Wenn Ihr Hund partout nicht vom Sofa herunter möchte

Es scheint, als neigt sich der Sommer dem Ende entgegen. Die Tage sind kürzer, abends ist es früher dunkel und wir machen es uns nicht immer auf der Terrasse oder im Garten, sondern auf dem Sofa gemütlich. Doch was ist das?

Gerade, wen wir uns gemütlich auf die Polster schwingen möchte, ist da schon alles mehr oder weniger besetzt: Unser Hund liegt dort, alle Viere von sich gestreckt und genießt das Nichtstun. Und wir? So langsam wird es mal Zeit, dass wir unserem Vierbeiner klar machen, wem hier das Sofa gehört.

Braucht der Hund unsere Nähe?

Nicht wenige Hundefreunde philosophieren darüber, warum Hunde ständig auf unserem Sofa liegen möchten. Liegt am Platzangebot oder an der Gemütlichkeit, die vom Sofa ausgeht? Oder ist es einfach nur die Nähe, die unser Liebling permanent zu uns sucht? In diesem Fall versuchen Sie doch einfach mal, für Ihren Hund ein neues Plätzchen zu schaffen, das nahe beim Sofa ist. Schließlich strömen wir Gerüchte aus, die unser Hund wahrnimmt und auch gerne hat. Also, eine neue Ruheecke, ein paar Kissen vom Sofa und noch ein getragenes T-Shirt von uns dabei und fertig ist das Ersatzplätzchen.

Fehlt unserem Hund der Überblick?

Aus der Froschperspektive sehen viele Dinge anders als aus der Vogelperspektive. So denken jedenfalls Katzen. Nicht umsonst suchen sie sich überall dort ein Plätzchen, von dem aus sie alles im Blick haben. Geht es unseren Hunden nicht manchmal genauso? Möchten diese nicht auch alles im Blick haben? Nun ja, auf die Fensterbank passen sie in der Regel nicht drauf und auf dem Sofa möchten Sie selber sitzen. Was bleibt also übrig? Probieren Sie es doch einfach mal mit einem erhöht aufgestellten Katzenbett. Ihr Hund weiß ja schließlich nichts von der eigentlichen Bestimmung, also kann er es sich dort auch getrost gemütlich machen. Wenn Sie allerdings einen größeren Hund haben, müssen Sie hier erfinderisch werden, denn sonst gehört das Sofa irgendwann vollständig Ihrem Hund. Je größer, desto weniger Platz für Sie.

Wie verliert Ihr Hund die Lust auf das Sofa?

Es ist gewissermaßen eine Prinzipienfrage: Darf der Hund auf das Sofa oder darf er es nicht? Wenn er es nicht darf, müssen Sie mit aller Konsequenz dem entgegen wirken. Das geht im besten Fall so, dass Sie Ihrem Hund das Sofa einfach madig machen und er keine Lust mehr darauf hat. Das ist vielleicht ein bisschen gemein, aber durchaus legitim, wenn Sie Ihr Hausrecht durchsetzen möchten. Legen Sie die Polsterfläche einfach mit Alufolie aus. Das knistert und ist auch noch tierisch ungemütlich. Darauf hat Ihr Liebling verständlicherweise keine Lust und wendet sich seinem zugewiesenen Ruheplätzchen zu. Hilft das nicht, muss das Sofa zum Ort des Schreckens werden. Sobald Ihr und darauf springt, werfen Sie einfach einen Gegenstand auf den Boden, der viel Lärm macht. Muss ja nicht gerade das Kaffeeservice sein. Der Clou dabei ist aber, dass Ihr Hund das Geräusch mit dem Sofa verbindet und irgendwann keine Lust mehr darauf hat.

Kein Platz mehr da

Ärgerlich, wenn Sie sich gerade auf dem Sofa lümmeln möchten und nun Ihr Hund die ganze Fläche okkupiert. Dann müssen Sie sanfte Gewalt anwenden, damit Ihr Vierbeiner sich trollt und Sie nun dort Platz haben. Drehen Sie den Spieß doch einfach mal um. Legen Sie schwere Gegenstände auf das Sofa, die Ihr Hausgenosse nicht so ohne weiteres mit der Schnauze herunterstupsen kann. Sie müssen beim Freiräumen nur schnell genug sein, so dass Ihr Hund nicht die Gelegenheit nutzt, sich dort niederzulassen. Zugegeben, das ist zwar etwas aufwendig und es sieht auch nicht so dolle aus, wenn Sie die Sofablockaden direkt neben dem Sofa stehen haben. Denken Sie aber daran, dass Ihr Liebling irgendwann auch die Nase voll hat und sich ein eigenes Plätzchen sucht. Dann brauchen Sie auch nicht immer die Sperrböcke auf das Sofa zu packen. Erziehung ist nun einmal eine Geduldsfrage und da müssen Sie hartnäckig bleiben. Sonst bleibt Ihnen irgendwann nur noch der Teppich vor dem Sofa. Sie sind ja schließlich der Rudelführer.

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