Kinder und Haustiere – wie sieht es mit dem Wunschzettel für Weihnachten aus?

Noch knapp sechs Wochen bis Weihnachten. Wir freuen uns gemeinsam auf die bevorstehende Adventszeit und die Feiertage mit der Familie. Vor allem unsere Kinder schmieden jetzt schon Pläne, welche Geschenke der Weihnachtsmann oder das Christkind bringen soll. Neben den klassischen Spielzeugen oder Unterhaltungselektronik steht bei vielen Kindern ein Haustier weit oben auf dem Wunschzettel. Gehen Sie als Eltern diesen Wünschen nach? Planen Sie schon im Vorfeld, wie etwa ein Hund, eine Katze oder Goldfische versorgt werden, damit die Kinder nicht schon nach einer Woche das Interesse daran verlieren?

Viele Haustiere sind Spontankäufe – Weihnachten ist oftmals der Anlass dazu

Ein Haustier zu besitzen bedeutet viel Verantwortung. Mal eben so den Wünschen der Kinder nachgeben, nur damit Weihnachten gerettet ist, kann erheblich daneben gehen. Sie müssen mit Ihren Kindern vor der Anschaffung alle Vor- und Nachteile besprechen und den Kindern auch damit deutlich machen, welche Verantwortung ein Haustier bedeutet. Es ist mal eben nicht damit getan, die Katze oder den Hund zu packen und mit ihm zu kuscheln. Es gibt nun einmal Momente, in denen die Tiere so gar keine Lust darauf haben und dann ist natürlich die Enttäuschung groß, weil vor allem kleine Kinder diese Ablehnung nicht verstehen. Im Kindergartenalter ist der Nachwuchs noch deutlich mit der Pflege und Fütterung überfordert. Hier sind die Eltern weitestgehend noch selber gefragt.

Mit sieben bis acht Jahren können Kinder selber sich um ein Haustier kümmern – aber immer noch unter Anleitung der Eltern. Hingegen sind zwölfjährige Kinder schon in der Lage, selbstständig Verantwortung für ihren Vierbeiner zu übernehmen, die Verantwortung bleibt aber letztendlich bei den Eltern. Vor allem beim Kauf eines Hundes muss immer berücksichtigt werden, dass neben der Hundesteuer auch noch die Kosten für eine Hudenhaftpflichtversicherung unumgänglich sind. Schließlich kann selbst ein kleiner Hund einen Schaden verursachen, für den Sie als Eltern letztendlich in der Haftung stehen. Das gilt auch dann, wenn Ihr Kind mit dem Hund Gassi geht. Ohne Hundehaftpflicht bleibt jeder Schaden an Ihnen hängen.

Welche Haustiere eignen sich am ehesten für Ihre Kinder

Meerschweinchen, Hamster und Kaninchen sind beliebte Tiere. Klar, wenn sie mit ihren Knopfaugen durch die Gegend schauen, muss man sie einfach knuddeln. Das kann aber durchaus zu einem Problem werden. Natürlich lieben Kinder ihr Haustier und möchten regelmäßig mit ihm schmusen. Viele Nagetiere sind eher nachtaktiv und schlafen tagsüber. Das kann es natürlich vorkommen, dass das Meerscheinchen ungehalten reagiert, wenn es aus dem Käfig genommen und auf dem Arm herumgetragen wird. Die Folge – es kann zubeißen und Ihr Kind versteht nicht warum.

Hunde und Katzen – optimal für Kinder

Hunde und Katzen sind da von ihrem Wesen her schon einfacher zu handhaben. Katzen können durchaus auch mal auf sich allein gestellt sein und sind relativ pflegeleicht. Natürlich muss auch mal das Katzenklo gereinigt werden, dass lässt sich aber innerhalb der Familie auf alle Schultern verteilen. Wichtig ist bei Katzen: Sie haben ihren eigenen Kopf. Wenn die Kinder schmusen wollen, heißt das noch lange nicht, dass die Katze das auch möchte. Hunde sind dafür wesentlich mehr auf die Personen im Haushalt bezogen. Er bleibt nicht gern allein. Das muss natürlich im Vorfeld geklärt werden, wenn beispielsweise beide Elternteile berufstätig sind. Sicherlich, von klein auf kann man Hunde dazu erziehen, dass sie auch mal vier, fünf Stunden allein bleiben. Wichtig ist aber dabei, dass sie einen entsprechenden Rückzugsort in der Wohnung oder im Haus haben, wo sie sich ausruhen können.

