Wenn der Katzenjammer kein Ende nimmt…

Katze auf dem RückenKatzen miauen – das ist nun einmal ihre Art, ihren Unmut, Freude, Langeweile, Hunger oder auch Aufregung zum Ausdruck zu bringen. Sie möchten sich verständlich machen und lenken damit die Aufmerksamkeit ihrer Dienerschaft, oder besser gesagt von Herrchen und Frauchen, auf sich.

Wir reagieren in den meisten Fällen prompt auf die Bedürfnisse unserer Stubentiger und Sofalöwen. Entweder gibt es ein Leckerchen, es wird gespielt oder geschmust. Was ist aber, wenn der vierbeinige Racker überhaupt nicht mehr aufhören will zu miauen? Welche Ursachen können dahinter stecken?

Die Katze ist rollig und paarungsbereit

Sind Katzen noch unkastriert, liegt in dem dauerhaften Miauen eher eine sexuelle Motivation. Ab einem Alter von sechs Monaten kommt es zur Geschlechtsreife, für die weibliche Katze bedeutet das, dass sie zum ersten Mal rollig wird. In den Eierstöcken sind mehrere Eizellen herangereift und sie ist nun paarungsbereit. Das tut sie nicht nur kund durch das laute Miauen, sondern auch noch auf andere Art und Weise. So uriniert die Katze vermehrt an Stellen, die für sie absolut untypisch sind. Sie reibt sich an Gegenständen oder rollt sich über den Boden und gibt laute Geräusche von sich. Wenn Sie selber keine Zucht mit ihrer Katze vornehmen möchten, dann ist der Weg der Kastration sinnvoll. Grund dafür ist aber nicht das Miauen der Katze, das etwa dadurch abgestellt werden könnte. Vielmehr hat die Kastration unter Umständen eine medizinische Notwendigkeit: Wird die Katze während ihrer Rolligkeit nicht gedeckt, so kann sie eine Dauerrolligkeit entwickeln. Damit verbunden ist unter Umständen eine Gebärmutterentzündung oder die Bildung von Zysten.

Der Kater in Nachbarschaft riecht die rollige Katze

Nicht nur bei der Katze ist das dauerhafte Miauen unter Umständen sexuell motiviert, sondern auch beim Kater. Er hat eine hervorragende Antenne dafür, wo in der Nachbarschaft eine Katze rollig ist. Er riecht die geschlechtsreife Katze über eine sehr weite Strecke. Klar, dass er dabei völlig aus dem Häuschen gerät und alles daran setzen wird, zu dieser Katze zu gelangen. Darf er nicht nach draußen, wird er seinen Unmut darüber durch lautes Miauen zum Ausdruck bringen. Auch hier ist es sinnvoll, über eine Kastration nachzudenken, sofern der Kater nicht als Zuchttiger eingesetzt werden soll. Normalerweise verliert der Kater dann das Interesse an der rolligen Katze. Vor allem bei Wohnungskatzen ist dieser Schritt durchaus sinnvoll.

Die Katze hat Schmerzen

Ist die Katze bereits kastriert und miaut anhaltend, so können die Ursachen vielfältig sein. Häufig ist der Grund für das dauerhafte Miauen ein Schmerz in Verbindung mit einer Erkrankung. Behalten Sie Ihre Katze mal im Auge, ob das Miauen vor allem beim Wasserlassen einsetzt. Dann kann bei Ihrem Sofalöwen eine Blasenentzündung vorliegen oder es haben sich Blasensteine gebildet. Ebenso kann es sein, dass Ihre Katze unbemerkt von Ihnen einen Unfall erlitten und dadurch Schmerzen hat. Wenn sich der Verdacht mehrt, etwa durch Abtasten der Katze, dann sollten Sie nicht zögern, Ihren Liebling vom Tierarzt untersuchen zu lassen.

Langweile kann dauerhaftes Miauen auslösen

Wohnungskatzen droht häufiger Langeweile als ihren Artgenossen, die draußen als Freigänger unterwegs sind. Logisch, während es draußen viel zu erkunden gibt, bleibt in der Wohnung alles gleich. Denken Sie mal daran, wie sich ein Kind verhält, das Hausarrest hat. Es wird Ihnen vor Langeweile auf den Nerv gehen. Logisch, wenn die Aktivität und Beschäftigung entzogen werden. Das gilt auch für die Wohnungskatze, die umso mehr Beschäftigung benötigt. Ansonsten wird sie ihren Unmut durch dauerhaftes Miauen zum Ausdruck bringen. Vor allem Wohnungskatzen sollten nicht alleingehalten werden. Ein Artgenosse sollte mindestens mit von der Partie sein. Wobei es auch vom Vermieter oder der Größe der Wohnung abhängt, wie viele der Stubentiger noch im Haus herumkriechen.

Daneben muss die Wohnung oder das Haus spannende Ecken haben wie Kletterbäume, Kratzbretter, kleine Aussichtsplattformen oder andere Dinge. Wenn Sie schon Katzen in der Wohnung halten, müssen Sie Ihre Einrichtung auch ein bisschen auf die Katze abstimmen, sonst wird sie irgendwann ihre Langeweile an Ihrem Sofa abreagieren. Schon kleine Dinge wie Papiertüten oder Kartons können das Interesse zum Spielen wecken. Daneben spielen Katzen gerne auch mit ihrem Herrchen oder Frauchen. Bällchen werfen, Angelspiele oder Aufziehmäuse sind hier nur ein paar Dinge, mit denen sich Katzen wunderbar beschäftigen lassen. So sollte auch das andauernde Miauen ein Ende finden, wenn die Katze genug Auslastung findet.

 

 

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