Winterfell bei Hunden – die richtige Pflege

Hund im Schnee

So langsam bricht die kalte Jahreszeit an, teilweise ist es draußen ganz schön ungemütlich beim Gassigehen. Das betrifft nicht nur die Zweibeiner, auch Hunde müssen auf das nasskalte Wetter gut vorbereitet sein. Darum benötigt das Winterfell bei Hunden eine Menge Pflege, damit Ihre Fellnase in der kalten Jahreszeit gesund bleibt.

Im Herbst und Winter kommt es zu einem steten Wechsel der Temperaturen und Wechsel zwischen trockener und feuchter Luft. Draußen ist es nass und kalt, drinnen bullert die Heizung und die Wärme macht die Luft in der Wohnung trocken. Natürlich ist das Hundefell sehr strapazierbar, aber durch den ständigen Wechsel kann es trotzdem leiden. Mit der richtigen Pflege für das Winterfell bei Hunden unterstützen Sie Ihren Liebling in dieser Jahreszeit.

Wichtige Fakten zum Fellwechsel

Der Fellwechsel ist notwendig, damit Ihr Hund sich den Temperaturen der Jahreszeiten besser anpassen kann. Das Fell ist in dem Fall so etwas wie eine Ganz-Jahres-Garderobe. Diese Punkte sind wichtig für die Fellpflege:

  • Hunde wechseln das Fell jeweils zum Herbst und zum Frühling
  • Die Fellpflege ist abhängig von der Hunderasse und vom  Felltyp
  • Bei kastrierten Hunden kommt es im Jahresverlauf häufiger zu Haarausfall
  • Ausgefallene Haare können den Hund durch Jucken stören
  • Fellpflege ist regelmäßig notwendig, um auf Parasiten aufmerksam zu werden
  • Mit einer eiweißreichen Ernährung wird der Fellwechsel unterstützt
  • Zusatzelemente wie Biotin, Vitamin B und Zink sind wichtig für die Fellgesundheit

Was passiert beim Fellwechsel?

Wenn das Winterfell bei Hunden gebildet wird, dann wechseln Hunde über einen längeren Zeitraum ihre Garderobe. Das Sommerfell wird nach und nach abgeworfen, damit sich dickere und längere Haare bilden können. Das erkennen Sie daran, dass in der Wohnung vermehrt Hundehaare zu finden sind. Auf der einen Seite müssen Sie nun etwas mehr staubsaugen, auf der anderen Seite können Sie Ihren Hund unterstützen, indem Sie regelmäßig das Fell ausbürsten. Denn die abgestorbenen Haare fallen nicht immer zu Boden, sondern liegen auch manchmal auf der Hautoberfläche und jucken. Das betrifft nicht nur langhaarige, sondern auch kurzhaarige Hunderassen. Das Winterfell bei Hunden, das sich nun bildet, muss also ordentlich gepflegt werden.

Vermeiden Sie das Baden Ihres Hundes

Das Winterfell bei Hunden braucht regelmäßig Pflege, aber eben nicht beim Baden. Dafür gibt es auch konkrete Gründe. Denn das Winterfell entwickelt einen natürlichen Schutz gegen Nässe und Kälte. Wenn Sie Ihren Hund nun regelmäßig baden, dann verliert das Fell diese wichtig Schutzwirkung. Natürlich ist die Verlockung groß, nach einer Gassirunde und einer ordentlichen Buddelei im Dreck den Hund einmal in die Badewanne zu stecken. Das sollten Sie sich dann einmal verkneifen und Ihren Hund stattdessen mit einem trockenen Handtuch ordentlich abrubbeln.

Wenn Ihr Hund hingegen eine Wasserratte ist und ab und an mal in einen Teich, Bach oder See springt, dann müssen Sie Ihren Liebling unmittelbar abtrocknen. Das Winterfell bei Hunden hat nämlich die negative Eigenschaft, dass es nur langsam trocknet. Ihr Hund kann sich unter Umständen eine Unterkühlung zuziehen.

Tägliche Fellpflege im Winter ist unverzichtbar

Beim Fellwechsel sammeln sich Hundehaare auf der Hautoberfläche. Das löst einerseits Juckreiz aus und verdichtet andererseits die nachwachsenden Haare. Vor allem bei dichter Unterwolle am Bauch kann es passieren, dass die Haut nicht ausreichend atmen kann. Deshalb müssen Sie beim Bürsten diese überschüssigen Haare entfernen. Dadurch wird gleichzeitig auch das verbleibende Fella ausreichend belüftet.

