Schaffen Sie Sicherheit für Ihre Katze

Drei Katzen vor weißem Hintergrund

Ihr kleiner Stubentiger erkundet jeden Tag sein Revier aufs Neue und nimmt dabei alle möglichen Schlupfwinkel, Ecken und Lücken im Haus oder in der Umgebung wahr. Klar, denn Neugier gehört nun einmal zu der Katze wie der Jagdinstinkt zum Hund. Dabei kann natürlich auch allerlei passieren. Für Ihre Katze gibt es zahlreiche gefährliche Stellen, die schnell zu einem Unfall führen können. Sei es einfach nur der Straßenverkehr, ein ungesicherter Balkon, das Dachfenster oder auch ein eingeschaltete Herdplatte. Wie können Sie selber in Ihrem Haushalt Gefahren vermeiden, die zu einer Verletzung Ihrer Katze führen können?

In der Wohnung ist alles interessant für Ihre Katze

Geöffnete Schränke, Schubladen oder Klappboxen unterm Bett: Alles, wo Ihre Katze hineinschauen und klettern kann, ist unheimlich interessant. Gefährlich wird es aber, wenn die Katze eingesperrt wird, weil Sie gerade nicht daran denken, dass Ihr Stubentiger gerade wieder auf Entdeckungsreise ist. Unabhängig davon, dass Ihre Katze sich wahrscheinlich auch bei kurzer Gefangenschaft sehr unwohl fühlen wird, lauert in Schränken oder Schubladen immer Gefahrenpotenzial. Liegen dort Werkzeuge, an denen sich Ihre Katze verletzen kann? Haben Sie dort wohlmöglich Stoffe untergebracht, die für Ihre Katze schädlich sind, wie beispielweise Klebstoff? Selbst ein unaufgeräumter Schreibtisch kann schon zum Risiko werden, wenn dort ein Schneidemesser offen herumliegt. Daher: Schränke und Schubladen sollten nach dem Gebrauch sofort wieder geschlossen werden. Haben Sie zum Beispiel ein Heimbüro, muss die Tür dort verschlossen bleiben. Ansonsten kann es passieren, dass sich Ihre Katze an den Reißzwecken oder Pinnwand-Nadeln bedient.

Wo kann Ihre Katze auf giftige Substanzen stoßen?

Viele Dinge sind für Ihre Katze giftig und damit unverträglich. Das fängt schon bei harmlosen Zimmerpflanzen an und endet bei einer nicht entsorgten Zigarette im Aschenbecher. Nebenbei: Wenn Sie eine Katze halten, sollte Rauchen in den vier Wänden tabu sein. Schließlich kann das Nikotin langfristig auch Atemwege und Lunge Ihrer Katze schädigen. Putzmittel, Duschgel, Alkohol – viele Flüssigkeiten, die Sie im Haushalt logischerweise vorhalten. Diese Dinge sind aber beim Verschlucken eine hochgradige Gefahr für Ihre Katze. Diese Stoffe können ohne weiteres Vergiftungen auslösen oder zumindest Übelkeit. Der Gang zum Tierarzt wird danach unvermeidbar sein.

Schädlich ist im Übrigen auch eine Reihe von Lebensmitteln. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mahlzeit auf dem Esstisch nicht unbeaufsichtigt bleibt. So manche Lebensmittel wie Schokolade, Zwiebeln oder auch Weintrauben sind eine Gefahr für Ihre Katze und lösen eine Vergiftung aus. Wenn Sie Fleisch zubereiten, wird Ihre Katze sicherlich hoffungsvoll um Ihre Beine streichen. Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken. Unser Fleisch ist viel zu stark gewürzt und für den Magen einer Katze einfach unverträglich. Das gilt besonders für Grillfleisch.

Gekippte Fenster und Türen sind eine Todesfalle

Wenn Ihre Katze ein Freigänger ist, dann wird sie kaum eine Gelegenheit auslassen, um nach draußen zu kommen. Da macht eine Katzenklappe ein der Terrassentür schon Sinn, damit Sie nicht immer hin und herspringen müssen, wenn Ihre Katze es sich mal wieder anders überlegt und rein oder raus möchte. Wenn Sie mal frische Luft in Ihre Wohnung lassen, können gekippte Fenster aber zur Todesfalle für Ihre Katze werden. Vor allem, wenn Sie mal eben außer Haus sind. Versucht Ihre Katze, durch ein gekipptes Fenster nach draußen zu gelangen, kann es passieren, dass sie abrutscht und im Spalt stecken bleibt. Dabei rutscht sie immer weiter nach unten, wo sich der Spalt verengt. Das führt dazu, dass Organe gequetscht werden. Wenn Sie dann auf die Zwangslage Ihrer Katze nicht rechtzeitig aufmerksam werden, bedeutet das den sicheren Tod.

Mittlerweile gibt es Netze oder sogar leichte Scherengitter, die beim Öffnen des Fensters den Spalt verschließen, aber dennoch ausreichend Frischluft hineinlassen. Prüfen Sie mal, wo Ihre Katze entwischen kann und überlegen Sie, wie sie die betreffenden Fenster sichern können. Wenn Sie schon lüften, lassen Sei die Fenster am besten komplett geöffnet. Natürlich nur, wenn Sie zu Hause sind. Sie möchten ja schließlich keine Einbrecher in Ihren Vier Wänden haben.

Balkone sind ein Unsicherheitsfaktor

Selbst wenn die Katze als guter Kletterer bekannt ist: Ein Sturz aus großer Höhe kann zu schweren Verletzungen führen. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Ihr Sofalöwe auf den Balkon hinausgeht und auf die Brüstung springt. Verliert er dabei das Gleichgewicht, ist ein Sturz in die Tiefe die logische Folge. Das geht leider nicht immer gut aus. Sie können am Balkon ein grobmaschiges Netze anbringe, um zu vermeiden, dass Ihre Katze auf die Brüstung springt. Bevor Sie aber irgendwo bohren, um das Netz zu befestigen, müssen Sie Ihren Vermieter um Erlaubnis fragen. Schließlich dürfen Sie ja nicht ohne weiteres einfach in die Bausubstanz eingreifen. Die Genehmigung für das Anbringen eines Netzes auf der Rückseite des Hauses kann er Ihnen aus optischen Gründen kaum verbieten. Zeigt der Balkon aber zur Straßenseite, dann stellt ein solches Netz eine optische Beeinträchtigung dar und kann durchaus verboten werden.