Bewegung braucht Ihr Hund dann, wenn er mal vor die Tür muss oder Gassi gehen will. Zwei bis drei Stunden Zeit müssen Sie dabei schon im Laufe des Tages investieren. Nachmittags können sich die Kinder hier aber sicherlich gut einbringen. Denken Sie aber immer daran, dass für die Katze in der Wohnung genug Platz für eine Spielmöglichkeit, etwa ein Kratzbaum bleibt. Sonst können Sie sich irgendwann von Ihren Tapeten verabschieden. Größere Hunde in einer Mietwohnung zu halten, ist schon grenzwertig. Hier müssen Sie je nach Wohnsituation auch bei der Anschaffung des Hundes auf die Rasse achten. Eine Deutsche Dogge ist mit Sicherheit nicht geeignet für eine kleine Drei-Zimmer-Wohnung. Sie möchten ja schließlich – und auch Ihre Kinder – eine langfristige Bindung zu Ihrem Haustier aufbauen. Diese soll ja nicht unbedingt an den Platzverhältnissen scheitern.

Tierhaare und Allergien

Das Haustiere Überträger von Krankheiten sein können, dürfte Ihnen nicht fremd sein. Bevor Sie einen Hund oder Katze anschaffen, sollten Sie prüfen, ob Sie oder Ihre Kinder nicht etwa gegen die Tierhaare allergisch sind. Was bringt es, wenn Ihr Sohn kurz nach der Anschaffung des Vierbeiners nur noch mit Atemwegsproblemen zu kämpfen hat. Das bringt für beide Seiten nichts. Klären Sie auch mit Ihren Kindern ab, dass Haustiere auch einen Abwehrmechanismus haben, der sich üblicherweise durch Beißen oder Kratzen äußert. Wird das Spiel mit Hund, Katze und Co zu dolle, kann es auch mal rote Striemen hageln. Somit sind Haustiere, die gerade schlafen, sich ausruhen oder vor allem fressen, absolut tabu.

Unser Tipp vor Weihnachten: So feiern Sie mit Ihren Haustieren

Das Jahr neigt sich dem Ende und Weihnachten rückt mit großen Schritten näher. Haben Sie schon alle Geschenke für Ihre Liebsten beschafft? Treffen Sie sich mit Bekannten oder Verwandten? Fahren Sie über die Feiertage weg? Sicherlich haben Sie sich viele Gedanken gemacht, damit es ein unvergessliches Weihnachtsfest wird. Haben Sie dabei an Ihre Haustiere gedacht? Für sie ist Weihnachten etwas Ungewöhnliches, wenn beispielsweise auf einmal im vertrauten Wohnzimmer ein großer Baum prangt und die Wohnung mit glitzernden Dekorationen behängt ist. Was müssen Sie beachten, damit es für Ihr Haustier und für Sie zu unangenehmen Überraschungen kommt?

Weihnachtsdeko kann Gift für Ihr Haustier sein

Der Weihnachtsstern gehört mit seiner kräftigen roten Farbe unbedingt in die Wohnung. Er gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und ist in allen Bestandteilen giftig für Ihren Liebling. Vor allem der weiße Milchsaft stellt ein hohes Risiko dar. Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze daran geknabbert hat, sollte Ihr Liebling viel trinken, um die Gifte im Magen zu verdünnen. Auch wenn Weihnachten ist und Sie Besuch haben: Beim Tierarzt sollten Sie trotzdem vorbeifahren, damit er den Gesundheitszustand Ihres Vierbeiners genauestens prüft. Mistelzweige, die unter der Zimmerdecke hängen, sind für Vögel pures Gift. Wenn Sie als Haustiere Vögel haben, verzichten Sie entweder darauf oder sorgen Sie dafür, dass Ihr Vogel im Freiflug nicht in das betreffende Zimmer gelangen kann.

