Wenn die Liebe zur Katze unerwartet teuer wird

Schlafende KatzeRund 13 Millionen Katzen leben in deutschen Haushalten und es gibt viele Gründe, warum sich Tierfreunde einen Sofalöwen anschaffen. Kann man doch mit der Katze wunderbar schmusen und auch mal in den eigenen vier Wänden herumtollen. Der Stubentiger ist reinlich und muss nicht bei Wind und Wetter Gassi gehen.

Angeschafft ist die Katze schnell – schließlich kosten Jungtiere gerade einmal 50 bis 100 Euro, also deutlich weniger als zum Beispiel ein Hundewelpe. Mit den Anschaffungskosten ist es aber nicht getan: Irgendwann werden die ersten Routinebesuche beim Tierarzt fällig. Die sind noch überschaubar und planbar. Was ist aber, wenn es den kleinen Vierbeiner mal so richtig erwischt und eine teure Operation ansteht? Dann gerät in vielen Fällen die finanzielle Planung aus den Fugen, so die Erfahrung vieler Tierärzte.

Nur wenige Katzenfreunde greifen auf die Katzenkrankenversicherung zurück

Was in einigen europäischen Ländern bereits häufig in Anspruch genommen wird, steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen: Das Thema Katzenkrankenversicherung ist hier noch nicht sehr weit verbreitet und bei vielen Katzenfreunden noch gänzlich unbekannt. Weniger als fünf Prozent aller Katzen in Deutschland sind mit der Kratzenkrankenversicherung abgesichert, so dass Herrchen und Frauchen im Falle eines Tierarztbesuches die Kosten für notwendige ambulante Behandlungen und auch Operationen erstattet bekommen. Erleidet die Katze einen Unfall und muss operiert werden, können mal schnell 1.000 Euro zusammenkommen. Das stellt viele Haustierfreunde zuerst einmal vor ein finanzielles Problem.

Wie teuer ist die Katzenkrankenversicherung?

Für eine fünf Jahre alte Katze können je nach Versicherer zwischen 20 Euro und 35 Euro im Monat für die Katzenkrankenversicherung anfallen. Das ist auf den ersten Blick natürlich eine Menge Geld. Für 25 Euro im Monat steht allerdings auch ein umfassender Versicherungsschutz dahinter. Auf das Jahr betrachtet kommen da 420 Euro zusammen, in zehn Jahren sind es schon 4.200 Euro. Wenn die Katze ihr Lebtag gesund bleibt, ist das auf der einen Seite vom finanziellen Aspekt ärgerlich, aber für die Katze das Beste, was ihr geschehen kann. Das ist auch einer der Gründe, warum Verbraucherschützer sehr kritisch mit dem Thema Katzenkrankenversicherung umgehen und zu einem Sparvertrag raten. Dieser wird allerdings von den Tierärzten wiederum sehr kritisch und als nutzlos betrachtet.

Sparplan contra Katzenkrankenversicherung?

Wer seine Katze liebt und für ihre Gesundheit nur das Beste will, der geht regelmäßig zum Tierarzt und zaudert auch nicht lange, wenn es dem Stubentiger mal schlecht geht. Allerdings spielen dabei finanzielle Belange auch eine wichtige Rolle. So eine unerwartete Tierarztrechnung muss ja auch bezahlt werden. Für Verbraucherschützer steht fest: Mit einem Sparvertrag ist der Absicherung genüge getan, es müsse nur genug und regelmäßig darauf eingezahlt werden. Als eine hohe Reserve setzt der Bund der Versicherten schon mehrere Tausend Euro an. Die müssen allerdings erst einmal angespart werden und stehen in den ersten Jahren so nicht zur Verfügung, wenn die Beiträge zur Katzenkrankenversicherung alternativ zum Sparen verwendet werden.

Tierärzte sehen den Sparvertrag für Katzen eher kritisch

Ein Sparvertrag erfordert erst einmal ein gutes Polster, mit dem unmittelbar nach der Anschaffung der Katze anfallende Tierarztkosten auch bezahlt werden können. Das gilt es erst einmal zu stemmen. Tierärzte stehen dem Tipp der Verbraucherschützer eher kritisch gegenüber. Ein Sparvertrag kann im Notfall schnell mal für andere Dinge geplündert werden. Da fällt eine teure Autoreparatur an oder die Waschmaschine ist kaputt. Für Menschen, die mit ihrem Einkommen gut haushalten müssen, ist in solchen Fällen nicht immer genug Spielraum.

Viele Tierfreunde investieren sicherlich schon monatlich hohe Beträge in den Unterhalt ihrer Katze. Davon fließt vieles in das Futter, Accessoires, Spielzeug oder Kuscheldecken und Körbchen. Für die medizinische Versorgung wird aber nicht gespart. Es ist daher besser, den Anteil der Kosten für Spielzeug oder andere Dinge zu reduzieren, damit genug Geld für eine vernünftige Absicherung übrig bleibt. Viele Tierärzte beklagen mittlerweile, dass Katzenfreunde oft nur sehr zögerlich in die Praxis kommen, wenn das Geld knapp ist. Das geht zu Lasten der Gesundheit der Katze. Ebenso häufig werden Tierärzte mit dem Problem konfrontiert, dass die Kosten zum Beispiel für eine Operation teilweise auf Raten bezahlt werden müssen. Das alles sind Gründe, die eigentlich für eine solide Absicherung sprechen – je jünger die Katze ist, desto günstiger fallen natürlich auch die Beiträge aus.

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