Abgesehen davon wechseln Hunde im Winter öfter die Haare und die abgestorbene Unterwolle kann verfilzen. Das löst wiederum Hautprobleme bei Ihrem Hund aus. Die tägliche Fellpflege hilft dagegen. Verwenden Sie dafür geeignete Bürsten, die es im Tierfachgeschäften gibt. Diese haben schräge und engmaschige Zinken, wodurch die abgestorbenen Haare besser abgegriffen werden. Mit einer normalen Haarbürste erzielen Sie diesen Effekt nämlich nicht, da die Borsten zu weit auseinanderstehen.

Verzichten Sie auf das Trimmen oder Schneiden der Haare

Es gibt viele Hunderassen, die über nur wenig Unterwolle verfügen. Das manchmal krause oder wilde Deckhaar ist also ein unverzichtbarer Schutz gegen Feuchtigkeit und Kälte. Viele Hundefreunde sind dann geneigt, beim Hundefriseur da etwas Ordnung hineinzubringen. Das ist aber absolut sinnlos, da Ihr Hund danach nämlich keinen ausreichenden Schutz mehr bei Kälte hat. Allenfalls können Sie Haare ein wenig nachschneiden lassen, wenn diese etwas verfilzt sind. Ebenso sollten Sie Stirnhaare über den Augen im Blick behalten und notfalls kürzen. Bei Eiseskälte und Feuchtigkeit können diese schlicht und ergreifend einfrieren und steif werden.

Die Fellpflege bei kurzhaarigen Hunden

Egal wie lang die Haare Ihres Hundes sind: Das Winterfell bei Hunden löst überall die gleichen Rituale aus, halt hier ein bisschen intensiver und da etwas weniger aufwendig. Bei kurzhaarigen Hunderassen ist die Fellpflege nicht so aufwendig, aber sie muss dennoch gemacht werden. Problem bei kurzen Haaren ist zudem, dass sie nicht einfach nur irgendwo herumliegen und eingesaugt werden können. Nein, sie stecken aufgrund ihrer leicht drahtigen Struktur teilweise sogar in den Polstermöbeln fest.

Während in der Sommerzeit noch das wöchentliche Striegeln des Fells ausreichend war, müssen Sie beim Fellwechsel nun täglich zur Bürste greifen. Das ist deshalb notwendig, da, wie bereits beschrieben, die abgestorbenen Haare enorm jucken können und sogar lästig für Ihren Hund sein können. Nämlich dann, wenn diese sich in die Hautoberfläche bohren. Dann sind das kleine Pikser, die Ihr Hund als unangenehm empfindet.

Die Fellpflege bei langhaarigen Hunden

Wenn Sie einen Hund mit langem Fell haben, ist die Fellpflege sicherlich schon Routine. Hier ist es wichtig, dass Sie das Sommerfell Ihres Lieblings beim täglichen Bürsten langsam und sanft entfernen, denn da fallen deutlich mehr abgestorbene Haare an als bei kurzhaarigen Hunden. Dazu sind feinzinkige Kämme am besten geeignet. Dabei müssen Sie aber mit Vorsicht herangehen: Wenn das Fell verfilzt ist, dann können diese Kämme mächtig ziepen. Das passiert, wenn das Fell grundsätzlich keine Pflege erfahren hat. Dann können Verfilzungen vorhanden sein, die erst einmal gelöst werden müssen.

Kann es bei der Fellpflege zu Komplikationen kommen?

Das Winterfell bei Hunden muss sich langsam entwickeln und Ihr Hund braucht viel Unterstützung von Ihnen. Dennoch kann es sein, dass trotz Ihrer sorgfältigen Fellpflege beim Winterfell Probleme auftreten. Unter Umständen können Hautreizungen auftreten. Das ist der Fall, wenn die Bürste nicht für die Fellpflege geeignet oder die Hautoberfläche durch das Bürsten zu sehr strapaziert wird. Ebenso können sich Schuppen bilden, die sich wiederum zu einem Juckreiz entwickeln. Die Folge: Ihr Hund kratzt sich vermehrt und schädigt damit seine Hautoberfläche. Dann sollten Sie auf alle Fälle besser einmal mehr beim Tierarzt vorbeischauen. Die Kosten für die Behandlung trägt, sofern vorhanden, Ihre Hundekrankenversicherung.

Können Sie die Bildung von Winterfell bei Hunden unterstützen?

Neben der täglichen Fellpflege können Sie den Fellwechsel und das heranwachsende Winterfell bei Hunden noch über die Ernährung unterstützen. Zur Anregung des Hautstoffwechsels können Sie Ihrem Hund eine eiweißreiche Nahrung anbieten. Dazu sorgen Elemente wie Vitamin B, Zink und Biotin dafür, dass der Fellwechsel unterstützt wird. Zusätzlich tragen diese Elemente dazu bei, dass die Haut besser geschützt wird und das Fell Ihres Hundes mehr Glanz entwickelt.

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