Feuergefahr bei Weihnachtsbaum und Adventskranz

Echte Kerzen stellen grundsätzlich ein Feuerrisiko dar. Wie schnell kann der Weihnachtsbaum oder der Adventskranz in Brand geraten, etwa weil das Tannengrün schon ziemlich ausgetrocknet ist. Ein Funke genügt, um die Weihnachtspracht in Brand zu setzen. Die Folgen sind fatal. Ein brennender Weihnachtsbaum verwandelt sich blitzschnell in einen Zimmerbrand. Vor allem Katze und Hunde sind neugierig: Wie schnell haben sie im Spiel eine Kerze umgestoßen und verursachen so einen Brand. Als Haustierfreund ist es sinnvoll, wenn Sie am Tannenbaum eine Lichterkette anbringen, die geprüft ist. So können Sie das Feuerrisiko schon auf ein Minimum reduzieren. Den Adventskranz können Sie auf einer feuerfesten Fläche deponieren. So bleibt der Schaden gering, wenn Ihre Katze mal auf den Tisch springt und eine Kerze umstößt. Besser ist, wenn Sie die Kerzen grundsätzlich löschen, wenn Sie sich nicht dauerhaft im betreffenden Raum aufhalten.

Nebenbei: Eine umgestoßene Kerze kann bei Ihrem Hund oder der Katze Verbrennungen verursachen. Selbst das Schnuppern an der Kerze kann schon zu schmerzhaften Verletzungen führen. Verzichten Sie im Übrigen gerade bei jungen Haustieren auf Glasschmuck. Wie leicht springt Ihre Katze an eine Kugel? Diese fällt zu Boden, zerbricht und Ihre Katze tritt in die Scherben. Damit ist der Tierarztbesuch schon vorprogrammiert.

Weihnachtsbesuche mit dem Hund

Wenn Sie über die Feiertage bei Freunden oder Verwandten zu Besuch sind, klären Sie auf alle Fälle, ob Ihr Hund dorthin mitkommen kann. Vielleicht haben Ihre Gastgeber keinen Hund und sind gar nicht auf ihn eingestellt. Ebenso ist es möglich, dass Ihr Hund willkommen ist, aber dort im Spiel oder durch Neugier einen Schaden verursachen kann. Überlegen Sie sich daher, ob Sie Ihren Liebling tatsächlich mitnehmen möchten. Wenn Ihr Hund es gewohnt, dass er mal für zwei, drei Stunden allein bleibt, lassen Sie in zu Hause. Zu viele Menschen können für Ihren Liebling auch ein Stressfaktor sein. Denken Sie aber daran, dass Sie in Ihre Wohnung das Zimmer mit dem Weihnachtsbaum abschließen. Nicht, dass Ihr Liebling doch mal Gefallen daran findet, den Weihnachtsbaum genauer zu untersuchen.

Schenken Sie Ihrem Liebling etwas zu Weihnachten?

Klar, Ihr Vierbeiner gehört ja mit zur Familie. Geschenke auspacken ist aber für Haustiere nicht sinnvoll. Sie verstehen schließlich den Sinn nicht. Wenn Sie Ihrem Haustier Leckerchen geben, dann machen Sie es einfach so wie auch außerhalb der Weihnachtszeit. Ihr Hund oder Ihre Katze wird sich kein bisschen mehr freuen oder bedanken, nur weil Weihnachten ist. Wenn es ein Spielzeug für Ihren Liebling sein soll, dann bitte artgerecht. Eine Weihnachtsmannmütze als Deko ist sicherlich nicht das optimale Geschenk für Ihr Haustier. Besser sind beispielsweise Spielfiguren aus dem Zoofachhandel, die Ihr Liebling auch ohne Risiko ins Maul nehmen kann.

Haustiere verschenkt man nicht zu Weihnachten

Das ist ein Appell von unserer Seite: Geben Sie nicht dem Drängen Ihrer Kinder nach, die unbedingt ein Haustier zu Weihnachten haben wollen. Damit tun Sie sich keinen Gefallen. Sicher, die Vorfreude ist bei Ihren Kindern groß. In der Regel stellt ein Haustier gerade für kleine Kinder eine Herausforderung dar. Das ständige Füttern, Saubermachen vom Käfig oder Gassi gehen bei Wind und Wetter wird auf einmal zu einer lästigen Angelegenheit. So verlieren Ihre Kinder sehr schnell das Interesse am Hund, an der Katze oder am Meerschweinchen. Jetzt bleibt es entweder an Ihnen hängen oder Sie müssen das gerade vor zwei Wochen beschaffte Haustier schon wieder abgeben. Keine schöne Situation. Planen Sie die Anschaffung eines Haustieres eher langfristig und überlegen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern, welche Aufgaben sie künftig bei der Versorgung übernehmen müssen. So machen Sie Ihre Kinder vertraut mit dem Haustier: Käfigreinigung oder Gassi gehen sind dann keine unangenehme Überraschung, sondern ein fest eingeplanter Tagesablauf.

