Sicherheit, damit der Hund im Urlaub nicht von einer Stechmücke oder Zecke befallen wird. Erforderlich ist zusätzlich eine Impfung gegen Tollwut. Diese ist Pflicht, wenn der Hund im Urlaub mit ins europäische Ausland mitgenommen wird.

Wärme und Hitze sorgen für Unverträglichkeit

In den südlichen Länden ist es in der Regel fortwährend warm, gerade in der Urlaubszeitzeit. Während wir die Sonne genießen, bedeutet zu viel Wärme für den Hund Unbehagen. Er kann die Hitze und den damit verbundenen Anstieg der Körpertemperatur nur durch Hecheln ausgleichen und über die Pfoten regulieren. Ein Hitzschlag ist nicht auszuschließen, wenn der Hund fortwährend der prallen Sonne ausgesetzt ist. Darum ist es ratsam, den Hund ab und zu Abkühlung zu verschaffen, z. B. mit einem Spritzer Wasser aus dem Pool. Ein Bad im Meer ist mit Vorsicht zu genießen, weil das Salzwasser bei vorhandenen wunden Stellen aggressiv reagieren kann. Es muss ja nicht immer das Bad in der Sonne sein. Ein Plätzchen am Strand unter dem Sonnenschirm tut dem Hund gut und strapaziert ihn nicht so sehr.