Warum ist Wasser für Katzen ein Lebenselixier?

Katze vor der Wasserschüssel

Viel Flüssigkeit ist gesund. Vor allem an warmen Tagen ist ein leicht gekühltes Getränk für uns Menschen eine willkommene Erfrischung. Wir wissen, dass wir durch regelmäßiges Trinken unseren Flüssigkeitshaushalt steuern können.

Unser samtpfotiger Liebling, die Katze ist da natürlich nicht anders. Auch sie deckt ihren Flüssigkeitsbedarf über regelmäßiges Trinken. Dabei gibt es aber Unterschiede zu uns Menschen. Wenn wir diese kennen, können wir unseren Liebling zielgerichteter mit Trinken versorgen und so den Flüssigkeitshaushalt positiv beeinflussen.

Regelmäßige Tierarztbesuche kosten Geld, sind aber auch unverzichtbar. Die beste Lösung für die finanzielle Absicherung ist die Katzenkrankenversicherung.

Wie trinken Katzen eigentlich?

Wir sehen immer, dass unser Liebling mit der Zunge reichlich Wasser schlabbert und das gefühlte hundertmal am Tag. Der Eindruck täuscht nicht: Mit jedem Zungenschlag nimmt eine Katze gerade mal 0,1 Milliliter Wasser auf. Das ist natürlich verdammt wenig und so muss sie reichlich mit der Zunge lecken, um ihren Durst zu stillen – etwa 3.000 Zungenschläge am Tag. Vom Wesen her sind Katzen Wüstentiere und können ihren Wasserbedarf sehr gut regulieren. Dazu konzentrieren sie ihren Urin sehr stark. Der Wasservorrat ist in ihrem ursprünglichen Umfeld nämlich sehr knapp. Deshalb hat die Katze sich darauf eingestellt, viel Flüssigkeit mit der Nahrung aufzunehmen.

Der durchschnittliche Wasserbedarf liegt bei etwa 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Reichlich Wasser ist vor allem dann notwendig, wenn die Katze nur Trockenfutter bekommt. Hier liegt der Flüssigkeitsanteil deutlich unter zehn Prozent. Nassfutter enthält je nach Sorte rund 50 bis 70 Prozent Wasseranteil.

Inneres Wasserwerk der Katze

Unsere Samtpfote hat ein ausgeklügeltes System zur Flüssigkeitsgewinnung. Sie deckt nämlich einen großen Anteil des Wasserhaushaltes durch die Rückgewinnung von Salzen und Flüssigkeiten über die Niere, da sie den Urin in konzentrierter Form ausscheidet. Dadurch kann aber auch auf der anderen Seite ein erhöhtes Risiko für Nierenstein oder andere Nierenerkrankungen bestehen. Je mehr Wasser eine Katze aufnimmt, umso mehr Urin muss sie ausscheiden. Dabei werden die Harnwege durchspült und Harnkristalle, die sich bereits gebildet haben, mit ausgeschwemmt. Durch die Verdünnung mit Wasser kommt es auch zu einer Reduzierung der Mineralien, die sich im Urin befinden. Das Risiko der Harnsteinbildung kann somit reduziert werden.

Hoher Flüssigkeitsverlust durch tägliche Aktivitäten

Katze trinkt aus dem Bach

Wasser zum Trinken und Flüssigkeit in der Nahrung sind existenziell wichtig, um den Flüssigkeitshaushalt Ihre Katze auf einem konstanten Niveau zu halten. Die Katze verliert stetig Flüssigkeit durch das Schwitzen und natürlich durch Urin und Kotabsatz. Daher ist wes wichtig, dass unser Liebling in unbegrenzter Menge Wasser zur Verfügung hat – in frischer Form. Daher ist es wichtig, dass der Trinknapf der Katze regelmäßig fisch aufgefüllt wird. Vor allem im Sommer kann lauwarmes Wasser schnell Keime bilden.

Wohin mit dem Wassernapf?

Oftmals stellen wir den Futter- und Wassernapf nebeneinander. Das ist aber nicht die beste Lösung, wenn wir uns das ursprüngliche Fressverhalten von Katzen anschauen. In der freien Wildbahn sind Futter- und Trinkplätze voneinander getrennt, damit keine Beutereste das Trinkwasser verunreinigen konnten. Probieren Sie doch einfach mal aus, den Wassernapf abseits vom Futternapf oder in einem anderen Raum aufzustellen. Sie werden sehen, dass Ihre Katze erst genüsslich den Napf leerfuttert und sich dann an die Trinkstelle begibt.

Nicht jedermanns Geschmack

Für uns ist ein frisches Glas Leitungswasser ein willkommener Durstlöscher auf die Schnelle. Für unsere Katze nicht unbedingt. Denn unser Trinkwasser wird von den Wasserwerken oftmals mit Chlorzusätzen versehen, um die Zahl der Keime im Wasser zu reduzieren. Katzen haben nun einmal feine Nasen und merken, dass da was im Wasser drin ist, was sie nicht mögen. Daher trinken viele Katzen auch gerne abgestandenes Wasser, weil es natürlicher ist. Aus gesundheitlichen Gründen ist das natürlich nicht zu empfehlen. Weigert sich Ihre Katze, frisches Leistungswasser zu trinken, versuchen Sie es mit einem Filtersystem oder mit natriumarmen, stillen Mineralwasser.

Ein Trinkbrunnen animiert zum Trinken

Katze trinkt Wasser

Das Plätschern an sich ist schon ein Anreiz, dass Ihre Katze sich an dem kühlen Nass bedient. Mit der Pfote patscht die Katze und leckt anschließend die Flüssigkeit auf. Dazu wird in einem Trinkbrunnen das Wasser mit einer kleinen Pumpe permanent umgewälzt und mit einem Aktivkohlefilter lebendig gehalten. Es kann also nicht so schnell schal werden. Eine Komplettreinigung ist aber wöchentlich unerlässlich, damit Sie der möglichen Bildung von Keimen und Bakterien vorbeugen können.

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