Soll ich zu Weihnachten den Kindern ein Haustier schenken?

WelpenDas Weihnachtsfest rückt immer näher, Geschenke werden gekauft und die Wohnung festlich geschmückt. Die ganze Familie ist unter dem Weihnachtsbaum versammelt und freut sich über die Geselligkeit und die Geschenke. Vor allem für die Kinder soll Weihnachten ein tolles Fest sein. Da liegt es doch nahe, den Wünschen der Kinder nachzugeben und eine Hund, eine Katze oder ein Kaninchen zu Weihnachten zu verschenken. Schließlich wünschen sich die Kinder doch so sehr einen vierbeinigen Spielgefährten. Auch wenn Sie Ihre Kinder enttäuschen und den Wunsch nicht erfüllen: Für das Haustier ist es besser so.

Geben Sie dem Drängen der Kinder nicht nach

Oftmals sind es die Kinder, die den Ausschlag für eine solche fragwürdige Entscheidung geben. Sprechen Sie mit Ihren Kindern ausführlich über ihre Wünsche und begründen Sie, warum ein Haustier unter Umständen kein geeignetes Weihnachtsgeschenk ist. Ihr Nachwuchs muss sich darüber klar werden, dass so ein Haustier auch ganz schön viel Verantwortung bedeutet und nicht mal eben nur zum Spielen da ist. Es reicht nicht aus, wenn Ihre Kinder das Kaninchen auf die Playmobil-Eisenbahn setzen und es damit herum fahren lassen. Kleine Hunde und Katzen können ebenfalls eine komplexe Herausforderung werden, wenn sie nicht schon stubenrein sind. Die Pfütze auf dem Kinderzimmerteppich kann schnell zum Ärgernis werden und führt eventuell auch zur Ablehnung des neuen Hausgenossen durch Ihre Kinder.

Haustiere können schon eine ziemliche Herausforderung sein

Kleine Hunde haben einen sehr stark ausgeprägten Spieltrieb und richten bei ihren Entdeckungstouren durch die Wohnung schon mal das eine oder andere kleine Malheur an. Wie wird Ihre Tochter reagieren, wenn auf einmal die schöne Puppe zum Spielball Ihres Hundes wird? Was sagt Ihr Sohnemann dazu, wenn sein Spielzeug mit den Zähnen des Welpen malträtiert wird? Stressig wird es auch, wenn der kleine Hund zu den unmöglichsten Zeiten heraus muss, um sein Geschäft zu erledigen. Katzen sind da zwar pflegeleichter, aber auch eigensinniger. Sie möchte nicht zwangsläufig dann spielen, wenn es auch Ihre Kinder wollen. Da kann es schon mal sein, dass ein Hieb mit der Tatze die Reaktion auf die Spielfreude Ihrer Kinder ist. Die Enttäuschung ist dann groß: Warum will das Kätzchen bloß nicht spielen? Kinder reagieren darauf schnell mit Unverständnis.

Wenn schon Haustiere als Weihnachtsgeschenk, dann aber richtig

Muss es unbedingt ein Haustier sein, müssen Sie mit Ihren Kindern sich lange vorher über die Eigenarten des gewünschten Tieres informieren. Besuchen Sie ab und ab mal ein Tierheim, um dort Tiere kennen zu lernen. Lassen Sie sich über das gewünschte Tier, egal, ob Katze, Hund oder Meerschweinchen, informieren. Vielleicht können Ihre Kinder das gewünschte Tier dort öfter mal besuchen. Wichtig ist, dass Sie dem Haustier, sofern es Weihnachten zu Ihnen kommt, gleich ein passendes Zuhause bieten. Das typische Bild vom Welpen, der mit einer Schleife um den Kopf unter dem Weihnachtsbaum liegt, sollte taub sein. Ihr vierbeiniger neuer Mitbewohner sollte von Anfang an sein Plätzchen im Haus finden. Schrauben Sie auch die Erwartungshaltung Ihrer Kinder herunter. Der neue Vierbeiner muss sich erst an seine Umgebung gewöhnen und braucht dabei auch ab und zu Ruhe.

