Zahnpflege beim Hund – die Initiative Zahngesundheit klärt auf

Publiziert am Dienstag, 16. Oktober 2012 von Manfred Weiblen
Hund mit Zahnbürste

„… damit er auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann!“ Kennen Sie diesen Werbespruch aus den 80er Jahren? Es ging damals um Zahngesundheit beim Menschen und die Werbung für eine Zahnpasta. Aber mal im Ernst: Wie steht es um die Zahngesundheit Ihres Hundes? Kümmern Sie sich um die Zahnpflege?

Mehrere deutsche Tierärzte haben sich zur bundesweiten „Initiative Zahngesundheit“ zusammengefunden. Sie wird von der Deutschen Gesellschaft für Tierzahnheilkunde (DGT) fachlich unterstützt.

Ziel ist die Aufklärung aller Hundebesitzer über die Wichtigkeit der Zahngesundheit Ihres Vierbeiners. Und über den Erhalt der Zähne.

Hunde, die älter als drei Jahre sind, leiden sehr häufig an einer Erkrankung des Zahnbettes. Zahnbelag (Plaque) ist – genauso wie beim Menschen – die Ursache für Entzündungen und Schmerzen, schlimmstenfalls für Zahnausfall. Ein gesundes Gebiss ist aber für Hunde unverzichtbar beim Spielen, Zerren, Greifen und natürlich der Nahrungsaufnahme.

Tierärzte empfehlen eine tägliche Zahnpflege z. B. mit speziellen Hundezahnbürsten, die besonders weich sind. Aber auch der Gebrauch von Kinderzahnbürsten ist möglich. Wichtig ist der Einsatz einer Hundezahnpasta, die im Zoo-Fachhandel erhältlich ist. Benutzen Sie keinesfalls normale Zahnpasta! Der Mentholgeschmack bekommt den meisten Hunden nicht.

Gewöhnen Sie Ihren Hund im Idealfall bereits im Welpenalter an die regelmäßige Zahnpflege. Bei älteren Tieren sollten die Zähne vorher vom Tierarzt professionell gereinigt werden, bevor Sie Ihr Tier langsam an das Zähneputzen heranführen. Tragen Sie die Hundezahnpasta zu Anfang mit dem Zeigefinger auf Zähne bzw. Zahnfleisch auf. So gewöhnt sich Ihr Tier an die Prozedur. Später erst sollten Sie eine Zahnbürste benutzen, an der Ihr Vierbeiner zunächst lecken durfte.

So putzen Sie richtig mit der speziellen Hundezahnpasta:

Wichtig! Putzen Sie immer von Rot nach Weiß, also vom Zahnfleisch hin zu den Zähnen bürsten!

  • Umfassen Sie mit Ihrer Hand die Hundenase oberhalb der Schnauze
  • Heben Sie die Lefzen an
  • Putzen Sie zuerst vorsichtig die großen Fangzähne
  • Die kleinen Schneidezähne vorne noch nicht reinigen (empfindlichster Bereich!)
  • Gehen Sie langsam zu den Backenzähnen über
  • Erst zum Schluss putzen Sie die Schneidezähne vorne

Zahnstein und Zahnbelag können durch regelmäßige, sachgerechte Zahnpflege vermieden werden. Ergänzt durch spezielle Zahnpflegesnacks und einer jährlichen Kontrolle der Zahngesundheit bei Ihrem Tierarzt sorgen Sie dafür, dass Ihr treuer Freund lange fit bleibt.

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