Welche Auswirkungen haben Wurmerkrankungen bei Ihrer Katze?

Katze und Arzt

Ihre Katze kommt nachts von der Beutetour nach Hause und macht einen munteren Eindruck. Dennoch erbricht sie sich im Laufe des Tages und hat ab und zu Durchfall. Vielleicht hat sie draußen etwas Unverträgliches gefressen, es kann sich aber auch um eine Wurmerkrankung handeln.

Schließlich sind viele Beutetiere mit Würmern belastet, dass diese von Ihrer Katze aufgenommen werden. Bei dem Verdacht auf eine Wurmerkrankung sollten Sie den Tierarzt aufsuchen, denn eine unbehandelte Wurmerkrankung kann im ungünstigsten Fall zum Tod der Katze führen.

In solchen Fällen ist eine Katzenkrankenversicherung sinnvoll: Sie erstattet die anfallenden Kosten für die tierärztliche Behandlung.

Was ist eine Wurmerkrankung?

Tierärzte sprechen von einer Wurmerkrankung, wenn Würmer den Körper der Katze besiedeln und diesen als Wirt nutzen. Dabei ist die Spannbreite der möglichen Würmer breit: Vor allem Spulwürmer, Bandwürmer und Hakenwürmer können bei Ihrer Katze auftreten. Diese Wurmarten sind mehr oder weniger gefährlich. Bei einigen Wurmarten kommt es zu Magen-Darm-Beschwerden, andere Wurmarten können massiv die inneren Organe schädigen. Überwiegend sind in solchen Fällen Lunge oder Leber betroffen. Hier besteht unter Umständen Lebensgefahr.

Wie zieht sich die Katze eine Wurmerkrankung zu?

Katze im Grass

Im Wesentlichen sind zwei Ursachen dafür verantwortlich, dass sich Ihre Katze eine Wurmerkrankung zuzieht. Das geschieht einerseits über den Verzehr von bereits infizierten Beutetieren wie beispielsweise Mäuse oder Vögel. Auf der anderen Seite ist die Infektionsgefahr auch dann gegeben, wenn Ihre Katze mit infizierten Artgenossen zusammenkommt.

Dabei durchlaufen die verschiedenen Wurmarten im Körper der Katze mehrere Entwicklungsstadien, abhängig von der Wurmart. Wenn die Katze mit dem Maul Spulwurm-Eier aufgenommen hat, schlüpfen die Larven im Darm der Katze, die Ausbreitung erfolgt über den ganzen Körper. Wurden die Spulwurm-Eier über die Luftröhre aufgenommen, gelangen sie in den Racheraum der Katze, wo sie anschließend heruntergeschluckt werden. Wieder im Darm angekommen, entwickeln sich aus den Larven geschlechtsreife Würmer, die neue Larven ablegen. Teilweise gelangen die Larven über den Blutkreislauf in die Muskulatur der Katze. Beim Kater sterben die Larven irgendwann ab, bei einer Katze entwickeln diese sich in der Trächtigkeitsphase weiter und werden an die Jungtiere übertragen.

Über das Maul aufgenommene Hakenwürmer bleiben im Darm, ernähren sich vom Blut der Katze und vermehren sich dort. Hier kommt es zu einer Art Kreislauf. Die Katze scheidet die Eier aus, nimmt diese unter Umständen beim Fressen auf. Teilweise gelangen die Larven über die Hautoberfläche in den Darm der Katze, wo sie sich letztendlich wieder vermehren.

Welche Anzeichen treten bei einer Wurmerkrankung auf?

Katze liegt auf einer Decke

Eine Wurmerkrankung bei Ihrer Katze geht vor allem mit Erbrachen und Durchfall einher. Im Kot und im Erbrochenen finden sich Würmer wieder, die an Spaghetti aus der Dose erinnern. Spülwürmer können zusätzlich Blähungen verursachen. Bei Jungkatzen, die gerade geworfen wurden, sorgen Würmer dafür, dass die Katzen nicht mehr zunehmen. Vor allem Hakenwürmer können, da sie sich vom Blut der Katze ernähren, zu Blutarmut führen.

Welche Maßnahmen kann Ihr Tierarzt ergreifen?

Die Diagnose einer Wurmerkrankung lässt sich einfach stellen. In den meisten Fällen sind die Würmer bei einer Kotprobe mit dem bloßen Auge oder unter dem Mikroskop erkennbar. Dabei lassen sich die verschiedenen Wurmarten optisch unterscheiden.

Bei einer Wurmerkrankung verschreibt der Tierarzt Medikamente, die sowohl Wirkung gegen die Wurmarten selber, aber auch bei den Zwischenwirten helfen. Dabei zeigt der Wirkstoff Selamectin sein Wirkung bei Spulwürmer und Hakenwürmern. Praziquantel hilft bei der Bekämpfung von Bandwürmern. Dieses Medikament tötet gleichzeitig auch die für den Menschen gefährlichen Fuchswürmer ab. Dabei können die Medikamente in unterschiedlicher Form verabreicht werden. Neben Injektionen und Tabletten gibt es auch Pasten oder Spot-On-Präparate, die auf den Nacken der Katze aufgetragen werden können und von dort aus ihre abtötende Wirkung für die Würmer entfalten.

Generell sind die Genesungsaussichten bei einem Wurmbefall positiv. Die verabreichten Präparate tragen dazu bei, dass die Würmer abgetötet werden und die Katze sich von dem Wurmbefall erholen kann. Wird der Tierarzt nicht aufgesucht, kann der Wurmbefall schwerwiegende Folgen für die Katze haben. Durch Wurmkrankheiten können innere Organe befallen werden. Darüber hinaus tragen Wurmkrankheiten zur Mangelernährung bei und das führt zu einem geschwächten Immunsystem. Unter Umständen kann der langfristige Verlauf der Wurmkrankheit tödlich verlaufen.

Regelmäßige Wurmkuren tragen dazu bei, dass Ihre Katze eine ausreichende Vorsorge gegen Wurmerkrankungen hat.

Veröffentlicht unter Katze

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