Zum Jahreswechsel: So können Sie Risiken und Verletzungen für Haustiere vermeiden

Wir haben bereits in einem unserer vorherigen Blogbeiträge über verschiedene Risiken geschrieben, die für Haustiere in der Weihnachtszeit auftreten können. Falsches Essen bleibt Krankheitsursache Nummer Eins während der Feiertage. Nach den Weihnachtstagen kommt aber auch noch der Jahreswechsel hinzu, hier wird es für Ihre Haustiere richtig ungemütlich. Sowohl in der Silvesternacht als auch am Neujahrstag. Lesen Sie einmal, was Sie unternehmen können, um Krankheiten und Verletzungen für Ihren Liebling zu vermeiden:

Weihnachtsbaum sichern

Steht der Weihnachtsbaum erst einmal in der guten Stube, weckt er vor allem bei Hunden und Katzen die Neugier. Was duftet denn da so schön nach Natur? Nicht selten verirren sich die Vierbeiner bei der Schnüffelei unter den Baum oder sie versuchen, daran zu kratzen oder hochzuklettern. Wenn der Baum fällt, kann das für Ihr Haustier eine schmerzhafte Erfahrung sein. Sichern Sie daher den Baum zusätzlich mit einer Nylonschnur von der Wand oder der Decke aus.

Weihnachtsbaumschmuck

Glitzernde Kugeln sind unverzichtbar für die Weihnachtsstimmung. Bei Ihren Haustieren wecken Sie allerdings die Neugier. Schnell ist mal die Pfote ausgestreckt und mit einem Pfotenschlag fällt die Kugel zu Boden. Das Tier erschreckt sich und gerät wohlmöglich mit den Pfoten in den Splittern der zerbrochenen Kugel. Verwenden Sie daher möglichst Kugeln aus Kunststoff, die auch mal einen kleinen Pfotenschlag aushalten. Stellen Sie den Baum auch erst einmal ein paar Tage ohne Schmuck auf, damit sich Ihre Tiere daran gewöhnen können.

Kabel und Baumständer

Für die Vielzahl der Lichterketten kommen natürlich auch eine Menge Kabel zum Einsatz. Sie müssen schon den Überblick bei dem ganzen Kabelsalat behalten, wie soll dann noch Ihr Haustier damit zurechtkommen? Wenn möglich, fixieren Sie die Kabel mit Klebeband auf dem Boden und legen Sie eine Decke oder einen kleinen Teppich darüber. So können sich Ihre Tiere darin nicht verheddern und bei einem Befreiungsversuch die Lichterketten aus dem Baum reißen. Übrigens – manche Bäume sind imprägniert. Diese Stoffe geraten in das Wasser des Weihnachtsbaumständers. Hier drohen Vergiftungen oder Erkrankungen, wenn Ihr Hund oder Ihre Katze daraus trinkt.

Das Silvesterfeuerwerk

Tiere hören deutlich besser als der Mensch – ungefähr 40-mal so gut. Das sorgt natürlich an Silvester für Unruhe bei Ihrem Haustier. Schon nachmittags geht die Knallerei los und zum Jahreswechsel selber wird es für den Vierbeiner infernalisch. Vermeiden Sie unbedingt, dass Ihr Hund mit Ihnen zusammen draußen das neue Jahr begrüßen soll. Dabei sind schon manche Hunde in Panik verloren gegangen. Schaffen Sie Ihrem vierbeinigen Freund lieber ein ruhiges Plätzchen im Haus und lassen Sie bei der Knallerei draußen den Fernseher oder das Radio laufen. Diese Geräusche sind Ihrem Tier vertraut und damit wird gleichzeitig der Lärm von draußen übertüncht. Gehen Sie möglichst vorher Gassi, damit Ihr Hund nicht noch kurz nach Mitternacht seine Bedürfnisse anmeldet. Dann wird es nämlich richtig ungemütlich für Ihren Freund.

