Keine Angst vor Silvester

Publiziert am Mittwoch, 27. Dezember 2017 von Manfred Weiblen
Hund versteckt sich unter der Decke

Für Ihren vierbeinigen Liebling dürfte es in den nächsten Tagen wieder stressig werden: Silvester steht vor der Tür, der Verkauf von Böllern und Feuerwerk beginnt und draußen werden bereits ab und an die ersten Knaller gezündet.

Da kommt Ruhelosigkeit auf, Ihr Hund wird des Öfteren mit eingezogener Rute auch im Haus unterwegs sein. Das er Angst hat, ist normal, schließlich wird dieser für uns Menschen normale Brauch nur einmal im Jahr begangen. Kein Wunder, wenn nun bei der einsetzenden Knallerei Angst und Panik auftritt.

Leichte Unruhe ist noch kein Grund einzugreifen

In den Tagen vor Silvester werden schon die ersten Knaller draußen gezündet. Wenn Ihr Hund dabei noch weitestgehend entspannt ist oder nur ansatzweise Unruhe zeigt, dann vermeiden Sie es, darauf einzugehen. So bekommt er nämlich bestätigt, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Denken Sie immer daran, dass Trösten und gutes Zureden eine typisch menschliche Verhaltensform ist, die bei Hunden ins Gegenteil umschlägt, da sich Ihr Liebling in seiner Unsicherheit bestätigt fühlt. Behandeln Sie daher Ihren Liebling auch nicht anders als in allen anderen Alltagssituationen.

Was können Sie bei großer Anspannung für Ihren Hund machen?

Es kann natürlich auch passieren, dass Ihr Hund in den Tagen vor Silvester bereits starke Unruhe zeigt, wenn hier und da bereits die ersten Böller draußen gezündet werden. Handelt es sich dabei um einmalige Böller, so zeigen Sie selber Gelassenheit – so, als wenn nichts geschehen wäre. Denken Sie daran, dass Ihr Hund auf Ihr Verhalten reagiert. Tun Sie so, als wenn nichts geschehen wäre, wirkt das für ihn natürlich beruhigender, als wenn Sie nun alle Trostmittel auspacken, die Sie zur Verfügung haben. An Silvester selber wird die Knallerei häufig auftreten und zum Jahreswechsel seinen Höhepunkt finden.

Wo findet Ihr Hund zum Feuerwerk ein ruhiges Plätzchen?

Draußen wird das neue Jahr eingeläutet und das Silvesterfeuerwerk an allen Ecken gezündet. Ihr Hund benötigt nun ein Plätzchen im Haus, wo er sich zurückziehen kann und er weitestgehend vom Lärm abgeschottet ist. Das sollte möglichst ein Raum sein, der der Straßenseite abgewandt und an der Rückseite des Hauses gelegen ist. Halten Sie Rollos geschlossen, so dass der Lärm ein wenig abgefedert wird. Lassen Sie dabei aber immer die Tür geöffnet, so dass er Ihre oder die Nähe einer anderen Bezugsperson suchen kann. Es macht durchaus Sinn, wenn Sie mit einem Fernseher oder Radio andere Geräuschquellen schaffen, die Ihrem Hund vertraut sind. Darüber hinaus wird der Lärm von der Straße ein wenig überlagert.

Halten Sie die Gassirunde an Silvester möglichst kurz

Für Ihren Hund ist Silvester erst einmal ein Tag wie jeder andere auch. Er möchte raus und mit Ihnen Gassi gehen. Denken Sie immer daran, dass Sie an diesem Tag, vielleicht auch entgegen Ihrer Gewohnheiten, Ihren Hund an der Leine führen. Ein Knaller irgendwo im Umfeld Ihres Hundes reicht aus, dass er sein Heil in der Flucht sucht. Die Sucherei kostet Sie viel Zeit und Mühe. Schlimmer noch, wenn er dabei auf die Straße rennt und womöglich einen Unfall verursacht. Halten Sie daher die Gassirunde kurz, so dass sich Ihr Liebling wieder schnell in die vertrauten vier Wände zurückziehen kann. Am Abend muss Ihr Vierbeiner sicherlich noch einmal raus, auch hier ist es aber nicht sinnvoll, eine größere Runde zu drehen. Lassen Sie ihn nur sein Geschäft machen und dann wieder ab ins Haus.

Gassi gehen am Neujahrstag

Die große Knallerei ist vorbei, für Ihren Hund hat sich alles wieder etwas normalisiert – außer, dass Sie nicht zur gewohnten Zeit aufstehen möchten. Klar, der Silvesterabend zollt seinen Tribut. Wenn Sie sich trotz aller Widrigkeiten nun mit Ihrem Liebling aufmachen und das Silvesterchaos draußen bewundern, dann denken Sie vor allem daran, dass Sie auf alles achten, woran Ihr Hund schnüffelt. Schließlich liegen überall die Reste vom Feuerwerk herum. Das sind einerseits gesplitterte Stöckchen von den Raketen oder Schwarzpulver- und Papierreste von den Böllern. Was auch immer – achten Sie darauf, dass er diese Dinge nicht allzu gründlich untersucht oder gar in den Fang nimmt. Daran kann er unter Umständen ersticken oder sich vergiften.

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