Wenn Floh, Wurm und Zecke Menschen, Katzen und Hunde ärgern

Publiziert am Montag, 4. August 2014 von Manfred Weiblen
Hund kratzt sich

Vor allem an den warmen Sommertagen leiden Katzen, Hunde und andere Haustiere unter Parasiten, wie zum Beispiel Würmern, Zecken und Flöhen. Dieses Getier macht nicht nur den betroffenen Tieren, sondern auch den Menschen das Leben schwer und kann zusätzlich gefährliche Krankheiten verursachen.

Hunde & Katzen können gegen von Zecken übertragene Krankheiten (z.B. Borreliose) geimpft werden. Hundekrankenversicherungen mit Vollschutz enthalten verschiedene Vorsorgeleistungen, wozu oftmals auch Impfungen gegen Zeckenbisse oder den Zwingerhusten gehören. Weitere Infos hier: Hundekrankenversicherungen

Vor allem aus diesen oben genannten Gründen sollte das folgende Ritual für alle Tierbesitzer zum Alltag gehören. Besonders dann, wenn es mit dem Hund in den Wald oder in den Park sowie an Feldrändern geht, sollte dieser anschließend gründlich nach Zecken abgesucht werden. Auch Katzen sind, sobald sie zum Fressen Heim kommen, dringend zu untersuchen und selbst andere Haustiere, die im Garten Leben, wie zum Beispiel Kaninchen, gehören ebenfalls einer solchen Untersuchung nach Zecken und anderen Parasiten unterzogen. Zecken sind nicht nur schmerzhaft für das Tier, sondern können zusätzliche gefährliche Krankheiten übertragen. Dies gilt nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen. Tierarzt Dr. Martin Müschenich aus Mettmann erklärt: „Auch im Rheinland können Zecken die gefährliche Borreliose auf Tiere und Menschen übertragen“.

Die gefährliche Borreliose kann unterschiedliche Symptome haben, sodass die einzelnen Krankheitsanzeichen von Herzproblemen über starke Schmerzen bis hin zu gefährlichen Hirnhautentzündungen reichen können. Besonders häufig wird bei dieser Krankheit eine Gesichtslähmung festgestellt. Aus diesem Grund empfehlen viele Experten eine spezielle Impfung gegen Borreliose für Mensch und Tier. Während eine Impfung bei Hunden möglich ist, kann sie bei der Katze leider nicht durchgeführt werden. Wird eine Zecke bei sich oder einem Tier entdeckt, so sollte sie mit Hilfe einer sogenannten Zeckenzange oder –Karte vorsichtig und komplett entfernt werden. Dabei betont Martin Müschenich „Niemals sollte man die Zecke vorher abtöten, da sie dann um so mehr Erreger in die Wunde abgibt“. Die Zecke sollte bei der Entfernung vorsichtig gedreht und anschließend herausgezogen werden. Die Zange ist dabei direkt am Kopf der Zecke anzusetzen.

Nachdem die Zecke komplett entfernt wurde, sollte die entsprechende Stelle genauestens beobachtet werden. Sollte diese rot werden oder gar wandern, spricht man von einer sogenannten Wanderröte. In einigen Fällen tritt ein starker Juckreiz auf oder aber die Stelle rund um den Zeckenbiss schwillt an. In diesem Fall sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden, sodass vorbeugende Maßnahmen getroffen werden können.

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