Der Neujahrstag

Nach einer langen Nacht regen sich am Morgen endlich wieder die Geister. Natürlich möchte Ihr Hund nach draußen sein Geschäft verrichten und Gassi gehen. Sorgen Sie dafür, dass der Hund dabei angeleint bleibt. Der freie Auslauf ist jetzt noch nicht empfehlenswert, da auf den Gehwegen vielfach noch Scherben und Reste von Feuerwerkskörpern herumliegen. Der Hund kann sich schnell die Pfote verletzen.

Wir vom Tierarzt-Onlineverzeichnis wünschen Ihnen und Ihrem Haustier alles Gute für die Weihnachtsfeiertage und das Sie gesund ins neue Jahr kommen!

Verschenken Sie keine Haustiere zu Weihnachten

Welpen beim Spielen

In 14 Tagen ist Heiligabend. Die ganze Familie ist unter dem Weihnachtsbaum versammelt und freut sich über die Geselligkeit und die Geschenke. Vor allem für die Kinder soll Weihnachten ein tolles Fest sein. Was liegt da näher, einen vierbeinigen Spielkameraden zu verschenken? So ein kleiner Hund, eine schmusige Katze oder ein Kaninchen ist doch immer eine Überraschung wert – oder etwa nicht? Es gibt viele gute Gründe, warum ein Haustier nicht unter dem Weihnachtsbaum präsentiert werden sollte. Sie tun dem Tier damit nichts Gutes.

Dem Drängen der Kinder nicht nachgeben

Oftmals sind es die Kinder, die den Ausschlag für einen solche fragwürdige Entscheidung geben. Dem Drängen wird irgendwann nachgegeben, weil der Nachwuchs Ihnen schon seit Wochen mit dem kleinen Hund der Nachbarn in den Ohren liegt. Auf lange Sicht werden Sie aber dabei keine Freude haben. Schließlich können Kinder die ganze Tragweite der damit verbundenen Verantwortung nicht überblicken. Ist so ein kleiner Hund erst einmal da, kommt der Ärger schnell, wenn z. B. nachts sich auf dem Boden des Kinderzimmers eine übel riechende Pfütze auftut. Genauso verhält es sich, wenn sich die Katze nicht als Schmusetiger hervortut, sondern jeden, der sie streicheln will, einen Hieb mit der Tatze verpasst. Logisch, denn für Tiere ist so etwas schon eine Herausforderung, wenn der Gewöhnungsprozess an das neue Heim fehlt. Schließlich sollen die Vierbeiner ja schon Heiligabend in den Augen der Kinder richtig „funktionieren.“

Gerade Hunde, Katzen, Hasen oder Meerscheinchen sind eine Herausforderung

Kleine Hunde sind verspielt und entdecken die Welt mit ihren Augen. Ihnen ist es egal, wenn geliebte Gegenstände der Knabberwut zum Opfer fallen. Das gefällt natürlich den Eltern und den Kindern nicht. Auch ist es ungewohnt, wenn man häufig zu Tag- und Nachtzeiten mal nach draußen muss, damit sich der Kleine erleichtern kann. Viel Stress, den man vorher nicht bedacht hat. Dass Katzen auch mal in Ruhe gelassen werden möchten, müssen gerade die Kinder akzeptieren. Umso schneller verliert sich das Interesse, wenn der vierbeinige Spielkamerad nicht so will, wie es gewünscht wird. Nagetiere wie Meerschweinchen oder Kaninchen benötigen einen großen Stall. Der nimmt natürlich erst einmal Platz weg und muss auch noch regelmäßig gereinigt werden, damit nicht die ganze Wohnung nach den Ausscheidungen riecht.

Informieren Sie sich in Tierheimen über die Haltung

Wenn es schon ein Haustier sein muss, dann richtig: In den Tierheimen leben unzählige Tiere, die sich auf ein neues Zuhause freuen, wohlmöglich sind sie noch übrig gebliebene Weihnachtsgeschenke. Stellen Sie Ihre Kinder und sich selbst auch darauf ein, wie viel Aufwand die dauerhafte Pflege eines Haustieres in Anspruch nehmen wird. Überschlagen Sie alle Kosten – von der Anschaffung bis hin zur tierärztlichen Versorgung. Bei Hunden kommt auch noch die Hundesteuer oder die Tierhalterhaftpflicht hinzu. Besuchen Sie das Tierheim regelmäßig, um Ihren Kindern den Kontakt mit dem gewünschten Tier zu vermitteln. Erst wenn klar geregelt ist, wie die Haltung dauerhaft gewährleistet ist, kann der Kauf eines Haustieres in Angriff genommen werden. Das muss ja nicht unbedingt an Weihnachten der Fall sein.

Diese Risiken bestehen für Haustiere in der Weihnachtszeit

Kerzenschein, leckeres Essen und viele Süßigkeiten – das macht die Adventszeit und Weihnachten aus. Was für uns Menschen selbstverständlich ist, kann in manchen Fällen für Haustiere zu einem gesundheitlichen Risiko werden. Viele Speisen, die wir uns gönnen, sind für Tiere absolut schädlich. Auch Gefahren durch Lichterketten und Kerzen sind nicht zu verachten.

Haustiere vertragen kein Weihnachtsessen

So groß die Verlockung auch ist – vermeiden Sie, dass Ihre Tiere sich heimlich am Essen bedienen, und gehen Sie nicht auf die Bettelei Ihrer Hunde oder Katzen ein. Das Fleisch, das wir verzehren, ist für Haustiere denkbar ungeeignet. Erstens ist es viel zu fett, zweitens zu stark gewürzt. Beim Verzehr reagieren Katzen und Hunde mit empfindlichen Mägen mit Erbrechen. Vor allem Geflügelknochen sind eine große Gefahr. Wenn Sie splittern, kommt es zu Verletzungen in der Mundhöhle, im Hals oder im Magen.

Schokolade ist gefährlich

Wir genießen jetzt zur Adventszeit Süßes in vollen Zügen und ärgern uns nach den Feiertagen über die überschüssigen Pfunde. Das ist aber nichts im Vergleich zu dem Risiko, wenn sich mal Ihr Hund eine Tafel Schokolade in einem unbeobachteten Moment schnappt und verzehrt. Das in der Schokolade enthaltene Theobromin ist für Tiere giftig. Außerdem kann das in der Schokolade befindliche Koffein vom Körper des Tieres nur sehr langsam abgebaut werden. Die Wirkung ist wie eine Überdosis Koffein oder Nikotin für den Menschen. Stellen Sie fest, dass Ihr Haustier sich an der Schokolade vergriffen hat, dann müssen Sie unverzüglich Ihren Tierarzt oder an den Feiertagen sogar eine Tierklinik aufsuchen.

Tödliche Gefahr für Vögel

Für Säugetiere ist es kein Problem, für Vögel schon: Wenn Sie ein Raclette machen, werden die Teflonpfännchen erhitzt. Dabei werden Dämpfe freigesetzt, die für Vögel absolut tödlich sein können. Stellen Sie den Vogelkäfig daher unbedingt in einen anderen Raum, in dem Sie auch für ausreichend Zugluft sorgen können.

Weihnachtsdeko – eine große Gefahrenquelle

Christbaumkugeln und Lametta sind ein wunderbares Spielzeug, wenn Herrchen und Frauchen gerade mal nicht hinschauen. Schnell mit der Tatze oder der Pfote ausgeholt und schon liegt das glitzernde Spielzeug auf dem Boden. Die Glassplitter einer zerbrochenen Kugel sind lebensgefährlich, wenn sie verschluckt werden, ebenso können die Scherben zu Schnittverletzungen führen. Außerdem sind Lametta und Engelshaar verlockend, aber eine tödliche Gefahr, wenn es gefressen wird. Der beliebte Weihnachtsstern enthält den Giftstoff Euphorbin. Kommt es zum Verschlucken der Blätter, treten bei Hunden und Katzen Magen-Darm-Beschwerden, Krämpfe und blutiger Durchfall auf.

Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen

Gerade Katzen treibt die Neugier umher. Wenn der Adventskranz auf dem Tische leuchtet, kennt der Forschertrieb der Katze oder auch des Hundes keine Grenzen mehr. Einmal mit der Pfote dran gestoßen und schon fällt die Kerze um. Was dann passiert, dürfte eigentlich klar sein. Es kommt zu einem Feuer. Auch wenn Sie schnell mit dem Ablöschen reagieren, sorgt der giftige Rauch zu einer Vergiftung bei Ihrem Tier. Lassen Sie daher nie Kerzen unbeaufsichtigt, wenn sich Ihr Haustier im selben Raum befindet.